Aktuelle Lage im Ticker
Ukraine-News: Kiew rechnet mit neuer heftiger Putin-Attacke – USA prangern Russlands Oreschnik-Angriff an
News zur Lage in der Ukraine im Ticker: Selenskyj warnt die Bevölkerung vor einem schweren Angriff – und erwartet Verhandlungsbereitschaft von Russland.
Update, 6:49 Uhr: Die USA haben den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der atomwaffenfähigen Mittelstreckenrakete Oreschnik verurteilt. „Dies ist eine weitere gefährliche und unerklärliche Eskalation, während die Vereinigten Staaten mit Kiew, anderen Partnern und Moskau zusammenarbeiten, um den Krieg durch eine Verhandlungslösung zu beenden“, sagte die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, jetzt bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg.
Washington verurteile „die anhaltenden und sich verstärkenden Angriffe Russlands auf Energieanlagen und weitere zivile Infrastruktur der Ukraine“, sagte Bruce. Das Vorgehen Moskaus drohe „den Krieg auszuweiten und zu verschärfen“.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Vier Tote bei russischem Angriff in Charkiw
Update, 13. Januar, 5:43 Uhr: Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw sind nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet worden. Das erklärte der Gouverneur der Region Charkiw am Morgen im Onlinedienst Telegram. Nach Angaben des Bürgermeisters von Charkiw traf eine russische Langstreckendrohne eine medizinische Einrichtung für Kinder und löste ein Feuer aus.
Update, 21:52 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Russland wolle die Kälte ausnutzen. In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich.
Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Selenskyj vor einem neuen massiven Angriff Moskaus in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zu Freitag heftig und setzte dabei unter anderem nach eigenen Angaben die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik bei einem Angriff auf die westukrainische Region Lwiw ein. In der Hauptstadt Kiew kam es in der Folge des massiven Angriffs zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Vitali Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet.
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Ukraine-News: Selenskyj will „klare Rückmeldungen“ von Putin
Update, 18:30 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sein Verhandlungsteam angewiesen, ein Dokument über Sicherheitsgarantien der USA fertigzustellen. Dies teilte der ukrainische Präsident auf X mit. Auch erwarte er von Russland „klare Rückmeldungen“ für ein Ende des Ukraine-Kriegs; andernfalls müsse der Druck auf Moskau erhöht werden.
Update, 16:55 Uhr: Rheinmetall liefert fünf Schützenpanzer des Typs Lynx KF41 an die Ukraine. Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2026 geliefert werden, wie das deutsche Unternehmen mitteilte. Der Auftragswert für die fünf Fahrzeuge belaufe sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Finanziert würden die Systeme durch die Bundesrepublik Deutschland. „Als nächster Schritt ist die Beschaffung weiterer Lose einschließlich der Produktion in der Ukraine vorgesehen“, hieß es.
Neue Details zum russischen Angriff auf die Ukraine mit der Oreschnik-Rakete
Update, 16:16 Uhr: Russland hat erstmals öffentlich das angebliche Ziel seines jüngsten Oreschnik-Raketenangriffs benannt. Das Verteidigungsministerium in Moskau behauptete am Montag, in der Nacht zum 9. Januar ein Flugzeugreparaturwerk in der westukrainischen Region Lwiw mit der ballistischen Rakete getroffen zu haben. Das berichtet die russische Exil-Zeitung Moscow Times.
Der Angriff sei eine Vergeltung für einen angeblichen Drohnenangriff auf Präsident Wladimir Putins Residenz in Waldai im vergangenen Monat gewesen, erklärte das russische Militär. Die Ukraine wies die Behauptungen zurück, auch die USA bezweifelten den angeblichen Anschlag auf Putin. Es war erst der zweite bekannte Kampfeinsatz der Oreschnik-Rakete im Ukraine-Krieg, die sowohl konventionelle als auch nukleare Sprengköpfe tragen kann.
