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„Sehr enttäuschend“

Vier Tore in zehn Minuten: Kreisklasse-Derby zwischen Rosenheim und Wasserburg endet dramatisch

Neuzugang Alexander Kuile hielt die Null.
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Torhüter Alexander Kuile musste mit Gelb-Rot vom Platz.

Lange war das Spitzenspiel in der Kreisklasse 2 zwischen dem TSV 1860 Rosenheim II und dem TSV 1880 Wasserburg II ein ausgeglichenes Duell. Dann entwickelte sich das Derby zum Drama.

Rosenheim Das Derby in der Kreisklasse 2 zwischen dem TSV 1860 Rosenheim II und dem TSV 1880 Wasserburg II begann als Duell auf Augenhöhe – und endete in einem Drama für die Wasserburger.

TSV 1880 Wasserburg: Zweitvertretung mit dramatischer Derby-Pleite

Beide Teams traten mit viel Unterstützung von Landesligaspielern an – ein Hinweis darauf, wie wichtig das Derby für beide Vereine war. So standen bei Wasserburg unter anderem Alexander Kuile, Vinzenz Egger, Thomas Voglmaier und Michael Barthuber auf dem Feld. „Das Spiel war uns sehr wichtig, zum einen ein Derby und zum anderen der 1. gegen den 2. Bei solchen Spielen steht man immer gerne auf dem Platz. Wir haben diese Saison im Landesliga-Team wieder einen großen Kader, bei dem natürlich nicht jeder genügend Spielzeit bekommt. Deshalb bekommen wir oft die Möglichkeit, uns bei der 2. Mannschaft zu beweisen und Spielpraxis zu sammeln“, erklärte Keeper Kuile nach der Partie.

Bis zur 79. Minute war die zweite Mannschaft des TSV Wasserburg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Rosenheim mit 2:1 in Führung, ehe eine turbulente Szene das Spiel komplett kippen ließ. Torwart Alexander Kuile sah erst Gelb und kurz darauf Gelb-Rot wegen Meckerns. In Unterzahl brach die Mannschaft ein und unterlag am Ende klar mit 2:6. Im Interview schilderte Kuile seine Sicht auf die Begegnung. Er empfindet das Spiel bis zu seinem Platzverweis als absolut ausgeglichen und attraktiv. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich sehr wenig. Für die Zuschauer sicher sehenswert. Der Endstand spiegelt das Spiel leider nicht wider“, so der Torhüter.

Der Knackpunkt der Partie und Ausgangspunkt des Platzverweises war die Entstehung des 2:2-Ausgleichs durch Aini Merepeza. „Ich habe den Ball auf der Linie festgehalten, doch der Schiedsrichter entschied auf Tor, weshalb ich dann auch lautstark dagegen protestiert habe“, erklärt Kuile. Die erste Gelbe Karte akzeptiert er, die anschließende Gelb-Rote jedoch nicht: „Die Gelbe Karte kann ich vollkommen nachvollziehen, aber dann nach kurzer Zeit gleich die Gelb-Rote Karte zu ziehen, hätte nicht sein müssen.“

Nach seinem Platzverweis verfolgte Kuile in der Kabine per Liveticker den Rest der Partie und musste so mit ansehen, wie seine Mannschaft in der Schlussphase einbrach. Wasserburg kassierte in Unterzahl vier weitere Gegentreffer – ein bitteres Ende eines bis dahin starken Auftritts. „Ziemlich groß“ sei die Enttäuschung, sagt Kuile. „Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert, viele gute Momente gehabt. Wenn durch eine Aktion dann das ganze Spiel kippt, ist es schon sehr enttäuschend.“ (tb)

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