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News im Ticker
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj sieht Putin durch Iran-Krieg im Vorteil – „sehr ungutes Gefühl“
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die USA beraten offenbar wieder mit der Ukraine über ein Ende des Kriegs. Es gibt neue Zahlen zu Russlands Verlusten. Der News-Ticker.
Update, 7:00 Uhr: Ein Treibstofflager im russischen Ostseehafen Primorsk steht nach einem Drohnenangriff in Flammen. Das teilte der Gouverneur der nordwestlichen Region Leningrad, Alexander Drosdenko, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei den jüngsten Angriffen seien in der Region 35 Drohnen abgeschossen worden.
Update, 23. März, 5:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz des Iran-Kriegs auf weitere diplomatische Bemühungen der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. „Es ist klar, dass der Schwerpunkt der amerikanischen Seite derzeit auf der Situation rund um den Iran und in dieser Region liegt, aber auch der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, muss beendet werden“, sagte Selenskyj am Sonntagabend nach Gesprächen im US-Bundestaat Florida.
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Verhandlungen in Florida bringen angeblich Fortschritte
Update, 20.55 Uhr: Bei den Verhandlungen zwischen US-amerikanischen und ukrainischen Unterhändlern in Florida sind nach Angaben Washingtons Fortschritte erzielt worden. US-Sondergesandter Steve Witkoff sprach am Sonntag von einem „Durchbruch in einer wichtigen humanitären Angelegenheit“. Ziel des zweitägigen Treffens war es, weitere Gespräche unter Einbeziehung Russlands vorzubereiten. Eine trilaterale Runde in Genf Mitte Februar war noch ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Zentraler Streitpunkt bleibt Moskaus Forderung nach einer vollständigen Abtretung der Donbass-Region – eine Bedingung, die Kiew entschieden zurückweist.
Brand bei ukrainischem Waffenhersteller – Verdacht auf Terror-Anschlag
Update, 20.00 Uhr: Bei russischen Artillerie- und Drohnenangriffen im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Gemeinden im Landkreis Nikopol seien betroffen, teilte Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Den Schilderungen zufolge wurden Gebäude beschädigt und ein Fahrzeug in Brand gesetzt.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Update, 17.15 Uhr: In der Nacht vom 19. auf den 20. März wurde eine Produktionsanlage des ukrainischen Unternehmens Archer LPP im tschechischen Pardubice in Brand gesetzt. Die Anlage stellt Wärmebildgeräte für die Ukraine her. Archer ist der einzige ukrainische Hersteller solcher Geräte. Fast die gesamte Produktionsstätte wurde zerstört, einschließlich fertiger Produkte, wie Unternehmenssprecherin Olha Duplichuk erklärte. Verletzte gab es offenbar keine. Laut Firmengründer Oleksandr Yaremenko legte eine Gruppe maskierter Personen das Feuer vorsätzlich. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
Tschechische Ermittler und Rettungskräfte haben die Untersuchung des Tatorts aufgenommen, die laut Angaben vor Ort mehrere Tage dauern könnte. Die Polizei erwägt, einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax–Ukraine zufolge, die Möglichkeit eines Terroranschlags. Das Unternehmen erklärte, mit den Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren, wolle aber noch keine Vermutungen über die Ursache anstellen. Archer LPP betonte zudem, trotz des Angriffs alle vertraglichen Lieferverpflichtungen erfüllen zu wollen.
Selenskyj sorgt sich um die Folgen des Iran-Kriegs für die Ukraine
Update, 14 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj sorgt sich um die Folgen des Iran-Kriegs für die Ukraine. „Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine“, sagte Selenskyj zur BBC. „Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran.“
Putin profitiere von einem langen Krieg im Iran. „Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen.“ Der Westen sei durch hohe Energiepreise und Erschöpfung seiner militärischen Vorräte beeinträchtigt: „Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen.“
Update, 13:30 Uhr: Eine hochrangige NATO-Delegation hat die Ukraine besucht – es ist der erste Besuch dieser Art seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren. Über den Besuch berichtet der Vize-Leiter des Büros von Selenskyj, Pavlo Palisa, auf Facebook. Demnach informierten sich die NATO-Vertreter über neue Methoden der Kriegsführung und die Erfahrungen der ukrainischen Militäreinheiten. Zudem sei darüber gesprochen worden, wie ukrainische Soldaten künftig in NATO‑Übungen eingebunden werden könnten, heißt es – in der Rolle eines hypothetischen Gegners.
