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Fixe Preisgrenze

Espresso darf in Italien nur 1 Euro kosten: Aber warum ist das so?

Kaffee gehört in Italien zum Kulturgut. Insbesondere Espresso ist ein fester Bestandteil des dortigen Lebens. Aus diesem Grund darf er nicht zu teuer verkauft werden.

Nicht umsonst ist Italien eines der beliebtesten Reiseziele. Sowohl in kultureller als auch in kulinarischer Hinsicht hat der südeuropäische Staat jede Menge zu bieten. Doch Italien ist nicht nur das Land von Pizza, Pasta und Eis: Auch Kaffee gehört fest zum „Dolce Vita“ mit dazu. Kaffeeliebhaber aus der ganzen Welt kommen nach Italien, um die einzigartige Tradition zu genießen.

Vor allem Espresso steht bei den Italienern hoch im Kurs – kein Wunder, schließlich wurde diese Spezialität in Mailand erfunden. Mittlerweile wird Espresso weltweit getrunken, doch in Italien ist diese Art der Kaffeezubereitung ein integraler Bestandteil der Kultur. Es gibt sogar Bestrebungen, den italienischen Espresso zum UNESCO-Weltkulturerbe zu machen. Was die wenigsten Touristen wissen: In Italien darf ein Espresso nicht mehr als einen Euro kosten. Allerdings gilt diese Regel nur unter bestimmten Bedingungen.

Die zehn beliebtesten Städte in Europa laut TikTok– nur eine deutsche ist dabei

Domplatz mit Dom in Mailand.
Platz 10: Die italienische Stadt Mailand hat es dem Ranking von Holidu zufolge in die Top 10 der beliebtesten Städte Europas aufgrund ausgewerteter TikTok-Daten geschafft. © Günter Gräfenhain/imageBROKER/Imago
Stadtansicht von Ankara In der Mitte befindet sich die Kocatepe Moschee.
Platz 9: Auch die türkische Hauptstadt Ankara zählt laut TikTok und Holidu zu den zehn beliebtesten europäischen Städten. © Thomas Trutschel/Imago
Brandenburger Tor, Pariser Platz, Mitte, Berlin.
Platz 8: Nur eine deutsche Stadt schaffte es in die Top 10 der beliebtesten Städte Europas – Berlin. © Schoening/Imago
Vichy,  Frankreich.
Platz 7: Frankreich ist im Ranking von Holidu gleich dreimal vertreten. Sehr beliebt ist TikTok-Daten zufolge Vichy. © xWireStockx/Imago
Puerta del sol square in Madrid.
Platz 6: Auch Spanien erfreut sich TikTok zufolge großer Beliebtheit – die Hauptstadt Madrid verpasst im Holidu-Ranking nur knapp die Top 5 der beliebtesten europäischen Städte. © A. TAMBOLY/Imago
Hagia Sophia Grand Mosque and Ottoman-era New Mosque in Istanbul.
Platz 5: Im Gegensatz zum türkischen Istanbul. Die Stadt, die einerseits in Europa, andererseits in Asien liegt, gehört zu den fünf beliebtesten Städten Europas. © Pavel Bednyakov/Imago
Eiffelturm Paris.
Platz 4: Hätten Sie gedacht, dass Paris nicht die beliebteste Stadt Europas, ja noch nicht einmal die beliebteste Stadt Frankreichs ist? © sergiomonti/Imago
Nizza von oben.
Platz 3: Denn noch beliebter als Paris ist laut TikTok und Holidu die französische Hafenstadt Nizza an der Côte d‘Azur. © ingimage/Imago
Tower Bridge und Big Ben in London.
Platz 2: Ganz knapp den Sieg verpasst der Auswertung zufolge die britische Hauptstadt London. © ingimage/Imago
Luftpanorama der Stadt Barcelona und der Basilika Sagrada Familia des Architekten Antonio Gaudi.
Platz 1: Großen Applaus für – Barcelona. Laut TikTok und Holidu ist die spanische Großstadt im Herzen Kataloniens die beliebteste Stadt Europas. © Carlos Sanchez Pereyra/imageBROKER/Imago

Espresso ist in Italien ein Grundnahrungsmittel

Heutzutage trinken die meisten Italiener mehrmals täglich einen Espresso. Vor über hundert Jahren sah das noch anders aus: Um 1900 galt Kaffee als Luxusgut. Wer es sich leisten konnte, das bittere Bohnengetränk außer Haus zu trinken, gehörte üblicherweise zur oberen Schicht. Doch schon damals wurde Kaffee als wichtiger Bestandteil des Lebens angesehen. Deshalb wurde das Heißgetränk 1911 auf eine Liste mit anderen Grundnahrungsmitteln gesetzt. Ähnlich wie zum Beispiel Brot wurde Kaffee als „Notwendigkeit“ betrachtet. Als solche musste er weiter für alle Bürger gleichermaßen erschwinglich sein. Ein fester Grenzpreis legte fest, wie teuer der Espresso maximal sein durfte.

