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News im Ticker

Iran-News: Trump schickt 10.000 neue Soldaten – Ultimatum für Teheran verlängert

Die aktuelle Lage im Iran-Krieg: Trump entsendet zusätzliche Soldaten. Ultimatum für Mullah-Regime verlängert. Der News-Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen zum Iran-Krieg finden Sie hier in unserem neuen News-Ticker.

Update, 6:16 Uhr: Trump hat bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus die Weigerung Deutschlands kritisiert, beim militärischen Schutz der Straße von Hormus mitzuwirken. Die Haltung der deutschen Führung empfand er als „unangemessen“. Mehrere führende Politiker Berlins hatten sich zuletzt gleichlautend geäußert: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte bei einem Besuch in Norwegen, Deutschland wolle kein Teil des Iran-Kriegs werden. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) stellte klar: „Ich sage sehr klar: Das ist nicht unser Krieg.“ Trump reagierte darauf mit dem Hinweis, dann sei eben auch die Ukraine „nicht unser Krieg“ – eine unmissverständliche Drohgebärde gegenüber den europäischen NATO-Partnern.

Iran-News: Trump schickt weitere Soldaten an die Front im Golf

Update, 05:14 Uhr: Das Pentagon erwägt im Iran-Krieg die Entsendung von bis zu 10.000 weiteren US-Soldaten in den Nahen Osten. Die Entscheidung darüber soll laut Axios bereits nächste Woche fallen. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet, würde der Schritt US-Präsident Donald Trump aktuell mehr Spielraum in den laufenden Verhandlungen mit Teheran verschaffen. Die Truppen kämen demnach zu den bereits rund 5.000 vor Ort stationierten Soldaten sowie Tausenden Fallschirmjägern der 82. Luftlandedivision hinzu – und würden voraussichtlich in der Nähe der strategisch bedeutsamen Ölumschlagsinsel Charg positioniert.

Sagt er die Wahrheit? Laut US-Präsident Donald Trump finden vielversprechende Gespräche zwischen den USA und dem Iran statt.

Update, 21:37 Uhr: US-Präsident Donald Trump setzt nach eigenen Angaben die angekündigte Zerstörung von Energieanlagen im Iran für zehn Tage aus. Die Frist laufe nun bis zum 6. April, erklärt Trump. Die Gespräche mit dem Iran liefen „sehr gut“. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Ursprünglich lief die Frist bis zum Ende dieser Woche. Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht.

Iran wird sich Trumps Ultimatum nicht beugen

Update, 20:24 Uhr: Der Iran wird sich laut Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keinem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump beugen. „Niemand kann dem Iran und den Iranern ein Ultimatum stellen“, erklärte er auf der Plattform X. Die Kinder des Irans würden den Kampf bis zum endgültigen Sieg fortsetzen und diesen Teufelskreis von Krieg, Waffenruhe und wieder Krieg durchbrechen.