Estland verhängt Einreiseverbote gegen Russen, die im Ukraine-Krieg gekämpft haben
Update, 15:46 Uhr: Estland hat Einreiseverbote gegen 261 Russen verhängt, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt und im Kriegseinsatz an der Front waren. „Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um Personen mit einer feindseligen Haltung gegenüber Europa handelt. Sie verfügen über Kampferfahrung, militärische Ausbildung und oft auch über eine kriminelle Vergangenheit. Darüber hinaus sind sie psychisch traumatisiert“, begründete Innenminister Igor Taro den Schritt. Demnach handelt es sich um die ersten Einreiseverbote, denen weitere folgen sollen.
Die Einreiseverbote seien unausweichlich, da diejenigen, die im Namen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin Gräueltaten in der Ukraine begangen hätten, keinen Platz in der freien Welt hätten. „Die von ihnen ausgehende Bedrohung ist nicht theoretischer Natur – sie umfasst sowohl die mögliche Ausführung von Aufträgen für russische Geheimdienste als auch die Beteiligung an organisierter Kriminalität“, wurde Taro in einer Mitteilung zitiert.
Stromversorgung in russischer Region Belgorod nimmt „katastrophale Ausmaße“ an
Update, 15:13 Uhr: Russlands Gouverneur von Belgorod hat eine verstärkte Suche nach „inneren Feinden“ angekündigt, die angeblich Spannungen in der Grenzregion schüren wollen. Das berichtet der Kyiv Independent. Wjatscheslaw Gladkow begründete dies mit anhaltenden Stromausfällen nach ukrainischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur.
Nach einem Angriff vom 9. Januar seien über 550.000 Einwohner ohne Strom gewesen, sagte Gladkow bei einer Regierungssitzung. Die Energieversorgung sei nach wie vor „extrem schlecht“. Weiter hätten die Energieverluste „praktisch katastrophale Ausmaße“ erreicht, zitiert der Kyiv Independent den Gouverneur. Außerdem sprach Gladkow von zunehmenden „Informationsangriffen“ und forderte „Überwachungsmaßnahmen“ gegen Versuche, die Bevölkerung zu destabilisieren. Das Gebiet Belgorod wird regelmäßig als Ausgangspunkt für russische Luftangriffe auf die Ukraine genutzt und ist daher häufig Ziel ukrainischer Gegenschläge im Ukraine-Krieg.
Russland wohl mit Auftragsrekord bei Waffenexporten
Update, 13:42 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben einen neuen Auftragsrekord bei Waffenexporten erreicht. Vizeregierungschef Denis Manturow meldete unterschriebene Verträge im Wert von 70 Milliarden Dollar – 15 Milliarden mehr als der bisherige Höchstwert von 55 Milliarden Dollar bis 2022.
Manturow führte die gestiegene Nachfrage auch auf den Ukraine-Krieg zurück. „Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst“, sagte er. Besonders gefragt seien Flugabwehrkomplexe, Flugzeuge und Mehrfachraketenwerfer. Allerdings müssten Exportaufträge hinter der Nachfrage der russischen Armee zurückstehen.
Ukraine-News: Selenskyj will das Kriegsrecht erneut verlängern
Update, 12:59 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem ukrainischen Parlament einen Gesetzentwurf zur Verlängerung des Kriegsrechts und zur Mobilmachung in der Ukraine zur Prüfung vorgelegt, wie die Ukrajinska Prawda berichtet. Demnach soll das Kriegsrecht ab dem 3. Februar für weitere 90 Tage verlängert werden.
Update, 12:10 Uhr: Großbritannien hat die Entwicklung einer neuen ballistischen Kurzstreckenrakete für die Ukraine angekündigt. Das Projekt „Nightfall“ soll binnen eines Jahres erste Prototypen liefern und mit über 500 Kilometern Reichweite sowie 200 Kilogramm Sprengkraft ukrainischen Streitkräften schnelle Schläge auf militärische Ziele ermöglichen.
Verteidigungsminister John Healey bezeichnete die Ankündigung als Antwort auf Russlands Einsatz der Oreschnik-Rakete gegen zivile Infrastruktur. „Wir werden das nicht hinnehmen. Deshalb sind wir entschlossen, den Ukrainern modernste Waffen an die Hand zu geben, um sich zu verteidigen“, sagte Healey laut Ministeriumsmitteilung. Die Raketen sollen mobil einsetzbar sein und mit einem Höchstpreis von 800.000 Pfund pro Stück eine kosteneffiziente Lösung darstellen.
