News-Ticker
Ukraine-News: Selenskyj plant separate Angriffstruppen
Alle Infos im News-Ticker: Trump ist in den Ukraine-Verhandlungen enttäuscht von Putin. Russlands Kampfjets dringen in Estland ein und schrecken die Nato auf.
Update, 12:47 Uhr: Inmitten der aktuellen Lage des Ukraine-Kriegs hat sich Wolodymyr Selenskyj zur künftigen Struktur der ukrainischen Armee geäußert. Angesichts der Bedrohung aus Russland kündigte der Präsident an, offiziell Angriffstruppen aufstellen zu lassen. „Wir haben Angriffsbataillone und -regimenter gebildet, die im Jahr 2025 eindeutig gute Ergebnisse gezeigt haben. Wir haben beschlossen, sie auf eine rechtliche Grundlage zu stellen“, sagte er laut Ukrinform.
Tranzparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien, Nachrichtenagenturen, aber auch Konfliktparteien im Ukraine-Krieg. Die Informationen aus Russland und der Ukraine können nicht unabhängig überprüft werden.
„Wir werden nun separate Angriffstruppen bilden. Wir haben dieser Entscheidung bereits zugestimmt.“ Selenskyj ergänzte, dass die Angriffstruppen eine Drohnenkomponente umfassen sollen.
Zwischenfall im Ukraine-Krieg: Russland verletzt NATO-Grenze
Update, 8:58 Uhr: Während die Auswirkungen des Kampfjet-Zwischenfalls über Estland weiter die NATO-Staaten herausfordert, bleibt auch die Lage im Ukraine-Krieg angespannt. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt gab, stiegen zuletzt auch Russlands Verluste im Krieg weiter. Den Informationen nach hat Wladimir Putin in den vergangenen 24 Stunden 1070 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder verletzt oder getötet.
Auch die weiteren Verluste Russlands im Ukraine-Krieg steigen weiter: Inzwischen wurden mindestens 11.192 Panzer sowie 23.280 gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört. Seit Beginn des Konflikts am 24. Februar 2022 hat die russische Armee rund 1.100.600 Soldaten verloren.
Update vom 20. September, 6:06 Uhr: Russlands Regierung hat die Darstellung Estlands bestritten, dass drei russische Kampfjets den Luftraum des baltischen Nato-Landes verletzt haben sollen. „Der Flug wurde unter strikter Einhaltung der internationalen Luftraumregeln durchgeführt, ohne die Grenzen anderer Staaten zu verletzen“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




„Während des Fluges wichen die MiG-31-Jets nicht von der abgesprochenen Flugroute ab und verletzten nicht den estnischen Luftraum“, hieß es weiter. Vielmehr habe die Route über neutrale Gewässer, mehr als drei Kilometer nördlich der estnischen Ostsee-Insel Vaindloo geführt. Die Angaben aus Moskau ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Zwischenfall mit Russland-Kampfjets über Estland: NATO reagiert
Update, 22.27 Uhr: Mit Entsetzen hat der Westen auf das Eindringen russischer Kampfflugzeuge in den Luftraum von Estland und Polen reagiert. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich am Freitagabend empört über das Vorgehen der Putin-Armee. Russland weite seine „destabilisierende Tätigkeit“ aus, erklärte Selenskyj am Freitagabend im Onlinedienst X. „Das sind keine Zufälle. Das ist eine systematische russische Kampagne gegen Europa, gegen die Nato, gegen den Westen. Und sie erfordert eine systematische Reaktion“, schrieb Selenskyj weiter. Er forderte ein „starkes Vorgehen“ sowohl einzelner Staaten als auch im Verbund. Estland hat bereits ein Treffen nach Artikel 4 der NATO-Mitglieder eingefordert. Anfang der kommenden Woche wollen die Vertreter zu Beratungen in Brüssel zusammenkommen.
Update, 20:01 Uhr: Russische Kampfjets haben auch die Sicherheitszone der Bohrplattform Petrobaltic in der Ostsee verletzt. Der polnische Grenzschutz meldete den Vorfall auf X und informierte die Streitkräfte, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Abend berichtete. Die Kampfflugzeuge flogen im Tiefflug über die Plattform und drangen in deren Schutzbereich ein. Stunden zuvor mussten bereits Jets im estnischen Luftraum abgefangen werden. Estland hat daraufhin ein Treffen der NATO-Mitgliedsländer angefordert.
