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Lage im Ticker

Iran-Krieg: Trump kündigt an, Teherans Uran-Vorräte vollständig zu „zerstören“

Das Mullah-Regime hat die Produktion von Drohnen und Raketen wiederaufgenommen und bereitet sich auf einen neuen US-Angriff vor. Die aktuelle Lage im Iran-Krieg.

Dieser News-Ticker zum Iran-Krieg ist geschlossen. Weitere Entwicklungen können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 7:00 Uhr: Laut Jerusalem Post warnen israelische Geheimdienstmitarbeiter vor einem möglichen iranischen Überraschungsangriff mit Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten und Israel. Das Szenario eines Präventivschlags wurde in einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Militärvertretern und Verteidigungsminister Israel Katz erörtert.

Iran-Krieg: Rubio zu Verhandlungen – „Es gibt einige gute Anzeichen“

Update, 22. Mai, 5:50 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat sich mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs vorsichtig optimistisch geäußert. Er glaube, man habe Fortschritte erzielt, sagte er vor seinem Abflug zu einem NATO-Treffen in Schweden. „Es gibt einige gute Anzeichen“, er wolle aber auch nicht „übermäßig optimistisch“ sein, betonte Rubio. Dabei bekräftigte er die von den USA schon häufiger vorgebrachte Darstellung, dass man es im Iran mit einem „ein wenig“ zerrütteten System zu tun habe. Rubio unterstrich zudem, dass US-Präsident Donald Trump einen Deal bevorzuge. „Aber wenn wir kein gutes Abkommen erzielen können, hat der Präsident klargemacht, dass er andere Optionen hat.“

Update, 19:51 Uhr: Donald Trump hat seinen Anspruch auf Irans Vorräte an angereichertem Uran erneut betont. „Wir werden es bekommen“, sagte der US-Präsident gegenüber der Presse im Weißen Haus. Es ist aber wohl noch nicht klar, was dann damit passiert. „Wir brauchen es nicht, wir wollen es nicht. Wir werden es wahrscheinlich zerstören, nachdem wir es bekommen haben“, so Trump, der erneut klarstellte: „Aber wir werden nicht zulassen, dass sie es behalten.“

Dieses von Vantor zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Nuklearkomplex Natans im Iran am 7. März 2026.

Die iranischen Uran-Vorräte stehen seit Beginn der Gespräche zwischen dem Mullah-Regime und der Trump-Regierung über ein Ende des Iran-Kriegs im Fokus. Teheran scheint aber zumindest bereit, darüber zu verhandeln. Ein ranghoher Regierungsvertreter wies gegenüber Al Jazeera Berichte als „Propaganda der Feinde des Abkommens“ zurück, wonach der oberste Führer Mojtaba Khamenei eine Abgabe des Urans ausgeschlossen habe. Der Iran habe demnach vorgeschlagen, das angereicherte Material selbst abzureichern. Dies sei „Gegenstand der Gespräche in der nächsten Phase“ der Gespräche.

Update, 17:45 Uhr: Der Iran hat offenbar bereits während des seit Anfang April laufenden sechswöchigen Waffenstillstands Teile seiner Drohnen- und Raketenproduktion wiederaufgenommen. Das haben vier mit US-Geheimdienstberichten vertraute Quellen dem TV-Sender CNN bestätigt. Das Mullah-Regime ließ demnach neue Raketenstellungen, Abschussrampen und Waffenproduktionsanlagen errichten. Unterstützung erhielt Teheran laut einer Quelle aus Russland und China. Die Geheimdienste gehen davon aus, dass der Iran die Verluste des Kriegs mit den USA und Israel innerhalb von sechs Monaten vollständig ausgleichen könne. CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper hatte dem Kongress hingegen erklärt, Iran könne „sich über Jahre nicht erholen“ – ein deutlicher Widerspruch zu internen Lageberichten, wie zwei mit den Einschätzungen vertraute Quellen CNN mitteilten.

