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So kann man sich schützen

Vorsicht, Phishing und Abzocke! Das sind die aktuellen Betrugsmaschen per Mail und Telefon

Collage Bankkarte auf Tastatur und Bildschirm mit Enter Password
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Mit den durchs Phishing gewonnenen Daten begehen die Betrüger Identitätsdiebstahl und greifen auf das Geld auf dem angegebenen Konto zu.

Cyber-Kriminelle haben aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen eine neue Betrugsmasche entwickelt: Sie nutzen die angekündigte Energiepauschale der Bundesregierung und geben sich als Banken aus. Wie sie mittels E-Mails, SMS und gefälschten Webseiten Kunden um ihr Geld bringen, lest Ihr hier.

Die Energiepauschale der Bundesregierung nutzen Kriminelle derzeit für Betrugsversuche. Angeblich gäbe es eine weitere Pauschale und außerdem einen Inflationsschutz. „Um angeblich die Auszahlung der erwarteten Energiepauschale zu ermöglichen, verlangen die Betrüger den Abgleich persönlicher Daten des Empfängers”, schreiben die Verbraucherschutzanwälte Wawra & Gaibler auf ihrer Webseite. 

Angebliches Förderprogramm der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zwar verschiedene Förderprogramme für Privatpersonen an, allerdings kein „Inflationsschutz-Förderprogramm“, wie es in E-Mails mit ihrem Logo behauptet wird. Diese E-Mails haben Betrüger verfasst, um damit an persönliche Daten zu kommen. Es wird behauptet, man könne sich auf einer Internetseite gegen die bevorstehenden Kostensteigerungen absichern. 

Ein Button „Jetzt Antrag stellen“ führt auf diese Seite. Keinesfalls auf den Link klicken! Die Behauptungen einer solchen Förderung sind frei erfunden. Falls Ihr Daten auf der verlinkten Internetseite eingebt, könnten diese für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

Gefälschte Internetseite der Bundesnetzagentur

Eine gefälschte Webseite wirbt auch mit einem neuen staatlichen Förderprogramm und verspricht einen günstigeren Gaspreis. Die Bundesnetzagentur weist Verbraucher ausdrücklich darauf hin, dass es kein solches Förderprogramm gibt, über das man einen günstigeren Gaspreis erhält. Gebt hier also auf keinen Fall Eure persönlichen Daten, Kontodaten oder Kreditkartennummern an! 

Darüber hinaus kommt es verstärkt zu betrügerischen Anrufen, bei denen der Eindruck erweckt wird, es handele sich um einen Anruf der Bundesnetzagentur oder des Energielieferanten. Inhaltlich geht es häufig um die aktuellen Strom- und Gaspreisbremsen. Gebt auch hier auf keinen Fall Eure Daten, Zählernummer oder Vertrags- und Kontodaten an. Cyber-Kriminelle betreiben mit diesen Angaben Identitätsdiebstahl und greifen auf das Geld auf dem angegebenen Konto zu.

Phishing Mails: Betrüger geben sich als Sparkasse aus

Auf dem Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW sind bereits im September 2022 E-Mails aufgefallen, die angeblich von der Sparkasse stammen. Die Empfänger sollen dazu gebracht werden, eine betrügerische Internetseite zu öffnen und persönliche Daten einzutippen. In den Nachrichten wird behauptet, dass man erst dadurch die Energiepauschale der Bundesregierung erhalten könne.

Die Betrüger stellen eine von der Regierung beschlossene Energie-Pauschale in Höhe von 500 Euro in Aussicht. Unter anderem heißt es in den Schreiben: „Um eine Auszahlung der Pauschale sicherstellen zu können, bitten wir Sie nun um eine Bestätigung Ihrer angegebenen Daten. Gleichzeitig halten wir so Ihre Angaben aktuell und bereiten Sie auf die baldige Abschaltung unseres bisherigen Anmeldeverfahrens vor.“

Diese E-Mails sehen täuschend echt aus und sind - anders als oft üblich - nahezu ohne Rechtschreibfehler und in guter Grammatik geschrieben. Damit die Empfänger dazu bewegt werden, auf den schädlichen Link zu klicken, wird eine Auszahlung der Pauschale erst ab dem Zeitpunkt in Aussicht gestellt, ab dem die angegebenen Daten vom Kontoinhaber bestätigt wurden.

