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Kritik an „Entscheidungsschwäche“

Deutsche glauben an vorzeitigen Merkel-Abschied - und haben einen Wunsch-Nachfolger

Angela Merkel leitet derzeit die Sondierungsgespräche über eine neue Große Koalition
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Angela Merkel leitet derzeit die Sondierungsgespräche über eine neue Große Koalition

Eine Umfrage zeigt: Trotz der laufenden Sondierungen glauben die Deutschen nicht, dass Angela Merkel bis 2021 Kanzlerin bleibt. Auch einen Favoriten als Nachfolger gibt es.

Berlin - Ungeachtet der laufenden Sondierungsverhandlungen von Union und SPD glaubt eine Mehrheit der Deutschen nicht, dass Angela Merkel (CDU) im Fall einer erneuten Wahl zur Bundeskanzlerin eine volle Legislaturperiode durchhält. 56 Prozent der Bundesbürger gehen laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für das Handelsblatt bei einer solchen Konstellation davon aus, dass die 63-jährige Merkel ihr Amt noch vor dem Ende der nächsten Kanzler-Amtszeit im Jahr 2021 aufgeben wird.

Video: Tag der Entscheidung: Letzter Tag der GroKo-Sondierungen

Nachfolge-Favoriten: De Maizière vor Altmaier

23 Prozent der Bürger kritisierten laut Zeitungsbericht Merkels Entscheidungsschwäche und die Neigung, Probleme auszusitzen. Als größte Stärke der CDU-Spitzenpolitikern wertet jeder fünfte Deutsche demnach ihre Ruhe und Gelassenheit.

In der Debatte, wer an der CDU-Spitze auf Merkel folgen könnte, hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière laut Umfrage die Nase vorn. 37 Prozent der Befragten halten ihn am ehesten als Merkel-Nachfolger für geeignet. Dahinter rangieren Kanzleramtsminister Peter Altmaier (31 Prozent), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (28 Prozent), Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (24 Prozent) und Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (16 Prozent).

Über alle Neuigkeiten zu den Sondierungsgesprächen von Union und SPD halten wir Sie in unserem News-Ticker auf dem Laufenden

dpa/Video: Glomex

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