Nach Derbysieg gegen Emmering II
TSV Hohenthann und ihr Torjäger Sebastian Lausch gehen „mit breiter Brust“ Richtung Kreisklasse
Nach dem Derbysieg gegen Emmering II darf der TSV Hohenthann mehr denn je vom Aufstieg träumen. Sebastian Lausch spricht über den großen Traum.
Hohenthann/Schönau — Der TSV Hohenthann-Beyharting hat den nächsten Sieg eingefahren. Am Samstag (28. März) empfingen die Grün-Weißen den TSV Emmering II. Die Rollen vor dem Anpfiff waren klar verteilt: Hier der Spitzenreiter, dort der Vorletzte der A-Klasse 1.
Und genau so entwickelte sich die Partie zunächst auch. Hohenthann setzte die Gäste vom Anpfiff weg unter Druck, drängte Emmering tief in die eigene Hälfte und zwang den Gegner immer wieder zu Befreiungsschlägen. Trotzdem tat sich die Heimelf lange schwer, die Defensive der Gäste entscheidend zu knacken. Immer wieder suchten die Gastgeber ihren Top-Torjäger Sebastian Lausch. Der Angreifer kam auch zu einigen ordentlichen Abschlüssen und spielte mehrere gefährliche Steckpässe, doch der erlösende Treffer ließ zunächst auf sich warten.
TSV Hohenthann-Beyharting weiterhin auf Siegeskurs nach Emmering-Derby
„Offensiv eine zähe, aber wackere Leistung von uns. Wir hatten heute nicht die Durchschlagskraft, die wir sonst haben. Das müssen wir bis nächste Woche beim Topspiel gegen Höhenrain deutlich steigern“, sagte Lausch. Kurz vor der Pause fiel dann doch das verdiente 1:0 für den TSV Hohenthann-Beyharting. Nach einer einstudierten Eckballvariante von Manuel Schunko und Andreas Neuner traf Neuner sehenswert ins lange Eck. Mit dieser Führung ging es auch in die Halbzeit.
Und die Hausherren legten direkt nach dem Wiederanpfiff nach. Diesmal wurde Vorlagengeber Schunko selbst zum Torschützen. Ein bereits geklärter Ball sprang ihm vor die Füße, Schunko zögerte nicht lange und setzte den Ball sehenswert zum 2:0 ins Netz. Im weiteren Spielverlauf gab es immer wieder strittige Szenen und einige Foulspiele, die Schiedsrichter Wolfgang Ettl ruhig löste. Klarer war dagegen die Situation im Strafraum, als Lausch zu Fall gebracht wurde. Der Stürmer trat selbst an und verwandelte sicher zum 3:0-Endstand. Für den Angreifer war es bereits der 16. Saisontreffer im 13. Spiel.
Nächster Halt – Höhenrain. Düstere Gedanken vor dem nächsten Ligaspiel des TSV
„Ich hatte schon mal deutlich mehr Tore. Aber ich glaube, 16 Tore sind nicht schlecht. Für mich persönlich ist noch deutlich Luft nach oben. Aber ich bin natürlich zufrieden“, sagte Lausch. Mit dem Derbysieg liegt der TSV Hohenthann-Beyharting nun sechs Punkte vor dem SC Höhenrain an der Spitze der A-Klasse 1. Ausgerechnet dort geht es am nächsten Wochenende hin. An das Duell mit Höhenrain hat man in Hohenthann noch eine unangenehme Erinnerung: Vor zwei Jahren verlor der TSV am letzten Spieltag mit 4:5 gegen den direkten Konkurrenten und verpasste dadurch die Aufstiegsrelegation.
„Damals war es ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Es ist jetzt alles umgedreht. Jetzt haben wir alles in der Hand und Höhenrain hat den Druck. Wir gehen mit breiter Brust rein und wissen, dass Höhenrain den Zugzwang hat. Wir haben ein starkes Polster und nur eine Niederlage bisher. Aktuell spielen wir eine sehr, sehr starke Saison“, sagte Lausch.
„Denken von Spiel zu Spiel.“ Erfüllt sich für den TSV Hohenthann dieses Jahr der große Aufstiegstraum?
Der große Traum vom Aufstieg lebt damit weiter auf dem TSV-Sportplatz in Schönau. In den vergangenen Jahren mischte Hohenthann zwar immer oben mit, ganz gereicht hat es aber nie. Diesmal soll es anders laufen. „Wir denken von Spiel zu Spiel und schauen nur auf uns. Wir wollen gegen jeden drei Punkte holen und dann schauen wir, was am Schluss rauskommt“, sagte Lausch.
Auch persönlich hat der Torjäger klare Prioritäten gesetzt. „Ziel ist Aufstieg und Torjägerkanone nimmt man dann nebenbei mit, aber Aufstieg ist natürlich das primäre Ziel“, sagte Lausch. (sb)