Der Erlass gilt bis heute, bezieht sich allerdings nur auf den „Caffé al banco“, also auf den Kaffee, der schnell an der Bar getrunken wird. Wer sich mit seinem Espresso ganz normal hinsetzt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen – oft kostet der Kaffee dann drei Euro. Die meisten Touristen kennen das besondere Kaffee-Gesetz nicht und zahlen deshalb mehr als nötig. Die Einheimischen tummeln sich dagegen meistens an der Bar.

An der Bar einen schnellen Espresso trinken: Dieses Ritual ist für viele Italiener Pflicht.

Italienischer Espressopreis: Es muss nicht immer ein Euro sein

Festgelegt wird der Preis von der jeweiligen Kommune. Der Durchschnittswert beträgt einen Euro. Dabei zeichnet sich ein klares Nord-Süd-Gefälle ab: Im reicheren Norden ist der Espresso meist teurer, während der Preis im südlichen Italien auch weniger als einen Euro betragen kann. Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Espressopreise aber nicht dramatisch voneinander – vorausgesetzt, er wird „al banco“ getrunken. Falls nicht, verlangen die Wirte oft einen heftigen Servicezuschlag. Gerade in teuren Städten wie Venedig, die alljährlich von Touristen überlaufen werden, kann ein Espresso auch schon mal über sechs Euro kosten.

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Wer clever Geld sparen will, sollte seinen Espresso also das nächste Mal an der Theke trinken. Andererseits wollen sich viele Urlauber bei ihrer Reise nicht hetzen lassen. Wer Zeit hat und eine Verschnaufpause braucht, zahlt wahrscheinlich gerne ein wenig mehr, um sich gemütlich mit einer Tasse Kaffee hinzusetzen und die lebhafte Atmosphäre im Café zu genießen. Letztendlich bleibt es also jedem Urlauber selbst überlassen, wie er seinen Kaffee genießt: in typisch italienischer Manier an der Bar oder im Sitzen, mit einer Zeitung in der Hand. Die Gastronomen freuen sich jedenfalls, wenn sich Gäste hinsetzen und so mehr Geld da lassen.

Ideal für einen Kurzurlaub: Zehn europäische Städte, die Sie gesehen haben sollten

