Politik
Trump warnt: US-Hilfe für Argentinien hängt vom Verbleib Mileis als Präsident ab
Trump warnt, dass die US-Hilfe für Argentinien davon abhängt, dass Milei an der Macht bleibt: „Wenn er verliert, sind wir weg.“
Präsident Trump gab am Dienstag bekannt, dass die US-Hilfe für Argentinien von der Wiederwahl des libertären Anführers Javier Milei abhängig gemacht wird. Er warnte, dass Washington „nicht großzügig sein wird“, sollte Mileis prokapitalistische Regierung die Macht verlieren – nur wenige Tage, nachdem ein Notpaket in Höhe von 20 Milliarden Dollar genehmigt worden war.
Trump hat wiederholt seine Unterstützung für Milei bekundet, und diese Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit. Milei hat sich Trumps Rhetorik angeschlossen und versprochen, die Staatsausgaben zu senken. Zuvor hatte er im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum „woke linke“ Politiker kritisiert. Am Dienstag trafen sich die beiden im Weißen Haus.
Vor dem Treffen lobte Milei die Bemühungen des US-Präsidenten, einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu erreichen. Voraussichtlich wird er für tarifliche Ausnahmen oder Senkungen für argentinische Produkte werben.
Wahrscheinlich wird Milei auch wissen wollen, wie die USA die 20 Milliarden Dollar umfassende Devisenswap-Linie einsetzen werden, um den argentinischen Peso zu stützen und die erschöpften Devisenreserven aufzufüllen.
Die Trump-Regierung griff in den argentinischen Devisenmarkt ein, nachdem Mileis Partei letzten Monat bei einer Regionalwahl eine schwere Niederlage einstecken musste. Finanzminister Scott Bessent kündigte das 20-Milliarden-Dollar-Rettungspaket an, worauf der Peso an Wert gewann.
Angesichts der Sparmaßnahmen in den USA stieß die Finanzhilfe auf Kritik, unter anderem von der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren. Sie erklärte, das Geld hätte für die Gesundheitsversorgung der Amerikaner ausgegeben werden sollen – ein heikles Thema angesichts des anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)