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„Selten so ein Spiel erlebt“

Notarzt-Drama, XXL-Unterbrechung und Elfer-Krimi: Burghauser U19 ringt Löwen im Pokal nieder

Die U19 des SV Wacker Burghausen feierte einen großen Erfolg. Überschattet wurde dieser allerdings von einer schweren Verletzung
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Die U19 des SV Wacker Burghausen feierte einen großen Erfolg. Überschattet wurde dieser allerdings von einer schweren Verletzung.

Die U19 des SV Wacker Burghausen setzte sich am vergangenen Wochenende in einem irren Pokal-Krimi gegen den TSV 1860 München im Elfmeterschießen durch. Dabei wurde das Weiterkommen durch eine schwere Verletzung eines Burghausener Spielers überschattet.

Burghausen – Die U19 des SV Wacker Burghausen surft weiter auf der Erfolgswelle. Nachdem die Mannen vom Schnaitseer Trainer Wolfgang Sonnenhauser erst vor wenigen Wochen den Aufstieg in die U19-Bundesliga fixieren konnten, setzten sie sich nun auch noch in der 2. Runde des U19 Volksbanken/Raiffeisenbanken-Pokal gegen den großen TSV 1860 München durch. Ein irrer Pokal-Krimi, der alles zu bieten hatte.

U19 des SV Wacker Burghausen schlägt TSV 1860 München

„Ich habe selten ein Spiel erlebt, dass solch einen Verlauf genommen hat“, erklärt Sonnenhauser auf Anfrage von beinschuss.de. „Wir lagen mit 0:2 in Rückstand, wobei die Löwen die erste halbe Stunde die klar bessere Mannschaft waren. Spätestens mit dem Anschlusstreffer vor der Pause haben unsere Jungs aber den Schalter umgelegt und ein richtig gutes Spiel gezeigt.“

In der Tat legten die Gäste los wie die Feuerwehr und lagen nach 27 gespielten Minuten mit 2:0 in Front. Dabei resultierte der Gegentreffer zum 0:1 aus einer direkten Ecke. Doch die Jungs von der Salzach ließen sich davon nicht beirren und spielten unbeeindruckt weiter: „Wir haben auch in der Bayernliga schon des Öfteren einen Rückstand drehen können. Dabei zeichnet es die Mannschaft aus, dass sie einfach weiterhin ruhigen und klaren Fußball spielt. Dies ist uns auch im Pokal gelungen.“

Verletzungs-Drama sorgt für lange Unterbrechung

In Minute 35 verkürzten die Hausherren in Person von Elias Dworschak auf 1:2, nur fünf Zeigerumdrehungen später mussten die Sechziger nach einer gelb-roten Karte in Unterzahl agieren: „Die Jungs waren in der Pause richtig heiß darauf, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen“, gibt Sonnenhauser weiter zu Protokoll und fügt an: „Wir Trainer mussten wenig sagen, weil jeder wusste, um was es ging.“

Dann kurz nach Wiederanpfiff der große Schock. Nach einer Flanke prallte SVW-Akteur Niklas Heid mit dem Gästekeeper zusammen und blieb am Boden liegen. Es folgte eine rund 45-minütige Spielunterbrechung, da der Notarzt anrücken musste, um Heid vom Platz zu transportieren: „Alle waren sehr interessiert daran, wie es ihm geht. Wir wünschen ihm natürlich von Herzen eine gute Besserung und schnelle Genesung.“

Pokal-Krimi im Elfmeterschießen

Trotz dessen wollte die Mannschaft nach der Unterbrechung das Spiel fortsetzen: „Es ist zwar nie der Satz in der Kabine gefallen, dass sie für Niklas weiter spielen wollen, aber dennoch war es bei jedem im Kopf.“ Und so kam es, wie es kommen musste. Mit dem letzten Angriff hievte Yannik Kaltofen den SV Wacker Burghausen in das Elfmeterschießen, welches man letztendlich für sich entscheiden konnte. 6:3 n. E. hieß es am Ende.

„Wir sind wirklich froh, dass wir auch im Pokal weiterhin mit dabei sind. Als mögliche Gegner stehen nun Namen wie Unterhaching, Ingolstadt oder auch Augsburg im Raum, wobei ich persönlich auf ein Heimspiel gegen die Schwaben hoffe“, verrät der Schnaitseer und fügt an: „Gegen Ingolstadt und Unterhaching bekommen wir es in der Liga zu tun, weswegen eine Partie gegen den FCA für die Jungs schon nochmal ein großes Highlight wäre.“

Das sind die Gegner in der Bundesliga

In der Bundesliga treffen seine Schützlinge auf Carl-Zeiss Jena, Erzgebirge Aue, Kickers Offenbach, Stuttgarter Kickers und eben Haching und Ingolstadt: „Eine sehr interessante und spannende Gruppe voller Traditionsvereine. Wir freuen uns sehr darauf und wissen, dass wir in jedes Spiel als Außenseiter gehen werden. Aber wir werden uns bestmöglich darauf vorbereiten“, so Sonnenhauser zum Abschluss. (gz)

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