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Schützenfest im Allgäu

„Wie kann man so dumm sein!?“: Starbulls siegen – Pasanen wütend über diese Szene

Lustig ist bei den Jokern sportlich gesehen zur Zeit eher wenig. Ville Järveläinen (rechts) entlockte Jonny Tychonick bei seinem Comeback trotzdem ein Lächeln.
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Lustig ist bei den Jokern sportlich gesehen zur Zeit eher wenig. Ville Järveläinen (rechts) entlockte Jonny Tychonick bei seinem Comeback trotzdem ein Lächeln.

Die Starbulls Rosenheim haben das DEL2-Schützenfest beim ESV Kaufbeuren mit 7:4 gewonnen. Dem Schlusslicht gelang dabei beinahe die Sensation und eine Szene sorgte für Aufsehen.

Kaufbeuren – Die Starbulls Rosenheim haben einmal mehr ihre Auswärtsstärke unter Beweis gestellt. Die DEL2-Eishockeyspieler von der Mangfall gewannen beim Tabellenletzten ESV Kaufbeuren mit 7:4 und festigten damit Rang drei in der Tabelle. Im Tor stand nach einer Partie Pause wieder Oskar Autio. Stürmer Charlie Sarault setzte dagegen aus, da die verbliebenen Kontingentstellen mit C.J. Stretch, Teemu Pulkkinen und Shane Hanna besetzt waren.

Der Spielfilm: Für die Starbulls lief es zu Beginn wie am Schnürchen: Bereits in der fünften Minute traf Kapitän C.J. Stretch in Überzahl zum 1:0, Maximilian Adam erhöhte fast genau zehn Minuten später, ebenfalls im Powerplay, auf 2:0. Aber auch im Fünf-gegen-Fünf, der eigentlichen Paradedisziplin der Rosenheimer, ließ man nichts anbrennen und hatte das DEL2-Schlusslicht fest im Griff.

Pasanen wütet über Frustfoul bei Starbulls-Sieg

So knüpften die Eishockeyspieler von der Mangfall auch im zweiten Abschnitt nahtlos an. Lukas Laub meldete sich im dritten Spiel nach seinem Verletzungs-Comeback mit seinem ersten Treffer eindrucksvoll zurück: ESV-Goalie Daniel Fiesinger räumte den Rosenheimer Angreifer im Vollsprint ab, doch Laub spitzelte die Scheibe im Flug zum 3:0 ins Tor. Fabian Dietz legte wenig später mit seinem vierten Saisontreffer das 4:0 nach. Die Joker wirkten anschließend wie geschlagen, spielten unsaubere Pässe und leisteten sich Leichtsinnsfehler. Doch Kaufbeuren gab sich nicht auf. Vor allem die zweite Angriffsreihe um Vadim Schreiner sowie die beiden Förderlizenzspieler vom EHC Red Bull München Klausi Heigl und Philipp Krening setzte Akzente. Denn wenige Sekunden vor der Pause staubte Schreiner zum 1:4-Anschluss ab.

Järveläinen beendet Kaufbeurer Drangphase

Das gab den Gastgebern Rückenwind: In den ersten fünf Minuten des Schlussdrittels verkürzten Krening und Heigl auf 3:4 und machten die Partie wieder spannend. Nun war eine Reaktion der Starbulls gefragt und die folgte prompt. Laub glänzte mit einem starken Assist auf Ville Järveläinen, der die Scheibe in der Drehung aufnahm und zum 5:3 für Rosenheim traf. Kurz darauf erhöhte Teemu Pulkkinen auf 6:3 und sorgte wieder für klare Verhältnisse. Doch auch die Hausherren bewiesen ihre Powerplay-Qualitäten: Krening wurde von Heigl mustergültig freigespielt und netzte zum 4:6 aus Kaufbeurer Sicht ein. SBR-Goldhelm Scott Feser setzte mit dem 7:4 ins leere Tor schließlich den endgültigen Schlusspunkt.