Trump hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke und Energieanlagen zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen „sehr guter und produktiver Gespräche“ für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Am 13. Juni 2025 startete die israelische Armee Luftangriffe auf die Islamische Republik Iran unter dem Codenamen „Operation Rising Lion“. Ziel der Angriffe waren die Atomanreicherungsanlagen des Landes sowie Zentren der Macht des Mullah-Regimes. Doch auch Irans Hauptstadt Teheran geriet unter Beschuss, wie dieses Bild einer Frau auf dem Haft-e Tir Platz in Teheran zeigt. © afp
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Befohlen hatte Israels Angriff auf den Iran Premierminister Benjamin Netanjahu. Er begründete den Angriff auf das Mullah-Regime mit der atomaren Gefahr, die von diesem für den jüdischen Staat ausgehen würde. Teheran sei kurz davor, eine Atombombe fertigzustellen. Und solange der Iran die Vernichtung Israels als Teil seiner Staatsdoktrin verstehe, könne man mit Blick auf den Iran in Jerusalem kein Risiko eingehen. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück. Unter dem Codenamen „Operation True Promise III“ flogen Raketen Richtung Israel, die auch die Regionen rund um Tel Aviv trafen. Hier zu sehen ist ein Rettungshelfer mit einem Kind auf dem Arm in der Stadt Ramat Gan, einem Vorort der Millionenmetropole am Mittelmeer. © Ilia Yefimovich/dpa
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm. Laut unbestätigten Meldungen sollen im Iran bis zum 16. Juni 2025 etwa 800 Menschen getötet worden sein. In Israel sollen nach offiziellen Angaben acht Menschen infolge der Raketenangriffe aus dem Iran gestorben sein. © Oded Balilty/dpa
Nahostkonflikt - Trump über Angriff auf iranische Atomanlagen
Doch wer sind die wichtigsten Akteure im Israel-Iran-Krieg? Und gibt es eine Opposition im Mullah-Regime? Antworten auf diese Frage finden Sie in den folgenden Bildern. Neben dem bereits erwähnten Benjamin Netanjahu steht auf der einen Seite Donald Trump. Der US-Präsident befahl am 22. Juni 2025 einen koordinierten Angriff aus der Luft und von der See auf die Atomanreicherungsanlagen des Iran. Die Operation lief unter dem Codenamen „Operation Midnight Hammer“. Die US-Streitkräfte nahmen die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan unter Beschuss. Laut Trump, hier bei der Verkündung der Operation und in Begleitung von Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, wurden alle drei Anlagen vollständig zerstört. © Carlos Barria/dpa
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras. Hegseth nannte die Militäroperation gegen den Iran einen vollen Erfolg. An dem Angriff waren laut dem Verteidigungsministerium insgesamt rund 125 Flugzeuge beteiligt, darunter sieben B-2-Bomber, mehrere Tankflugzeuge sowie Aufklärungs- und Unterstützungsmaschinen Ebenfalls beteiligt an dem Angriff war laut Hegseth ein U-Boot, das im Golf von Oman stationiert war und insgesamt 30 Tomahawk-Raketen auf Ziele im Iran abfeuert. © Alex Brandon/dpa
Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu
Ein weiterer Protagonist im eskalierenden Nahostkonflikt ist Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu. Beide gehören der rechtskonservativen Likud-Partei an. Katz gilt parteiintern als Konkurrent Netanjahus. In Sachen israelischer Außenpolitik vertritt er aber ähnliche Position. So lehnt Katz, hier bei einem Truppenbesuch an der israelischen Grenze zum Libanon, eine Zweistaatenlösung im Konflikt mit den Palästinensern ebenso ab wie Netanjahu. © Ariel Hermoni/dpa
Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari
Ein mächtiger Mann im Iran ist Verteidigungsminister und Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari bei einer Sitzung im Hauptquartier in der iranischen Stadt Zolfaghar. Hatami drohte Israel nach deren Raketenangriff mit Vergeltung und warf der „zionistischen Armee“ Versagen im Bodenkampf vor, weshalb sie ihre Angriffe auf die Luft beschränken würden. © imago
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani. Er war seit 1998 Kommandeur der Quds-Einheit, einer Unterabteilung der iranischen Revolutionsgarde, die Spezialeinsätze außerhalb des Irans durchführt. Er galt als Vertrauter von Ajatollah Ali Chamenei und als einer der Hauptverantwortlichen für die Ausweitung des iranischen Einflusses auf weite Teile des Nahen Ostens. Am 3. Januar 2020 wurde Soleimani während eines Besuch im benachbarten Irak auf Befehl von US-Präsident Donald Trump von einer Drohne des US-Militärs getötet. An jedem Jahrestag veranstaltet das Mullah-Regime in Teheran eine große Gedenkdemonstration. © Ameer Al Mohammedaw/dpa
Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden
Nach dem Tod von Qasem Soleimani wurde sein Stellvertreter Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden des Iran ernannt. © imago
Der mächtigste Mann auf der anderen Seite ist Irans „Oberster Führer“ Ajatollah Ali Chamenei.
Der mächtigste Mann im Iran ist der „Oberste Führer“ Ajatollah Ali Chamenei. Der Anführer des Mullah-Regimes, hier bei einer Zeremonie im Rahmen des „Festivals der Engel“ im Jahr 2023, ist seit 1989 das politische und religiöse Oberhaupt des schiitisch geprägten Iran. Diese Position macht Chamenei auch zum „Revolutionsführer“. Er ist außerdem die höchste geistliche Instanz im Range eines Ajatollah und der Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte in der Islamischen Republik Iran. © imago
Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini.
