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Sommerzeit

Und jährlich grüßt die Zeitumstellung: Diese Länder haben sie bereits abgeschafft

Uhren
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 Am Sonntag, den 30.03.2025, springen die Zeiger von zwei Uhr morgens auf drei Uhr morgens.

Wer hat an der Uhr gedreht? Am 30. März wird uns eine Stunde „gestohlen“ – dann springt der Uhrzeiger auf drei statt zwei Uhr morgens. Versuche, die Zeitumstellung abzuschaffen, scheiterten. Diese Länder müssen heuer ebenfalls an der Uhr schrauben - manche allerdings nicht.

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, drehen Millionen Menschen weltweit an den Zeigern ihrer Uhren – doch nicht überall gilt die Zeitumstellung. Während einige Länder an der Sommer- und Winterzeit festhalten, haben andere die Umstellung längst abgeschafft. Doch wo wird die Uhr noch verstellt? Und wie steht die Bevölkerung dazu?

Wann ist die Zeitumstellung?

In vielen Ländern, darunter Deutschland und die meisten EU-Staaten, findet die Zeitumstellung immer am letzten Sonntag im März (auf Sommerzeit) und am letzten Sonntag im Oktober (zurück zur Normalzeit) statt.

Sommerzeit: Die Uhren werden eine Stunde vorgestellt (meist um 2 Uhr nachts auf 3 Uhr).

Winterzeit: Die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt (meist um 3 Uhr nachts auf 2 Uhr).

Die Umstellung findet jedes Jahr am letzten März-Wochenende statt. In diesem Jahr fällt sie auf den 30. März. Am Sonntag, den 30.03.2025, springen die Zeiger also von zwei Uhr morgens auf drei Uhr morgens.

Seit wann gibt es die Zeitumstellung?

Die Idee, die Uhren an die Tageslichtdauer anzupassen, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Benjamin Franklin schlug 1784 vor, durch eine frühere Tagesstruktur Kerzenlicht zu sparen. Offiziell eingeführt wurde die Sommerzeit erstmals während des Ersten Weltkriegs: Deutschland und Österreich-Ungarn stellten 1916 erstmals die Uhren um, um Energie zu sparen.

Nach dem Krieg wurde die Regelung wieder abgeschafft, doch während des Zweiten Weltkriegs kehrte sie zurück. In Deutschland gab es zwischenzeitlich sogar eine „Doppel-Sommerzeit“. Erst 1980 wurde die Zeitumstellung in der Bundesrepublik dauerhaft eingeführt – als Reaktion auf die Ölkrise, um Energie zu sparen.

In der EU gibt es die einheitliche Regelung seit 1996: Seitdem gilt in allen Mitgliedsstaaten der gleiche Umstellungszeitpunkt.

Welche Länder stellen die Zeit um?

Die Zeitumstellung ist längst nicht überall verbreitet. In rund 70 Ländern wird die Uhr regelmäßig verstellt, darunter:

  • Europa: Alle EU-Staaten, Großbritannien, Norwegen, die Schweiz und weitere.
  • Nordamerika: Die USA (außer Arizona und Hawaii), Kanada und Mexiko.
  • Südamerika: Chile und Paraguay (andere Länder haben sie abgeschafft).
  • Australien & Neuseeland: Einige Bundesstaaten, aber nicht überall.

Wer hat die Zeitumstellung abgeschafft?

Mehrere Länder, darunter Russland, China, Japan und große Teile Afrikas und Asiens, haben die Zeitumstellung abgeschafft oder nie eingeführt. Auch Brasilien, Argentinien und die Türkei verzichten heute darauf.

In der EU gibt es seit Jahren Diskussionen über eine Abschaffung. 2019 sprach sich eine große Mehrheit der Teilnehmer einer EU-weiten Online-Umfrage (über 80 Prozent) für ein Ende der Zeitumstellung aus. Doch da sich die Mitgliedsstaaten nicht auf eine einheitliche Lösung einigen konnten, bleibt sie vorerst bestehen.

Wollen die Menschen die Zeitumstellung noch?

Viele Menschen kritisieren die Zeitumstellung, vor allem wegen möglicher gesundheitlicher Auswirkungen. Studien zeigen, dass sie den Schlafrhythmus stören kann und sich negativ auf Konzentration, Kreislauf und sogar das Unfallrisiko auswirken kann. Auch das ursprüngliche Argument der Energieeinsparung ist umstritten – moderne Beleuchtung und Heiztechnik haben den Effekt stark verringert. Umfragen zeigen: Die Mehrheit der Europäer würde die Umstellung lieber abschaffen. Die Frage ist nur – soll dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten?

Fazit

Die Zeitumstellung bleibt ein kontroverses Thema. Während sie in vielen Ländern noch praktiziert wird, haben andere sie längst abgeschafft. In der EU gibt es zwar große Bestrebungen, die Umstellung zu beenden, doch eine endgültige Entscheidung lässt auf sich warten. Bis dahin heißt es weiterhin: Zweimal im Jahr die Uhren umstellen – ob wir wollen oder nicht. (cwi)

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