Fotostrecke zu Grönland
Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern
Grönland gehört zum Königreich Dänemark. Doch das will Donald Trump nicht akzeptieren. Der US-Präsident erhebt Anspruch auf die größte Insel der Welt. Selbst einen Militäreinsatz schließt das Weiße Haus nicht aus. Trumps Ansinnen ist nicht neu. Schon lange haben die USA ein Auge auf Grönland geworfen. Unsere Bilder zeigen die Geschichte einer möglichen Gebietserweiterung.
Washington, DC – US-Präsident Donald Trump erhebt seit längerem Besitzansprüche auf Grönland. Schon in seiner ersten Amtszeit sorgte er für Irritationen, als er Interesse am Kauf von Grönland anmeldete. Mit der angedrohten Annexion geht er noch weiter. Das Weiße Haus schloss zuletzt sogar einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus.
Grönland ist etwa sechsmal so groß wie Deutschland. Es liegt strategisch wichtig zwischen den USA, Russland und Europa. Die Arktikinsel war bis 1953 eine Kolonie Dänemarks, hat aber seit 1979 immer größere Selbstverwaltungsrechte erhalten und ist inzwischen weitgehend autonom. Über Bereiche wie Außen- und Verteidigungspolitik entscheidet weiter Dänemark. Der Wunsch nach einer vollständigen Unabhängigkeit besteht seit Jahren.
Angriff oder Kauf: Was plant Trump mit Grönland?
Die dänische Regierung hat Trumps Besitzansprüche mit Unterstützung zahlreicher europäischer Partner entschieden zurückgewiesen. Auch der Großteil der Grönländerinnen und Grönländer lehnt einen Anschluss an die USA ab. Durch die Anbindung an Dänemark ist Grönland auch Teil der NATO. Regierungschefin Mette Frederiksen warnte deshalb bereits vor einem Ende des Nordatlantikpakts, sollten die USA Grönland angreifen.
Trump ist nicht der erste US-Präsident, der ein Auge auf Grönland geworfen hat. Schon in den 1860ern gab es einen ersten US-Vorstoß zum Kauf, der aber scheiterte. Nach dem Zweiten Weltkrieg boten die USA 100 Millionen Dollar für Grönland – und in den 1970ern soll Vizepräsident Nelson Rockefeller laut US-Medien erneut mit Kaufgedanken gespielt haben. (Quellen: dpa, AFP, eigene Recherche) (cs)
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