Maßnahmen gelten ab Montag

Lockerungen im Amateursport - es braucht aber Genehmigung der lokalen Behörden

Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
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Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Das bayerische Kabinett hat am Dienstag die 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aktualisiert und um weitere vier Wochen bis 6. Juni verlängert. Diese sieht auch Lockerungen für den Amateursport vor, wenn die örtlichen Behörden dafür eine Genehmigung ausstellen.

Update, 14.16 Uhr:

Am Dienstagvormittag hat das bayerische Kabinett weitere Lockerungen beschlossen. Diese wirken sich auch auf den Amateur- und Breitensport sowie die Vereine aus. So ist ab kommenden Montag (10. Mai) mit einer Genehmigung der zuständigen örtlichen Behörde wieder mehr möglich.

Sollte die 7-Tages-Inzidenz stabil unter 100 in den Landkreisen und kreisfreien Städten bleiben, dann kann die jeweilige Behörde Lockerungen erlauben. Dies gelte insbesondere für Kinder und den Bereich Outdoor, betonte Ministerpräsident Markus Söder. Weitere Details müssen aber noch geklärt werden.

Fest steht aber, dass kontaktfreier Sport im Innenbereich bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 möglich ist. Kontaktsport im Außenbereich ist dann erlaubt, wenn die Teilnehmer über einen Testnachweis vefügen. Dabei gilt ein PCR-Test höchsten 48 Stunden, ein Selbsttest maximal 24 Stunden. Sollte die Inzidenz unter 50 liegen, dann ist sowohl kontaktfreier Sport im Innenund Kontaktsport unter freiem Himmel möglich, dabei fällt die Testpflicht weg.

Sollte also die Behörden vor Ort die Genehmigung ereitelen, wäre stand Dienstag auch Fußballtraining mit Testpflicht möglich. Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 bleibt alles wie zuvor. Dann ist nur kontaktfreier Sport allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands im Freien erlaubt. Zudem dürfen Kinder bis 14 Jahren in maximal Fünfer-Gruppen kontaktfrei trainieren.

Erstmeldung

Bayern - Kommen nun weitere Lockerungen für den Amateur- und Breitensport? Diese stellte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Montag in Aussicht. „Wir werden ab nächster Woche mehr Möglichkeiten im Sport haben“, sagte der CSU-Politiker, wobei er keine weiteren Details erläuterte.

In kreisfreien Städten und Landkreisen mit einer stabilen Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 oder gar 50 könnten dann die bereits im März angedachten Lockerungsschritte greifen. Doch zuvor muss noch das bayerische Kabinett am Dienstag (4. Mai) zustimmen, wovon aber auszugehen ist. Wir haben einen Überblick über die Maßnahmen und die Regeln zusammengestellt.

7-Tages-Inzidenz über 100

Sollte die Inzidenz über 100 sein, bleibt es bei den derzeitigen Regeln. Dann ist kontaktfreier Sport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes erlaubt. Zudem können Kinder bis 14 Jahren in Fünfer-Gruppen unter freiem Himmel trainieren, wenn die Trainer geimpft oder einen negativen Test vorweisen können.

7-Tages-Inzidenz zwischen 50 und 100

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen maximal fünf Personen kontaktfreien Sport betreiben, bei Kindern bis 14 Jahren erhöht sich die Gruppengröße dann auf 20.  Laut der 12. Verordnung des Freistaats könnte sogar kontaktfreier Hallensport und Kontaktsport im Freien ohne Gruppenbeschränkung erlaubt werden. Dies muss das Gesundheitsamt aber erst noch genehmigen, zudem müssen die Sportler vollständig geimpft oder einen negativen Selbsttest vorweisen.

7-Tages-Inzidenz unter 50

Ist die 7-Tages-Inzidenz unter 50 wäre kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu zehn Personen in Außenanlagen erlaubt, bei Kindern bleibt es bei der Gruppengröße von 20. Laut der 12. Verordnung des Freistaats könnte dann sogar kontaktfreier Hallensport und Kontaktsport im Freien ohne Gruppenbeschränkung erlaubt werden und zwar ohne Tests oder Impfungen.

Aktuell befindet sich in der Region nur der Landkreis Rosenheim unter der 7-Tages-Inzidenz von 100 (98,3), die restlichen Landkreise liegen darüber. Ob diese Maßnahmen greifen oder nicht, werden die bayerischen Amateur- und Breitensportler mit Spannung erwarten. Am Dienstag (4. Mai) tagt das bayerischer Kabinett. Der BFV hat sich bereits mit einem Appell an die Staatsregierung gewandt.

ma

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