Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Taubenplage

Tauben-Alarm! So werdet Ihr die ungebetenen Gäste wieder los

Eine Taube sitzt auf einer Mauer.
+
Tauben suchen gerne die Nähe zum Menschen - doch dort sind sie oft unwillkommene Gäste.

Tauben auf dem Balkon oder im Garten können zur echten Plage werden. Aber es gibt einfache Methoden, sie wieder los zu werden. Mit diesen Tipps und Tricks vertreibt Ihr die gefiederten Gäste, ohne ihnen zu schaden.

Tauben sind verhasste Tiere in Deutschland. Oft vermehren sich die Tiere unkontrolliert und wachsen so zu einer echten Plage heran. Die als „Ratten der Lüfte“ geltenden Vögel sind zudem sehr anpassungsfähig: Ihre Nester bauen sie in den kleinsten Nischen am Haus, auf Dachvorsprüngen oder gar auf Fenstersimsen. So werden sie zu ungebetenen Gästen, die der Mensch mit allen Mitteln versucht wieder loszuwerden. Taubenkot gilt nicht zuletzt als gesundheitsschädlich. Doch bevor Ihr zu drastischen Maßnahmen greift, geben wir Euch Tipps und Methoden an die Hand, um das Problem vor der eigenen Haustüre tierschonend zu lösen.

Warum Tauben zum Problem werden

Die heutigen Stadttauben sind nichts anderes als verwilderte Haustauben. Die Haustauben wiederum stammen von Felsentauben ab und haben sich mittlerweile perfekt an das urbane Leben angepasst. Wo früher Felsspalten als Unterschlupf dienten, sind es heute Balkone, Fenstersimse und Dachvorsprünge.

Früher wurden Tauben als Haus- und Nutztiere gehalten. Diesen Status haben sie in unserer heutigen Gesellschaft lange verloren, was die Taube jedoch nicht weiß: Sie sucht ihren Veranlagungen entsprechend noch heute die Nähe zum Menschen. Dort nämlich findet sie reichlich Nahrung und zudem geschützte Plätze. Diese Kombination aus ständig verfügbarem Futter und geschützten Nistmöglichkeiten führt dazu, dass Tauben sich sehr häufig und erfolgreich vermehren können – oft mehrmals im Jahr. Da natürliche Fressfeinde in der Stadt rar sind und die Population kaum regulieren, kann die Zahl der Tauben schnell ansteigen und zu einer lokalen Überpopulation führen.

Ist Taubenkot gesundheitsschädlich?

Ja, ist er. Zwar nicht mehr oder weniger als von anderen Vögeln oder Wildtieren. Diese kommen dem Menschen jedoch in der Regel gar nicht so nah, wie Tauben. Daher ist Taubenkot durchaus ein hygienisches Problem, wenn der ganze Balkon damit bedeckt ist. In Proben werden beispielsweise Krankheitserreger wie Salmonellen oder Kolibakterien gefunden.

Zur Entfernung von Taubenkot sollte daher Schutzkleidung wie Einmalhandschuhe, Atemwegsmaske oder Schutzbrille getragen werden. Üblicherweise genügt heißes Wasser und ein Schwamm zur Entfernung des Kots. Ist er jedoch schon stark eingetrocknet, kann dem Wasser zusätzlich Spülmittel oder Essig beigegeben werden. Der Schwamm sollte nach der Reinigung entsorgt werden.

Wie kann ich Tauben fernhalten?

Tauben können sehr hartnäckige Tiere sein, wenn sie für sich einen vermeintlich optimalen Nistplatz ausgemacht haben. Um die Taube gar nicht erst sesshaft werden zu lassen, eignen sich am besten mechanische Barrieren, die der Taube einfach den Weg zum Nistplatz der Träume versperren. Das können an geeigneten Orten die üblichen Abwehrspieße sein, sehr gut helfen aber auch Netze, die die Tiere fernhalten.

Aber Achtung bei Spießen: Diese sollten tatsächlich nur an geeigneten Plätzen angebracht werden, wo ausgeschlossen kann, dass sich Wildtiere wie beispielsweise Eichhörnchen an ihnen verletzen.

Außerdem haben sich diese Methoden zur Taubenabwehr bewährt:

  • Spanndrähte an Geländern und Fenstersimsen anbringen
  • Abgeschrägte Kanten installieren, von denen die Tiere abrutschen
  • Reflektierende Folienstreifen oder CDs aufhängen
  • Windspiele in der Nähe von Sitzplätzen platzieren
  • Vogelattrappen wie Plastikraben aufstellen (Achtung: Die Position muss regelmäßig verändert werden, weil Tiere sich an die Attrappe gewöhnen)

Das Töten der Tiere ist übrigens streng verboten und kann durch den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Was tun, wenn Tauben bereits nisten?

Entdeckt Ihr ein Taubennest im Entstehen, solltet Ihr sofort handeln. Stöcke und Zweige müssen umgehend entfernt werden, um die Fertigstellung des Nests zu verhindern. Ist das Nest bereits fertig und enthält Eier, dürft Ihr diese in den ersten Tagen gegen Ei-Attrappen austauschen. Bei fortgeschrittener Entwicklung des Embryos müsst Ihr allerdings warten, bis die Jungtiere flügge sind.

Sind Tauben Grund für eine Mietminderung?

Dazu gibt es keine eindeutig geklärte Rechtslage. Gerichte entschieden bereits zugunsten des Mieters und sahen eine Mietminderung für gerechtfertigt. Andere Richter gaben den Vermietern Recht, indem sie daran erinnerten, dass Balkone der Verantwortung des Mieters unterliegen würden. Denkt Ihr über den Gang zum Mietrechtler nach, so ist zunächst entscheidend, ob durch die Tauben die Nutzung der Wohnung erheblich beeinträchtigt wird. Dies kann beispielsweise durch Lärm, aggressive Tauben, Verschmutzung durch Kot auf Balkon, Fensterbänken oder an der Fassade sowie durch Gesundheitsgefahren (z.B. Parasiten) der Fall sein. Wichtig ist jedoch auch, dass der Mieter die Plage nicht selbst, etwa durch Füttern, verursacht oder begünstigt hat. (rr)

Kommentare