Update, 10:45 Uhr: Die ukrainische Armee hat via Telegram neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg mitgeteilt: Seit Beginn des Kriegs im Februar 2022 habe Wladimir Putin 1.287.880 Soldaten verloren, heißt es laut Mitteilung des Generalstabs vom Sonntag. Weitere Verluste seit Beginn des Ukraine-Kriegs aufseiten Russlands seien:
11.793 russische Panzer
24.263 gepanzerte Kampffahrzeuge
38.638 Artilleriesysteme
1.694 Mehrfachraketenwerfer
1.336 Luftabwehrsysteme
435 russische Kampfjets
350 Hubschauber
190.870 Drohnen
34 Schiffe, Boote und U-Boote
Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 940 russische Soldaten getötet oder verletzt worden, heißt es. Offiziell verifiziert sind diese Zahlen nicht. Seine eigenen Verluste gibt der Generalstab der ukrainischen Armee nicht bekannt, unter Berufung auf operative Geheimhaltung.
Ukraine-Krieg aktuell: Neue Verhandlungen zwischen USA und Ukraine um Kriegsende
Update, 8:50 Uhr: Die Ukraine und die USA haben gestern in den USA Gespräche zur Vorbereitung von Dreier-Verhandlungen mit Russland über ein Kriegsende geführt. Laut Präsident Selenskyj gehen die Beratungen heute weiter. Im Mittelpunkt stehe die Frage, „inwieweit die russische Seite bereit ist, auf ein echtes Ende des Krieges hinzuarbeiten“.
Ukrainischen Medienberichten zufolge fand das Treffen in Florida statt. Die US-Delegation bestand aus dem Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Witkoff schrieb im Onlinedienst X von einem „konstruktiven“ Treffen. Die Gespräche konzentrierten sich darauf, Streitpunkte zwischen Russland und der Ukraine „einzugrenzen und zu lösen“, um einer „umfassenden Friedensvereinbarung näherzukommen“.
Update, 22. März, 6:35 Uhr: Ein Anfang März durch einen mutmaßlichen Angriff im Mittelmeer beschädigter russischer Tanker soll nach Angaben des staatlichen libyschen Ölkonzerns NOC nach Libyen geschleppt werden. Nach mehreren Explosionen an Bord des Tankers am 3. März warf Russland der Ukraine einen Drohnenangriff im Zuge des Ukraine-Kriegs vor, Kiew äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
Die „Arctic Metagaz“ werde „nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden sicher in einen der libyschen Häfen geschleppt werden“, erklärte NOC am Samstag. Die Bewältigung der Umweltgefahr sei „vollkommen erreichbar“. Zudem seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, um „das Risiko einer Verschmutzung zu verringern“. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes ist das Schiff „schwer beschädigt“ und „nicht sehr stabil“, auch wenn es keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Untergang gibt.
US-Unterwasserdrohne an türkischer Küste angespült – Einsatz im Ukraine-Krieg vermutet
Update, 22:46 Uhr: Eine havarierter Meeresdrohne hat im Ukraine-Krieg für Aufsehen gesorgt: Eine Unterwasserdrohne des Typs AEGIR-W, entwickelt vom US-Unternehmen Sierra Nevada, wurde an der Nordküste der Türkei in der Region Ordu angespült. Wie das Nachrichtenportal Unian schreibt, soll die Drohne im Ukraine-Krieg eingesetzt worden sein. Das rund zehn Meter lange Gerät hat laut Berichten eine Reichweite von 900 Kilometern, erreicht über 25 Knoten und kann bis zu 300 Kilogramm Nutzlast tragen. Das Brisante: Bislang gibt es keine Berichte, wonach die USA der Ukraine eine entsprechende Waffenhilfe geleistet haben.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj fordert Beschlagnahmung von Russlands Schattenflotten-Öl
Update, 21:45 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat die Beschlagnahmung russischer Erdöllieferungen gefordert, nachdem Frankreich einen Tanker der russischen Schattenflotte aufgebracht hatte. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Partnern daran, auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und die Konfiszierung russischen Erdöls zu ermöglichen. „Solange der Krieg andauert, solange die Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten“, sagte Wolodymyr Selenskyj in einer abendlichen Video-Botschaft. Der ukrainische Präsident sieht die Maßnahmen als notwendiges Druckmittel im Ukraine-Krieg gegen Moskau. Denn mit dem Öl-Geschäft finanziert Russlands Präsident Wladimir Putin einen Großteil seines Angriffskrieges.
