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Die Delegation im Detail

Historische Treffen im Weißen Haus: Merz und Co. kommen mit Strategie zu Trump

Auf das denkwürdige Treffen Trumps mit Putin in Alaska folgt ein historischer Moment in Washington: Selenskyj und Europas Polit-Elite machen sich auf den Weg.

Washington, D.C. – Es dürfte eng werden im Oval Office am heutigen Montag. Auf den knapp 100 Quadratmetern Platz, die das Büro des US-Präsidenten im Weißen Haus misst, könnten sich an diesem 18. August 2025 neben Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj fünf europäische Regierungschefs, eine EU-Kommissionspräsidentin und ein Nato-Generalsekretär tummeln. Es geht um nichts weniger als den Beginn von möglichen Friedensverhandlungen nach mehr als drei Jahren Ukraine-Krieg.

Wenige Tage nach Donald Trumps Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin stampfte die US-Regierung einen Ukraine-Gipfel aus dem Boden, der nicht personell nicht prominenter besetzt sein könnte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist genauso dabei wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Finnlands Präsident Alexander Stubb. Aus Großbritannien reist Premierminister Keir Starmer an. Die Europäische Union (EU) vertritt mit Präsidentin Ursula von der Leyen ihre höchste Vertreterin. Dasselbe gilt im Fall der Nato für Generalsekretär Mark Rutte. Ob Selenskyj dann noch dabei ist, ist nicht bekannt. Am Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten wird laut der britischen BBC auch US-Vizepräsident JD Vance teilnehmen.

Gipfeltreffen zum Ukraine-Krieg: Die Namen und Rollen der Teilnehmer an Trumps Runde

NameAmt
Donald TrumpUS-Präsident
JD VanceUS-Vizepräsident
Wolodymyr SelenskyjPräsident der Ukraine
Ursula von der LeyenEU-Kommissionspräsidentin
Mark RutteNato-Generalsekretär
Friedrich MerzBundeskanzler Deutschlands
Keir StarmerPremierminister Großbritanniens
Giorgia MeloniMinisterpräsidentin Italiens
Alexander StubbPräsident Finnlands
Emmanuel MacronPräsident Frankreichs

Beim Blick auf diese Namen zeigten sich selbst Politik-Profis in Washington verblüfft. „Das gab es noch nie, nichtmal beim Irak-Krieg“, sagte Mika Brzezinski, Moderatorin beim Nachrichtensender MSNBC. Ihr Kollege Joe Scarborough fühlte sich gar an die Konferenz von Jalta erinnert. Damals berieten US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der britische Premier Winston Churchill und Sowjet-Machthaber Josef Stalin die Neuordnung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Dass die damalige Konferenz auch noch auf der ukrainischen Halbinsel Krim stattfand, die wohl auch in Washington zum Thema werden wird, verstärkt die absurde Dynamik noch mehr.