Kampfjet-Vorfall über Ostsee: Estland aktiviert Nato-Beratung über Artikel 4
Update, 19:52 Uhr: Nach dem Eindringen von drei russischen Kampfflugzeugen in den estnischen Luftraum wird der Baltenstaat Konsultationen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags mit den Verbündeten beantragen. Dies habe seine Regierung aufgrund der „vollkommen inakzeptablen Verletzung“ des Luftraums beschlossen, schrieb Estlands Regierungschef Kristen Michal am Freitagabend im Onlinedienst X. Artikel 4 des Nato-Vertrags sieht Beratungen unter den Mitgliedsstaaten für den Fall vor, dass ein Mitgliedsstaat seine territoriale Integrität, Unabhängigkeit oder Sicherheit bedroht sieht.
Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt Waffenexporte an
Update, 19:38 Uhr: Getestet an der Front gegen Russlands Armee: Die Ukraine will eigene Waffenexporte zur Finanzierung des eigenen Rüstungsbedarfs im Abwehrkrieg gegen Wladimir Putin ankurbeln. Das kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. „Ein Beispiel sind Seedrohnen, auf welche die Welt zählt und bei denen wir einen Überschuss haben, ebenso Panzerabwehrwaffen und einige andere Arten“, sagte Selenskyj. Zuletzt hatte die Ukraine seine Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut. Nun soll den Angaben zufolge ein Exportkonzept ausgearbeitet werden. An erster Stelle möglicher Abnehmerländer stünden die USA, danach die europäischen Partner, sagte Selenskyj.
Russische Kampfjets in Estland eingedrungen: EU und Nato reagieren empört
Update, 18:34 Uhr: Die NATO hat sich empört über die Verletzung des estnischen Luftraums durch russische Kampfjets gezeigt. Es handle sich um ein „weiteres Beispiel für das rücksichtslose Verhalten Russlands“, teilte die Sprecherin der Allianz, Allison Hart, auf X mit. Das Bündnis habe aber sofort reagiert und die drei Kampfjets abgefangen, hieß es weiter. Zuvor war bekannt geworden, dass russische Kampfflugzeuge zwölf Minuten durch den Luftraum von Estland geflogen waren.
Update, 17:42 Uhr: Der Kampfjet-Vorfall in Estland ist von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas als „äußerst gefährliche Provokation“ bezeichnet worden. Sie betonte, dass es bereits die dritte Verletzung des EU-Luftraums innerhalb weniger Tage gewesen sei, was die Spannungen in der Region weiter verschärfe.
Auf der Plattform X schrieb die Estin: „Putin stellt die Entschlossenheit des Westens auf die Probe. Wir dürfen keine Schwäche zeigen.“ Sie versicherte ihrem Heimatland die uneingeschränkte Solidarität der EU.
Update, 16:59 Uhr: Drei russische Kampfjets im Nato-Luftraum: Estland hat den Vorfall bestätigt und beim ranghöchsten russischen Diplomaten im Land Protest eingelegt. Putins Armee habe bereits viermal in diesem Jahr den estnischen Luftraum verletzt, der aktuelle Vorfall mit drei Kampfjets sei jedoch besonders schwerwiegend, zitierte die Nachrichtenagentur dpa den estnischen Außenminister Margus Tsahkna. Der Diplomat forderte eine Reaktion auf Russlands Grenzerprobungen: „Auf Russlands zunehmende Erprobung der Grenzen und seine Aggressivität muss mit einer raschen Verschärfung des politischen und wirtschaftlichen Drucks reagiert werden.“
Kampfjets aus Russland lösen NATO-Alarm aus: Putins Kampfflugzeuge fliegen zwölf Minuten durch Estland
Update, 16:23 Uhr: Alarm an der Ostflanke der NATO: Berichten zufolge sollen russische Kampfjets den estnischen Luftraum verletzt haben. Diese Informationen stammen von Reuters. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Quellen innerhalb der EU und der NATO. Weitere Details zu diesem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor. Laut einem Bericht von Politico seien bei der Verletzung des estnischen Luftraums drei russische MiG-31 Kampfjets beteiligt gewesen. Die Flugzeuge hätten sich für zwölf Minuten im Luftraum der NATO befunden, bevor italienische F-35 Jets die Kampfflugzeuge abgefangen hätten.