Panorama-Blick auf Rom.
Rom wird aufgrund seiner Größe und Bedeutung auch als „Ewige Stadt“ bezeichnet. Zahlreiche Bauwerke wie das Kolosseum, das Forum Romanum oder die Engelsburg verweisen auf seine lange Geschichte und entführen zurück in vergangene Zeiten. Gleichzeitig gibt es zahlreiche schmale Gassen und viele schnuckelige Cafés, in denen Sie das Treiben der Stadt beobachten können. © Alex Anton/Imago
Panorama-Blick über Paris.
Paris steht vermutlich bei jedem Reisenden einmal auf der Bucket-List – schließlich besuchen jährlich mehr als 30 Millionen Touristen die französische Hauptstadt, wie der Reiseanbieter Travelcircus berichtet. Ein besonderer Besuchermagnet ist der Eiffelturm, welcher sich nach seiner Fertigstellung zum Wahrzeichen der Stadt gemausert hat. Auch das Louvre, eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt, oder die Wallfahrtskirche Sacré-Cœur locken zahlreiche Touristen. Besonders gut lässt sich der Charme der Stadt außerdem in einem der zahlreichen Straßencafés erleben. © Shotshop/Imago
Panorama-Blick auf Prag
Ein Muss für jeden Städtetrip nach Prag ist ein Spaziergang durch die Altstadt mit all ihren Barockgebäuden und gotischen Kirchen. Ein besonderes Highlight ist die astronomische Uhr am Rathaus. Danach geht es über die Karlsbrücke, eine der ältesten Steinbrücken Europas, hinüber auf die andere Seite der Moldau. Dort wartet die Prager Burg auf Besucher – das zweitgrößte geschlossene Burgareal der Welt.  © Sergii Kolesnyk/Imago
Panorama-Blick auf Amsterdam.
Auf in die Fahrrad-Hauptstadt Europas: In Amsterdam sind laut Travelcircus rund 58 Prozent der Einwohner auf zwei Rädern unterwegs. Zu entdecken gibt es romantischen Grachten, Museen oder die legendären Coffeeshops. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen das Anne-Frank-Haus oder der Königspalast.  © Ivanna Grigorova/Imago
Westminster Bridge mit Parlamentsgebäude am Themseufer und Uhrturm Big Ben in London.
Unter den besten Städtetrips in Europa darf London natürlich nicht fehlen. Hier verbinden sich Historie, Kultur und Moderne zu einer einzigartigen Metropole. Geschichts-Fans freuen sich über einen Besuch der Westminster Abbey, dem Tower of London oder dem Buckingham Palace – im krassen Gegensatz dazu steht The Shard, der eine Zeit lang als der höchste Wolkenkratzer der EU galt. In den Pausen lässt sich entspannt durch den Hyde Park spazieren oder auf dem Camden Market shoppen. © Günter Gräfenhain/Imago
Blick vom Stephansdom aus auf Wien.
Auf den Spuren von Kaiserin Sissi können Touristen in der österreichischen Hauptstadt Wien wandeln – das Schloss Schönbrunn war die Sommerresidenz der Monarchin und ist eine der beliebtesten Attraktionen vor Ort. Entdecken Sie außerdem den Wiener Prater, die Staatsoper oder den Stephansdom. Genießen Sie außerdem die Wiener Kaffeehauskultur, die 2011 sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt wurde. © UIG/Imago
Hamburger Hafen an den St. Pauli Landungsbrücken mit Blick in Richtung Hafencity
Hamburg ist eine der Top-Destinationen für einen Städtetrip in Europa und innerhalb Deutschlands. Ein Highlight der Hansestadt sind die St. Pauli-Landungsbrücken am Hafen, von wo aus sich Bootstouren über die Elbe unternehmen lassen. Tipp hier: Eine Fahrt mit der Fähre 62 bringt Sie an den langen Elbstrand. In der Speicherstadt hingegen können Sie das einzigartige Lagerhausensemble besichtigen – in einem der Gebäude befindet sich auch das Miniaturwunderland, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Wer in das Nachtleben eintauchen will, macht sich auf den Weg in das Schanzenviertel oder auf die Reeperbahn.  © Chris Emil Janßen/Imago
Panorama-Blick auf Dubrovnik.
Sie wollen während Ihres Städtetrips auch ein wenig Sonne und Meeresluft genießen? Dann ist Dubrovnik in Kroatien genau das Richtige. Die wunderschöne Altstadt gehört bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe und erlangte spätestens als Drehort der Serie „Game of Thrones“ internationale Bekanntheit. Tauchen Sie bei einem Rundgang über die 1.940 Meter lange Stadtmauer oder beim Spazieren durch die Gassen in vergangene Zeiten ein!  © YAY Images/Imago
Panorama-Blick auf Madrid.
Mit seiner typischen spanischen Architektur ist Madrid ein wahrer Blickfang. Zu den Highlights gehören der Königspalast, das Bernabéu Stadium und der Plaza Mayor. Erkunden Sie die Prachtstraße Gran Via mit seinen vielen Einkaufsmöglichkeiten und kehren Sie nachts zurück, um Musik und Tanz zu erleben. Und wenn Sie schon einmal da sind, dann sollten Sie auch die beliebten „Churros con chocolate“, ein frittiertes Spritzgebäck in Schokosoße, zum Frühstück genießen.  © CSP_Bertl123/Imago
Parlamentsgebäude in Budapest
Die Donaumetropole Budapest ist ebenfalls einen Städtetrip wert – sie bietet Besuchern nicht nur Kultur und Geschichte, sondern auch Shoppingmöglichkeiten, schicke Bars und leckeres Essen. Auf Ihrer Sightseeing-Tour durch die Stadt sollten das Parlamentsgebäude, die Matthiaskirche oder der Burgpalast nicht fehlen. Die ungarische Kulinarik erfahren Sie hingegen in der Großen Markthalle, wo es an zahlreichen Verkaufsständen eine Vielfalt an Leckereien gibt. © Wasin Pummarin/Imago

Florenz: Überteuerter Espresso führt zu Bußgeld

Aufgrund der speziellen Regelung zum Kaffeepreis müssen die Barbetreiber mit bösen Folgen rechnen, wenn sie einen anderen Preis verlangen. In Florenz kam es im vergangenen Jahr zu einem Skandal: Ein Mann rief die Polizei, als er in einer Bar zwei Euro für einen entkoffeinierten Espresso bezahlen sollte. Dass der Wirt das Doppelte des normalen Preises verlangte, sah der Barbesucher nicht ein. Wie unter anderem das italienische Nachrichtenportal Firenze Today berichtete, gab ihm die Polizei tatsächlich recht. Der Wirt musste ein Bußgeld von 1.000 Euro bezahlen, da die Getränkepreise nirgendwo im Café zu lesen waren. Normalerweise müssen die Barbetreiber Auskunft über die Preise geben.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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