Sein Vorgänger im Amt des Ajatollahs war Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini. Er führte die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution 1979 bis zu seinem Tod 1989 an. Hier betet Khomeini im französischen Exil, aus dem heraus er die Revolution in seinem Heimatland organisierte, und das er erst am 1. Februar 1979 in Richtung des Iran wieder verließ. © imago
Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran
Dem obersten Führer des Landes kommt auch die Aufgabe zu, die Präsidentschaftswahlen im Iran zu eröffnen. Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran. In der Hochsicherheitszone der Hauptstadt der islamischen Republik gab das Staatsoberhaupt seine Stimme ab. © Arne Immanuel Bänsch/dpa
Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009
Von einer freien Wahl kann bei der Präsidentschaftswahl im Iran aber keine Rede sein. Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009, entscheidet unter dem Vorsitz des Ajatollahs, welche Kandidaten überhaupt an der Wahl teilnehmen dürfen. Von insgesamt 80 Bewerbungen blieben gerade einmal sechs Kandidaten übrig, bei denen es sich allesamt um systemtreue Politiker handelte. © imago
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian.
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2021 hatte der Wächterrat der Islamischen Republik Iran seine Kandidatur noch verhindert. Peseschkian gilt innerhalb des Irans als eher moderate Kraft. Er versprach eine Öffnung seines Landes hin zum Westen und betonte, der Iran strebe keine Atomwaffen an. Gleichzeitig forderte auch Peseschkian das „Verschwinden des zionistischen Regimes [Israel] von der Landkarte“ und feierte die iranischen Raketenangriffe auf Israel im Jahr 2024. © imago
Trauerfeier für Irans Präsident und Außenminister Ebrahim Raisi
Eigentlich hätte die Präsidentschaftswahl im Iran erst 2025 stattfinden sollen. Doch weil der amtierende Präsident, der ultrakonservative Ebrahim Raisi, im Mai 2024 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, wurde die Wahl nach vorverlegt. © dpa
Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran
Bei dem Hubschrauberabsturz kam auch Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran und hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos, ums Leben. © Hannes P Albert/dpa
Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin
Nachfolger von Massud Peseschkian im Amt des Außenministers wurde Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin im Kreml aufschlägt. Russland gilt als strategischer Verbündeter der Islamischen Republik Iran. Die beiden Länder bilden gemeinsam mit Armenien eine diplomatische Achse im Kaukasus und sind militärische Partner bei den Konflikten in Syrien, Irak und Afghanistan. Russland ist aber nicht der einzige internationale Verbündete des Mullah-Regimes. © Alexander Kazakov/dpa
OIC-Sitzung in Istanbul mit Irans Außenminister
Ein weiterer, wenn auch deutlich weniger enger, Verbündeter des Iran ist Pakistan. Hier unterhält sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (r) mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar während der Sitzung des Außenministerrats der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). © Khalil Hamra/dpa
die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon
Einer der engsten internationalen Verbündeten des Mullah-Regimes im Iran ist die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Der Iran unterstützt die Gruppierung mit bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Wie die Führer der Islamischen Republik Iran gilt auch die Hisbollah als schiitisch geprägte Organisation und als Teil der „Achse des Widerstands“ gegen den Einfluss der USA und Israels in der Region. © imago
mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren
Dem israelischen Geheimdienst Mossad gelang im September 2024 ein empfindlicher Schlag gegen die Hisbollah-Miliz. Den Mossad-Agenten gelang es, mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren und nahezu zeitgleich explodieren zu lassen. Mindestens 37 zum Teil hochrangige Mitglieder der Hisbollah starben, rund 3.000 Menschen wurden teils schwer verletzt. © imago
Huthi-Rebellen im Jemen
Ebenfalls zu der „Achse des Widerstands“ gehören die Huthi-Rebellen im Jemen. Die schiitische Terrororganisation zettelte dort 2004 einen Bürgerkrieg an. 2014 eroberten sie jemenitische Hauptstadt Sanaa, 2015 schließlich die Kontrolle über den Rest des Landes. Der Iran ist bislang das einzige Land, das die Huthis als legitimie Herrscher des Jemen anerkennen. Während die alte Regierung im Jemen von dem sunnitisch geprägten Königshaus in Saudi-Arabien unterstützt wurde, erhalten die Huthi-Rebellen finanzielle, militärische und logistische Hilfe aus dem Iran. Im Gegenzug vertreten die Huthis die Interessen der Mullahs in der Region und führen für sie einen Stellvertreterkrieg gegen Israel und die USA im Roten Meer. © imago
die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas
Das letzte Mitglied der „Achse des Widerstands“ ist die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas, die seit 2006 über den Gazastreifen herrscht, und die seit den 1990er Jahren von der Islamischen Republik Iran unterstützt wird. Laut israelischen Geheimdiensten erhält die Hamas bis zu 350 Millionen US-Dollar jährlich aus dem Iran - obwohl die palästinensische Terrororganisation sunnitisch geprägt ist und damit im Gegensatz steht zum schiitisch dominierten Mullah-Regime im Iran. © imago
