Kaum genug Geld zum Essen
Preise für Lebensmittel machen Bürgergeld-Empfängerinnen zu schaffen – „Jeden Zwickel dreimal umdrehen“
Drei Bürgergeld-Empfängerinnen kämpfen bei „Hartz und herzlich“ mit hohen Lebensmittelkosten. Sie haben jedoch eine effektive Methode zum Sparen entdeckt.
Mannheim – Beim Wocheneinkauf schluckt nach wie vor so mancher an der Kasse. Das trifft umso mehr auf Bürgergeldempfänger zu, die ohnehin schon weniger Geld zur Verfügung haben. Davon können auch die „Hartz und herzlich“-Protagonistinnen Jannie, Janine und Mel ein Lied singen. Ein Besuch beim Lagerverkauf einer nahen Nudelfabrik soll ihnen bei der Vorratshaltung helfen, ohne das Portemonnaie zu sehr zu belasten.
„Hartz und herzlich“-Protagonistinnen klagen über Lebensmittelpreise
„Man muss heutzutage jeden Zwickel dreimal umdrehen“, klagt Janine in Folge 31 der 9. Staffel. „Weil man das Geld eigentlich gar nicht mehr so hat, wie man es eigentlich braucht.“ Die anhaltend hohen Lebensmittelpreise machen es den Dreien zunehmend schwer, sich und ihre Familien zu versorgen. Der Besuch beim Lagerverkauf verspricht, ihnen in dieser Hinsicht etwas zu helfen. Laut Jannie gibt es die Produkte dort fünfzig bis siebzig Prozent günstiger als im Supermarkt.
Jannie selbst ist ebenfalls froh über die Schnäppchen, denn ihr und wie Mel ist auch die Qualität der gekauften Lebensmittel wichtig. Für die vergleichsweise teuren Birkel-Nudeln wäre das Geld unter normalen Umständen allerdings zu knapp. „Ich bin kein Mensch, der beim Essen sparen will, aber ich muss“, erklärt Janine.
„Du kannst einfach nicht mehr bezahlen“ – Lagerverkauf soll bei Geldsorgen der Bürgergeld-Empfängerinnen helfen
Schwierig werde es dann, wenn das Essen, welches man sich leisten kann, nicht mehr für alle reicht, so die Bürgergeld-Empfängerin weiter. „Und du kannst einfach nicht mehr bezahlen.“ Eine Erfahrung, die alle drei Frauen schon gemacht zu haben scheinen. Janine, Jannie und Mel sind sich aber auch bewusst, dass nicht nur sie mit dem Geld knapsen müssen. „Wir müssen alle sparen“, resümiert Mel.
Der Einkauf beim Lagerverkauf sollte allerdings dafür sorgen, dass in nächster Zeit erstmal genug für alle da ist. Mehrere Packungen Nudeln, Pfannkuchen-Mix sowie diverse Fertiggerichte ergattern die drei Frauen und planen schon weitere ähnliche Exkursionen. In der kommenden Woche steht ein Ausflug zu einer Toilettenpapier-Fabrik mit Direktverkauf an.
Weit weniger sparsam war eine junge Familie, die ebenfalls vom Bürgergeld lebt. Die jungen Eltern leisteten sich einen XXL-Fernseher. (sp)
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