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News-Ticker

Ukraine-News: Selenskyj plant separate Angriffstruppen

Alle Infos im News-Ticker: Trump ist in den Ukraine-Verhandlungen enttäuscht von Putin. Russlands Kampfjets dringen in Estland ein und schrecken die Nato auf.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Mit unserem neuen Ukraine-Ticker bleiben Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Update, 12:47 Uhr: Inmitten der aktuellen Lage des Ukraine-Kriegs hat sich Wolodymyr Selenskyj zur künftigen Struktur der ukrainischen Armee geäußert. Angesichts der Bedrohung aus Russland kündigte der Präsident an, offiziell Angriffstruppen aufstellen zu lassen. „Wir haben Angriffsbataillone und -regimenter gebildet, die im Jahr 2025 eindeutig gute Ergebnisse gezeigt haben. Wir haben beschlossen, sie auf eine rechtliche Grundlage zu stellen“, sagte er laut Ukrinform.

Tranzparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien, Nachrichtenagenturen, aber auch Konfliktparteien im Ukraine-Krieg. Die Informationen aus Russland und der Ukraine können nicht unabhängig überprüft werden.

„Wir werden nun separate Angriffstruppen bilden. Wir haben dieser Entscheidung bereits zugestimmt.“ Selenskyj ergänzte, dass die Angriffstruppen eine Drohnenkomponente umfassen sollen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offiziell die Bildung von Angriffstruppen im Ukraine-Krieg angekündigt. (Archivbild)

Zwischenfall im Ukraine-Krieg: Russland verletzt NATO-Grenze

Update, 8:58 Uhr: Während die Auswirkungen des Kampfjet-Zwischenfalls über Estland weiter die NATO-Staaten herausfordert, bleibt auch die Lage im Ukraine-Krieg angespannt. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt gab, stiegen zuletzt auch Russlands Verluste im Krieg weiter. Den Informationen nach hat Wladimir Putin in den vergangenen 24 Stunden 1070 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder verletzt oder getötet.

Auch die weiteren Verluste Russlands im Ukraine-Krieg steigen weiter: Inzwischen wurden mindestens 11.192 Panzer sowie 23.280 gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört. Seit Beginn des Konflikts am 24. Februar 2022 hat die russische Armee rund 1.100.600 Soldaten verloren.

Update vom 20. September, 6:06 Uhr: Russlands Regierung hat die Darstellung Estlands bestritten, dass drei russische Kampfjets den Luftraum des baltischen Nato-Landes verletzt haben sollen. „Der Flug wurde unter strikter Einhaltung der internationalen Luftraumregeln durchgeführt, ohne die Grenzen anderer Staaten zu verletzen“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

„Während des Fluges wichen die MiG-31-Jets nicht von der abgesprochenen Flugroute ab und verletzten nicht den estnischen Luftraum“, hieß es weiter. Vielmehr habe die Route über neutrale Gewässer, mehr als drei Kilometer nördlich der estnischen Ostsee-Insel Vaindloo geführt. Die Angaben aus Moskau ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Zwischenfall mit Russland-Kampfjets über Estland: NATO reagiert

Update, 22.27 Uhr: Mit Entsetzen hat der Westen auf das Eindringen russischer Kampfflugzeuge in den Luftraum von Estland und Polen reagiert. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich am Freitagabend empört über das Vorgehen der Putin-Armee. Russland weite seine „destabilisierende Tätigkeit“ aus, erklärte Selenskyj am Freitagabend im Onlinedienst X. „Das sind keine Zufälle. Das ist eine systematische russische Kampagne gegen Europa, gegen die Nato, gegen den Westen. Und sie erfordert eine systematische Reaktion“, schrieb Selenskyj weiter. Er forderte ein „starkes Vorgehen“ sowohl einzelner Staaten als auch im Verbund. Estland hat bereits ein Treffen nach Artikel 4 der NATO-Mitglieder eingefordert. Anfang der kommenden Woche wollen die Vertreter zu Beratungen in Brüssel zusammenkommen.

Update, 20:01 Uhr: Russische Kampfjets haben auch die Sicherheitszone der Bohrplattform Petrobaltic in der Ostsee verletzt. Der polnische Grenzschutz meldete den Vorfall auf X und informierte die Streitkräfte, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Abend berichtete. Die Kampfflugzeuge flogen im Tiefflug über die Plattform und drangen in deren Schutzbereich ein. Stunden zuvor mussten bereits Jets im estnischen Luftraum abgefangen werden. Estland hat daraufhin ein Treffen der NATO-Mitgliedsländer angefordert.