Hamas-Führer Yahya Sinwar
Geeint sind die palästinensische Hamas und die iranischen Mullahs in ihrem Hass auf Israel. Der äußerte sich in seiner ganzen Grausamkeit am 7. Oktober 2023, als Terror-Einheiten der Hamas den Süden Israels überfielen, 1.200 Menschen töteten und 200 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Geplant wurde der Angriff durch den mittlerweile verstorbenen Hamas-Führer Yahya Sinwar (m.), der dabei umfangreiche Hilfe aus dem Iran erhielt. Unter anderem wurden mehr als 500 Hamas-Kämpfer im Vorfeld der Attacke im Iran ausgebildet.  © imago
Proteste gegen die Regierung des Iran im Jahr 2009
Doch bei weitem nicht alle Menschen im Iran stehen hinter der Herrschaft des autoritären Mullah-Regimes. Das bewiesen zuletzt die Proteste gegen die Regierung im Jahr 2009. In Teheran kam es im Zuge dessen zu gewaltsamen Ausschreitungen. © imago
Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi
Das bekannteste Gesicht der iranischen Opposition ist Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi. Der Schah-Erbe lebt im Exil in den USA und ruft von dort aus seine Landsleute regelmäßig zum Widerstand gegen das Mullah-Regime auf. © Thomas Padilla/dpa
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA. Ein Jahr später kam es zur Islamischen Revolution im Iran und dem Ende der dortigen Schah-Herrschaft. © imago
Mohammed Reza Pahlavi, Schah im Iran
Sein Vater, Mohammed Reza Pahlavi, regierte den Iran als letzter Schah seit 1941. Nach der Islamischen Revolution in seinem Heimatland und der Machtübernahme der Mullahs floh Pahlavi mit seiner Frau nach Kairo.  © imago
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland.
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland. Während seines Besuchs in Berlin kam es zu heftigen Protesten gegen die Schah-Monarchie der noch jungen Studentenbewegung. Anhänger des Schah-Regimes und Agenten des iranischen Geheimdienstes prügelten unbehelligt auf Demonstranten und Passanten ein. In die gewalttätigen Auseinandersetzungen schaltete sich die schließlich die Berliner Polizei ein. Im Zuge dessen erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Kurras wurde 2009 als Stasi-Agent enttarnt. © imago
Yasmine Pahlavi und Iman Pahlavi in Washington DC
Im Gegensatz zu seinem Vater strebt Reza Pahlavi nach eigener Aussage den Aufbau einer demokratischen Regierung im Iran an. Dafür tritt er immer wieder auf öffentlichen Kundgebungen auf, wie hier in Washington DC im April 2025. Zu der Veranstaltung begleiteten den Schah-Erbe seine Frau Yasmine Pahlavi und die gemeinsame Tochter Iman Pahlavi. © imago
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi.
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi. Die 71 Jahre alte Politikerin lebt im Exil in Paris und ist Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrates im Iran“ (NWRI). Zu Beginn der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979 stand Rajavi noch auf der Seite der Mullahs. Zum Bruch kam es erst ab 1981. Ein Jahr später verließ Rajavi den Iran. Die Politikerin will einen Regimewechsel im Iran durch das iranische Volk und bietet laut einem Interview mit Fox News eine „demokratische und inklusive Alternative“ zum Mullah-Regime. © imago
Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung von Reza Pahlavi in Washington DC.
Hinter Maryam Rajavi stehen auch prominente Figuren der US-Politik aus dem Umfeld von Donald Trump. Dazu gehört unter anderem Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung vor Anhängerinnen und Anhängern Rajavis in Washington DC. © imago
Elahe Tavakolian auf einer Demonstration gegen das Mullah Regime im Iran
Ohnehin ist ein Großteil der Führungspersönlichkeiten der iranischen Opposition weiblich. Zum Symbol des weiblichen Widerstands gegen das patriarchale Mullah-Regime wurden seit den 2010ern Augenverletzungen. Zahlreiche Demonstrantinnen erlitten diese infolge der Aufstände gegen die Islamische Republik Iran. Eine solche erlitt auch Elahe Tavakolian, die mittlerweile in Italien lebt und dort regelmäßig an Demonstrationen teilnimmt. © imago
Studentin Kosar Eftekhari aus dem Iran
Auch die Studentin Kosar Eftekhari erlitt eine solche Verletzung und verließ den Iran infolgedessen. Sie lebt mittlerweile in Berlin und engagiert sich dort in der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad
Eine weitere bekannte Persönlichkeit der iranischen Opposition ist die Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad, die hier auf einer Kundgebung in Washington DC spricht. Die heute 48 Jahre alte Frau wurde 1994 im Iran verhaftet, weil sie regierungskritische Flugblätter in Umlauf gebracht haben soll. Heute lebt Alinejad in den USA und gründete dort im Jahr 2010 die Gruppe IranNeda, in der sich Schritstellerinnen und Schriftsteller sowie Intelektuelle aus dem Iran gemeinsam gegen das Mullah-Regime engagieren. © imago
2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan
Der Name IranNeda leitet sich von der 2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan ab. Die iranische Studentin wurde während einer Demonstration gegen das Mullah-Regime von einem Mitglied der Bürgermiliz Basidsch erschossen. Ihr Vorname, der auf persisch „Stimme“ oder „Ruf“ bedeutet, wurde zum Symbol und Kampfbegriff der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Sara Seyed ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.
Gegen das Mullah-Regime im Iran kämpft auch Sara Seyed. Sie ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.  © imag