Update, 17:10 Uhr: Das US-amerikanische Zentralkommando (CENTCOM) gab bekannt, dass im Zuge der Blockade der Straße von Hormus bislang 94 Handelsschiffe „umgeleitet“ worden seien. Vier weitere Schiffe habe man „außer Gefecht gesetzt“, so die Einsatzleitung des US-Militärs in einem Post auf X. Fast zeitgleich meldeten die iranischen Revolutionsgarden, man habe innerhalb der letzten 24 Stunden insgesamt 31 Schiffe die Meerenge passieren lassen. Darunter sollen sich Öltanker sowie Container- und Handelsschiffe befunden haben.

Update, 16:15 Uhr: Iran hält nach Einschätzung des Forschers Ali Akbar vom Zentrum für Strategische Studien den diplomatischen Kanal mit den USA bewusst offen, trifft aber gleichzeitig militärische Vorbereitungen. Akbar zufolge besteht die US-Position darin, dass Teheran entweder kapituliere oder ein für Trump vollständig akzeptables Abkommen unterzeichne – andernfalls drohe ein Militärschlag. „Iran muss die USA nicht militärisch besiegen – es reicht, den Krieg so kostspielig zu machen, dass Trump es diplomatisch nicht mehr akzeptieren kann, den Krieg fortzuführen. Das ist es, was Iran versucht zu tun“, sagte Akbar laut Al Jazeera.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Iran-Krieg: Volker Beck fordert Konsequenzen

Update, 15:17 Uhr: Nach Bekanntwerden von Einzelheiten der mutmaßlichen Anschlagspläne in Deutschland fordert Volker Beck Konsequenzen. Der Vorgang dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte der frühere Grünen-Abgeordnete. „Jüdisches Leben und der Einsatz für den jüdischen und demokratischen Staat werden vom Regime der Islamischen Republik Iran auf deutschem Boden mit Ermordung bedroht und angegriffen – immer wieder.“ Unter anderem fordert die Deutsch-Israelische Gesellschaft, dass Berlin den iranischen Botschafter ausweisen soll. Zudem sollten weitere iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt und sie dazu aufgefordert werden, Deutschland zu verlassen.

Update, 13:43 Uhr: Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Männer wegen einer mutmaßlich geplanten Anschlagsserie des iranischen Geheimdienstes in Deutschland erhoben. Dies berichtet der Spiegel. Laut dem Bericht waren unter anderem der frühere Grünen-Abgeordnete Volker Beck sowie Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, zwei der Ziele.

Iran-Krieg: Teheran soll Ermordung von Josef Schuster und Volker Beck geplant haben

Der aus Afghanistan stammende Däne Ali S. soll den Ermittlungen zufolge aus dem Iran den Auftrag erhalten haben, Informationen zu verschaffen – offenbar, um Mordanschläge vorzubereiten. Zudem soll der Mann zur „Vorbereitung von Mord- und Brandanschlägen“ in Berlin spioniert haben. Sein mutmaßlicher Komplize Tawab M., der ebenfalls in Untersuchungshaft sitzt, muss sich voraussichtlich wegen des Vorwurfs der versuchten Beteiligung an einem Mord verantworten. 

Update, 11:54 Uhr: Der Iran hat nach eigenen Angaben seinen Anspruch zur Kontrolle der Straße von Hormus bis in das Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet. Wie die neu gegründete iranische Behörde zur Kontrolle der Meerenge am Mittwoch (Ortszeit) auf X mitteilte, soll ihre „regulatorische Zuständigkeit“ das Gebiet im Persischen Golf von dem iranischen Hafen Kuh-e Mubarak bis in die Gewässer südlich des wichtigen emiratischen Hafens Fudschaira umfassen. Ebenso sei das Gebiet von der iranischen Insel Keschm bis zur Stadt Umm al-Kuwain in den Emiraten betroffen.

Für eine „Durchfahrt durch dieses Gebiet zum Zwecke der Durchquerung der Straße von Hormus“ sei demnach „eine Abstimmung mit der Behörde“ sowie deren Genehmigung erforderlich, fügte die Behörde neben einer entsprechenden Karte der Meerenge hinzu. Der Iran blockiert die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitgehend. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen.

Update vom 21. Mai, 10:29 Uhr: Der im Iran-Krieg als Vermittler auftretende pakistanische Armeechef Asim Munir wird am Donnerstag in Teheran erwartet. Munir werde „Gespräche und Konsultationen“ mit den iranischen Behörden fortsetzen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Nähere Details zum Inhalt der Treffen wurden nicht bekannt.

