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Lage im Ticker

Belgorod in Flammen: Ukraine startet Angriff auf Russland

News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russland tötet bei einem Angriff mehrere Zivilisten. Doch die Ukraine schlägt zurück.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 6.13 Uhr: Der Ukraine-Krieg geht unvermindert weiter: Explosionen und Brände haben in der Nacht zum Sonntag die russische Region Belgorod erschüttert. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldete einen ukrainischen Drohnenangriff auf Stary Oskol, bei dem ein Wohnhaus Feuer fing. Anwohner registrierten mindestens sechs Explosionen in den nördlichen und nordöstlichen Stadtteilen sowie helle Blitze am Himmel. Eine explodierende Drohne beschädigte Fenster in über drei Wohngebäuden, berichtet der Kyiw Independent. Angaben zu Opfern und Schäden lagen zunächst nicht vor.

Neuer Schlag gegen Russlands Wirtschaft: Die Ukraine hat im Krieg aktuell ein Öllager hinter der Front angegriffen.

Update, 5.18 Uhr: Nach dem Drohnen-Angriff von Russland auf einen Arbeiter-Bus bei Pawlohrad hat die Ukraine mit Empörung reagiert. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilte den Beschuss und betonte, dass der Bus „kein militärisches Ziel“ gewesen sei und die Bergleute „nur hart arbeitende Männer waren, die nach ihrer Schicht zu ihren Familien zurückkehrten“, berichtete der Kyiv Independent. Wenige Stunden zuvor war ein Bus, der Minenarbeiter transportierte, bei einem Angriff getroffen worden. Mindestens 12 Menschen kamen ums Leben, 16 weitere wurden verletzt.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-News: Schweden schickt mehr Waffen für die Front

Update, 21:45 Uhr: Schweden hat eines der größten Militärhilfe-Pakete im Ukraine-Krieg angekündigt. Es umfasst Luftabwehrsysteme, Radaranlagen und Kampfdrohnen. Das gab das Verteidigungsministerium in Kiew bekannt. Zudem berate man über eine zusätzliche Lieferung von Gripen-Kampfjets und Raketen des Typs „Meteor“, die im Luftkampf gegen russische Bomber eingesetzt werden könnten. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Schweden der Ukraine bereits die Lieferung von insgesamt 150 Gripen-Kampfjets zugesagt.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt neue Gespräche an

Update, 20:53 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi angekündigt. Jetzt verkündete er noch am Sonntag mit dem ukrainischen Verhandlungsführer Rustem Umjerow gesprochen zu haben.

„Für morgen habe ich eine Besprechung anberaumt, um den Rahmen der Gespräche abzustimmen und alles vorzubereiten“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. „Am Montagabend wird das Team bereits auf dem Weg zu den Verhandlungen sein.“ Er hoffe auf Unterstützung der USA. „Vieles hängt davon ab, was die amerikanische Seite erreichen kann, damit die Menschen sowohl dem Prozess als auch den Ergebnissen vertrauen.“ 

Ukraine-News: Massiver russischer Angriff fordert zivile Todesopfer

Update, 19:53 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Weitere 15 Personen seien verletzt worden, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein. Der regionale Militärverwalter Olexander Hanscha sprach auf Telegram von mindestens zwölf Toten bei dem Vorfall. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stufte den Angriff als „exemplarisches Verbrechen“ ein, das zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. „Das Böse muss ein Ende finden“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache.

Ukraine-News: Selenskyj verkündet neue Gespräche in Abu Dhabi

Update, 13:12 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi angekündigt. „Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest - 4. und 5. Februar in Abu Dhabi“, teilte er bei Telegram mit. Er habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten. Trilaterale Gespräche - also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern - hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Update, 11:44 Uhr: Die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau sind auf Mittwoch (4. Februar) verschoben. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jetzt mit, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Update, 10:32 Uhr: Elon Musk hat die erfolgreiche Blockierung der russischen Starlink-Nutzung bestätigt. Der SpaceX-Chef erklärte auf der Plattform X, die Maßnahmen gegen die unbefugte Nutzung des Satelliten-Internets durch Russland würden Wirkung zeigen.