Teheran lässt angeblich zehn Öltanker durch Hormusstraße

Update, 17:26 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat laut CNBC bestätigt, dass der Iran in dieser Woche insgesamt zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Hormusstraße gestattet hat. Trump bezeichnete dies als „Geschenk“ an die Vereinigten Staaten. Die strategisch bedeutende Meerenge, über die rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung läuft, war zuletzt durch den Iran blockiert worden – ein Schritt, der zu einer globalen Energiekrise geführt und die Ölpreise in die Höhe getrieben hatte. Derzeit laufen nach Angaben Trumps Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.

Trump: Iraner „betteln“ um Deal – nicht er

Update, 16:38 Uhr: US-Präsident Donald Trump räumt ein, dass die Iraner „großartig im Verhandeln“ seien. Er sei sich aber nicht sicher, ob die USA willens seien, einen „Deal“ mit dem Iran ‌zu schließen. Es seien die Iraner, die um einen „Deal“ bettelten, nicht er. Man müsse sehen, dass man einen richtigen „Deal“ erziele und die Straße von Hormus geöffnet werde. Der Iran müsse einem „Deal“ zustimmen oder sich auf weitere Angriffe einstellen.

Update, 15:19 Uhr: Neue Bewegung im Iran-Krieg: Teheran hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim über Vermittler eine Antwort auf den 15-Punkte-Friedensplan der USA übermittelt – was genau darin steht, ist bislang nicht bekannt. Die Reaktion sei in der Nacht erfolgt, nun warte der Iran auf ein Signal aus Washington, so Tasnim unter Berufung auf eine informierte Quelle. Widersprüchlich bleibt die iranische Kommunikation: Sowohl das Präsidialamt als auch die mächtigen Revolutionsgarden hatten den US-Vorschlag zuvor als abgelehnt bezeichnet, wie die dpa berichtete.

Update, 12:26 Uhr: Im Iran-Krieg prüft das US-Verteidigungsministerium offenbar Optionen für einen entscheidenden Militärschlag gegen Teheran – inklusive Bodentruppen und Großbombardements. Das berichten zwei US-Regierungsvertreter sowie zwei weitere mit den Vorgängen vertraute Quellen gegenüber dem Portal Axios.

Hintergrund: Sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben und die Diplomatie scheitern, gilt eine massive Eskalation als zunehmend realistisch. Manche Vertreter in Washington glauben, ein vernichtender Kraftakt könnte Trump Verhandlungsmasse – oder schlicht einen Siegesmoment – verschaffen. Kritiker warnen jedoch, viele Szenarien drohten den Krieg zu verlängern statt zu beenden. Bislang hatte sich die US-Regierung noch gegen den Einsatz von Bodentruppen entschieden.