Ukraine-Verhandlungen in Washington: Trump-Gipfel mit Merz und Co. in Bildern

Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus.
Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus. Auf Einladung Donald Trumps verhandelt der ukrainische Präsident dort über einen möglichen Frieden im Krieg mit Russland. © afp
Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg
Der Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg wurde in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Noch vor wenigen Tagen war nichts über ein Treffen Trumps mit Selenskyj bekannt gewesen. © imago
Trump und Putin in Alaska
Dem Treffen Trumps mit Selenskyj ging der historische Gipfel des US-Präsidenten mit Russlands Machthaber Wladimir Putin in Alaska zuvor. Die beiden Staatsoberhäupter berieten im nördlichsten US-Bundesstaat über den Ukraine-Krieg und einen möglichen Frieden. © afp
Ukraine Gipfel in Washington
Die Erwartungen an den Ukraine-Gipfel sind so hoch wie die Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird. Ursache sind unter anderem Selenskyjs letzter Besuch im Weißen Haus und die Dynamik, die seit Trumps Treffen mit Putin in die Ukraine-Verhandlungen gekommen zu sein scheint. © dpa
Selenskyj bei Trump
Im Gegensatz zum letzten Treffen Trumps mit Selenskyj im Weißen Haus war die Atmosphäre diesmal deutlich besser. Endete der letzte Auftritt noch im hitzigen Wortgefecht und im diplomatischen Debakel, waren beide diesmal um eine freundliche Beziehung bemüht. © afp
Selensky und Trump im Oval Office
Brian Glenn, Journalist beim rechtsextremen Sender Real America, hatte Wolodymyr Selenskyj beim letzten Besuch noch für seine Kleidung kritisiert. Der ukrainische Präsident erschien damals in einem Millitär-Pullover. Diesmal trug Selenskyj Anzug und Hemd. „Sie sehen in diesem Anzug fantastisch aus“, kommentierte Glenn Selenskyjs Outfit. Mit seiner Antwort hatte der ukrainische Präsident die Lacher auf seiner Seite. „Sie tragen denselben Anzug. Ich habe mich umgezogen, Sie offenbar nicht“, so Selenskyj. © afp
Vance im Oval Office
Am Treffen mit Wolodymyr Selenskyj im Oval Office nahmen neben Trump US-Außenminister Marco Rubio (r.) und Vizepräsident JD Vance teil. Der hatte den ukrainischen Präsidenten beim letzten Besuch im Weißen Haus noch attackiert und ihm Undankbarkeit vorgeworfen. © afp
Pete Hegseth
Ein weiterer Vertreter der Regierung Trumps beim Besuch Wolodymyr Selenskyjs: Verteidigungsminister Pete Hegseth. © imago
Limousine von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Weißen Haus
Nicht nur Wolodymyr Selenskyj reiste spontan nach Washington, DC. Unterstützung erhielt er beim Treffen mit Donald Trump von einer großen Delegation aus Europa. Hier kommt die Limousine von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Weißen Haus an. © imago
Meloni bei Trump
Meloni gilt als politische Verbündete Donald Trumps. Wie der Rechtspopulist in den USA setzt Italiens Ministerpräsidentin und Chefin der rechtsextremen Partei „Fratelli d‘Italia“ auf harte Abschiebepolitik und geschlossene Grenzen. In Sachen Ukraine-Krieg steht Meloni aber fest an der Seite Selenskyjs und ihrer europäischen Begleiter. © afp
Emmanuel Macron in Washington
Donald Trumps Protokollchefin Monica Crowley begrüßt Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron an der Tür des Weißen Hauses. Diese Rolle hat in der Vergangenheit bei solchen Besuchen Melania Trump übernommen. Von der First Lady war beim heutigen Ukraine-Gipfel aber zunächst nichts zu sehen. © afp
Ukraine-Treffen in Washington
Hier begrüßt Crowley Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Weißen Haus. © dpa
Alexander Stubb in Washington
Der wohl überraschendste Name auf der Liste der europäischen Delegation bei Trumps Gipfel gehört wohl Alexander Stubb. Finnlands Präsident dürfte aber eine Schlüsselrolle beim Versuch zukommen, Trump von Europas Position im Ukraine-Krieg zu überzeugen. Sein Land teilt sich mehr als 1.300 Kilometer Landgrenze mit Russland. Stubb dürfte die Aufgabe zukommen, Trump davon zu überzeugen, dass bei den Verhandlungen mit Russland nicht nur die Zukunft der Ukraine, sondern die Sicherheit Europas auf dem Spiel steht. © afp
Merz bei Trump