„Es sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert“, teilte Musk mit. Die Ukraine hatte zuvor mit dem US-Raumfahrtunternehmen zusammengearbeitet, um zu verhindern, dass Russland Starlink zur Steuerung von Drohnen nutzt, wie Reuters berichtet.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Alles begann mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Die Öffnung der Grenzen zunächst in Ungarn leitete das Ende der Sowjetunion ein. Der riesige Vielvölkerstaat zerfiel in seine Einzelteile. Am 25. August 1991 erreichte der Prozess die Ukraine. In Kiew feierten die Menschen das Ergebnis eines Referendums, in dem sich die Bevölkerung mit der klaren Mehrheit von 90 Prozent für die Unabhängigkeit von Moskau ausgesprochen hatte. Im Dezember desselben Jahres erklärte sich die Ukraine zum unabhängigen Staat. Seitdem schwelt der Konflikt mit Russland. © Anatoly Sapronenkov/afp
Budapester Memorandum
Doch Anfang der 1990er Jahre sah es nicht danach aus, als ob sich die neuen Staaten Russland und Ukraine rund 30 Jahre später auf dem Schlachtfeld wiederfinden würden. Ganz im Gegenteil. Im Jahr 1994 unterzeichneten Russland, das Vereinigte Königreich und die USA in Ungarn das „Budapester Memorandum“ – eine Vereinbarung, in der sie den neu gegründeten Staaten Kasachstan, Belarus und der Ukraine Sicherheitsgarantien gaben.  © Aleksander V. Chernykh/Imago
Ukrainedemo, München
Als Gegenleistung traten die drei Staaten dem Atomwaffensperrvertrag bei und beseitigten alle Nuklearwaffen von ihrem Territorium. Es sah danach aus, als ob der Ostblock tatsächlich einen Übergang zu einer friedlichen Koexistenz vieler Staaten schaffen würde. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs erinnern auch heute noch viele Menschen an das Budapester Memorandum von 1994. Ein Beispiel: Die Demonstration im Februar 2025 in München.  © Imago
Orangene Revolution in der Ukraine
Bereits 2004 wurde deutlich, dass der Wandel nicht ohne Konflikte vonstattengehen würde. In der Ukraine lösten Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen den Russland-treuen Präsidenten Wiktor Janukowytsch Proteste  © Mladen Antonov/afp
Ukraine proteste
Die Menschen der Ukraine erreichten vorübergehend ihr Ziel. Der Wahlsieg Janukowytschs wurde von einem Gericht für ungültig erklärt, bei der Wiederholung der Stichwahl setzte sich Wiktor Juschtschenko durch und wurde neuer Präsident der Ukraine. Die Revolution blieb friedlich und die Abspaltung von Russland schien endgültig gelungen. © Joe Klamar/AFP
Wiktor Juschtschenko ,Präsident der Ukraine
Als der Moskau kritisch gegenüberstehende Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 Präsident der Ukraine wurde, hatte er bereits einen Giftanschlag mit einer Dioxinvariante überlebt, die nur in wenigen Ländern produziert wird – darunter Russland. Juschtschenko überlebte dank einer Behandlung in einem Wiener Krankenhaus.  © Mladen Antonov/afp
Tymoschenko Putin
In den folgenden Jahren nach der Amtsübernahme hatte Juschtschenko vor allem mit Konflikten innerhalb des politischen Bündnisses zu kämpfen, das zuvor die demokratische Wahl in dem Land erzwungen hatte. Seine Partei „Unsere Ukraine“ zerstritt sich mit dem von Julija Tymoschenko geführten Parteienblock. Als Ministerpräsidentin der Ukraine hatte sie auch viel mit Wladimir Putin zu tun, so auch im April 2009 in Moskau. © Imago
