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Untersuchung

Mikroplastik in Kaugummis entdeckt: So schädlich ist das für Körper und Umwelt

Bei einer Untersuchung wird Mikroplastik in Kaugummis entdeckt. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern kann auch den Darm schädigen.

Kassel – Regelmäßig müssen in deutschen Kommunen Kaugummis von Straßen und Gehwegen entfernt werden. Nicht selten wird die klebrige Kaumasse achtlos auf den Boden gespuckt, statt sie im Müll zu entsorgen. Dabei sind Kaugummis nicht biologisch abbaubar und auch sonst meist wenig umweltfreundlich. Auch auf die Gesundheit können sie sich auswirken.

Mikroplastik in zuckerfreien Kaugummi nachgewiesen: „Kann gesundheitsschädlich sein“

Doch woraus bestehen Kaugummis überhaupt? Die Rohmasse wird meist synthetisch hergestellt, informiert VerbraucherFenster Hessen, ein Informationsportal der hessischen Landesregierung. Dabei wird diese auf der Verpackung der Hersteller größtenteils nur als „Kaumasse“ angegeben, die nicht näher deklariert werden muss. Was wirklich drin steckt, ist vielen somit nicht bekannt.

Kaugummis basieren auf Kunststoffen aus Erdöl. Hinzu kommt ein Anteil von 50 bis 70 Prozent Zucker. Außerdem werden Weichmacher, Feuchthaltemittel, Emulgatoren, Farbstoffe und Füllstoffe zugesetzt.

Kaugummi kann Mikroplastik enthalten.

Nicht selten sind Kunststoffe wie Polyvinylacetat enthalten. Zu diesem Ergebnis kam ein Bericht des Schweizer Verbrauchermagazins Saldo, das in zwölf zuckerfreien Kaugummis Mikroplastik nachgewiesen hatte. „Auch wenn ich den Kaugummi ausspucke, schlucke ich zumindest einen Teil des Mikroplastiks herunter, da sich die einzelnen Bestandteile des Kaugummis beim Kauen mit Speichel vermischen. Das kann gesundheitsschädlich sein“, erklärte Gastroenterologe Stephan Vavricka der Zeitung 20 Minuten. Die EU will schrittweise den Verkauf von Produkten mit Mikroplastik verbieten. 

Mikroplastik in Kaugummi: Kann „Schleimschicht im Darm angreifen“

Zwar habe Mikroplastik nicht bei jedem Menschen den gleichen Effekt, könne aber „die Schleimschicht im Darm angreifen und schlimmstenfalls auch auflösen“, erklärte der Facharzt. Das kann zu Durchfall, Blähungen, Müdigkeit oder Entzündungen im Darm führen. Chronische Darmerkrankungen könnten sogar verstärkt werden.

Langzeitstudien zu den Auswirkungen der winzigen Kunststoffteilchen im Körper gibt es kaum. Eine Studie der Universität Amsterdam konnte 2022 erstmals Mikroplastik im menschlichen Blut nachweisen. Indes befürchtet das Umweltbundesamt, eine mögliche Anreicherung von Rückständen im Gewebe. Gänzlich auf Kaugummis verzichten müssen Sie aber nicht, betonte Vavricka. Bestimmte Erkrankungen auf Mikroplastik zurückzuführen, sei kaum möglich.

Übermäßiger Konsum von Kaugummi kann gesundheitliche Auswirkungen haben

Bei übermäßigem Konsum kann es jedoch körperliche Auswirkungen haben. Die enthaltenen Zusatzstoffe können laut VerbraucherFenster Hessen für Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Unwohlsein sorgen. Zu viel Kauen der Gummimasse kann dabei die Muskeln und Gelenke im Kiefer strapazieren. Zudem begünstige der Zuckerersatzstoff Sorbit eine Fruktoseintoleranz.

Für die Umwelt sind Kaugummis ebenfalls bedenklich. Die enthaltenen Kunststoffe sind nicht biologisch abbaubar. Ausgespuckte Kaugummis verbleiben jahrelang in der Natur und das Entfernen dieser gestaltet sich äußerst aufwendig. Alternativ zu den herkömmlichen Kunststoff-Kaugummis sind mittlerweile auch umweltfreundlichere Optionen auf dem Markt verfügbar. Einige Kaugummis bestehen beispielsweise aus Chiclegummi, gewonnen aus dem Milchsaft tropischer Sapotengewächse oder Naturkautschuk und europäischem Baumharz, erklärte die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Die beliebten Kaugummis der Marke Wrigley’s sind im Supermarkt nicht mehr zu finden. Verfängt sich Kaugummi im Haar, gibt es ein Hausmittel, das hilft.

Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Peter Steffen/dpa

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