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Steckt in vielen Verpackungen

BPA: Wie gesundheitsschädlich ist der Stoff wirklich?

BPA Konservendosen
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Der Stoff BPA ist unter anderem in der Innenbeschichtung von Konservendosen zu finden. Er gilt als potenziell gesundheitsschädlich.

Bisphenol A, kurz BPA, steht immer wieder im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein – der Stoff steckt in vielen Verpackungen. Was ist an den Vorwürfen dran?

Mikroplastik, Weichmacher, Konservierungsstoffe: Die Liste an potenziell gesundheitsschädlichen Stoffen, die sich heutzutage in Verpackungen, Kleidung, Lebensmitteln und Kosmetik verstecken, ist lang. Ein ganz bestimmtes Kürzel wird dabei immer wieder genannt: BPA. BPA steht für Bisphenol A, und dem Stoff werden zahlreiche negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit zugeschrieben. Was steckt dahinter? Alle wichtigen Fragen und Antworten rund um BPA findet Ihr hier:

Was ist Bisphenol A?
Bisphenol A ist eine synthetische Substanz, die als sogenanntes Umwelthormon gilt, also ein chemischer Stoff ist, der wie ein Hormon im menschlichen Körper wirken kann – BPA simuliert konkret das weibliche Sexualhormon Östrogen. Es wurde 1936 entwickelt, machte aber in der Pharmaindustrie keine Karriere, da kurz danach noch besser geeignete synthetische Östrogene entdeckten. Stattdessen wird BPA seitdem in der Industrie verwendet, um zum Beispiel Polykarbonat-Kunststoffe oder sogenannte Epoxidharze herzustellen. Darüber hinaus ist es als Additiv Bestandteil von Thermopapieren. Das sind Papiere, die sich bei Erhitzung schwarz färben – das war früher bei einigen Kassenzetteln der Fall.
Wo ist BPA enthalten?
BPA steckt vor allem in harten, durchsichtigen Plastikflaschen und in der Innenbeschichtung von Konservendosen. Aber auch in wiederverwendbaren Trinkflaschen, in Wasserkochern oder Kaffeemaschinen kann BPA enthalten sein. Nur Babyflaschen, die BPA enthalten, sind seit 2011 verboten – ansonsten darf der Stoff weiterhin industriell verwendet werden.
Wie wirkt BPA im Körper?
BPA wirkt – wie bereits erwähnt – so wie das Hormon Östrogen im Körper. Ein Zuviel davon kann den Stoffwechsel stören und für Übergewicht, Diabetes und Fruchtbarkeitsprobleme sorgen. Auch das Risiko für Schilddrüsenerkrankungen und hormonabhängige Krebserkrankungen, zum Beispiel Brust-, Prostata- und Hodenkrebs soll durch BPA steigen.
Gibt es einen Grenzwert für BPA?
Bezüglich der Menge, ab der BPA für Menschen bedenklich wird, gehen die Meinungen in der EU auseinander. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA geht nach wie vor von einem alten Richtwert von 2015 aus, der die Aufnahme von BPA auf 4 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht einschränken soll. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA sieht das jedoch anders: nachdem deren Experten zahlreiche Studien zu BPA überprüft haben, sind diese zu dem Schluss gekommen, dass BPA weitaus gefährlicher ist, als bisher angenommen wurde. Sie fordern daher eine Senkung des Grenzwertes auf 0,2 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bislang wurde in dem Streit noch keine Einigung erzielt.
Wie kann ich BPA vermeiden?
Ihr könnt Euren Konsum von BPA reduzieren, indem Ihr statt auf Konservenverpackungen auf Glasverpackungen und frische Lebensmittel setzt. Auch Getränke in Plastikflaschen solltet Ihr so gut es geht meiden. Wenn Ihr eine wiederverwendbare Trinkflasche kauft, solltet Ihr darauf achten, dass sie BPA-frei ist. Das ist zum Beispiel bei Edelstahl- oder Glasflaschen der Fall.

fso mit Material des Umweltbundesamtes

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