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowitsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance.
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowytsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance. Er gewann die Wahl mit knappem Vorsprung vor Julija Tymoschenko. Amtsinhaber Wiktor Juschtschenko erhielt gerade mal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen.  © Yaroslav Debely/afp
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014
Präsident Wiktor Janukowytsch wollte die Ukraine wieder näher an Russland führen – auch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, den Russlands Präsident Wladimir Putin auf das Nachbarland ausüben ließ. Um die Ukraine wieder in den Einflussbereich Moskaus zu führen, setzte Janukowytsch im November 2013 das ein Jahr zuvor verhandelte Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union aus.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Maidan-Proteste Ukraine
Es folgten monatelange Massenproteste in vielen Teilen des Landes, deren Zentrum der Maidan-Platz in Kiew war. Organisiert wurden die Proteste von einem breiten Oppositionsbündnis, an dem neben Julija Tymoschenko auch die Partei des ehemaligen Boxweltmeisters und späteren Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, beteiligt waren. © Sandro Maddalena/AFP
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine
Die Forderung der Menschen war eindeutig: Rücktritt der Regierung Janukowiysch und vorgezogene Neuwahlen um das Präsidentenamt. „Heute ist die ganze Ukraine gegen die Regierung aufgestanden, und wir werden bis zum Ende stehen“, so Vitali Klitschko damals. Die Protestbewegung errichtete mitten auf dem Maidan-Platz in Kiew ihr Lager. Janukowytsch schickte die Polizei, unterstützt von der gefürchteten Berkut-Spezialeinheit. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die über mehrere Monate andauerten. © Sergey Dolzhenko/dpa
Der Platz Euromaidan in Kiew, Hauptstadt der Ukraine, ist nach den Protesten verwüstet.
Die monatelangen Straßenkämpfe rund um den Maidan-Platz in Kiew forderten mehr als 100 Todesopfer. Etwa 300 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Berichte über den Einsatz von Scharfschützen machten die Runde, die sowohl auf die Protestierenden als auch auf die Polizei gefeuert haben sollen. Wer sie schickte, ist bis heute nicht geklärt. Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine von 2014 bis 2019, vertrat die These, Russland habe die Scharfschützen entsendet, um die Lage im Nachbarland weiter zu destabilisieren. Spricht man heute in der Ukraine über die Opfer des Maidan-Protests, nennt man sie ehrfürchtig „die Himmlischen Hundert“. © Sergey Dolzhenko/dpa
Demonstranten posieren in der Villa von Viktor Janukowitsch, ehemaliger Präsident der Ukraine
Nach rund drei Monaten erbittert geführter Kämpfe gelang dem Widerstand das kaum für möglich Gehaltene: Die Amtsenthebung Wiktor Janukowytschs. Der verhasste Präsident hatte zu diesem Zeitpunkt die UKraine bereits verlassen und war nach Russland geflohen. Die Menschen nutzten die Gelegenheit, um in der prunkvollen Residenz des Präsidenten für Erinnerungsfotos zu posieren. Am 26. Februar 2014 einigte sich der „Maidan-Rat“ auf eigene Kandidaten für ein Regierungskabinett. Präsidentschaftswahlen wurden für den 25. Mai anberaumt. Die Ukraine habe es geschafft, eine Diktatur zu stürzen, beschrieb zu diesem Zeitpunkt aus der Haft entlassene Julija Tymoschenko die historischen Ereignisse.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Ein Mann stellt sich in Sewastopol, eine Stadt im Süden der Krim-Halbinsel, den Truppen Russlands entgegen.
