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Lindsey Graham meldet sich zu Wort
Trump-Vertrauter kündigt US-Maßnahme im Iran an: „Mehr werde ich nicht sagen“
US-Senator Lindsey Graham sendet eine mysteriöse Botschaft an iranische Demonstranten. Im Kampf gegen das Mullah-Regime sei „Hilfe auf dem Weg“.
Der republikanische Senator Lindsey Graham hat den iranischen Demonstrantinnen und Demonstranten Unterstützung aus den USA zugesagt. „Hilfe ist auf dem Weg“, sagte der Vertraute von US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Moderator Sean Hannity beim TV-Sender Fox News. Was genau er damit meinte, führte Graham nicht aus. „Mehr werde ich nicht sagen“, endete der Senator aus South Carolina seine kryptische Botschaft.
Die Ankündigung Grahams erfolgte vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Lage im Iran. Wochenlang hatten die Menschen dort wegen staatlicher Repressalien und einer immer größer werdenden Wirtschaftskrise gegen das Mullah-Regime protestiert. Die Staatsführung unter Ayatollah Ali Khamenei regierte mit brutaler Gewalt auf die Proteste. Die Sicherheitskräfte sollen laut Angaben iranischer Menschenrechtsorganisationen bis zu 6000 Menschen getötet haben. US-Präsident Donald Trump drohte der Regierung in Teheran mit einem weiteren Militärschlag und schickte eine nach eigenen Angaben „massive Armada“ US-amerikanischer Kriegschiffe in die Golfregion. Nach Angaben der Nachrichtenagenturen soll der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ mit seinen Begleitschiffen bereits am Montag die Gewässer im Nahen Osten erreicht haben.
Graham gilt als vehementer Befürworter Militärschlags gegen den Iran, der auch bei seinen eigenen Republikaner umstritten ist. Im Interview bei Fox News bekräftigte der 70-Jährige die Zusage Trumps an die Menschen, die im Iran gegen das Mullah-Regime protestieren. „Wenn Donald Trump dir etwas verspricht, wird er es einhalten“, sagte Graham. „An das iranische Volk: Präsident Trump steht hinter euch. Hilfe ist auf dem Weg.“
Lindsey Graham und Donald Trump: Eine Beziehung und ihr Wandel
Lindsey Graham gilt mittlerweile wieder als enger Vertrauter von Donald Trump. Das war nicht immer so. Tatsächlich war der Senator aus South Carolina zu Beginn ein scharfer Kritiker des späteren US-Präsidenten. Als Trump 2015 seine Kandidatur für die US-Wahl 2016 angekündigte, reagierte Graham, indem er Trump einen „Esel“ nannte, der nicht geeignet sei für das Präsidentschaftsam. „Es gibt nur einen Weg, Amerika wieder großartig zu machen“, sagte Graham damals. „Sagen Sie Donald Trump, er soll zur Hölle fahren.“
Nach dem Wahlsieg Trumps trafen sich beide zu einer Partie Golf, und Graham wurde vom Trump-Kritiker zu einem treuen Fan des Präsidenten. Im Wahlkampf 2020 rief der Senator seine Republikaner auf, es ihm gleichzutun und Trump zu unterstützen. Nach dessen Niederlage bei der US-Wahl 2020 gegen Joe Biden zweifelte Graham – ganz auf Kurs mit Trump – die Rechtmäßigkeit der Wahl an.
Nachdem ein Mob am 6. Januar 2021 das US-Kapitol in Washington DC gestürmt hatte, legte Graham erneut eine 180-Grad-Wende hin. „Ich bin raus. Genug ist genug“, sagte er in einer Rede vor dem US-Senat über seine Beziehung zum gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Trump.
Der wiederum trat vier Jahre später erneut zur Wahl an. Graham wechselte daraufhin erneut seinen Kurs und rief auf zahlreichen Wahlkampfveranstaltung dazu auf, Trump die Sitmme zu geben.
Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran
Mullah-Regime im Iran bereitet sich auf Trumps Angriff vor
Das Mullah-Regime in Iran scheint die Drohungen aus den USA ernstzunehmen. Seit dem vergangenen Wochenende soll Ayatollah Ali Khamenei sich in einer Bunkeranlage unter der Hauptstadt Teheran verschanzt haben. Graham richtete in seinem Interview mit Hannity eine direkte Warnung an den Obersten Führer des Iran: „An den Ayatollah und seine Clique: Ihr unterschätzt Donald Trump auf eigene Gefahr.“
Trump selbst kündigte am Dienstag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Iowa die Entsendung weiterer Einheiten in die Region an. „Da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schön in Richtung Iran segelt“, sagte der US-Präsident laut Jerusalem Post. Er forderte das Mullah-Regime zu Verhandlungen mit den oppositionellen Kräften auf. „Sie hätten beim ersten Mal einen Deal machen sollen“, so der US-Präsident.
Irans Regierung wirft Trump und den USA Eskalation vor
Der iranische Präsident wiederum warf Trump und den USA vor, mit ihrem Säbelrasseln gegenüber dem Mullah-Regime nicht nur die Sicherheit im Iran, sondern in der ganzen Region zu gefährden. „Die Drohungen und psychologischen Operationen der Amerikaner zielen darauf ab, die Sicherheit der Region zu stören“, erklärte Peseschkian laut der Nachrichtenagentur AFP während eines Telefonats mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.
Das US-Zentralkommando CENTCOM kündigte unterdessen mehrtägige Luftwaffenübungen im Nahen Osten an, wie die Jerusalem Post meldet. Die Übungen sollen die „Bereitschaft zur flexiblen Reaktion“ demonstrieren und eine „glaubwürdige, kampfbereite Präsenz“ zeigen. (Verwendete Quellen: DPA, AFP, Jerusalem Post, Fox News) (dil)