Offensive im Ukraine-Krieg: Kiews Truppen sollen Attacken tief in Russland ausbauen
Update, 20:37 Uhr: Die Ukraine verstärkt im laufenden Ukraine-Krieg ihre Schläge tief ins russische Staatsgebiet – Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete die Angriffskampagne als gezielte Schwächung des russischen Kriegspotenzials. „Das ist eine vernünftige, effektive und strategisch durchdachte Kampagne. Sie schwächt das aggressive und terroristische Potential Russlands bereits heute“, erklärte Sybiha laut Ukrinform. Zugleich appellierte er an die russische Bevölkerung: Der von ihrer Führung entfachte Krieg kehre nun dorthin zurück, wo er herkomme – in ihr eigenes Land.
Update, 18:28 Uhr: Neue Offensive gegen Russlands Angriffskrieg: Die Ukraine hat im Ukraine-Krieg nach dem Starlink-Ausfall für russische Truppen offenbar die größten Gebietsgewinne seit mehr als zwei Jahren erzielt. Laut einem Bericht des Wall Street Journal konnten ukrainische Streitkräfte rund 400 Quadratkilometer in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk zurückerobern. Der Verlust des Satellitensystems zwang russische Einheiten auf veraltete Kommunikationswege zurück. „Ohne Starlink wurden sie im Grunde auf Kommunikationsmittel aus dem Kalten Krieg zurückgeworfen“, sagte ein ukrainischer Soldat dem Blatt.
Öl-Fabrik brennt: Kiew-Truppen setzen Putins Wirtschaft im Ukraine-Krieg harten Schlag zu
Update, 16:01 Uhr: Schlag gegen Russlands Wirtschaft: Im Ukraine-Krieg hat die ukrainische Armee die Saratower Ölraffinerie in der russischen Oblast Saratow attackiert. Dabei wurden nach ersten Angaben eine sekundäre Ölverarbeitungseinheit sowie ein vertikaler Stahltank mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmetern beschädigt. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mitteilte, verarbeitet die betroffene Anlage Rohöl und stellt Kraft- sowie Schmierstoffe für den Bedarf der russischen Truppen her. Die Raffinerie gehört zu den ältesten Ölverarbeitungsbetrieben Russlands und verarbeitete zuletzt rund 4,8 Millionen Tonnen Öl pro Jahr.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland gerät an der Ostfront massiv unter Druck
Update, 14:25 Uhr: In der Ostukraine toben derzeit heftige Gefechte. Kiew meldete dort hohe russische Verluste, angebliche Geländegewinne konnten bisher unabhängig aber nicht bestätigt werden. Militärnahe russische Blogger gestehen aber mittlerweile Probleme an Frontabschnitten wie Kupjansk im Norden und Huljaipole im Süden ein. Im Februar hat die Ukraine nach einigen Berechnungen erstmals seit 2023 wieder mehr Fläche zurückerobert als verloren.
Ukraine-Krieg aktuell: Gefechte an der Ostfront nehmen an Intensität zu
Erstmeldung: Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Am Freitag habe es 161 einzelne Gefechte gegeben, hieß es aus Kiew. Einige Militärbeobachter vermuten laut dpa, dass die Ukraine eine erste Frühjahrsoffensive der Russen habe abwehren können. Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb vorsichtiger, dass die russische Armee mit verstärkten Erkundungsangriffen vermutlich ihre Frühjahrs-/Sommeroffensive vorbereite.