Zwei Siege am Wochenende
„Einfach geil“: Christopher Kolarz meldet sich nach zwei Monaten Pause als Matchwinner zurück
Zwei Monate lang musste Christopher Kolarz zuschauen – gebremst von Krankheit und einer Gehirnerschütterung. Am Wochenende feierte der 24-Jährige nun ein beeindruckendes Comeback im Tor der Starbulls Rosenheim.
Rosenheim – Zwei Monate ohne Spiel sind für einen Torhüter schon eine lange Zeit. Christopher Kolarz hat die Zeit gut überstanden und ein hervorragendes Comeback gefeiert. Am Ende gelangen dem 24-jährigen Torhüter mit den Starbulls Rosenheim zwei Siege in der DEL2 – beide nach Verlängerung. In Kassel und gegen Bad Nauheim siegten die Starbulls jeweils mit 3:2. „Ich hätte mir gerne zwei Siege in regulärer Spielzeit gewünscht, aber wir nehmen auch die Punkte in Overtime gerne mit“, erklärte der Torhüter nach dem Spiel am Sonntag.
Starbulls-Eishockeyspieler mit Overtime-Sieg gegen Bad Nauheim




Eishockey DEL2: Christopher Kolarz überzeugt bei seiner Rückkehr
„Er hätte schon früher und öfter spielen sollen, aber er war zweimal krank und einmal verletzt“, erklärte Cheftrainer Jari Pasanen zu Kolarz, der gleich das komplette Wochenende ran durfte. Denn: Zwei Monate mit einer Vielzahl an Partien sind für einen Torhüter eine lange Zeit. „Oskari musste immer spielen, er ist auf dem Zahnfleisch dahergekommen“, so Pasanen über den finnischen Goalie Oskar Autio, dem gleich eine komplette Pause verordnet wurde. „Er hat nun etwas weniger trainiert, ist auch gar nicht nach Kassel mitgefahren. Er hat die Pause gebraucht“, erzählt Pasanen. Als Backup von Kolarz stand Juniorentorhüter Anton Röckl parat.
Nervösität vor dem Comeback
Kolarz selbst hat die beiden Spiele sehr gut über die Bühne gebracht. „Der Torwarttrainer meldete, dass er bereit ist – und er hat recht behalten“, sagte Pasanen über den Austausch mit Torwartcoach Mika Tarvainen. Der Rosenheimer Goalie selbst gab zu, dass er vor der Rückkehr „ein bisschen nervös“ war, dies hatte man ihm allerdings nicht angemerkt. „Ich konnte das gut ausblenden“, meinte Kolarz, der sich einen wichtigen Anteil an der Aufholjagd gutschreiben konnte, als er beim Stand von 1:2 aus Rosenheimer Sicht einen Alleingang parierte und so auch den Weg zum späteren Ausgleich ebnete. Dass er dann zwei Tage später wieder ran durfte, fand der Torwart „einfach geil“. Vor heimischer Kulisse ließ er noch einmal einen Sieg folgen – und heimste erneut Lob seines Trainers ein: „Er hat uns zwei-, dreimal gerettet.“
Die Entscheidung, dass Kolarz auch gegen Bad Nauheim zwischen den Pfosten stand, fiel nach der Rückkehr aus Kassel. „Es ging darum, wie er sich fühlt, denn er muss sich gut regenerieren“, erklärte Pasanen. Kolarz fühlte sich gut, „besser, als ich gedacht hatte“. Und so war auch der zweite Einsatz in Folge geklärt.
Kolarz: „Wir geben niemals auf, wollen immer gewinnen“
Zuvor war für den Goalie Herankämpfen angesagt, denn nach einer Gehirnerschütterung muss erst ein genau festgelegtes Programm absolviert werden: „Erst einmal durfte ich nur Radfahren – und wenn ich danach 24 Stunden symptomfrei bin, dann darf ich Krafttraining machen und später auch wieder aufs Eis“, berichtet der 24-Jährige. Zwei Wochen Training mit Tarvainen und der Starbulls-Mannschaft folgten, ehe Kolarz wieder in den Spielbetrieb zurückkehrte. Und das mit starken Leistungen, auch wenn ihn die vier Gegentore wurmten: „Weniger ist immer besser.“ Immerhin gab es zwei bemerkenswerte Siege nach Aufholjagden: „Wir geben niemals auf, wollen immer gewinnen“, erklärt Kolarz die Moral der Starbulls. Er möchte weitere Siege hinzufügen, natürlich mit eigenen starken Leistungen im Tor. Dass er nun auch wieder öfter spielt, dürfte klar sein. „Jetzt werden die Karten wieder neu gemischt!“, stellte Pasanen fest.