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Stiftung Warentest prüft Stand-up-Paddle-Boards

SUP-Boards 2025: Testsieger und ein klarer Preis-Leistungs-Tipp

Logo der Stiftung Warentest und ein Mann auf einem SUP Board
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Die Stiftung Warentest hat SUP-Boards für Einsteiger geprüft. Vier Modelle schneiden „gut“ ab – eines fällt komplett durch.

Die Stiftung Warentest hat zehn Stand-up-Paddle-Boards für Einsteiger getestet – mit überraschenden Ergebnissen bei Fahreigenschaften, Sicherheit und Schadstoffen. Wir zeigen, welche SUPs sich lohnen, worauf Ihr beim Kauf achten müsst und wie Ihr sicher auf dem Wasser seid.

Seit einigen Jahren gehören Stand-up-Paddle-Boards (SUPs) zum Sommer und zur Kulisse auf Seen und Flüssen dazu. Wenn Ihr heuer auch auf einem eigenen Board übers Wasser paddeln möchtet, dann haben wir hier die besten SUPs für Euch. Pünktlich zum Saisonstart hat sich die Stiftung Warentest zehn Stand-up-Paddle-Boards (SUPs) genauer angeschaut, die sich vor allem an Einsteiger richten. Vier Modelle schneiden im Test mit „gut“ ab – eines fällt aber auch komplett durch.

Stiftung Warentest: So wurden die Boards getestet

Preislich liegen die getesteten Modelle inklusive Paddel, Pumpe, Sicherheitsleine („Leash“) und Rucksack-Tasche zwischen 350 und 888 Euro. Alle Modelle besitzen nur eine Luftkammer, was laut Stiftung Warentest für „entspannte Freizeitfahrten“ reicht. Zwei Luftkammern bieten zwar mehr Sicherheit, sind aber eher für anspruchsvollere Fahrten und Profis angeraten.

Die Stiftung Warentest prüft Waren und Dienstleistungen in unabhängigen Instituten, wie vor Kurzem etwa deutsche Freizeitparks.

Um rechtzeitig zur Surf- und Badesaison die Testergebnisse präsentieren zu können, paddelten bereits im vergangenen Winter Freizeit-SUPler und ein Experte auf dem Roten Meer. „Unsere Probandinnen und Probanden fuhren auf den Boards geradeaus, wendeten, bremsten, kippelten, sprangen ins Wasser, um wieder auf das Board zu klettern“, erklärt Testleiter Nico Langenbeck. „Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Modellen.“

Die Tester haben die Boards untersucht auf:

  • Fahreigenschaften: Wie stabil liegen die Boards auf dem Wasser? Wie gleiten sie, wie fahren sie gerade, wie lassen sie sich steuern und wenden?
  • Handhabung: Dazu gehört neben Anleitung und Sicherheitshinweisen auch, wie gut der Rucksack zu tragen ist, das Aufpumpen, das Zusammenlegen und Verstauen.
  • Sicherheit und Haltbarkeit: Wie dicht sind die Ventile? Gibt es Stellen, an denen man sich verletzen könnte? Oder ist die Sicherheitsleine stabil genug?
  • Schadstoffe

Stand-up-Paddle-Boards: der Testsieger

Die meisten der 10 getesteten Boards haben bei Stiftung Warentest gute Fahrnoten bekommen. Die teuren waren meist etwas besser zu fahren als die günstigeren. Eine negative Überraschung gab es allerdings beim Fahrverhalten vom Stand-Up-Paddle von Decathlon. Alle zwei bis drei Schläge mussten die Tester hier die Hand wechseln, um nicht einen Bogen zu fahren, heißt es im Test.

Testsieger ist das Jobe Leona 10.6 für rund 600 Euro mit der Gesamtnote „gut“. Es überzeugte mit guten Fahreigenschaften und einfacher Handhabung. In den Kategorien Sicherheit, Haltbarkeit und Schadstoffe reichte es allerdings nur für ein „befriedigend“.