Die Regierung in Teheran prüft derzeit nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit dem 8. April gilt im Konflikt des Iran mit den USA und Israel eine brüchige Waffenruhe. Die Verhandlungen über ein endgültiges Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen unter Vermittlung Pakistans brachten bislang jedoch keinen Durchbruch.

Erstmeldung: Teheran/Washington, D.C. – Die USA und der Iran ringen weiter um eine Verhandlungslösung: Während Teheran nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Kriegs prüft, warnt Donald Trump vor einem Scheitern der Gespräche und der Wiederaufnahme der Angriffe. „Es steht wirklich auf des Messers Schneide“, sagte der US-Präsident. Israel versetzte seine Armee in „höchste Alarmbereitschaft“.

Trump sagte, die Verhandlungen befänden sich in der „Endphase“. Eine Einigung könne „sehr schnell“ oder „in wenigen Tagen“ zustande kommen. Teheran müsse dafür aber „zu 100 Prozent gute Antworten“ liefern. Zugleich richtete er neue Warnungen an Teheran. „Wenn wir nicht die richtigen Antworten bekommen, geht es sehr schnell“, sagte Trump mit Blick auf neue Angriffe auf den Iran. „Wir sind alle bereit.“

Zuvor sind Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut Medienberichten wegen des weiteren Vorgehens gegenüber dem Iran in einem Gespräch aneinandergeraten. Grund dafür seien unterschiedliche Vorstellungen, wie mit einem neuen Vorschlag zur Beendigung des Iran-Kriegs umzugehen sei, berichteten das Portal Axios und das Wall Street Journal unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Eine der Quellen habe Axios gesagt, Netanjahu sei nach dem Gespräch am Dienstag in Aufruhr gewesen, ihm habe der Kopf geraucht. Trump bezeichnete Netanjahu am Mittwoch vor der Presse dennoch als „sehr guten Mann“ und sagte: „Er wird tun, was immer ich von ihm verlange.“

Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei sagte, Teheran prüfe derzeit einen neuen Vorschlag mit den „Standpunkten der amerikanischen Seite“. Er bekräftigte die iranischen Bedingungen für eine Beendigung des Krieges, darunter die Freigabe eingefrorener iranischer Guthaben und ein Ende der US-Blockade der iranischen Häfen.

Zudem äußerte der Außenamtssprecher „großes Misstrauen“ gegenüber den USA. Der Iran hatte den US-Vorschlag im Rahmen des Besuchs des pakistanischen Innenministers Mohsin Naqvi in Teheran erhalten. Pakistan bemüht sich seit Wochen, eine Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs zwischen Teheran und Washington zu vermitteln.

Seit dem 8. April gilt eine Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA sowie Israel. Trump hat wiederholt eine Wiederaufnahme der Angriffe auf den Iran angekündigt, falls die Verhandlungen scheitern sollten. Die iranische Führung reagierte darauf mit scharfen Drohungen.

„Sollte sich die Aggression gegen den Iran wiederholen, wird sich der angekündigte regionale Krieg dieses Mal weit über die Region hinaus ausbreiten“, erklärten die iranischen Revolutionsgarden am Mittwoch auf ihrer Website Sepah News. „Unsere vernichtenden Angriffe werden euch zerstören“, warnten sie die USA und Israel. Die USA und die EU stufen die Garden als Terrororganisation ein.

Iran-Krieg: Teheran schickt Drohungen an Donald Trump zurück

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warf den USA vor, den Krieg gegen sein Land fortsetzen zu wollen. „Die offenen wie auch die verdeckten Bewegungen des Feindes zeigen, dass er trotz wirtschaftlichen und politischen Drucks seine militärischen Ziele nicht aufgegeben hat und versucht, einen neuen Krieg zu beginnen“, sagte Ghalibaf in einer Audiobotschaft, die von iranischen Medien verbreitet wurde. Die USA hofften „noch immer auf die Kapitulation der iranischen Nation“.

Für den Fall eines erneuten Angriffs der USA und Israels drohte Chefunterhändler Ghalibaf mit einer „energischen Antwort“. Der Iran werde sich „unter keinen Umständen Einschüchterungen beugen“. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © dpa

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