Iran-Krieg aktuell: Teheran startet neue Angriffswellen auf Israel

Update, 08:52 Uhr: Der Iran hat Israel in fünf Angriffswellen binnen rund zwei Stunden mit Raketen beschossen – Einschläge wurden an mehreren Orten gemeldet. Auch aus dem Libanon wurde der israelische Norden in der Nacht und am Morgen erneut unter Feuer genommen. Im Großraum Tel Aviv, Jerusalem sowie im Norden des Landes heulten die Sirenen. Berichte über Verletzte lagen zunächst nur aus einer arabischen Ortschaft östlich von Tel Aviv vor, wie die israelische Armee und Rettungskräfte mitteilten.

Update, 06:07 Uhr: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat eine mögliche deutsche Beteiligung an der Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg signalisiert. Dabei nannte er ausdrücklich die Straße von Hormus als möglichen Einsatzort. Beim Treffen mit seinem australischen Amtskollegen Richard Marles in Canberra übte Pistorius laut der Nachrichtenagentur dpa aber dennoch scharfe Kritik am US-Vorgehen: „Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel – und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie“, sagte er. Deutschland sei in den aktuellen Krieg nicht eingeweiht worden. „Es ist nicht unser Krieg“, betonte er unmissverständlich.

Update, 05:17 Uhr: Trotz des anhaltenden Krieges im Iran erhält aktuell nur rund jeder dritte Asylsuchende aus dem Land Schutz in Deutschland. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an die Linken-Abgeordnete Clara Bünger hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Januar und Februar 2026 wurden laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 35 Prozent der Asylanträge positiv beschieden – ein Anstieg gegenüber dem Jahresschnitt 2025 von 26,8 Prozent. Bünger kritisierte die Entscheidungspraxis des Bamf scharf: „Solidarität mit den Menschen im Iran sieht anders aus.“ Sie forderte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zu einer Kurskorrektur auf.

Iran-News: Weißes Haus soll Ghalibaf als Trump-Partner erwägen

Erstmeldung: Die USA sehen Irans Parlamentspräsidenten als möglichen Partner: Im Iran-Krieg hat die dortige Führung ihren Obersten Führer sowie weitere Spitzenpolitiker und Kommandeure der Revolutionsgarden verloren. Dennoch hat die Islamische Republik ihre Handlungsfähigkeit nicht eingebüßt – das politische System im Iran basiert auf einem Geflecht ineinandergreifender Institutionen.

Der theokratische Staatsapparat ist dabei so konzipiert, dass er nicht vom Schicksal einzelner Personen abhängt – das Überleben des Systems hat stets Vorrang, betont unter anderem Reuters.

Iran-News: Witkoff und Kushner trafen laut Bericht Ghalibaf

Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf rückt jetzt in den Fokus. In den vergangenen Wochen ist er zunehmend zum Sprachrohr der Führungsspitze geworden. Laut einem Reuters-Bericht sieht die US-Regierung in Ghalibaf einen möglichen künftigen Staatschef des Iran. Wie Politico unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter meldete, gilt Ghalibaf in Teilen des Weißen Hauses als potenzieller Gesprächspartner für Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg.

Reaktionen aus Teheran oder Washington blieben zunächst aus. Das US-Nachrichtenportal Axios hatte am Vortag (23. März) am unter Berufung auf einen israelischen Regierungsvertreter gemeldet, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten Gespräche mit Ghalibaf geführt.

Iran-Gespräche über Frieden? Ghalibaf widerspricht Trump

Der ehemalige Kommandeur der Revolutionsgarden, frühere Bürgermeister von Teheran und gescheiterte Präsidentschaftskandidat Ghalibaf dürfte im Iran aktuell das größte politische Schwergewicht sein.

Ghalibaf wies auch Trumps Angaben zu Gesprächen zwischen beiden Ländern zurück. Es gebe „keine Verhandlungen“ mit den USA, erklärte der einflussreiche iranische Parlamentspräsident. Es würden „Falschmeldungen genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind.“

Iran-News: Parlamentssprecher sieht Teheran auf „langen Krieg“ vorbereitet

Ein Waffenstillstand kommt für Irans Parlamentssprecher Ghalibaf nur mit Garantien infrage. Der Iran sieht sich nach seinen Angaben auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung al-Arabi al-Dschadid am 16. März, aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden. 

„Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen“, so Ghalibaf.

Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, „bis der Feind seine Aggression bereut“ und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein/AP/dpa

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