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US-Truppen in Deutschland

Söder kontert Trump-Drohung zum US-Truppenabzug: „Wir sollten alle cool bleiben“

Donald Trump droht erneut mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland. Markus Söder und Boris Rhein reagieren betont gelassen.

Donald Trumps neue Drohung mit einem möglichen Abzug von US-Soldaten aus Deutschland sorgt in der deutschen Politik für deutliche Reaktionen. CSU-Chef Markus Söder und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein mahnen zur Besonnenheit. Gleichzeitig verweisen sie auf die strategische Bedeutung der US-Standorte in Deutschland.

US-Präsident Donald Trump droht mit einem Abzug von Truppen aus Deutschland – CSU-Chef Markus Söder mahnt zur Gelassenheit und betont die strategische Bedeutung der US-Standorte.

Nach der Ankündigung aus Washington empfiehlt Söder allen Beteiligten Gelassenheit. „Ich hoffe sehr, dass der US-Präsident weiter im Interesse der eigenen Streitkräfte handelt und die Präsenz in Deutschland stärkt“, sagte er der Bild-Zeitung. Sein klarer Appell lautet: „Wir sollten alle cool bleiben. Die amerikanischen Streitkräfte fühlen sich sehr wohl in Deutschland.“

Söder: US-Abzug wäre auch für Amerika ein strategischer Fehler

Ein Abzug wäre nach Söders Einschätzung weder im deutschen noch im amerikanischen Interesse. Deutschland sei „ein zentraler strategischer Stützpunkt für die US-Streitkräfte in aller Welt“, betonte der bayerische Ministerpräsident. Mit Grafenwöhr liege in Bayern zudem der größte Truppenübungsplatz Europas, auf dem unter anderem ukrainische Soldaten ausgebildet werden.

Auch die aktuellen Zahlen unterstreichen die Bedeutung: Nach Angaben des US-Militärs waren Mitte April rund 86.000 US-Soldaten in Europa stationiert, davon etwa 39.000 in Deutschland. Diese Zahl verändert sich regelmäßig durch Rotationen und Übungen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Bundesregierung bleibt gelassen – Wadephul sieht keine neue Lage

Außenminister Johann Wadephul reagierte ebenfalls zurückhaltend auf die Aussagen aus Washington. „Wir sind darauf eingestellt“, sagte der CDU-Politiker laut dpa bei einem Treffen in Rabat. Was man von Trump gelesen habe, sei „die Ankündigung einer Überprüfung“, und das sei „nichts Neues“.

Wadephul verwies darauf, dass sich die USA schon länger stärker auf den pazifischen Raum und China konzentrieren wollten. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland mehr Verantwortung übernehme und den europäischen Pfeiler der NATO stärke. Die großen US-Standorte in Deutschland sieht er durch die Aussagen nicht gefährdet.

Rhein warnt vor Schnellschüssen – Wiesbaden als Schlüsselstandort

Auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein mahnte zur Besonnenheit in der Debatte. Die deutsch-amerikanische Partnerschaft lebe „nicht von kurzfristigen politischen Entschlüssen“, sondern von einem stabilen Fundament über Regierungswechsel hinaus. Gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten müsse man auf gemeinsame Werte und verlässliche Zusammenarbeit setzen.

Für Hessen ist das Thema besonders sensibel: In Wiesbaden befindet sich das Hauptquartier der US Army für Europa und Afrika. Zudem wird von dort aus ein wesentlicher Teil der Unterstützung für Kiew im Ukraine-Krieg koordiniert. Rhein betonte, das amerikanische Militär sei entscheidend für die Sicherheit Europas und zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Drohung zum US-Truppenabzug: Streit mit Merz eskaliert – Trump greift Kanzler scharf an

Die Drohung aus Washington fällt in eine Phase wachsender Spannungen zwischen den USA und Deutschland. Trump hatte zuvor Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert, nachdem dieser die US-Offensive im Kontext des Iran-Kriegs infrage gestellt hatte. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident: „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“

Bereits zuvor hatte Trump angekündigt, die US-Truppenpräsenz in Deutschland zu überprüfen. Eine Entscheidung darüber solle „in Kürze“ getroffen werden, schrieb er. Beobachter sehen darin auch eine Reaktion auf den politischen Streit mit Berlin.

Deutschland gilt als logistisches Zentrum der US-Streitkräfte in Europa. Von hier aus werden unter anderem Einsätze koordiniert, medizinische Versorgung sichergestellt und militärische Operationen unterstützt. Ein Abzug hätte daher nicht nur für Deutschland, sondern auch für die USA selbst weitreichende Folgen, konstatiert auch die New York Times. (Quellen: dpa, Bild, New York Times) (chnnn)

Rubriklistenbild: © Foto links: Alex Brandon/AP/dpa | Foto rechts: Sven Hoppe/dpa/Sven Hoppe

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