Der Preis-Leistungs-Sieger der Stiftung Warentest

Preis-Leistungs-Sieger ist das Bluefin Cruise 10.8 Legacy Blue für 449 Euro. Mit 2,5 erreicht das Board ebenfalls die Gesamtnote „gut“

Neben guten Fahr- und Handhabungsnoten enthält das Set auch einen Sitz für den Umbau zum Kajak – Ein nettes Extra, das allerdings im Test wenig Praxistauglichkeit zeigte, da der Sitz dem Rücken kaum Halt gebe und das Paddeln im Sitzen schwerfalle.

Achtung Schadstoffe: Ein Board fällt durch

Das Strato 10.5. Blue vom Hersteller F2 konnte im Test nicht überzeugen. Die Stiftung Warentest fand darin den Weichmacher DEHP, der laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter anderem die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Da Nutzer meistens barfuß auf dem Board stehen, ist der Hautkontakt mit der belasteten Standfläche bedenklich. Dieses Modell erhielt daher die Gesamtnote „mangelhaft“.

Sicherheit: Darum ist die Leash beim SUP so wichtig

Auch in puncto Sicherheit schnitten dieses und einige andere Modelle schwach ab: Beim SUP von F2 fehlt eine Leash - die Sicherheitsleine, die an Board und Knöchel des Fahrers befestigt wird. Sie verhindert, dass das Board abtreibt, wenn Ihr ins Wasser fallt. Gerade weit draußen auf dem See kann das zur Lebensversicherung werden.

Auch bei den Boards von Indiana und Naish fehlen die Leashes. Bei den Brettern von Aqua Marina und Bestway rissen die Leinen im Test. 

Wichtiger Hinweis: Leashes könnt Ihr als Zubehör auch von Fremdherstellern nachkaufen! Dort gibt es auch Bauchgurte, um die Leash zu befestigen. Sie gelten als sicherer als Knöchelbänder, denn sollte sich die Leash verhaken, kommt man an den Bauch leichter und schneller ran als an den Knöchel, um sie zu lösen.

Auch eine Schwimmweste – vor allem für Kinder – sollte beim Stand-up-Paddling selbstverständlich sein.

Tragen und Aufpumpen kann schweißtreibend sein

Ein SUP-Set wiegt im Schnitt 11 bis 15 Kilogramm. Der Transport zur Badestelle kann daher anstrengend sein – insbesondere bei unhandlichen Rucksäcken, wie etwa beim Bluefin-Modell.

Auch das Aufpumpen dauert: Bis das Board den optimalen Luftdruck erreicht hat, vergehen im Schnitt über 25 Minuten.

Gebrauchtes SUP: Darauf solltet Ihr beim Kauf achten

Selbst der Preis-Leistungs-Sieger der Stiftung Warentest kostet über 400 Euro - nicht gerade wenig. Da liegt der Gedanke nahe, ein gebrauchtes SUP-Board zu kaufen. Auf entsprechenden Kleinanzeigen-Portalen findet man auch viele. Aber wenn Ihr zuschlagen wollt, solltet Ihr auf folgende Punkte achten:

  • Fragt Euch vor dem Kauf: Was wollt Ihr mit dem Board machen? Richtige Touren paddeln oder nur Freizeit auf dem See genießen? Seid Ihr Anfänger oder Profis? Je nach Nutzung sind unterschiedliche Boards sinnvoll. 
  • Pumpt das Board auf jeden Fall auf, wenn Ihr es Euch vor dem Kauf anschaut. Erst so erkennt Ihr undichte Stellen.
  • Kontrolliert besonders die Nähte. Sind sie intakt oder reißen sie schon irgendwo auf?
  • Prüft das Ventil ganz genau. Schließt es gut, hält es dicht? Das Ventil ist häufig eine Schwachstelle.

Fazit: Für jedes Budget das richtige SUP

Ein gutes SUP gibt es laut Stiftung Warentest ab 449 Euro. Wichtig ist in jedem Fall: Finger weg von Boards mit Schadstoffen und/oder ohne Sicherheitsleine! Zubehör wie Rettungsweste und Ersatz-Leash sollte bei jeder Tour dabei sein. 

Mit welchem Board Euch der Einstieg ins Stehpaddeln am besten gelingt, verrät Euch der komplette Test in der Juni-Ausgabe der Stiftung Warentest und unter www.test.de. (as/Stiftung Warentest)

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