Tipps für den sicheren Rodelspaß
Rodeln? Aber sicher! Tipps für Sicherheit auf der Piste
Die Sonne scheint, also Rodel geschnappt und ab auf die Piste. Doch das ist nicht immer ungefährlich. Nicht zuletzt, da sich immer mehr Menschen auf den Rodelabfahrten tummeln. Mit unseren Tipps ist man jedoch auf der sicheren Seite:
Landkreis – Das Wochenende steht vor der Tür. Und es verspricht vor allem am Samstag schönstes Winterwetter mit Sonne und milden Temperaturen. Für die Sportbegeisterten unter uns gibt es dann kein Halten mehr: ab ins Auto und rein in die Berge. Für nicht wenige ist dann der Schlitten das Sportgerät der ersten Wahl. Denn Schlittenfahren ist sehr beliebt - aber gar nicht mal so ungefährlich.
Rodel-Unfälle forderten viele Verletzte
In der jüngsten Zeit häuften sich nämlich leider die Unfälle in den nahen Schlittenabfahrten. Es gab in diesem Zusammenhang mehrere Verletzte zu beklagen. So begann das Jahr gleich düster auf der Naturrodelbahn Gaisberg, wo ein Zusammenstoß zweier Rodler und ein Aufprall mit dem Schlitten gegen eine Bande in kürzester Zeit für mehrere Verletzte sorgten, darunter auch eine Schwerverletzte. Am 10. Januar prallte ein 52-Jähriger unweit von Kiefersfelden mit seinem Schlitten gegen einen Baum und wurde dabei schwer verletzt. Am selben Wochenende verlor eine Mutter mit ihrem vierjährigen Kind die Kontrolle über ihren Rodel und kam von der Piste ab. Die Woche darauf musste eine 34-Jährige mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden - auch sie kam mit ihrem Gefährt von der Piste ab und stürzte im Anschluss in einem Waldstück ab.
Immer mehr Rodler - dank Klimawandel
Und das ist vermutlich erst der Anfang, denn Schlittenfahren wird immer beliebter. Grund dafür sei unter anderem der Klimawandel, so erklärte es zumindest Thomas W. Holz, Präsident des Kuratoriums für alpine Sicherheit, auf der jüngsten Pressekonferenz. Da immer mehr kleinere Skigebiete den Betrieb einstellen müssten, verlagere sich das Interesse der sportbegeisterten Bergfreunde eher auf das Wandern - oder eben das Rodeln. Gleichzeitig steige auch die Anzahl an Rodelgebieten.
Damit das Rodeln das unbeschwerte Vergnügen bleibt, das es sein sollte, sollte man einige Tipps beherzigen, die auch der Deutsche Alpenverein empfiehlt. So ist oberstes Gebot am Hang, auf andere Rücksicht zu nehmen. Die Geschwindigkeiten sind oft hoch, andere Rodler sollten dabei aber stets im Auge behalten werden, der Überblick gewahrt bleiben. Da die Geschwindigkeiten oft auch unterschätzt würden, würden viele Rodler ihren langen Bremsweg falsch einschätzen. Angepasste Geschwindigkeit ist also geboten, gerade, wenn viele Menschen auf den Pisten unterwegs sind.
Häufiger Fehler: Der Bremsweg wird unterschätzt
Für die eher langsameren Rodler hingegen gilt: in der Spur bleiben, keine Schlangenlinien fahren und das am besten am Rand der Abfahrt. Sollte es wirklich einmal zum Zusammenstoß kommen ist zu beachten, dass man die Bahn so schnell wie möglich mit seinem Schlitten verlassen sollte. Nie aber darf man in Kurven stehenbleiben, sonst sind Unfälle mit nachkommenden Schlittenfahrern vorprogrammiert.
Und auch wenn der spritzigen Abfahrt ein zünftiger Besuch in einer Alm vorausging, sollte man sich selbst und seinen Mitmenschen zuliebe auf einen vernünftigen Umgang mit Alkohol achten.
Nicht zuletzt ist das A und O für sicheren Rodelspaß die vernünftige Ausrüstung. Dazu gehören laut dem Deutschen Alpenverein unter anderem ein Helm, eine Skibrille, feste Handschuhe und vor allem feste Schuhe, idealerweise mit Bremssohlen. (rr)