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Verluste für das Moskau-Regime

Putins „Ohren“ werden Ziel: Ukraine setzt Russland auf der Krim zu

Im Ukraine-Krieg ist eine Waffenruhe nicht in Sicht. Wladimir Putins russische Streitkräfte erleiden stattdessen auch auf der Krim erhebliche Verluste.

Krim - Er will offenbar nach wie vor keine Waffenruhe: Wladimir Putin, Kreml-Machthaber in Moskau. Trotz aller Verluste für Russland im Ukraine-Krieg. Und so gehen die Gefechte an vielen Frontabschnitten unvermindert hart weiter. Auch im Schwarzen Meer. Hier haben die Ukrainer die russische Marine angegriffen. Und dort haben die Ukrainer wieder Ziele auf der Krim ins Visier genommen.

Die Ukrainer greifen mit Langstreckenwaffen russische Radarsysteme Wladimir Putins auf der Krim an.

So teilte das Verteidigungsministerium aus Kiew beim Kurznachrichtendienst X ein Video, das Luftangriffe auf mehrere russische Radaranlagen auf der Schwarzmeer-Halbinsel dokumentieren soll. Putin hatte die Krim, die eigentlich zum Staatsgebiet der Ukraine gehört, im Frühjahr 2014 völkerrechtswidrig annektieren lassen, als große Truppenkontingente vermummt und ohne Hoheitsabzeichen über Russland kommend einmarschierten.

Verluste für Wladimir Putin: Ukraine nimmt russische Armee auf der Krim ins Visier

Die Drohnen-Aufnahmen sollen belegen, wie die ukrainischen Streitkräfte ein Radar 48Ya6-K1 „Podlet“ und ein Radar 55Zh6M „Nebo-M“ mit ebensolchen Drohnen zerstören. Ort und Zeitpunkt der Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Ebenso ist nicht bekannt, welche Waffe zum Einsatz kam. Die abgebildeten Fahrzeuge, offenbar nachts angegriffen, ähneln aber sehr den beschriebenen Radaren. Zum Beispiel die hohe schwenkbare Phased-Array-Antenne (siehe Video unten), die typisch für ein russisches K1 „Podlet“ ist.

Das K1 „Podlet“ wurde insbesondere für die Identifizierung tieffliegender Ziele entwickelt und unterstützt russische Luftverteidigungssysteme wie das S-300 oder das S-400 bei der Zielaufklärung. Es kann Herstellerangaben zufolge angeblich 200 Ziele gleichzeitig verfolgen. Das Nebo-M ist ein multifunktionales Radarsystem mit mehreren programmierbaren Multiband-Radaren und einer zentraler Datenfusion. Es wurde bei der russischen Armee erst 2011 eingeführt und ist damit vergleichsweise modern.

Das Video der Ukrainer könnte auf einen 8x8 24-Tonnen-Lkw hindeuten, die dem Transport und als Plattform für die riesigen Radarantennen dienen. Die Variante RLM-M hat Herstellerangaben zufolge eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern und kann demnach angeblich Flugobjekte mit einer Geschwindigkeit von bis zu Mach 6,4 verfolgen. Das würde sage und schreibe rund 7900 Kilometer die Stunde bedeuten.

Verluste im Ukraine-Krieg: Mehrere russische Radare Wladimir Putins sind darunter

So soll das Radar angeblich auch in der Lage sein, Kampfflugzeuge der 5. Generation wie die amerikanische F-22 und den F-35-Kampfjet mit Tarnkappen-Eigenschaften zu erkennen, sowie ballistische Langstreckenraketen schon bei deren Start als solche zu identifizieren. Auch diese Informationen lassen sich nicht unabhängig überprüfen, wie so oft nicht im brutalen Ukraine-Krieg.

Wie die Open-Source-Intelligence-Website Oryx auflistet, haben die Russen (Stand: 15. September 2025) ein Kommandofahrzeug des K-1 „Podlet“ sowie sechs große Antennen des Radarsystems des Rüstungskonzerns Almaz-Antey verloren. Ferner werden fünf Nebo-Radare unter den regelmäßig mithilfe von Kartenmaterial aktualisierten Verlusten gelistet. Ein Nebo-M war am Montag noch nicht darunter. Während auch der ukrainische Marschflugkörper „Flamingo“ den russischen Streitkräften zusetzt, geben die Ukrainer die Krim offenbar noch lange nicht auf. (Quellen: X, Oryx) (pm)

Rubriklistenbild: © Montage IPPEN.MEDIA IMAGO / ZUMA Press / Screenshot X@DefenceU

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