Mit von der Partie in Washington, DC ist Friedrich Merz. Dem Bundeskanzler wurde nach seinem letzten Besuch bei Donald Trump ein guter Auftritt attestiert. Diesmal will der CDU-Chef Wolodymyr Selenskyj bei seinen Verhandlungen über Frieden im Ukrainekrieg unterstützen. © afp
Merz bei Trump in Washington
Gegenüber der ARD bezeichnete Merz, hier bei der Ankunft am Weißen Haus, die Entwicklungen nach dem Treffen Trumps und Putins als „Licht und Schatten“. Der Bundeskanzler übte geschickt verpackte Kritik am US-Präsidenten. „Die Presse in Russland jubelt. Ein bisschen weniger wäre auch gut gewesen“, so der CDU-Chef in der Tagesschau. © afp
Ukraine Trump
In ähnlicher Besetzung hatte eine Delegation aus Europa in Sachen Ukraine-Krieg schon einmal Kontakt zu Donald Trump aufgenommen. Damals waren Keir Starmer, Emmanuel Macron, Polens Ministerpräsident Donald Tusk und Friedrich Merz in die Ukraine gefahren. Gemeinsam mit Wolodymyr Selenskyj berieten sie telefonisch mit Trump © imago
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer scheint frohen Mutes, als er zum Ukraine-Gipfel bei Donald Trump eintrifft. © dpa
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg
Die Europäische Union (EU) vertritt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg in Washington, DC. Von der Leyens letzter Besuch bei Trump endete mit einem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. © dpa
Von der Leyen und Selenskyj
Kurz vor dem Ukraine-Gipfel mit Trump in Washington, DC empfing Ursula von der Leyen Wolodymyr Selenskyj in Brüssel. Dort beriet die EU-Kommissionspräsidentin sicherlich auch das gemeinsame Vorgehen mit dem Präsidenten der Ukraine. © imago
Ukraine Gipfel in Washigton
Die große Runde in Washington, DC zum Ukraine-Gipfel versammelt: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premier Keir Starmer, die Präsidenten Alexander Stubb (Finnland), Wolodymyr Selenskyj (Ukraine), Donald Trump (USA), Emmanuel Macron (Frankreich) stellen sich mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte (v.l.n.r.) zum Gruppenbild auf. © afp
Macron und Trump in Washington
Bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz verteilte Donald Trump Komplimente in alle Richtungen. Sein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj sei wunderbar gewesen. Friedrich Merz als Freund zu haben, sei eine „große Ehre“ für ihn, so der US-Präsident. Über Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (im Bild) sagte Trump: „Ich mag ihn seit dem ersten Tag. Und ich mag ihn immer noch. Das ist ungewöhnlich.“ © afp
Meloni bei Trump in Washington
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte Donald Trump „eine großartige Führungspersönlichkeit, die viele inspiriert“. Sie habe „trotz ihres jungen Alters schon viel erreicht“, so Trump über die Rechtspopulistin. „Sie regiert auch schon eine ganze Zeit lang. Andere haben nicht so lange durchgehalten wie sie“, scherzte der US-Präsident über seine Kollegin aus Italien, das berühmt ist für seine häufigen Regierungswechsel. © afp
Vance und Starmer
JD Vance im Gespräch mit dem britischen Premier Keir Starmer. Der Vizepräsident war erst vor kurzem zum Urlaub auf den britischen Inseln. Sein Besuch im südenglischen Cotswolds löste Protest der heimischen Bevölkerung aus. © afp
Merz nach Treffen mit Trump
Nach dem ersten Gespräch mit Donald Trump beim spontanen Ukraine-Gipfel im Weißen Haus zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz sich optimistisch. Der Weg sei „offen für komplizierte Verhandlungen“. Vom US-Präsidenten forderte Merz, den Druck auf Wladimir Putin zu erhöhen. Der Kanzler wiederholte außerdem die Forderung der europäischen Vertreter nach einer Waffenruhe. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein weiteres Treffen ohne eine Waffenruhe stattfinden kann“, stellte Merz klar. © dpa
Selenskyj und Trump nach Treffen im Weißen Haus
Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den vorangegangenen Austausch mit Donald Trump als „sehr gute Unterhaltung“. Man habe über „viele sensible Dinge“ gesprochen, so der ukrainische Präsident. Trump wiederum kündigte bereits ein Dreiertreffen zwischen ihm, Selenskyj und Russlands Präsidenten Wladimir Putin an. Die Frage sei „nicht, ob, sondern wann“ ein solcher Gipfel stattfinden würde. © afp