Selenskyj glaubt wegen Russland nicht an Ende des Ukraine-Kriegs
Update, 11:00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt, dass die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump in Russland auf taube Ohren stoßen. „Wieder einmal greifen die Russen Zivilisten an, während die ganze Welt – und vor allem die Vereinigten Staaten – nach Frieden rufen“, schrieb Selenskyj auf X. „Wir hören Präsident Trumps Position zur Beendigung der Tötungen und haben allen Vorschlägen zur Entlastung der Diplomatie zugestimmt. Doch diese Position scheint in Russland kein Gehör zu finden.“
Update, 10:20 Uhr: Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die Vorwürfe westlicher Staaten, Russland sei mit mehreren Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen, als „unbegründet“ bezeichnet. Ohne ausreichende Ermittlungen habe Polen Russland als Schuldigen bezeichnet. „Und dieses Mal sind die gegen Russland erhobenen Vorwürfe der versuchten Provokation und der vorsätzlichen Eskalation wie üblich unbegründet. Es wurden keine konkreten Umstände für die unserem Land zugeschriebene böswillige Absicht angeführt“, so Sacharowa laut der russischen Nachrichtenagentur Tass.
Update, 10:00 Uhr: Zur Sicherung russischer Ölraffinerien soll die Armee von Wladimir Putin eine Reihe an Luftabwehrsystemen vom besetzten Mariupol näher an Russland (Region Rostow) verlegt worden sein. „Sie versuchen, so viel wie möglich von der verbleibenden Ölraffinerie entlang der Route unserer Drohnen abzudecken“, zitiert das ukrainische Portal Unian den Direktor des Zentrums für die Untersuchung der Besatzung der Ukraine, Petr Andrjuschtschenko.
Erst gestern hatten ukrainische Drohnen überraschend eine russische Ölraffinerie in der zentralrussischen autonomen Region Baschkortostan angegriffen. Wie DW berichtete, sei es nach der Attacke zu einem Brand gekommen. Zudem handele es sich bei den immer wieder durchgeführten Angriffe auf die Öl-Anlagen um eine Kampagne, die Einnahmen Russlands durch die Förderung von Energieträgern zu reduzieren. Betrieben wird die Anlage vom russischen Konzenr Gazprom.
Update, 08:53 Uhr: Die Ukraine kann laut dem ukrainischen Verteidigungsminister Denys Schmyhal bald bis zu 1000 Abfangdrohnen am Tag einsetzen. „Wir gehen davon aus, dass 800 Drohnen pro Nacht das Niveau sind, das Russland bereits in der Praxis demonstriert hat. Dementsprechend benötigen wir mindestens 1.000 Abfangdrohnen. Dieses Niveau wird erreicht werden“, wird er bei einer Pressekonferenz von Ukrinform zitiert. Dabei gehe es nicht um die Produktion von 1000 Drohnen am Tag, sondern die Fähigkeit, diese Menge an unbemannten Flugobjekten gleichzeitig steuern zu können.
Update, 08.36 Uhr: In der Region Lublin im Osten von Polen sind laut der Militärpolizei Trümmer einer mutmaßlichen Rakete gefunden worden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass es sich um Überreste der Rakete handeln könne, die eine mutmaßlich russische Drohne im polnischen Luftraum abgeschossen hatte. Eine Untersuchung der Trümmer sei angeordnet worden.
Ukraine-Spezialeinheiten greifen wohl Marine-Posten Russland im Ukraine-Krieg an
Update, 08:15 Uhr: In der Nacht von Mittwoch (17. September) auf Donnerstag hat eine Einheit der ukrainischen Spezialeinsatzkräfte (SOF) laut eigener Aussage ein Logistikzentrum der russischen Garde-Marineinfanteriebrigade in Kursk angegriffen. Das berichtete Ukraiska Pravda unter Berufung auf die SOF. Dabei seien ein Materiallager, Munitionsdepots und ein verstecktes Lager für Waffen und militärische Ausrüstung getroffen worden.
Update, 07:50 Uhr: Seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine soll die Armee von Wladimir Putin 1.099.530 Soldaten verloren haben. Das berichtete der Kyiv Independent unter Berufung auf den Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden, 1150 russische Truppen in Putins Krieg gefallen.
Lage im Ukraine-Krieg: Röttgen mahnt Nato bei Abschreckung gegen Russland zur Eile
Update vom 19. September, 05:35 Uhr: Bei der Aufrüstung der Nato zur Abschreckung Russlands hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen zu großer Eile gemahnt. Die Geheimdienste seien sich einig darüber, dass Russland bis etwa 2029 „die Fähigkeit zu einem großräumigen Krieg in Europa“ haben werde, sagte er in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.
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