Die Schlüsselszene: Ville Järveläinens Treffer zum 5:3 zog den gerade erst heiß gelaufenen Kaufbeurern spürbar den Stecker. Der Ausgleich lag in der Luft, die Partie war fast gekippt – umso wichtiger kam die Antwort der Starbulls. Ein Wirkungstreffer genau zur rechten Zeit.

Der Spieler des Spiels: Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte, war Philipp Krening der entscheidende Offensivfaktor beim ESV Kaufbeuren. Der 21-Jährige erzielte zwei Treffer selbst, bereitete zwei weitere vor und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der Tabellenletzte an der Sensation schnupperte.

„Wie kann man so dumm sein!?“

Zum Lachen: In Überzahl lief bei den Starbulls an diesem Abend vieles nahezu perfekt. Vor allem im ersten Drittel agierten die Gäste mit einem Mann mehr äußerst zielstrebig und effizient – zwei frühe Powerplay-Treffer stellten die Weichen auf Sieg.

Zum Weinen: Im zweiten Abschnitt lehnten sich die Starbulls etwas zu sehr zurück. Nach dem zwischenzeitlichen 0:4 fanden die Hausherren wieder in die Partie, gewannen an Selbstvertrauen und waren zeitweise dem Ausgleich bedrohlich nahe.

Was war los mit: Dominik Tiffels? Der Starbulls-Verteidiger musste kurz vor Schluss ein hartes Foul einstecken. Vincent Schlenker checkte Tiffels von hinten in die Bande und kassierte dafür eine große Strafe. Eine unschöne Szene, die auch Starbulls-Trainer Jari Pasanen scharf kritisierte: „Etwas so idiotisches habe ich selten gesehen. Das Spiel ist komplett vorbei und er fährt mit Geschwindigkeit, mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Jetzt sitzt mein Spieler da, blutet aus dem Mund, hat Nackenprobleme, Kopfschmerzen und womöglich eine Gehirnerschütterung. Wie kann man so dumm sein und so etwas machen“.

„Sechs Tore zuhause sind drei zu viel!“

Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „40 Minuten haben wir gut gespielt und dann haben wir angefangen, Strafzeiten zu nehmen. Da wäre das Spiel noch fast gekippt. Wir haben die drei Punkte, jetzt heißt es Mund abputzen und am Dienstag gehts weiter.“

Leif Carlsson, ESV Kaufbeuren: „Es war nicht der Start, wie wir ihn uns gewünscht haben. Im letzten Drittel hatten wir ein paar gute Wechsel und haben viel Energie bekommen. Dann haben wir aber wieder die Gegentore bekommen. Sechs Tore zuhause sind drei zu viel!“

Die Spielstatistik: ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 4:7 (0:2, 1:2, 3:3). Starbulls: Autio (Kolarz) – Adam, Vollmayer; Hanna, Tiffels; van der Linde, Keussen – Laub, Stretch, Järveläinen; Feser, Zerter-Gossage, Pulkkinen; Dietz, Calce, Taupert; Zwickl, Kolb, Beck.

Tore: 0:1 (5.) Stretch/Adam – PP1, Laub, 0:2 (15.) Adam/Järveläinen, Stretch – PP1, 0:3 (28.) Laub/Stretch, 0:4 (32.) Dietz/Calce, Taupert, 1:4 (40.) Schreiner/Krening, Sinn – PP1, 2:4 (44.) Krening/Appendino – SH1, 3:4 (46.) Heigl/Krening, 3:5 (49.) Järveläinen/Laub, 3:6 (51.) Pulkkinen/Zerter-Gossage, Tiffels, 4:6 (55.) Krening/Heigl, McLellan – PP1, 4:7 (59.) Feser/Pulkkinen, Keussen – ENG.

Schiedsrichter: Kannengießer/Heffner. Strafminuten: Kaufbeuren 17, Rosenheim 14; Zuschauer: 2123.

Das nächste Spiel: Die Starbulls haben nicht viel Zeit um durchzuatmen. Bereits am Dienstag gastieren die Kassel Huskies zum DEL2-Topspiel an der Mangfall. (mal)

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