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„Ethische Probleme“
Umstrittener NYC-Kandidat Mamdani: Greift Trump in die Wahl ein?
Berichte über eine mutmaßliche Einmischung der US-Regierung schaffen Unruhe. Mamdani kritisiert ethische Verstöße. Die Führung steht auf dem Spiel.
New York City – Im Weißen Haus wird womöglich aktuell eine kontroverse Rochade geplant. Ziel könnte sein, den demokratischen-sozialistischen Bürgermeisterkandidaten Zohran Mamdani (Demokrat) bei der Bürgermeisterwahl in New York City zu stoppen. Die Idee: Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump könnte zwei Kandidaten in die US-Administration aufnehmen. Dadurch soll offenbar der Weg für den früheren Gouverneur Andrew Cuomo frei werden, der sich gegen Mamdani durchsetzen könnte.
Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten
Berater von Trump haben wohl diskutiert, den jetzigen Bürgermeister Eric Adams und den Republikaner-Kandidaten Curtis Sliwa in Ämter der US-Administration zu berufen. Adams kandidiert erneut als unabhängiger Kandidat. Der Demokrat Cuomo gilt als deutlich konservativer als Mamdani. Er konnte sich in den demokratischen Vorwahlen nicht gegen den Linksaußen-Kandidaten behaupten und entschied sich danach, als unabhängiger Kandidat anzutreten. Aktuell hat Cuomo laut Umfragen geringe Chancen. Das könnte sich ändern, wenn es zu einem Zweikampf kommen würde.
Umfragen zur Bürgermeisterwahl in New York City zeigen: Cuomo könnte Mamdani im Zweikampf besiegen
Laut Newsweekzeigte eine Umfrage von American Pulse Research & Polling aus dem August, dass Mamdani in einem Rennen gegen Cuomo, Sliwa und Adams aktuell vorne liegt. Im August gaben 36,9 Prozent der 638 Befragten an, ihn wählen zu wollen. Cuomo liegt mit 24,6 Prozent auf Platz Zwei. Der republikanische Kandidat Sliwa erzielte in der Umfrage 16,8 Prozent, der aktuelle Bürgermeister Adams nur 11,4 Prozent. .
In einem Zweikampf zwischen Mamdani und Cuomo würde das Ergebnis laut aktuellen Umfragen deutlich anders aussehen, wie eine Umfrage von Tolchin Research, die CBS News zitierte, zeigte. In einem solchen Fall könnte Cuomo sich gegenüber Mamdani behaupten. In der Umfrage erreichte Cuomo 52 Prozent, Mamdani nur 41. Im Rennen mit allen vier Bürgermeisterkandidaten hingegen lag auch hier der linke Demokrat Mamdani klar vorn. Zu bedenken ist auch, dass die Umfragen vor den Vorwahlen Mamdani unterschätzt hatten.
Wahlmanipulation durch die US-Regierung? Trump-Administration könnte Duell zwischen Cuomo und Mamdani forcieren
In der Regierung der USA gibt es laut US-Medienberichten Überlegungen, einen solchen Zweikampf zu forcieren. Für Trump könnte es sich dabei um eine Strategiefrage handeln: Mit Cuomo würde der Republikaner im Zweifel besser auskommen als mit einem „kommunistischen Irren“, wie Trump Mamdani in der Vergangenheit genannt hat. Laut der New York Times soll der republikanische Kandidat Curtis Sliwa bei den Absprachen bereits dabei gewesen sein. Dieser verneinte gegenüber ABC News allerdings, dass es Kontakt mit dem Weißen Haus gegeben hätte.
Auch Kampagnensprecher Todd Shapiro des unabhängigen Kandidaten Adams gab gegenüber ABC News an, er habe bisher nicht mit Trump gesprochen und habe kein Angebot für eine Rolle in der US-Administration erhalten. Shapiro stellte klar: „Er wird nicht aus dem Rennen aussteigen. Der Bürgermeister ist fest entschlossen, diese Wahl zu gewinnen.“
„Affront gegen unsere Demokratie“: NYC-Bürgermeisterkandidat Mamdani kritisiert Berichte
Der demokratisch-sozialistische Kandidat Mamdani zeigte sich im Gespräch mit ABC News wütend. Er kritisierte den mutmaßlichen Plan als „Affront gegen unsere Demokratie“. Es gebe „viele ethische Probleme“ mit den Neuigkeiten. Weiter sagte Mamdani: „Heute haben wir erfahren, was die New Yorker schon lange vermutet haben – dass Andrew Cuomo Donald Trumps Wahl zum nächsten Bürgermeister dieser Stadt ist.“ Dazu betonte der Bürgermeisterkandidat, New York „ist nicht zu verkaufen“.
Name
Zohran Mamdani
Alter
33 Jahre
Partei
Demokraten
Bisherige Mandate
Abgeordneter im New York State Assembly (seit 2021)
Weitere Organisationen
Demokratische Sozialisten von Amerika, Working Families
Mamdani gab sich weiterhin zuversichtlich, die Bürgermeisterwahl im November zu gewinnen – selbst wenn die Trump-Regierung sich in die Wahl einmischen sollte. In seiner Kampagne inszeniert er sich selbst als Vertreter der Arbeiterklasse und verspricht, die Lebenskosten in New York City zu senken. Unter anderem will der Demokrat die Mieten einfrieren, für kostenlosen Nahverkehr sorgen und Lebensmittelläden, die in kommunaler Hand liegen, schaffen.
Der Wahlkampf des konservativeren Demokraten Cuomo setzt andere Schwerpunkte. Wer auf seine Kampagnenseite geht, sieht zuerst ein Plädoyer für bessere Straßen, dann für mehr Sicherheit. Dafür will der Bürgermeisterkandidat die Polizei attraktiver machen und so das Polizeidepartement vergrößern. Auch bei den U-Bahnen steht Sicherheit im Mittelpunkt. Die soziale Frage will Cuomo vor allem durch die Ausweitung vorhandener Programme beantworten. (lismah)