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Lage im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Staatsbürger als „Kanonenfutter“ an Ukraine-Front missbraucht – Kenia will handeln

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russland bereitet eine neue Offensive vor, die Verluste steigen. Putins Minister beharrt auf die eigenen Maximalforderungen.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 11. Februar, 5:47 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Bohoduchiw westlich von Charkiw sind vier Menschen getötet worden, darunter drei Kleinkinder. Das teilte der Gouverneur der Region, Oleh Syniehubow, über Telegram mit.

Neben den drei kleinen Kindern kam auch ein 34-jähriger Mann ums Leben, wie Reuters berichtet. Eine 74-jährige Frau wurde bei dem Angriff verletzt. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt zunächst nicht vor, eine russische Stellungnahme ebenfalls nicht.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj will Flugabwehr umstrukturieren

Update, 22:02 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat Veränderungen bei der Organisation der Flugabwehr angekündigt. „In einigen Regionen wird die Arbeitsweise der Teams komplett umstrukturiert“, das betreffe Abfangjäger, mobile Feuergruppen und den gesamten Komplex der lokalen Flugabwehr, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Entsprechende Anordnungen seien bei einer Beratung mit der Militärführung getroffen worden.

Die Ukraine leidet schwer unter den anhaltenden russischen Drohnen- und Raketenangriffen. Mitten im Winter bei tiefstem Frost ist die Strom- und Wärmeversorgung vieler Städte im Land massiv beeinträchtigt. Millionen Ukrainer müssen täglich stundenlang ohne Heizung und Strom auskommen. 

Update, 20:12 Uhr: Kenias Vize-Außenminister hat Moskau vorgeworfen, kenianische Staatsbürger nach Russland zu locken und als „Kanonenfutter“ an die ukrainische Front zu schicken. „Diese Menschen werden als Kanonenfutter an der Front missbraucht“, sagte der kenianische Vize-Außenminister Korir Sing‘Oei der Nachrichtenagentur AFP. Außenminister Musalia Mudavadi kündigte am Dienstag an, im nächsten Monat nach Moskau zu reisen, um „diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten“.

Er werde sich auch für die Freilassung von in der Ukraine inhaftierten Kenianern einsetzen und den Zustand der im Krankenhaus behandelten Staatsbürger überprüfen, sagte Mudavadi. Dem Minister zufolge wurden in den vergangenen zwei Monaten mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert. Skrupellose Anwerbe-Agenturen in dem ostafrikanischen Land wurden demnach geschlossen.

Ukraine-Krieg aktuell: Lawrow pocht in Propaganda-Rede auf Maximalforderungen Russlands

Update, 18:24 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat vor Diplomaten die territorialen Maximalforderungen Moskaus an die Ukraine bekräftigt. „Das Volk der Krim, des Donbass und Neurusslands hat in Referenden seinen Willen bekundet“, sagte er in Moskau, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. „Wir werden den Prozess der Rückkehr dieser traditionell russischen Gebiete in die Heimat vollenden.“

Die sprachlichen, kulturellen und religiösen Rechte ethnischer Russen, die unter der Herrschaft Kiews bleiben, müssten wiederhergestellt werden, forderte Lawrow in seiner Ansprache zum Tag des Diplomaten. Die Grundursache des Konflikts, wie er den Ukraine-Krieg nannte, müsse bereinigt werden: „die Beseitigung der militärischen Bedrohungen für die nationale Sicherheit Russlands, die von der Ukraine ausgehen“, behauptete der Außenminister. 

Die Lage an der Front bei Pokrowsk ist weiter angespannt. Die Ukraine weist russische Darstellungen einer Einnahme zurück. (Symbolbild)

Ukraine-Krieg aktuell: Mutter und Tochter sterben bei russischem Bombenangriff

Update, 16:22 Uhr: Durch einen Bombenangriff Russlands auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben eine Frau und deren elfjährige Tochter getötet worden. Weitere 14 Personen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Gouverneur für das Gebiet Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. 

Vor dem Ukraine-Krieg hatte Slowjansk 105.000 Einwohner. Es ist eine der Städte im Industrierevier Donbass, deren Räumung Russland verlangt, die die Ukraine aber unbedingt verteidigen will.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Ukraine-Krieg aktuell: Macron will neuen Putin-Vorstoß wagen

Update, 14:07 Uhr: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ist überzeugt, dass Europa bei der Suche nach einer friedlichen Lösung des Ukrainekonflikts den direkten Gesprächsfaden mit Kremlchef Wladimir Putin wieder aufnehmen muss. Die Verhandlungen mit Russland dürften nicht den Amerikanern überlassen werden, betonte Macron in einem Interview mit mehreren europäischen Medien, unter anderem der Süddeutschen Zeitung und Le Monde.

„Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen. Warum? Weil an dem Tag, an dem wir Frieden haben, dieser Frieden auch Europa betreffen wird“, sagte Macron. „Wir haben die Diskussionskanäle auf einer technischen Ebene wiederhergestellt.“ Europa brauche einen strukturierten gemeinsamen Ansatz. Auf die Frage, ob er selbst derjenige sein wolle, der mit Putin spricht, entgegnete Macron, es dürfe nicht zu viele Gesprächspartner geben.

Update, 13:04 Uhr: Russische Streitkräfte haben ihre Offensive im Ukraine-Krieg vorangetrieben und weitere Gebiete in den Oblasten Donezk und Saporischschja erobert. Besonders an der Front bei Huljaipole im Bezirk Polohy der Oblast Saporischschja sowie im Dorf Sakitne im Bezirk Kramatorsk der Oblast Donezk konnten die Angreifer Gelände gewinnen, meldet die Pravda. Laut dem ukrainischen Militäranalystenteam DeepState verzeichnete der Generalstab der Ukraine allein an der Huljaipole-Front 21 russische Angriffe binnen 24 Stunden. Die Attacken richteten sich gegen Huljaipole selbst sowie gegen die Siedlungen Prywilne, Uspeniwka, Slahoda, Dobropillja, Salisnytschne, Selene, Sahirne und Swjatopetriw.

Ende vom Ukraine-Krieg: Lawrow sieht Verhandlungen in weite Ferne gerückt

Update, 11:06 Uhr: Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow erklärte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA, dass der Druck von US-Präsident Donald Trump auf Europa und die Ukraine kein Anlass zur Freude sei, da Friedensverhandlungen zum Ukraine-Konflikt noch in weiter Ferne lägen. Diese Aussagen, die nur wenige Tage nach den Gesprächen in Abu Dhabi fielen – von den USA, der Ukraine und Russland gleichermaßen als schwierig, aber konstruktiv eingestuft –, deuten darauf hin, dass eine abschließende Vereinbarung über das Ende des Ukraine-Kriegs äußerst kompliziert werden dürfte.

Moskau hält weiterhin an seinen weitreichenden Maximalforderungen fest, darunter territoriale Ansprüche auf die Kontrolle über die ostukrainischen Gebiete. Ebenso lehnt der Kreml nach wie vor einen NATO-Beitritt der Ukraine sowie die Stationierung westlicher Soldaten als Teil möglicher Sicherheitsgarantien ab.

Verluste im Ukraine-Krieg: Putin gerät zunehmend unter Druck

Update, 10:20 Uhr: Wie die Financial Times unter Berufung auf ukrainische und westliche Regierungsvertreter sowie Militärexperten berichtet, sind die Verluste der russischen Streitkräfte im Konflikt mit der Ukraine erheblich gestiegen. Dies erschwert es Moskau zunehmend, die von Präsident Wladimir Putin vorgegebenen Kriegsziele umzusetzen. Michael Kofman, ein führender Experte der Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden, sieht in der gegenwärtigen russischen Kriegsführung ein Hindernis für substanzielle Fortschritte auf dem Schlachtfeld.

„Putin setzt darauf, dass der anhaltende Druck an einer breiten Front letztendlich zum Zusammenbruch der ukrainischen Seite führen wird. Doch die Art und Weise, wie die russischen Streitkräfte kämpfen, wird schlichtweg nicht zu bedeutenden operativen Durchbrüchen führen“, so Kofman.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kompanie bei Pokrowsk-Schlacht ausgelöscht

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg wird gegenwärtig durch Entwicklungen um Pokrowsk dominiert. Laut eigenen Angaben ist es der Ukraine gelungen, einen großangelegten Durchbruchsversuch durch Russland abzuwehren. Die Kämpfe gegen die Truppen von Wladimir Putin haben zwei Tage gedauert. Am Ende wurden die angreifenden Soldaten besiegt. In Folge der Kämpfe wurde eine komplette Angriffskompanie aus Russland ausgeschaltet. Eine Kompanie in Russland umfasst je nach Einheitstyp in der Regel bis zu 250 Mann.

Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook schreibt, unternahmen russische Truppen insgesamt 36 Versuche, an der Front bei Pokrowsk durchzubrechen. „Seit Tagesbeginn kam es insgesamt zu 159 Gefechtsbegegnungen. […] Der Feind führte einen Raketenangriff mit zwei Raketen, 43 Luftangriffe und den Abwurf von 113 Lenkbomben durch. Darüber hinaus setzte er 4034 Kamikaze-Drohnen ein und führte 2089 Angriffe auf Siedlungen und Stellungen unserer Truppen durch“, heißt es in dem Bericht zur Lage im Ukraine-Krieg.

Im Ukraine-Krieg hat Russland auch an anderen Fronten zuletzt mit ganzer Härte angegriffen. „Der Feind hat letzte Nacht einen weiteren heimtückischen Angriff auf die Energieinfrastruktur des Gebiets Odessa durchgeführt. Im Süden der Region wurden Schäden an einer Energieanlage und ein Brand festgestellt“, teilte der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets, Oleh Kiper, mit.

Im Ukraine-Krieg kommt es seit Monaten zu schweren Angriffen auf den Energiesektor des Gegners. Russland gelang es zuletzt, die Versorgung in Kiew empfindlich zu treffen. In der Folge waren Tausende Wohnungen vom Strom- und Heizungsnetz abgeschnitten. Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung deshalb Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen. Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an.

Mehrere russische Luftangriffe seit Anfang Januar haben die ukrainische Energieversorgung so beschädigt, dass Kiew, Charkiw und andere Städte bei strengem Frost kaum Strom und Heizung haben. Firmen halten den Betrieb mit dem Einsatz von Dieselgeneratoren am Laufen. Auch für diesen Dienstag hat der staatliche Versorger Ukrenergo stundenlange Stromsperren in allen Landesteilen angekündigt.

Angesichts der Angriffe im Ukraine-Krieg hat Kiew die Liste der kritischen Infrastruktureinrichtungen überarbeitet. Dies gab der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal auf Facebook bekannt. „Krankenhäuser, Wasserwerke und soziale Einrichtungen haben weiterhin absolute Priorität – sie werden als erste mit Strom versorgt. Andere Institutionen werden schrittweise auf autarken Betrieb umgestellt und mit Generatoren ausgestattet.“

Während die Kämpfe im Ukraine-Krieg weitergehen, hat Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache verkündet, dass die „Garantiedokumente fertig“ seien. „Es gibt keine Alternative zur Sicherheit. Es gibt keine Alternative zum Frieden. Es gibt keine Alternative zur Wiederherstellung unseres Staates“, betonte der Politiker mit Blick auf das aktuelle Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Unser Verhandlungsteam arbeitet praktisch täglich an Dokumenten und Vorschlägen, die bei künftigen Treffen zu Ergebnissen führen könnten. Frieden ist unerlässlich, und verlässliche Sicherheitsgarantien sind die einzige wirkliche Grundlage für Frieden und um zu verhindern, dass die Russen die Abkommen durch Angriffe oder hybride Operationen untergraben.“

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Russland plant Sommer-Offensive

Im Ukraine-Krieg wird derweil befürchtet, dass Russland vor einer großen Sommer-Offensive stehen könnte. Wie Analysten mitteilten, würde der Kreml Truppen und militärisches Material mit dem Ziel konzentrieren, die Ukraine zu besiegen und Kiew bis zum Ende des Sommers Friedensbedingungen zu diktieren. Moskau habe strategische Reserven für einen groß angelegten Angriff angehäuft, der im späten Frühjahr in den östlichen und später südlichen Sektoren der Ukraine erfolgen solle, sagte DeepState-Gründer Roman Pohorily.

Auch das Institute for the Study of War (ISW) veröffentlichte eine entsprechende Einschätzung. Die laufenden Planungen seien anhand von Truppenbewegungen im Ukraine-Krieg und auffälligen Rekrutierungsmuster bestätigt worden. Das ISW kommt zu dem Schluss, dass eine neue Offensive Russlands allerdings wegen der Stärke der drohnengestützten Verteidigungsnetzwerke der Ukraine und der sinkenden Rekrutierungszahlen innerhalb Russlands wenige Aussichten auf Erfolg habe.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen

Im Ukraine-Krieg steigen derweil Russlands Verluste weiter. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook schreibt, hat Putins Armee im Verlauf des vergangenen Tages 980 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die gesamten Verluste Russlands belaufen sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs demnach auf 1.248.560 Soldaten. Zudem hat Putin 11.656 Panzer, 24.018 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 37.089 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)

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