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Die Starbulls Rosenheim haben ihre Siegesserie auf drei Spiele ausgebaut. Gegen den ESV Kaufbeuren gab es aber nicht nur einen Dreier, sondern auch eine Auferstehung, mehrfach Grund zur Freude und ein Fragezeichen.
Rosenheim – Zweites DEL2-Heimspiel im Jahr 2026, zweiter Shutout für Christopher Kolarz! Der Torhüter der Starbulls Rosenheim hielt gegen den ESV Kaufbeuren die Null, den Rest erledigten die Kontingentspieler. Teemu Pulkkinen traf beim 3:0-Heimsieg doppelt, C.J. Stretch sorgte für den dritten Treffer.
Rosenheim: Pulkkinen und Stretch schießen Starbulls zum Sieg
Der Spielfilm: Den besseren Start in die Partie erwischten die Starbulls, die ersten paar Minuten gehörten klar den Hausherren. Dann aber zeigten sich die Gäste und setzten sich sogar zeitweise im Rosenheimer Drittel fest. Diese kleine Drangphase endete, als Teemu Pulkkinen vor Daniel Fießinger den Puck bekam und zur Führung einnetzte (13.). Danach war es, bis zur Drittelpause, eine ausgeglichene Angelegenheit.
Wieder zu Null: Kolarz und Pulkkinen führen Starbulls zum Sieg gegen Kaufbeuren
Das änderte sich nach der Pause. Rosenheim gab Gas, erstmals spiegelte sich die Tabellensituation auch auf dem Eis wider. Tore fielen allerdings keine, weil entweder ein Pass zu viel gespielt wurde oder der Abschluss zu ungenau war. So ließ C.J. Stretch unter anderem eine Drei-auf-eins-Situation liegen. Kurz vor der zweiten Sirene traf Pulkkinen dann noch das Gestänge.
Gleich erging es im letzten Abschnitt auch Tyson McLellan. Der Goldhelm der Gäste traf nur den Pfosten – fällt hier der Ausgleich, nimmt dieses Spiel eine ganz andere Wendung. Stattdessen nahmen die Starbulls Druck aus dem Kessel. Erneut wurde Pulkkinen vor dem Tor in Szene gesetzt, diesmal verwandelte der Finne den Nachschuss – aus der Luft! Die Gegenwehr war endgültig durchbrochen, als Kapitän C.J. Stretch einen Abstauber zum 3:0 versenkte. Danach spielten die Starbulls ihre Führung sicher herunter.
Tyson McLellan vergibt die größte Chance
Die Schlüsselszene: Tyson McLellan hatte zu Beginn des letzten Drittels die große Chance, alles wieder auf Null zu stellen. Hätte der Goldhelm der Gäste nicht den Pfosten getroffen, sondern den Ausgleich erzielt, wäre dieses Spiel sicherlich anders gelaufen. So fuhren die Starbulls den souveränen Heimsieg ein – und die Chance von McLellan bleibt nur ein großes „Was wäre wenn...“.
Pulkkinen und Stretch treffen, Kolarz hält dicht
Zum Lachen: Plötzlich treffen die Kontingentspieler – und das sogar in den wichtigen Momenten. Zweimal Pulkkinen, einmal Stretch, und der Heimsieg war perfekt. Nicht zu vergessen: Christopher Kolarz feierte seinen zweiten Shutout in dieser Saison. Und die Starbulls blieben im zweiten Heimspiel in Folge ohne eigene Strafzeit. „Wir haben in der ersten Hälfte der Saison viele unnötige Schlägerstrafen genommen. Wir haben aktuell eine relativ kurze Bank, da ist das Unterzahlspiel sehr hart. Deswegen ist es wichtig, dass wir Unterzahlspiele vermeiden und die Kräfte haben für Fünf gegen Fünf“, erklärte Starbulls-Trainer Jari Pasanen.
Zum Weinen: Rosenheim kann zu Hause nur eng! Elf der bisherigen 16 Heimspiele in dieser Saison endeten mit nur einem Tor Unterschied. Auch gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus dem Allgäu war die Partie lange offen. Vor allem die schwache Chancenverwertung verhinderte eine frühe Entscheidung. Erst das späte 2:0 sorgte für etwas Ruhe, das 3:0 machte endgültig den Deckel darauf.
Pulkkinen gibt eine sportliche Antwort
Der Spieler des Spiels: Teemu Pulkkinen macht das, wofür er geholt wurde: Tore schießen. Gegen Kaufbeuren erzielte der Finne seine DEL2-Treffer sieben und acht und entschied das Heimspiel quasi im Alleingang für sein Team.
Das war los mit: Unter der Woche stand Teemu Pulkkinen noch abseits des Eises im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dem Finnen wurde vorgeworfen, Düsseldorfs Yushiroh Hirano rassistisch beleidigt zu haben. Der Disziplinarausschuss der DEL2 hatte deshalb ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, welches aber ohne Strafe wieder eingestellt wurde. Laut DEL2 konnte nicht festgestellt werden, dass sich Pulkkinen strafwürdig verhalten hatte.
Pasanen: „Nicht das Hockey, das wir spielen wollen“
Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Im ersten Drittel haben wir nicht so gut gespielt. Wir hatten sieben Puckverluste an der blauen Linie, das sind sieben zu viel. Kaufbeuren hat sehr gut gespielt, Fießinger hat ein gutes Spiel gemacht. Bei uns war Kolarz der beste Mann. Im zweiten Drittel war es Coast to Coast, das ist nicht das Hockey, das wir spielen wollen. Im letzten Drittel war die taktische Disziplin besser.“
Andrew Donaldson, ESV Kaufbeuren: „Der Einsatz war in den ersten 45 Minuten definitiv da. Das erste Gegentor war ein Puckverlust im Umschaltmoment, das darf nicht passieren. Die zwei Tore im letzten Drittel waren nur Kampf vor unserem Tor. Wir müssen als Gruppe besser werden. Spiele werden vor dem Tor gewonnen und verloren.“
Das nächste Spiel: Am Sonntag (11. Januar) steht den Starbulls eine weite Auswärtsfahrt bevor, um 17 Uhr muss Rosenheim bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser ran.