Doch der mutmaßliche Frieden hielt nicht lange. Vor allem im Osten der Ukraine blieb der Jubel über die Absetzung Janukowytschs aus. Gouverneure und Regionalabgeordnete im Donbass stellten die Autorität des Nationalparlaments in Kiew infrage. Wladimir Putin nannte den Umsturz „gut vorbereitet aus dem Ausland“. Am 1. März schickte Russlands Präsident dann seine Truppen in den Nachbarstaat. Wie Putin behauptete, um die russischstämmige Bevölkerung wie die auf der Krim stationierten eigenen Truppen zu schützen. In Sewastopol, ganz im Süden der Halbinsel gelegen, stellte sich ein unbewaffneter Mann den russischen Truppen entgegen. Aufhalten konnte er sie nicht. © Viktor Drachev/afp
Bürgerkrieg in Donezk, eine Stadt im Donbas, dem Osten der Ukraine
Am 18. März 2014 annektierte Russland die Halbinsel Krim. Kurz darauf brach im Donbass der Bürgerkrieg aus. Mit Russland verbündete und von Moskau ausgerüstete Separatisten kämpften gegen die Armee und Nationalgarde Kiews. Schauplatz der Schlachten waren vor allem die Großstädte im Osten der Ukraine wie Donezk (im Bild), Mariupol und Luhansk. © Chernyshev Aleksey/apf
Prorussische Separatisten kämpfen im Donbas gegen Einheiten der Ukraine
Der Bürgerkrieg erfasste nach und nach immer mehr Gebiete im Osten der Ukraine. Keine der Parteien konnte einen nachhaltigen Sieg erringen. Prorussische Separatisten errichteten Schützengräben, zum Beispiel nahe der Stadt Slawjansk. Bis November 2015 fielen den Kämpfen laut Zahlen der Vereinten Nationen 9100 Menschen zum Opfer, mehr als 20.000 wurden verletzt. Von 2016 an kamen internationalen Schätzungen zufolge jährlich bis zu 600 weitere Todesopfer dazu. © Michael Bunel/Imago
Trümmer von Flug 17 Malaysian Airlines nach dem Abschuss nahe Donezk im Osten der Ukraine
Aufmerksam auf den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine wurde die internationale Staatengemeinschaft vor allem am 17. Juli 2014, als ein ziviles Passagierflugzeug über einem Dorf nahe Donezk abstürzte. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine der Fluggesellschaft Malaysian Airlines war von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. Abgefeuert hatte die Rakete laut internationalen Untersuchungen die 53. Flugabwehrbrigade der Russischen Föderation. In den Tagen zuvor waren bereits zwei Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe in der Region abgeschossen worden. © ITAR-TASS/Imago
Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident Francois Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk
Die Ukraine wollte den Osten des eigenen Landes ebenso wenig aufgeben wie Russland seine Ansprüche darauf. Im September 2014 kamen deshalb auf internationalen Druck Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk zusammen. In der belarussischen Hauptstadt unterzeichneten sie das „Minsker Abkommen“, das einen sofortigen Waffenstillstand und eine schrittweise Demilitarisierung des Donbass vorsah. Die OSZE sollte die Umsetzung überwachen, zudem sollten humanitäre Korridore errichtet werden. Der Waffenstillstand hielt jedoch nicht lange und schon im Januar 2015 wurden aus zahlreichen Gebieten wieder Kämpfe gemeldet. © Mykola Lazarenko/afp
Wolodymyr Selenskyj feiert seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2019
