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Wie die unabhängig oppositionelle Moscow Times (MT) berichtet, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) am Dienstag (14. Oktober) seine Prognose für das russische Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 zum wiederholten Male gesenkt. So prognostiziert der IWF für die Russische Föderation nur noch ein Wachstum von 0,6 Prozent. Darin berücksichtigt seien schon die enormen Staatsausgaben in die russische Rüstungsindustrie.
Wladimir Putins Wirtschaft wankt: IWF korrigiert Russlands Wachstumsprognose nach unten
Im Juli hatte der IWF noch prognostiziert, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) in diesem Jahr wohl um 0,9 Prozent wachsen werden, schreibt MT. Und im April 2025 sei sogar noch ein jährliches Wachstum von 1,5 Prozent vorausgesagt gewesen, heißt es in dem Bericht weiter. Was die großen Volkswirtschaften auf der Welt angehe, habe der IWF nur seine Prognose für das Wirtschaftswachstum Kanadas noch drastischer nach unten korrigiert.
Wie MT weiter berichtet, habe das BIP-Wachstum in 2024 noch 4,3 Prozent betragen – hauptsächlich getragen durch die enorme Aufrüstung im Umfeld von Ukraine-Krieg und internationaler Spannungen. Laut Deutscher Welle (DW) waren im russischen Staatshaushalt für das Jahr 2024 (insgesamt 36,6 Billionen Rubel) 30 Prozent für Verteidigung und zudem etwa neun Prozent für nationale Sicherheit und Strafverfolgung eingeplant.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
Das unabhängige russische Investigativ-Portal Meduza schreibt aus oppositioneller Perspektive von einem „öffentlichen Unmut über eine Reihe unpopulärer Entscheidungen“ in der russischen Gesellschaft. Es gebe Anzeichen, wonach „die Russen des Krieges müde sind und auf Verhandlungen (über einen Waffenstillstand in der Ukraine, d. Red.) warten“. Diese Atmosphäre vermische sich mit den Widrigkeiten, mit denen die russische Wirtschaft konfrontiert sei.
Wladimir Putin unter Druck: US-Präsident Donald Trump zeigt sich „enttäuscht“
Vor allem die Öl-Industrie ringt mit ukrainischen Luftangriffen. Den Einschätzungen eines US-Militärs zufolge sind rund ein Fünftel aller russischer Raffinerien so schwer beschädigt, dass sie gegenwärtig nicht produzieren können. Dabei ist just die Öl-Branche maßgeblich für Putins Kriegsmaschinerie. Und während die russische Armee in der Ukraine mit reihenweise Desertationen zu tun hat, verschärft sich der Ton zwischen Trumps US-Regierung in Washington und Moskau zunehmend.
Vor allem Putins mangelnde Verhandlungsbereitschaft im Ukraine-Krieg soll Trump ärgern. „Ich bin sehr enttäuscht, denn Wladimir und ich hatten ein sehr gutes Verhältnis. Wahrscheinlich haben wir das immer noch“, sagte Trump am Dienstag (14. Oktober) im Weißen Haus: „Ich weiß nicht, warum er diesen Krieg fortsetzt.“ (Quellen: MT, IWF, Meduza, DW) (pm)