Kampfjet-Vorfall über Ostsee: Estland aktiviert Nato-Beratung über Artikel 4

Update, 19:52 Uhr: Nach dem Eindringen von drei russischen Kampfflugzeugen in den estnischen Luftraum wird der Baltenstaat Konsultationen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags mit den Verbündeten beantragen. Dies habe seine Regierung aufgrund der „vollkommen inakzeptablen Verletzung“ des Luftraums beschlossen, schrieb Estlands Regierungschef Kristen Michal am Freitagabend im Onlinedienst X. Artikel 4 des Nato-Vertrags sieht Beratungen unter den Mitgliedsstaaten für den Fall vor, dass ein Mitgliedsstaat seine territoriale Integrität, Unabhängigkeit oder Sicherheit bedroht sieht.

Alarm an der Ostflanke: Ein russischer Kampfjet soll in den estnischen Luftraum eingedrungen sein. (Symbolbild)

Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt Waffenexporte an

Update, 19:38 Uhr: Getestet an der Front gegen Russlands Armee: Die Ukraine will eigene Waffenexporte zur Finanzierung des eigenen Rüstungsbedarfs im Abwehrkrieg gegen Wladimir Putin ankurbeln. Das kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. „Ein Beispiel sind Seedrohnen, auf welche die Welt zählt und bei denen wir einen Überschuss haben, ebenso Panzerabwehrwaffen und einige andere Arten“, sagte Selenskyj. Zuletzt hatte die Ukraine seine Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut. Nun soll den Angaben zufolge ein Exportkonzept ausgearbeitet werden. An erster Stelle möglicher Abnehmerländer stünden die USA, danach die europäischen Partner, sagte Selenskyj.

Russische Kampfjets in Estland eingedrungen: EU und Nato reagieren empört

Update, 18:34 Uhr: Die NATO hat sich empört über die Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets gezeigt. Es handle sich um ein „weiteres Beispiel für das rücksichtslose Verhalten Russlands“, teilte die Sprecherin der Allianz, Allison Hart, auf X mit. Das Bündnis habe aber sofort reagiert und die drei Kampfjets abgefangen, hieß es weiter. Zuvor war bekannt geworden, dass russische Kampfflugzeuge zwölf Minuten durch den Luftraum von Estland geflogen waren.

Update, 17:42 Uhr: Der Kampfjet-Vorfall in Estland ist von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas als „äußerst gefährliche Provokation“ bezeichnet worden. Sie betonte, dass es bereits die dritte Verletzung des EU-Luftraums innerhalb weniger Tage gewesen sei, was die Spannungen in der Region weiter verschärfe.
Auf der Plattform X schrieb die Estin: „Putin stellt die Entschlossenheit des Westens auf die Probe. Wir dürfen keine Schwäche zeigen.“ Sie versicherte ihrem Heimatland die uneingeschränkte Solidarität der EU.

Update, 16:59 Uhr: Drei russische Kampfjets im Nato-Luftraum: Estland hat den Vorfall bestätigt und beim ranghöchsten russischen Diplomaten im Land Protest eingelegt. Putins Armee habe bereits viermal in diesem Jahr den estnischen Luftraum verletzt, der aktuelle Vorfall mit drei Kampfjets sei jedoch besonders schwerwiegend, zitierte die Nachrichtenagentur dpa den estnischen Außenminister Margus Tsahkna. Der Diplomat forderte eine Reaktion auf Russlands Grenzerprobungen: „Auf Russlands zunehmende Erprobung der Grenzen und seine Aggressivität muss mit einer raschen Verschärfung des politischen und wirtschaftlichen Drucks reagiert werden.“

Kampfjets aus Russland lösen NATO-Alarm aus: Putins Kampfflugzeuge fliegen zwölf Minuten durch Estland

Update, 16:23 Uhr: Alarm an der Ostflanke der NATO: Berichten zufolge sollen russische Kampfjets den estnischen Luftraum verletzt haben. Diese Informationen stammen von Reuters. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Quellen innerhalb der EU und der NATO. Weitere Details zu diesem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor. Laut einem Bericht von Politico seien bei der Verletzung des estnischen Luftraums drei russische MiG-31 Kampfjets beteiligt gewesen. Die Flugzeuge hätten sich für zwölf Minuten im Luftraum der NATO befunden, bevor italienische F-35 Jets die Kampfflugzeuge abgefangen hätten.