Während die Ukraine im Osten zu zerfallen drohte, ereignete sich in Kiew ein historischer Machtwechsel. Wolodymyr Selenskyj gewann 2019 die Präsidentschaftswahl und löste Petro Poroschenko an der Spitze des Staates ab.  © Genya Savilov/afp
Wolodymyr Selenskyj
Selenskyj hatte sich bis dahin als Schauspieler und Komiker einen Namen gemacht. In der Comedy-Serie „Diener des Volkes“ spielte Selenskyj von 2015 bis 2017 bereits einen Lehrer, der zunächst Youtube-Star und schließlich Präsident der Ukraine wird. Zwei Jahre später wurde die Geschichte real. Selenskyj wurde am 20. Mai 2019 ins Amt eingeführt. Kurz darauf löste der bis dato parteilose Präsident das Parlament auf und kündigte Neuwahlen an. Seine neu gegründete Partei, die er nach seiner Fernsehserie benannte, erzielte die absolute Mehrheit.  © Sergii Kharchenko/Imago
Russische Separatisten in der Ost-Ukraine
Selenskyj wollte nach seinem Wahlsieg die zahlreichen innenpolitischen Probleme der Ukraine angehen: vor allem die Bekämpfung der Korruption und die Entmachtung der Oligarchen. Doch den neuen, russland-kritischen Präsidenten der Ukraine holten die außenpolitischen Konflikte mit dem Nachbarn ein. © Alexander Ryumin/Imago
Ukraine Militär
Im Herbst 2021 begann Russland, seine Truppen in den von Separatisten kontrollierte Regionen in der Ost-Ukraine zu verstärken. Auch an der Grenze im Norden zog Putin immer mehr Militär zusammen. Selenskyj warnte im November 2021 vor einem Staatsstreich, den Moskau in der Ukraine plane. Auch die Nato schätzte die Lage an der Grenze als höchst kritisch ein. In der Ukraine wurden die Militärübungen forciert. © Sergei Supinsky/AFP
Putin
Noch drei Tage bis zum Krieg: Am 21. Februar 2022 unterzeichnet der russische Präsident Wladimir Putin verschiedene Dekrete zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. © Alexey Nikolsky/AFP
Explosion in Kiew nach Beginn des Ukraine-Kriegs mit Russland
Am 24. Februar 2022 wurde der Ukraine-Konflikt endgültig zum Krieg. Russische Truppen überfielen das Land entlang der gesamten Grenze. Putins Plan sah eine kurze „militärische Spezialoperation“, wie die Invasion in Russland genannt wurde, vor. Die ukrainischen Streitkräfte sollten mit einem Blitzkrieg in die Knie gezwungen werden. Moskau konzentrierte die Attacken auf Kiew. Innerhalb weniger Tage sollte die Hauptstadt eingenommen und die Regierung Selenskyjs gestürzt werden. Doch der Plan scheiterte und nach Wochen intensiver Kämpfe und hoher Verluste in den eigenen Reihen musste sich die russische Armee aus dem Norden des Landes zurückziehen. Putin konzentrierte die eigene Streitmacht nun auf den Osten der Ukraine. © Ukrainian President‘s Office/Imago
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Fernsehansprache aus Kiew
Seit Februar 2022 tobt nun der Ukraine-Krieg. Gesicht des Widerstands gegen Russland wurde Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich zu Beginn des Konflikts weigerte, das Angebot der USA anzunehmen und das Land zu verlassen. „Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“, sagte Selenskyj. Die sollte er bekommen. Zahlreiche westliche Staaten lieferten Ausrüstung, Waffen und Kriegsgerät in die Ukraine. Hunderttausende Soldaten aus beiden Ländern sollen bereits gefallen sein, ebenso mehr als 10.000 Zivilpersonen. Ein Ende des Kriegs ist nach wie vor nicht in Sicht. © Ukraine Presidency/afp

