Essen bei Hitze
Weniger Schwitzen: Mit der richtigen Ernährung klappt‘s
Jeden zweiten Sonntag gibt Ernährungsberaterin Nadine Demmel wertvolle Tipps rund um gesunde Ernährung, Kochen, Unverträglichkeiten und Darmgesundheit. Heute dreht sich alles um die richtige Ernährung im Sommer, besonders bei hohen Temperaturen.
Die Hitze macht derzeit vielen von uns zu schaffen. Ob Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Müdigkeit, viele kämpfen mit den heißen Temperaturen. Oft ist es auch so, dass das Hungergefühl nachlässt oder gar nicht erst aufkommt, wenn das Thermometer 30 Grad und mehr anzeigt. Doch sollte man weder Essen noch Trinken weglassen, sondern sich vollwertig ernähren, denn jeder einzelne Nährstoff erfüllt lebenswichtige Funktionen. Es ist besonders wichtig den Flüssigkeits- und Nährstoffverlust auszugleichen und seinen Körper bei der Hitze zu unterstützen. Das kann man mit der richtigen Ernährung sehr gut beeinflussen.
Warum es so wichtig ist, die Ernährung bei Hitze anzupassen?
Viele Menschen essen auch bei hohen Temperaturen von 30 Grad und mehr genau das, was sie immer essen. Nudeln mit Sahnesoße, eine Pizza, das Stück Fleisch vom Grill mit den Fertigsoßen usw. Doch das fordert unseren Körper im Sommer nur noch mehr. Gerade bei sehr fettigen, gegrillten und stark gebratenen Speisen, hat die Verdauung sehr zu kämpfen, daher ist es wichtig seine Ernährung bei hohen Temperaturen anzupassen. Auch die Wahl der Getränke spielt eine große Rolle, denn sie können den Körper abkühlen oder aber weiter erhitzen.
Teste es selbst: Iss an einem Tag z. B. zum Mittagessen einen Burger mit Pommes, Spaghetti Carbonara oder einen Braten mit Knödel und am nächsten Tag z.B. ein Gemüseragout mit gebratenem Feta oder einen Sommersalat, Couscous Bowls usw. Beobachte dich anschließend selbst, wie fühlst du dich nach dem deftigen Essen und wie fühlst du dich nach einer leichten Mahlzeit? Müde? Schlapp? Unwohl? Schwitzen? Kältegefühl? Hitzegefühl? Auf diese Dinge achten die wenigsten Menschen. Es wird einfach das gegessen was schnell geht, oder was sich der Sohn/ die Tochter oder der Mann heute wünscht, oder man lässt das Essen ganz ausfallen und stopft sich mit Süßigkeiten oder Chips voll.
Den Körper unterstützen
Am besten orientiert man sich an den Ernährungsgewohnheiten in den Ländern, in denen die für uns ungewohnte Hitze zum Alltag gehört. Naheliegend ist zum Beispiel die vorwiegend pflanzliche, durch Fisch ergänzte mediterrane Küche, denn gerade an heißen Tagen ist es wichtig, auf die richtige Ernährung zu achten, um den Körper optimal zu unterstützen und den Flüssigkeits- und Nährstoffverlust auszugleichen. Vollwertig essen und trinken hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden. Zudem sollte man darauf achten nicht zu heiß oder kalt zu essen und zu trinken. Da unser Körper alles, was wir zu uns nehmen, erstmal auf Körpertemperatur bringt und dafür wiederrum mehr Energie benötigt wird. Was wiederrum zur Folge hat, dass wir vermehrt schwitzen.
Tipps für eine ausgewogene Ernährung bei Hitze:
- Viel trinken, mindestens 2 Liter am Tag, bei körperlich tätigen Menschen eher mehr. Am besten nur Mineral- oder Leitungswasser mit Zitrone, Minze oder Orangenstücken, dann schmeckt es gleich nicht mehr so eintönig, Saftschorlen (Verhältnis 1:3) und ungesüßte Tees sind ebenfalls zu empfehlen
- Leichte Mahlzeiten kochen: Leichte, gut verdauliche Speisen belasten den Körper nicht zusätzlich
- Viel Gemüse in allen Variationen essen
- Eiweiß nicht vergessen: Käse, Fisch, Kichererbsen oder Nüsse sind hier empfehlenswert
- Auf den Salzhaushalt achten, denn davon ist die Speicherung der Körperflüssigkeit abhängig. Viel Schwitzen bedeutet auch viel Salzverlust was zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit führen kann
- Schwere und fettige Speisen meiden, denn davon wird uns oft noch heißer. Je schwerer verdaulich eine Mahlzeit ist, desto mehr Energie müssen Magen und Darm aufwenden und desto mehr Hitze entsteht dabei
- Anstelle von großen Mahlzeiten besser weniger, dafür häufiger essen
- Heiße Getränke eher meiden: Kaffee oder Tee heizen den Körper zusätzlich auf. Besser abgekühlte, lau- oder zimmerwarme Getränke trinken
- Genauso auch beim Essen auf lauwarme Speisen setzen, nicht heiß oder eiskalt. Denn alles, was wir zu uns nehmen, muss auf Körpertemperatur gebracht werden und das wiederum strengt den Körper an
- Frische Nahrungsmittel im Kühlschrank lagern, denn bei der Hitze entstehen schnell mal Salmonellen, Schimmel oder andere Krankheitserreger.
- Sport am besten am frühen Morgen oder am Abend, da der enorme Flüssigkeitsverlust bei zu hoher Hitze enorm gesundheitsgefährdend ist.
Wenn du Unterstützung bei der Umsetzung der Ernährungsumstellung benötigst, stehe ich dir in der Ernährungsberatung gerne zur Seite. Ich gebe dir Tipps und Tricks an die Hand, welche dir das Kochen erleichtern und erarbeite mit dir gemeinsam die Auswahl der für dich richtigen Lebensmittel. Mir ist es wichtig, deine Ernährung individuell auf dich und mit dir abzustimmen, so dass es dir schmeckt und du nicht das Gefühl hast verzichten zu müssen.
Wenn auch du deine Ernährung verbessern willst, dann freue ich mich auf deinen Anruf unter 0160/2449994 oder lasse mir online unter www.ernaehrung-nadine.de eine Nachricht zukommen.
Eure Nadine
Hinweis: Meine Beratung ersetzt keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen sollte dieser immer hinzugezogen werden.