Erste Heimniederlage
Kopfstoß-Rot und fliegende Feuerzeuge: Unterhaching schlägt Burghausen im Bender-Duell
Bittere Enttäuschung für den SV Wacker Burghausen zum Vorrunden-Abschluss der Regionalliga Bayern: Im Duell der Bender-Zwillinge kassierten die Salzachstädter am Freitagabend vor der Rekordkulisse von 4871 Zuschauern eine 1:3-Pleite gegen die SpVgg Unterhaching und damit die erste Heimniederlage der Spielzeit.
Burghausen - „Wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, geht die Niederlage in Ordnung. Wir waren über weite Strecken zu ungefährlich Richtung Tor. Wir haben sehr gut gearbeitet und haben phasenweise auch guten Fußball gespielt, haben uns aber durch einige Momente vor und nach der Halbzeit um mehr Verdienst gebracht. Gegen so eine Mannschaft kann man sich das nicht erlauben, es ist dann weg“, analysierte Lars Bender nach der Partie.
Bender-Zwillinge: Eskalation bei Lars gegen Sven in der Regionalliga
Die Gäste hatten dabei die ersten Möglichkeiten: Erst rauschte ein Schuss von Simon Skarlatidis vorbei, bei seinem zweiten Versuch stand der Pfosten im Weg. Aber in der 20. Minute war es dann so weit, als Manuel Stiefler ein Zuspiel von Moritz Müller aus kurzer Distanz zum 0:1 in die Maschen setzte. In der Folge suchte Wacker nach Antworten, bis auf einen Kopfball von Alexander Sorge, den Keeper Erion Avdija entschärfte, gelang es den Gastgebern aber nicht für richtig Gefahr zu sorgen. Bis dato aber alles offen in einer gutklassigen Partie, doch in der 44. Minute leistete sich Tom Sanne bei einem Rückpass einen kapitalen Schnitzer, den Cornelius Pfeiffer dankend annahm und Markus Schöller zum zweiten Mal überwand – sicherlich schon eine Art Vorentscheidung bei einem Duell auf diesem Level.
Was immer sich Wacker in der Pause als Plan für die zweite Halbzeit zurechtgelegt hatte, war in der 47. Minute bereits obsolet, denn nun schoss Filip Ilic den nächsten Bock, sodass Müller unbedrängt an den Ball kam, das Auge für den mitgelaufenen Nils Ortel hatte, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste. Damit war der Drops für die Gastgeber gelutscht, die sich zwar redlich mühten, aber nicht die erhoffte Durchschlagskraft entwickeln konnten. Da waren die Hachinger, die den Vorsprung gelassen verwalteten, dem vierten Treffer teilweise sogar näher. Routinier Sorge konnte zwar in der 81. Minute nach einer Ecke noch per Kopf auf 3:1 verkürzen, doch im unmittelbaren Anschluss sah der eingewechselte Artur Andreichyk wegen eines Kopfstoßes die rote Karte und damit war die Partie endgültig entschieden.
Unterhaching bleibt im Meisterschaftsrennen
„Meine Mannschaft war unfassbar engagiert und hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, freute sich Sven Bender über den Erfolg der Vorstädter, die insgesamt reifer wirkten und ergänzte: „Wir waren sehr couragiert, haben zusammen gearbeitet, haben zusammen gekämpft. Und haben darüber hinaus sehr guten Fußball gegen einen Gegner gezeigt, der hervorragenden Fußball spielt. Wir wussten, dass es nicht leicht wird, haben aber in sehr guten Momenten zugeschlagen und haben am Ende verdient gewonnen.“
Nach der zweiten Niederlage in Folge muss Wacker momentan den Kontakt zur absoluten Spitze etwas abreißen lassen und braucht am kommenden Samstag um 15 Uhr gegen den TSV Aubstadt unbedingt wieder einen Dreier, um nicht ins Mittelmaß zu versinken. Die Hachinger sind dagegen nach zwei Niederlagen in Folge wieder mitten im Titelrennen. (MB)