Ukraine-News: Tote in Dnipro durch russische Drohnenangriffe

Update, 9:38 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien in der Stadt Dnipro im Zentrum des Landes „infolge feindlicher Drohnenangriffe gestorben“, erklärte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Olexandr Ganscha, am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Durch den Drohnenangriff sei ein Wohnhaus in Brand geraten, zwei weitere Gebäude und ein Auto seien beschädigt worden.

Update, 1. Februar, 7:14 Uhr: Unterhändler Moskaus und Kiews wollen heute in Abu Dhabi neue direkte Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs führen. Die Verhandlungen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate werden von den USA vermittelt.

Gespräche in Florida zwischen USA und Russland: Witkoff spricht von „konstruktiv“

Update, 20:52 Uhr: Am Samstag traf der US-Gesandte Steve Witkoff den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew, um über ein Ende des Ukraine-Kriegs zu sprechen. Witkoff äußerte sich auf dem Onlinedienst X und bezeichnete das Gespräch als „konstruktiv“. Dmitrijew hatte zuvor angekündigt, dass er in Miami, Florida, neue Gespräche mit US-Vertretern führe.

„Wir begrüßen dieses Treffen, da es zeigt, dass Russland sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt“, schrieb Witkoff nach dem Austausch mit Dmitrijew. An dem Treffen nahmen auf amerikanischer Seite auch Finanzminister Scott Bessent und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, teil.

Update, 18:21 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hält direkte Gespräche mit Wladimir Putin für unverzichtbar, um die territorialen Fragen im Ukraine-Konflikt zu klären. Der Präsident der Ukraine hob im Gespräch mit dem tschechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk Český rozhlas hervor, dass ohne direkten Dialog mit dem russischen Präsidenten keine Lösung der territorialen Differenzen möglich sei. Die Ukraine signalisiert ihre Bereitschaft zu Verhandlungen in jeglichem Format, das sowohl Russland als auch die USA einbezieht, erklärte Selenskyj. „Mindestens müssen wir in der Lage sein, in dem einen oder anderen Format Kontakt mit dem Oberhaupt des russischen Staates zu haben“, unterstrich der ukrainische Präsident.

Update, 17:33 Uhr: Moldau ist nach einem großflächigen Stromausfall von einem Kollaps des ukrainischen Stromnetzes mitgerissen worden. Die Hauptstadt Chișinău war am Freitagvormittag zeitweise ohne Strom, Oberleitungsbusse und Ampeln fielen aus. Laut dem moldauischen Energieministerium führten „ernste Probleme“ im ukrainischen Energiesystem zu einem Spannungsabfall auf einer Stromleitung zwischen den Ländern gegen 11 Uhr Ortszeit. Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal erklärte, die Ukraine leide unter einem „erheblichen Strommangel“, aufgrund russischer Angriffe auf die kritische Infrastruktur im Rahmen des Ukraine-Kriegs. Ein Cyberangriff wurde ausgeschlossen.

Russischer Unterhändler für Verhandlungen mit den USA in Florida

Update, 16:38 Uhr: Der russische Wirtschaftsgesandte Kirill Dmitrijew befindet sich momentan in Florida, um dort mit US-Vertretern neue Gespräche zu führen. Aus Verhandlungskreisen wurde der Nachrichtenagentur AFP dies bestätigt. Dmitrijew gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putin und nimmt an den Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Konflikts teil. Die Gespräche in Florida starteten um 08:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr MEZ). Informationen über die Themen der Gespräche sowie die Zusammensetzung der Verhandlungsdelegationen wurden nicht bekannt gegeben.

Update, 15:11 Uhr: Der großflächige Stromausfall hat auch Kiew hart getroffen. Eine Anwohnerin erklärte gegenüber Kyiv Independent, dass sie in der U-Bahn saß, als der Strom ausfiel – die Menschen seien nicht in Panik verfallen. „Aber natürlich stehen alle unter Schock. Es gibt fast kein Mobilfunknetz mehr.“ Der staatliche ukrainische Netzbetreiber Ukrenergo teilte gegen 14 Uhr Ortszeit derweil mit, dass in Kiew und der umliegenden Region sowie in den Gebieten Tscherkassy, ​​Tscherniwzi, Schytomyr und Charkiw Notstromabschaltungen in Kraft seien.

Lage im Ukraine-Krieg: Stromausfall – wohl technische Probleme

Update, 11:05 Uhr: Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, General Oleksandr Syrsky, hat über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg informiert. „Wir haben die operative Lage detailliert analysiert und die praktischen Erfahrungen aus dem Vorgehen unter den komplexen und dynamischen Bedingungen moderner Kampfhandlungen zusammengefasst“, erklärte der Soldat laut Kyiv Post. Wie es weiter heißt, würde man zudem auf eine veränderte Taktik Russlands reagieren. Die Truppen von Wladimir Putin würden gegenwärtig die Reserve aufbauen und vermehrt auf Offensivaktionen setzen, so Syrsky. Aus diesem Grund wurden prioritäre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigungskraft veranlasst.