Erhaltet Ihr eine E-Mail von Eurer Bank mit ähnlichem oder gleichem Inhalt, ist Vorsicht geboten! Keine Bank oder Sparkasse muss Daten zur Auszahlung der Energiepauschale prüfen. Die Auszahlung erfolgte im September über Lohn oder Gehalt. Die Hilfe beim Heizkostenabschlag für Dezember 2022 gibt es direkt vom Energielieferanten oder im Rahmen der Nebenkostenabrechnung (falls Ihr zur Miete wohnt). Prüft also den Inhalt solcher Mitteilungen genau und klickt unter keinen Umständen auf den enthaltenen Link.

Falsche SMS des Finanzministeriums

Auch per SMS versuchen Kriminelle, Ahnungslose auf dubiose Internetseiten zu locken und ihre Daten abzugreifen. In diesem Fall spricht man von Smishing (zusammengesetzt aus den Begriffen SMS und Phishing). Zuletzt häuften sich solche betrügerischen SMS, bei denen sich der Versender als Bundesministerium der Finanzen ausgab und dem Empfänger einen bestimmten Betrag versprach. Um diesen zu erhalten, sollte man auf den schädlichen Link klicken.

Beispiel einer solchen SMS aus Dezember 2022: „(Bundesministerium der Finanzen) Sie müssen noch einen Betrag von 254,33 erhalten. Verifizieren Sie sich und erhalten Sie den Betrag per: https:// ruckkehr .biz/index5.php“

Andere Formulierungen lauten:

  • „Die Regierung hat beschlossen dass Sie eine Erstattung von € 278,35 erhalten werden. Hier klicken, um die Zahlung zu erhalten. cutt .ly/erstattung-“
  • [Bundesministerium der Finanzen] Ihnen steht noch ein ausstehender Betrag von 269,30 EUR zur Verfügung. Clicken sie hier: ihrerueckerstattung .com“

Quelle: Verbraucherzentrale (Die Leerschritte in der Internet-Adresse wurden absichtlich gesetzt, damit Euer Browser nicht automatisch einen Link erzeugt und Ihr versehentlich auf die Betrugsseite gelangt)

Tipps gegen solche Betrugsmaschen

  • Wenn Ihr eine Nachricht erhaltet und Eure Daten zur Auszahlung der Energiepauschale angeben sollt, folgt keinem darin enthaltenen Link!
  • Antwortet niemals auf solche Mitteilungen!
  • Kennzeichnet solche E-Mails als Spam oder verschiebt sie gleich in den Spam-Ordner!
  • Wenn Ihr eine vergleichbare Aufforderung per SMS bekommt, ignoriert sie und sperrt die Absendernummer!
  • Meldet entsprechende Nachrichten der Verbraucherzentrale!

Quelle: Verbraucherzentrale

Was, wenn ich bereits persönliche Daten auf einer betrügerischen Internetseite angegeben habe?

  • Erstattet Anzeige bei der Polizei. Die Gefahr ist groß, dass Cyber-Kriminelle Eure Identität annehmen und auf Euren Namen Bestellungen im Internet tätigen.
  • Kontrolliert, ob auf Eurem Konto ungewöhnliche Abbuchungen getätigt wurden oder ob Ihr Rechnungen über Waren erhaltet, die Ihr nicht bestellt habt.
  • Wendet Euch auch an die Fachleute der Verbraucherzentrale, denn die können Euch mit einer entsprechenden Beratung helfen.

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