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Laute Kritik

Joghurt wird zur Mogelpackung: „Eure Gier ist zum Kotzen“

Eine bekannte Joghurt-Marke hat seine Becher verkleinert, bietet sie allerdings zum gleichen Preis an. Kunden sind gleich aus mehreren Gründen sauer.

Dortmund – Wer sich bei einer Chipstüte schon einmal über die geringe Inhaltsmenge geärgert hat, kennt den Begriff der sogenannten Mogelpackung. Eine bekannte Joghurt-Marke hat nun eine Veränderung in ihren Bechergrößen vorgenommen, die Kunden gleich aus zwei Gründen heftig kritisieren, berichtet RUHR24.

Joghurt wird zur Mogelpackung: Alpro verkleinert Bechergrößen – doch der Preis bleibt gleich

Die vegane Joghurt-Marke Alpro hat sich mit einer Produktveränderung bei seinen Kunden ziemlich unbeliebt gemacht. Die Joghurtbecher-Größen wurden von den üblichen 500-Gramm-Packungen auf 400 Gramm reduziert. Was den Alpro-Käufern dabei bitter aufstößt: Der Preis des pflanzlichen Joghurts bleibt gleich.

Kritik für geringe Inhaltsmengen in Lebensmittelverpackungen gab es zuletzt auch für Lidl, sodass der Discounter das betroffene Produkt sogar anpassen musste.

Der Preis für einen Soja-Joghurt von Alpro in verschiedenen Sorten mit einem Inhalt von 400 Gramm kostet 1,99 Euro. Vorher beinhaltete ein Joghurtbecher 500 Gramm. Somit hat sich der Preis für Verbraucher um etwa 25 Prozent erhöht.

Joghurt-Marke verkleinert Bechergrößen – „Einfach nur dreist!“

Die Produktveränderung sorgt auf sozialen Plattformen für Verärgerung. Dabei prangern Kunden vor allem an, dass der Preis sich bei einer geringeren Joghurtmenge nicht auch reduziert (mehr zu Supermärkte und Discounter bei RUHR24).

So schreiben Nutzer unter zahlreichen Instagram- und Facebook-Beiträgen von Alpro Kommentare wie „Einfach nur dreist!“ oder „Eure Gier ist zum Kotzen“. Eine Facebook-Nutzerin bezeichnet die Änderung als „Preiserhöhung durch die Hintertür“. Ein Käse-Hersteller hat vor Kurzem ebenfalls die Verpackungsinhalte reduziert und gewann die Auszeichnung der Mogelpackung des Monats.

Alpro verkleinert die Bechergröße seiner Joghurts bei gleichbleibendem Preis.

Allerdings stellt sich für viele Verbraucher noch ein weiterer Nachteil heraus. Denn kleinere Joghurtbecher bedeuten bei gleichbleibendem Joghurtbedarf der Verbraucher mehr Plastikmüll. Für Menschen, die sich unter anderem aus Umweltgründen für eine pflanzliche Ernährung entscheiden, ergibt sich also ein regelrechtes Dilemma.

Joghurt-Marke verkleinert Bechergröße – Alpro reagiert auf Kundenkritik

Alpro hat sich bereits zu den Vorwürfen geäußert und weist dabei auf die Wünsche der Kundschaft hin. Das Unternehmen teilt in den Kommentaren mit, dass sie mit der Produktveränderung einer erhöhten Verbrauchernachfrage für 400-Gramm-Bechern nachkommen.

Die Preiserhöhung könne im Zuge gestiegener Rohstoff- und Herstellungskosten nicht vermieden werden. Um die Transparenz gegenüber den Kunden zu wahren, platziert Alpro die reduzierte Füllmenge der Joghurts auf der Vorderseite der Verpackung.

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Ob sich Alpro mit dieser Veränderung selbst geschadet hat, ist unklar. Immerhin gilt die Danone-Marke als europäischer Marktführer für Lebensmittel auf Sojabasis. Einzelne Kunden drohen sogar mit einem Boykott der Alpro-Produkte. Auf Instagram hat der Joghurt-Hersteller einem Nutzer zumindest geantwortet, dass die Bechergrößen intern erneut besprochen werden.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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