Update, 9.29 Uhr: In der Nacht zum 31. Januar hat Russland im Ukraine-Krieg laut Angaben der ukrainische Luftwaffe mit 85 Drohnen angegriffen. Wie es weiter heißt, gelang es den ukrainischen Streitkräften, 65 davon zu zerstören oder stören. Der Angriff dauerte auch am Morgen noch an, da sich noch immer mehrere russische Drohnen im ukrainischen Luftraum befanden.

Update, 8:37 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Wie aus den Angaben des ukrainischen Generalstabs auf Facebook hervorgeht, hat die Armee von Wladimir Putin im Verlauf des vergangenen Tages 880 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die gesamten Verluste Russlands haben sich damit seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 auf etwa 1.239.590 erhöht. Putins Truppen haben zudem 11.619 Panzer, 23.977 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.768 Artilleriesysteme verloren.

Update, 7:30 Uhr: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat Russlands Präsident Wladimir Putin „Terror“ gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorgeworfen. Der SPD-Politiker kritisierte, Putin halte an seinen Maximalforderungen fest und bombardiere die Ukraine selbst während Friedensgesprächen. „Das hat nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun. Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad“, sagte Pistorius dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch eine mögliche Feuerpause sehe er skeptisch.

Ukraine-News: SBU fasst drei russische Agenten bei geplanten Terrorakten

Update, 6:10 Uhr: Ukrainische Sicherheitskräfte haben eine russische Terrorzelle in Odessa zerschlagen. Drei Männer stehen im Verdacht, für den russischen Geheimdienst FSB Bombenanschläge auf Militärangehörige vorbereitet zu haben. Die Festgenommenen wollten laut dem ukrainischen Geheimdienst SBU gezielt Soldaten der Südfront und deren Angehörige mit Sprengstoffanschlägen attackieren. Ziel war es, durch Angriffe auf Wohnungen und Fahrzeuge Terrorangst zu schüren. Bei den Razzien wurden Sprengsätze und Kommunikationsgeräte beschlagnahmt.

Update, 20:27 Uhr: Die Europäische Union zieht in Betracht, im Rahmen ihres 20. Sanktionspakets gegen Russland die bisherige Preisobergrenze für russisches Öl durch ein vollständiges Verbot maritimer Dienstleistungen zu ersetzen. Das berichtet der Kyiv Independent, der sich auf eine gut informierte Quelle innerhalb der EU beruft. Die geplante Maßnahme würde es europäischen Firmen untersagen, wesentliche Dienstleistungen für den Transport russischen Öls bereitzustellen. Dazu zählen unter anderem Versicherung, Schifffahrt und Finanzierung – unabhängig vom Ölpreis.

Umfrage: 99 Prozent der Menschen in der Ukraine bewerten Putin schlecht

Update, 18:10 Uhr: Der russische Staatschef Wladimir Putin genießt in der Ukraine wenig Ansehen. Eine neue Erhebung des Meinungsforschungsunternehmens Gallup zeigt, dass 99 Prozent den russischen Präsidenten ablehnend beurteilen. Der amerikanische Präsident Donald Trump erfährt bei 72 Prozent der Ukrainer ebenfalls Widerspruch, während Chinas Regierungschef Xi Jinping von 80 Prozent kritisch gesehen wird.

Nach Angaben von Gallup fand die telefonische Befragung zwischen dem 11. und 14. November 2025 statt und umfasste 1.000 ukrainische Staatsbürger. Sie ist Teil einer international angelegten Studie, die in mehr als 50 Ländern durchgeführt wurde. Weltweit bewerten etwa zwei Drittel der Befragten Putin negativ. Den weltweit besten Wert erzielt Papst Leo XIV.

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