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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj sieht Putin durch Iran-Krieg im Vorteil – „sehr ungutes Gefühl“

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die USA beraten offenbar wieder mit der Ukraine über ein Ende des Kriegs. Es gibt neue Zahlen zu Russlands Verlusten. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 7:00 Uhr: ​Ein ⁠Treibstofflager im russischen Ostseehafen Primorsk steht nach ⁠einem Drohnenangriff in ​Flammen. ⁠Das ‌teilte der Gouverneur der nordwestlichen Region ​Leningrad, Alexander Drosdenko, über ​den Kurznachrichtendienst Telegram mit. ⁠Bei den jüngsten Angriffen seien in ⁠der Region ‌35 Drohnen abgeschossen worden.

Update, 23. März, 5:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz des Iran-Kriegs auf weitere diplomatische Bemühungen der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. „Es ist klar, dass der Schwerpunkt der amerikanischen Seite derzeit auf der Situation rund um den Iran und in dieser Region liegt, aber auch der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, muss beendet werden“, sagte Selenskyj am Sonntagabend nach Gesprächen im US-Bundestaat Florida.

Wolodymyr Selenskyj (l.) glaubt, dass Wladimir Putin von einem langen Iran-Krieg profitieren wird und die Ukraine leidet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Verhandlungen in Florida bringen angeblich Fortschritte

Update, 20.55 Uhr: Bei den Verhandlungen zwischen US-amerikanischen und ukrainischen Unterhändlern in Florida sind nach Angaben Washingtons Fortschritte erzielt worden. US-Sondergesandter Steve Witkoff sprach am Sonntag von einem „Durchbruch in einer wichtigen humanitären Angelegenheit“. Ziel des zweitägigen Treffens war es, weitere Gespräche unter Einbeziehung Russlands vorzubereiten. Eine trilaterale Runde in Genf Mitte Februar war noch ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Zentraler Streitpunkt bleibt Moskaus Forderung nach einer vollständigen Abtretung der Donbass-Region – eine Bedingung, die Kiew entschieden zurückweist.

Brand bei ukrainischem Waffenhersteller – Verdacht auf Terror-Anschlag

Update, 20.00 Uhr: Bei russischen Artillerie- und Drohnenangriffen im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Gemeinden im Landkreis Nikopol seien betroffen, teilte Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Den Schilderungen zufolge wurden Gebäude beschädigt und ein Fahrzeug in Brand gesetzt.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update, 17.15 Uhr: In der Nacht vom 19. auf den 20. März wurde eine Produktionsanlage des ukrainischen Unternehmens Archer LPP im tschechischen Pardubice in Brand gesetzt. Die Anlage stellt Wärmebildgeräte für die Ukraine her. Archer ist der einzige ukrainische Hersteller solcher Geräte. Fast die gesamte Produktionsstätte wurde zerstört, einschließlich fertiger Produkte, wie Unternehmenssprecherin Olha Duplichuk erklärte. Verletzte gab es offenbar keine. Laut Firmengründer Oleksandr Yaremenko legte eine Gruppe maskierter Personen das Feuer vorsätzlich. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.

Tschechische Ermittler und Rettungskräfte haben die Untersuchung des Tatorts aufgenommen, die laut Angaben vor Ort mehrere Tage dauern könnte. Die Polizei erwägt, einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax–Ukraine zufolge, die Möglichkeit eines Terroranschlags. Das Unternehmen erklärte, mit den Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren, wolle aber noch keine Vermutungen über die Ursache anstellen. Archer LPP betonte zudem, trotz des Angriffs alle vertraglichen Lieferverpflichtungen erfüllen zu wollen.

Selenskyj sorgt sich um die Folgen des Iran-Kriegs für die Ukraine

Update, 14 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj sorgt sich um die Folgen des Iran-Kriegs für die Ukraine. „Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine“, sagte Selenskyj zur BBC. „Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran.“

Putin profitiere von einem langen Krieg im Iran. „Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen.“ Der Westen sei durch hohe Energiepreise und Erschöpfung seiner militärischen Vorräte beeinträchtigt: „Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen.“

Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Delegation besucht Selenskyjs Militär

Update, 13:30 Uhr: Eine hochrangige NATO-Delegation hat die Ukraine besucht – es ist der erste Besuch dieser Art seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren. Über den Besuch berichtet der Vize-Leiter des Büros von Selenskyj, Pavlo Palisa, auf Facebook. Demnach informierten sich die NATO-Vertreter über neue Methoden der Kriegsführung und die Erfahrungen der ukrainischen Militäreinheiten. Zudem sei darüber gesprochen worden, wie ukrainische Soldaten künftig in NATO‑Übungen eingebunden werden könnten, heißt es – in der Rolle eines hypothetischen Gegners.