Selenskyj glaubt wegen Russland nicht an Ende des Ukraine-Kriegs

Update, 11:00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt, dass die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump in Russland auf taube Ohren stoßen. „Wieder einmal greifen die Russen Zivilisten an, während die ganze Welt – und vor allem die Vereinigten Staaten – nach Frieden rufen“, schrieb Selenskyj auf X. „Wir hören Präsident Trumps Position zur Beendigung der Tötungen und haben allen Vorschlägen zur Entlastung der Diplomatie zugestimmt. Doch diese Position scheint in Russland kein Gehör zu finden.“

Update, 10:20 Uhr: Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die Vorwürfe westlicher Staaten, Russland sei mit mehreren Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen, als „unbegründet“ bezeichnet. Ohne ausreichende Ermittlungen habe Polen Russland als Schuldigen bezeichnet. „Und dieses Mal sind die gegen Russland erhobenen Vorwürfe der versuchten Provokation und der vorsätzlichen Eskalation wie üblich unbegründet. Es wurden keine konkreten Umstände für die unserem Land zugeschriebene böswillige Absicht angeführt“, so Sacharowa laut der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Update, 10:00 Uhr: Zur Sicherung russischer Ölraffinerien soll die Armee von Wladimir Putin eine Reihe an Luftabwehrsystemen vom besetzten Mariupol näher an Russland (Region Rostow) verlegt worden sein. „Sie versuchen, so viel wie möglich von der verbleibenden Ölraffinerie entlang der Route unserer Drohnen abzudecken“, zitiert das ukrainische Portal Unian den Direktor des Zentrums für die Untersuchung der Besatzung der Ukraine, Petr Andrjuschtschenko.

Erst gestern hatten ukrainische Drohnen überraschend eine russische Ölraffinerie in der zentralrussischen autonomen Region Baschkortostan angegriffen. Wie DW berichtete, sei es nach der Attacke zu einem Brand gekommen. Zudem handele es sich bei den immer wieder durchgeführten Angriffe auf die Öl-Anlagen um eine Kampagne, die Einnahmen Russlands durch die Förderung von Energieträgern zu reduzieren. Betrieben wird die Anlage vom russischen Konzenr Gazprom.

Update, 08:53 Uhr: Die Ukraine kann laut dem ukrainischen Verteidigungsminister Denys Schmyhal bald bis zu 1000 Abfangdrohnen am Tag einsetzen. „Wir gehen davon aus, dass 800 Drohnen pro Nacht das Niveau sind, das Russland bereits in der Praxis demonstriert hat. Dementsprechend benötigen wir mindestens 1.000 Abfangdrohnen. Dieses Niveau wird erreicht werden“, wird er bei einer Pressekonferenz von Ukrinform zitiert. Dabei gehe es nicht um die Produktion von 1000 Drohnen am Tag, sondern die Fähigkeit, diese Menge an unbemannten Flugobjekten gleichzeitig steuern zu können.

Update, 08.36 Uhr: In der Region Lublin im Osten von Polen sind laut der Militärpolizei Trümmer einer mutmaßlichen Rakete gefunden worden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass es sich um Überreste der Rakete handeln könne, die eine mutmaßlich russische Drohne im polnischen Luftraum abgeschossen hatte. Eine Untersuchung der Trümmer sei angeordnet worden.

Ukraine-Spezialeinheiten greifen wohl Marine-Posten Russland im Ukraine-Krieg an

Update, 08:15 Uhr: In der Nacht von Mittwoch (17. September) auf Donnerstag hat eine Einheit der ukrainischen Spezialeinsatzkräfte (SOF) laut eigener Aussage ein Logistikzentrum der russischen Garde-Marineinfanteriebrigade in Kursk angegriffen. Das berichtete Ukraiska Pravda unter Berufung auf die SOF. Dabei seien ein Materiallager, Munitionsdepots und ein verstecktes Lager für Waffen und militärische Ausrüstung getroffen worden.

Update, 07:50 Uhr: Seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine soll die Armee von Wladimir Putin 1.099.530 Soldaten verloren haben. Das berichtete der Kyiv Independent unter Berufung auf den Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden, 1150 russische Truppen in Putins Krieg gefallen.

Lage im Ukraine-Krieg: Röttgen mahnt Nato bei Abschreckung gegen Russland zur Eile

Update vom 19. September, 05:35 Uhr: Bei der Aufrüstung der Nato zur Abschreckung Russlands hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen zu großer Eile gemahnt. Die Geheimdienste seien sich einig darüber, dass Russland bis etwa 2029 „die Fähigkeit zu einem großräumigen Krieg in Europa“ haben werde, sagte er in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.

Rubriklistenbild: © Efrem Lukatsky/AP/dpa

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