Die nimmt auch Simon McDonald beim Blick auf den spontanen Ukraine-Gipfel in Trumps Amtssitz wahr. „Das heutige Treffen in Washington ist eines der seltsamsten in der modernen Diplomatie“, schreibt der ehemalige britische Botschafter in einem Kommentar für den Guardian.

Für Selenskyj und Europa steht beim Treffen mit Trump alles auf dem Spiel

Für Europa und die Ukraine steht viel auf dem Spiel. Nach dem Treffen mit Putin schien Trump wieder der Argumentation des russischen Staatschefs in Sachen Ukraine-Krieg zu folgen. Wolodymyr Selenskyj müsse sich auf Gebietsabtretungen einstellen, wenn er einen Frieden wolle. Über einen Waffenstillstand will Trump allem Anschein nach nicht verhandeln, sondern lieber direkt in möglicherweise langwierige Friedensverhandlungen treten – auch wenn das bedeutet, dass an der Front weiter gekämpft wird. Was genau aber Donald Trumps Vorstellung ist, wie ein Frieden in der Ukraine aussehen soll, ist – wenn überhaupt – nur ihm bekannt.

Das heutige Treffen in Washington ist eines der seltsamsten in der modernen Diplomatie.

Simon McDonald, Ex-Botschafter Großbritanniens

Die Position der europäischen Delegation dagegen ist eindeutig. Das zeigt schon die personelle Besetzung. Sie umfasst rechtskonservative Persönlichkeiten wie Meloni mit linksliberalen Vertretern wie Starmer. Bei allen Unterschieden vereint sie alle eine Allianz mit Selenskyj und der Ukraine im Kampf gegen Putins Russland. Und jeder bringt ganz eigene Qualitäten mit nach Washington D.C.:

Nato-Generalsekretär Mark Rutte trifft beim Ukraine-Gipfel auf „Daddy“ Trump

Der Nato-Generalsekretär umgarnte Donald Trump bei den bisherigen Treffen so sehr, dass es Beobachtern fast schon unangenehm wurde. Rutte nannte Trump beim Nato-Gipfel scherzhaft „Daddy“ und lobte ihn dafür, die Mitgliedsländer zu einer Erhöhung ihrer Verteidigungsetats zu drängen. Europa müsse militärische Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen, so der Nato-Generalsekretär. Musik in Trumps Ohren.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nimmt an Ukraine-Gipfel teil

Die EU-Kommissionspräsidentin dürfte beim Treffen mit Trump im Weißen Haus die wirtschaftliche Macht Europas symbolisieren. Erst vor kurzem hatte von der Leyen ein Handelsabkommen mit dem US-Präsidenten vereinbart, das dieser als „die größte Handelspartnerschaft der Welt“ bezeichnete. Von der Leyen gilt als Unterstützerin der Ukraine und empfing noch am Sonntag Selenskyj in Brüssel.

Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich in Alaska zum Gipfel. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich im US-Bundesstaat Alaska zum Gipfel in Sachen Ukraine-Krieg. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.  © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson + IMAGO / Anadolu Agency + IMAGO / ITAR-TASS
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska.
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska. © dpa/FR596 AP | Luis M. Alvarez
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen.
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen.
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt.
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor.
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor. © IMAGO / SNA
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska.
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska. © IMAGO/Hasan Akbas/Anadolu Agency
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander.
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander. Trump soll ihm laut US-Medien dort sogar kurz applaudiert haben. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück.
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One.
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut.
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen.
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen.
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff.
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.).
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.). © IMAGO/Kremlin Press Office
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement.
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement. © dpa/AP | Jae C. Hong
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio.
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska.
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska. © dpa/AP | Jae C. Hong
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“.
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“. © dpa/XinHua | Wu Xiaoling
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden.
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden. © Wu Xiaoling/dpa/AP
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus.
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen.
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz.
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz. © IMAGO/Gavriil Grigorov
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder.
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Treffen von Trump und Putin.
Putin legt nach dem Treffen mit Trump Blumen an den Gräbern sowjetischer Soldaten nieder, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Nationalfriedhof Fort Richardson in Alaska begraben wurden. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets.
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov

Keir Starmer, Alexander Stubb und Emmanuel Macron mit klaren Rollen beim Treffen mit Trump

Großbritanniens Regierungschef machte bei seinem Amtsantritt in Washington, D.C. eine gute Figur, so die einhellige Meinung der Medien. Starmer hielt Trump bei Laune. Die Beziehung der beiden gilt als gut, obwohl der britische Premierminister als Vertreter der Labour-Partei politisch aus einem anderen Lager stammt als der Republikaner Trump.

Auch Alexander Stubb weiß, wie man Eindruck bei Trump schindet. Er traf den US-Präsidenten in Florida zu einer Runde Golf. Stubbs Teilnahme am Gipfel dürfte ganz bewusst gewählt sein: Finnland teilt sich eine mehr als 1300 Kilometer lange Landgrenze mit Russland. Stubbs Aufgabe beim Ukraine-Gipfel wird sein, Trump davon zu überzeugen, dass man Putin nicht trauen könne und weit mehr als nur die Zukunft der Ukraine auf dem Spiel stehe.

Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Die Beiden treffen am Freitag (18. August) wohl erneut aufeinander, dann in Washington DC beim Gipfel mit US-Präsident Donald Trump.

Präsident Emmanuel Macron wirft neben seinem guten Draht zu Trump das ganze historische und kulturelle Gewicht Frankreichs in die Wagschale. Der US-Präsident sonnt sich gerne im Licht der Grande Nation, wie sein Besuch zur Eröffnung der Kirche Notre Dame in Paris eindrucksvoll bewies. Und Macron scheint bereit, Trump die Bühne zu bieten, die dieser begehrt.

Giorgia Meloni in der Doppelrolle als Trumps Verbündete und Unterstützerin der Ukraine

Als Trumps Schwester im Geiste reist Giorgia Meloni nach Washington. Die italienische Ministerpräsidentin ist Mitglied der mitunter als rechtsextrem eingestuften Partei Fratelli d‘Italia. Wie der Rechtspopulist Trump setzt sie in Sachen Migrationspolitik auf Abschiebungen und geschlossene Grenzen. Beim Thema Ukraine-Krieg wiederum steht sie an der Seite ihrer europäischen Kollegen. Meloni dürfte dank dieser Doppelrolle bei den heutigen Verhandlungen in Washington, D.C. deshalb eine besondere Bedeutung zukommen.

Schlüpft Friedrich Merz beim Treffen mit Trump in die Führungsrolle?

Bleibt Friedrich Merz, der als Bundeskanzler Deutschlands das größte Land Europas vertreten wird. Merz umschmeichelte Trump bei seinem Antrittsbesuch in Washington, D.C. und beeindruckte den US-Präsidenten sichtlich. Seitdem bemüht sich der CDU-Chef um Vorsicht bei seinen Formulierungen. Dem deutschen Regierungschef dürfte bei den Verhandlungen in Washington allein aufgrund der schieren Größe der Bundesrepublik eine führende Rolle zukommen.

Zusammengestellt ist Europas handverlesene Delegation für den Ukraine-Gipfel in Washington, D.C. nach allen Regeln der Kunst. Ihr obliegt es nun, Selenskyj bei den Verhandlungen beizustehen, ohne Trump dabei zu brüskieren oder in die Ecke zu drängen. Ein diplomatischer Drahtseilakt bahnt sich an, was allein die Erinnerung an Selenskyjs letztem Besuch im Oval Office prophezeit. (dil)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pool /Ukrainian Presidentia

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