Update, 10:45 Uhr: Die ukrainische Armee hat via Telegram neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg mitgeteilt: Seit Beginn des Kriegs im Februar 2022 habe Wladimir Putin 1.287.880 Soldaten verloren, heißt es laut Mitteilung des Generalstabs vom Sonntag. Weitere Verluste seit Beginn des Ukraine-Kriegs aufseiten Russlands seien:

  • 11.793 russische Panzer
  • 24.263 gepanzerte Kampffahrzeuge
  • 38.638 Artilleriesysteme
  • 1.694 Mehrfachraketenwerfer
  • 1.336 Luftabwehrsysteme
  • 435 russische Kampfjets
  • 350 Hubschauber
  • 190.870 Drohnen
  • 34 Schiffe, Boote und U-Boote

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 940 russische Soldaten getötet oder verletzt worden, heißt es. Offiziell verifiziert sind diese Zahlen nicht. Seine eigenen Verluste gibt der Generalstab der ukrainischen Armee nicht bekannt, unter Berufung auf operative Geheimhaltung.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Verhandlungen zwischen USA und Ukraine um Kriegsende

Update, 8:50 Uhr: Die Ukraine und die USA haben gestern in den USA Gespräche zur Vorbereitung von Dreier-Verhandlungen mit Russland über ein Kriegsende geführt. Laut Präsident Selenskyj gehen die Beratungen heute weiter. Im Mittelpunkt stehe die Frage, „inwieweit die russische Seite bereit ist, auf ein echtes Ende des Krieges hinzuarbeiten“.

Ukrainischen Medienberichten zufolge fand das Treffen in Florida statt. Die US-Delegation bestand aus dem Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Witkoff schrieb im Onlinedienst X von einem „konstruktiven“ Treffen. Die Gespräche konzentrierten sich darauf, Streitpunkte zwischen Russland und der Ukraine „einzugrenzen und zu lösen“, um einer „umfassenden Friedensvereinbarung näherzukommen“.

Update, 22. März, 6:35 Uhr: Ein Anfang März durch einen mutmaßlichen Angriff im Mittelmeer beschädigter russischer Tanker soll nach Angaben des staatlichen libyschen Ölkonzerns NOC nach Libyen geschleppt werden. Nach mehreren Explosionen an Bord des Tankers am 3. März warf Russland der Ukraine einen Drohnenangriff im Zuge des Ukraine-Kriegs vor, Kiew äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

Die „Arctic Metagaz“ werde „nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden sicher in einen der libyschen Häfen geschleppt werden“, erklärte NOC am Samstag. Die Bewältigung der Umweltgefahr sei „vollkommen erreichbar“. Zudem seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, um „das Risiko einer Verschmutzung zu verringern“. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes ist das Schiff „schwer beschädigt“ und „nicht sehr stabil“, auch wenn es keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Untergang gibt.

US-Unterwasserdrohne an türkischer Küste angespült – Einsatz im Ukraine-Krieg vermutet

Update, 22:46 Uhr: Eine havarierter Meeresdrohne hat im Ukraine-Krieg für Aufsehen gesorgt: Eine Unterwasserdrohne des Typs AEGIR-W, entwickelt vom US-Unternehmen Sierra Nevada, wurde an der Nordküste der Türkei in der Region Ordu angespült. Wie das Nachrichtenportal Unian schreibt, soll die Drohne im Ukraine-Krieg eingesetzt worden sein. Das rund zehn Meter lange Gerät hat laut Berichten eine Reichweite von 900 Kilometern, erreicht über 25 Knoten und kann bis zu 300 Kilogramm Nutzlast tragen. Das Brisante: Bislang gibt es keine Berichte, wonach die USA der Ukraine eine entsprechende Waffenhilfe geleistet haben.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj fordert Beschlagnahmung von Russlands Schattenflotten-Öl