Ukraine-News: Millionen Ukrainer sind bei Frost ohne Strom
Update, 11:28 Uhr: Russische Drohnenangriffe haben Teile von Odessa lahmgelegt. Millionen Ukrainer sind bei Frost ohne Strom, Heizung und Wasser – die Lage bleibt angespannt. Wegen der schweren Luftangriffe der vergangenen Tage gibt es in der Hauptstadt Kiew, in Dnipro, Odessa und anderen Städten der Ukraine so gut wie keinen Strom. Deshalb fallen auch Heizung und Wasser aus. Zugleich herrscht strenger Frost bei Nachttemperaturen von bis minus 18 Grad.
Die ukrainische Luftwaffe fing in der Nacht zu heute (12. Januar) nach eigenen Angaben 135 von 156 angreifenden russischen Drohnen ab. Es war damit ein im Vergleich der vergangenen Wochen kleiner Angriff. Trotzdem gab es Einschläge an 18 Stellen.
Ukraine-News: Russlands Geheimdienst will Anschlag vereitelt haben
Update, 12. Januar, 9:24 Uhr: Beamte des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB haben einen geplanten Anschlag auf eine Eisenbahnbrücke in der russischen Region Perm vereitelt, wie sie der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mitteilten. Ein russischer Staatsbürger, der im Verdacht steht, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein, sei festgenommen worden. Der FSB wirft der Ukraine vor, den Anschlag in die Wege geleitet zu haben.
Ukraine-News: Kiew brennt nach Luftangriff – düstere neue Zahlen zu Putins Krieg
Erstmeldung: Kiew – Russland hat Kiew erneut aus der Luft angegriffen und dabei Brände in einem Stadtteil ausgelöst. Die ukrainische Luftabwehr versucht zur Stunde, den Angriff abzuwehren, wie der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Timur Tkatschenko, auf Telegram mitteilte.
Der Angriff erfolgte nach ukrainischen Militärangaben vom Himmel aus, wie Reuters berichtet. Tkatschenko informierte über die sofortigen Abwehrmaßnahmen der ukrainischen Streitkräfte gegen die russische Offensive auf die Hauptstadt. Wie die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe berichtet, brach in einem Kiewer Stadtteil Feuer aus.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) trifft am Montag in Washington seinen US-Kollegen Marco Rubio. Im Zentrum der Gespräche stehen die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens dürften die neuerlichen Drohungen von US-Präsident Donald Trump sein, Grönland notfalls mit Gewalt zu übernehmen.
Ukraine-News: Moskaus Krieg gegen Kiew bald länger als gegen Berlin
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen genauso lange wie der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen Hitler-Deutschland. Auf diese Statistik verwies neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die oppositionelle russische Website „Meduza“. Sowjetdiktator Stalin hatte nach dem deutschen Überfall 1941 den Großen Vaterländischen Krieg ausgerufen.
Die Sowjetarmee habe 1418 Tage gebraucht, errechnete die Website, um nach den ersten Rückschlägen gegen die Wehrmacht bis nach Berlin vorzustoßen und die Kapitulation Deutschlands zusammen mit den Alliierten zu erzwingen. Dagegen stecke die russische Armee nach 1418 Tagen Krieg in der Ukraine „seit Jahren in denselben Dörfern und Städten des Donbass fest“.
Für seinen anhaltenden Angriffskrieg in der Ukraine zahlt Russland weiterhin einen hohen Blutzoll. So hat die Armee von Präsident Wladimir Putin am Vortag 1060 Soldaten verloren. Diese aktuellen Verluste im Ukraine-Krieg teilte der ukrainische Generalstab auf Facebook mit. Demnach gingen zusätzlich vier Panzer und 84 Fahrzeuge sowie Treibstofftanker verloren.
Die Gesamtverluste Russlands seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 belaufen sich demnach auf etwa 1.220.000 Soldaten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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