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Edeka gibt falsches Versprechen für Kunden ab: nur ein PR-Stunt?

Edeka-Regale, Einkaufswagen und Logo.
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Edeka steht aktuell in der Kritik. Es gab für die Kunden ein Versprechen. Das wurde nicht gehalten.

Der Supermarkt Edeka hat im September ein großes Versprechen für Kunden abgegeben. Was ist daraus geworden? Offenbar nur ein PR-Stunt, oder?

Dortmund – Was für eine Idee! Schilder in den Regalen von Supermärkten und Discountern weisen auf die „Shrinkflation“ hin. Kunden sind informiert, wenn Hersteller den Inhalt verringern, aber der Preis gleich bleibt oder gar steigt. Leider ist das bei Edeka trotz großer Ankündigung nicht der Fall, sagt die Organisation foodwatch.

Edeka gibt falsches Versprechen für Kunden ab: nur ein PR-Stunt?

„Anstatt seine KundInnen über die Preis-Abzocke aufzuklären, nutzt Edeka das Thema Shrinkflation für einen reinen PR-Stunt“, sagt Manuel Wiemann von foodwatch in einem Beitrag auf der Organisationswebseite vom 8. Dezember 2023. Das Lebensmittelunternehmen hatte noch im September die Hinweisschilder angekündigt (mehr News zu Supermärkten und Discountern bei RUHR24).

Nach eigenen Angaben hat die Organisation foodwatch Mitte November insgesamt 50 Edeka-Filialen stichprobenartig angerufen und nachgefragt, ob man mit Schildern über die Shrinkflation hinweise. Das Ergebnis: kein einziger Supermarkt habe das bejagt. Offenbar habe ein großer Teil der Supermärkte von nichts gewusst.

Supermarkt Edeka kündigte im September Hinweisschilder gegen die „Shrinkflation“ an

Für die Verbraucher ist das ein Schlag ins Gesicht. Noch im September hat Edeka mit der Ankündigung Vertrauen aufgebaut. Die jedoch ist durch die Stichprobe der Food-Organisation zusammengebrochen (auch interessant: Supermarkt-Kette verschwindet für immer – alle Filialen geschlossen).

Auf eine RUHR24-Anfrage mit Bitte um die Beantwortung diverser Fragen hat das Presseteam von Edeka bislang nicht reagiert. Die „Shrinkflation“ ist nach Angaben der Verbraucherzentrale nichts anderes als eine Mogelpackung. Preiserhöhungen bei gleichbleibender Menge fallen seltener auf, als eine verringerte Menge bei gleichbleibendem Preis.

Das Thema „Shrinkflation“ sorgt beim Einkaufen für die Verbraucher für Bauchschmerzen.

Übrigens: Ihr wollt keine Themen rund um Finanzen und Spartipps mehr verpassen? Dann folgt RUHR24 bei Google News.

Aus Sicht von foodwatch sei eine gesetzliche Regelung vonnöten. So ein Gesetz gibt es aktuell schon in Brasilien und auch Deutschlands Nachbar Frankreich hat eine Kennzeichnung von „Shrinkflation“ in Arbeit.

Netto macht es besser als Edeka und testet Hinweisschilder in den Filialen

Für die Verbraucher bringt das nach Angaben der Verbraucherzentrale und foodwatch mehr Transparenz. Eine aktuelle Petition an Umweltministerin Steffi Lemke und die Bundesregierung hat schon über 40.000 Unterschriften.

Discounter Netto testet aktuell solche Hinweisschilder. Kunden haben die Kennzeichnungen bei Reddit und Instagram geteilt. Das Fazit: positiv. Offen bleibt jedoch, ob auch Eigenmarken gekennzeichnet werden.

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