Update, 21:45 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat die Beschlagnahmung russischer Erdöllieferungen gefordert, nachdem Frankreich einen Tanker der russischen Schattenflotte aufgebracht hatte. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Partnern daran, auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und die Konfiszierung russischen Erdöls zu ermöglichen. „Solange der Krieg andauert, solange die Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten“, sagte Wolodymyr Selenskyj in einer abendlichen Video-Botschaft. Der ukrainische Präsident sieht die Maßnahmen als notwendiges Druckmittel im Ukraine-Krieg gegen Moskau. Denn mit dem Öl-Geschäft finanziert Russlands Präsident Wladimir Putin einen Großteil seines Angriffskrieges.

Offensive im Ukraine-Krieg: Kiews Truppen sollen Attacken tief in Russland ausbauen

Update, 20:37 Uhr: Die Ukraine verstärkt im laufenden Ukraine-Krieg ihre Schläge tief ins russische Staatsgebiet – Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete die Angriffskampagne als gezielte Schwächung des russischen Kriegspotenzials. „Das ist eine vernünftige, effektive und strategisch durchdachte Kampagne. Sie schwächt das aggressive und terroristische Potential Russlands bereits heute“, erklärte Sybiha laut Ukrinform. Zugleich appellierte er an die russische Bevölkerung: Der von ihrer Führung entfachte Krieg kehre nun dorthin zurück, wo er herkomme – in ihr eigenes Land.

Update, 18:28 Uhr: Neue Offensive gegen Russlands Angriffskrieg: Die Ukraine hat im Ukraine-Krieg nach dem Starlink-Ausfall für russische Truppen offenbar die größten Gebietsgewinne seit mehr als zwei Jahren erzielt. Laut einem Bericht des Wall Street Journal konnten ukrainische Streitkräfte rund 400 Quadratkilometer in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk zurückerobern. Der Verlust des Satellitensystems zwang russische Einheiten auf veraltete Kommunikationswege zurück. „Ohne Starlink wurden sie im Grunde auf Kommunikationsmittel aus dem Kalten Krieg zurückgeworfen“, sagte ein ukrainischer Soldat dem Blatt.

Öl-Fabrik brennt: Kiew-Truppen setzen Putins Wirtschaft im Ukraine-Krieg harten Schlag zu

Update, 16:01 Uhr: Schlag gegen Russlands Wirtschaft: Im Ukraine-Krieg hat die ukrainische Armee die Saratower Ölraffinerie in der russischen Oblast Saratow attackiert. Dabei wurden nach ersten Angaben eine sekundäre Ölverarbeitungseinheit sowie ein vertikaler Stahltank mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmetern beschädigt. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mitteilte, verarbeitet die betroffene Anlage Rohöl und stellt Kraft- sowie Schmierstoffe für den Bedarf der russischen Truppen her. Die Raffinerie gehört zu den ältesten Ölverarbeitungsbetrieben Russlands und verarbeitete zuletzt rund 4,8 Millionen Tonnen Öl pro Jahr.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland gerät an der Ostfront massiv unter Druck

Update, 14:25 Uhr: In der Ostukraine toben derzeit heftige Gefechte. Kiew meldete dort hohe russische Verluste, angebliche Geländegewinne konnten bisher unabhängig aber nicht bestätigt werden. Militärnahe russische Blogger gestehen aber mittlerweile Probleme an Frontabschnitten wie Kupjansk im Norden und Huljaipole im Süden ein. Im Februar hat die Ukraine nach einigen Berechnungen erstmals seit 2023 wieder mehr Fläche zurückerobert als verloren.

Ukraine-Krieg aktuell: Gefechte an der Ostfront nehmen an Intensität zu

Erstmeldung: Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Am Freitag habe es 161 einzelne Gefechte gegeben, hieß es aus Kiew. Einige Militärbeobachter vermuten laut dpa, dass die Ukraine eine erste Frühjahrsoffensive der Russen habe abwehren können. Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb vorsichtiger, dass die russische Armee mit verstärkten Erkundungsangriffen vermutlich ihre Frühjahrs-/Sommeroffensive vorbereite.

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