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Stimmkreis Mühldorf

Landtagswahl 2023: Luis Böhling (V-Partei³) im Steckbrief und zu den wichtigsten Fragen

Luis Böhling, Direktkandidat der V-Partei³ im Stimmkreis Mühldorf, hat sich den Fragen von innsalzach24.de gestellt.
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Luis Böhling, Direktkandidat der V-Partei³ im Stimmkreis Mühldorf, hat sich den Fragen von innsalzach24.de gestellt.

Bei der Landtagswahl 2023 in Bayern stehen im Stimmkreis Mühldorf 11 Kandidaten zur Wahl. Wir stellen alle Kandidaten einzeln vor. Dieses Mal: Luis Böhling (V-Partei³).

Mühldorf - Am 8. Oktober 2023 findet in Bayern die Landtagswahl 2023 statt. Im Stimmkreis Mühldorf treten 11 Kandidaten an. Jeder Kandidat hat sich zu sechs Kernfragen geäußert. Hier sehen Sie die Antworten von Luis Böhling (V-Partei³).

Kandidaten-Steckbrief

Bitte stellen Sie sich kurz vor und formulieren Ihre Kernaussage, Ihre politischen Schwerpunkte und Ihre Motivation.

Luis Böhling (19), Sankt Wolfgang, Student, ledig, keine Kinder, V-Partei³.

„Mein Name ist Luis Böhling und ich bin Student (Management erneuerbarer Energien). Meine Hobbys: Kochen, Aktivist sein, Wandern.

Meine politische Motivation ist weitreichend und hängt mit meinem offenen Weltbild zusammen. Es ist gerade in der Politik besonders wichtig, dass alle Menschen miteinbegriffen werden, was derzeit, wie aber auch schon die Jahre davor, nicht geschehen ist.

Mein Engagement gilt daher besonders Menschen, die bisher nur schwer oder gar nicht wahrgenommen wurden. Es ist wichtig, dass sich auch junge Menschen in der politischen Atmosphäre wohlfühlen und repräsentiert werden. Als solchen sehe ich mich.

Fern von Lobby-Interessen und politischer Sturheit möchte ich Politik machen, die nicht globale, nationale und regionale Entwicklung ignoriert, sondern alle Menschen einschließt. Wir sind eine große Gemeinschaft, und es ist wichtig, unseren Zusammenhalt, unsere Demokratie und unsere Zukunft zu wahren.

Ich sehe meine und die Zukunft von uns allen in Gefahr, wenn nicht Politik für die Menschen, sondern für Lobby und Konzern gemacht wird. Für eine lebenswerte Zukunft stehe ich auf und kandidiere.

Wenn das Wetter verrückt spielt

Dürre, Waldbrände, Starkregen, Tornados – muss sich auch die Region auf deutlich mehr Wetter-Extreme einstellen? Wie kann sich Bayern wappnen? Und was kann Bayern zum globalen Kampf gegen den Klimawandel beitragen?

Antwort: Natürlich müssen wir uns auf immer stärker werdende Wetterextreme einstellen. Es sollte dabei aber nicht vergessen werden, dass die Klimakatastrophe etwas ist, dass uns alle betrifft, weswegen wir uns auch alle gemeinsam dagegen wehren müssen.

Es braucht gemeinschaftliche Konzepte, sowohl als Unterstützung bei Extremwetterunfällen, als auch in der präventiven Vorbereitung, wie zum Beispiel für den Ausbau erneuerbarer Energien in genossenschaftlichen Konzepten.

Bayern ist als ein führendes wirtschaftliches Bundesland in der Lage und Verantwortung, den Klimawandel mit voller Stärke anzugehen, sei es bei dem Ausbau von Windkraft oder mit einer vernünftigen Mobilitätswende.

Dazu zählen neben dem Ausbau der Bahnstrecken auch vernünftige Busverbindungen. So kann jedem Menschen, ob Jung oder Alt, gleichermaßen Mobilität gewährleistet werden. So geht aber die Frage des Klimawandels Hand in Hand mit eben der Frage der Mobilität, sowie der Biodiversität.

Gebiete zu schützen, um sie der Biosphäre außerhalb menschlicher Einflussnahme zur Verfügung zu stellen, muss die Aufgabe eines so großen Landes wie Bayern sein. So erhalten wir uns nicht nur die Natur, sondern auch unsere Lebensgrundlage.

Flüchtlinge und kein Ende

Was muss der Freistaat beim Thema Flüchtlingsunterbringung aus Ihrer Sicht tun, damit die Kommunen die Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen bewältigen können?

Antwort: Es ist davon auszugehen, dass in kommenden Jahren immer mehr Flüchtlinge Schutz suchen werden. Darauf können wir nicht mit Grenzschließung und Ausgrenzung reagieren. Schon gar nicht, wenn wir uns überlegen, dass wir Arbeitskräfte in allen Bereichen brauchen werden.

Nun leben wir zu einer Zeit, in der sich die Digitalisierung immer weiter entwickelt. So haben zum Beispiel viele Menschen die Möglichkeit auf Home-Office, wodurch Büroräume und damit Lebensräume frei werden.

Es braucht aber abgesehen von der Flüchtlingssituation mehr Wohnraum. So liegt es in der Verantwortung des Freistaates, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, indem auf staatliche Initiative hin Flächen nicht an Superreiche verkauft werden, sondern dem sozialen Wohnungsraum zur Verfügung gestellt werden.

Es obliegt auch kommunaler Verantwortung, freie Flächen zu nutzen, natürlich mit staatlicher Unterstützung, um eine diverse und bunte Gesellschaft zu bilden, in der sich jeder Mensch wohlfühlt und eine Chance auf Selbstverwirklichung hat.

Medizin hängt am Tropf

Die heimischen Krankenhäuser machen gewaltige Defizite. Welche Möglichkeiten muss der Freistaat nutzen, um die medizinische Versorgung in Kliniken in der Region sicherzustellen und dabei auch das Personal vernünftig bezahlen zu können? Wie kann man generell die medizinische Versorgung verbessern und Medikamenten-Engpässe vermeiden?

Antwort: Gesundheit, mit ihrer Versorgung und Vorsorge, ist ein wichtiges Gut, das wir uns in Deutschland erkämpfen mussten und dabei so erfolgreich waren wie kein zweites Land.

Es sollte also auch im gemeinschaftlichen Sinn sein, Kliniken zu erhalten, Personal fair zu bezahlen und die Versorgung zu sichern. Dafür bietet es sich an, Krankenhäuser und Praxen staatlich zu schützen, sodass diese nicht in wirtschaftlicher Gewinnmaximierung gezwungen sind.

Es sollte allen Menschen möglich sein, ehrliche ärztliche Hilfe zu bekommen, sollte diese notwendig sein. Es ist aber nun mal so, dass wir personelle Engpässe haben. Hier kann der Freistaat verschiedene Anreize schaffen, um mehr Menschen für die Ausbildungen zu begeistern. Auch eine Medikamentenversorgung sollte gewährleistet werden können. Hier kann der Staat zum Beispiel Forschungen fördern und Medikamente puffern. Die Gesundheit eines Menschen darf nicht zum Privileg in unserer Gesellschaft werden, sondern muss für jeden zugänglich bleiben.

Bahnausbau in der Warteschleife

Der Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing verzögert sich massiv bis Mitte 2035. Was kann der Freistaat tun, um das Genehmigungsverfahren und den Bau zu beschleunigen?

Antwort: Das Problem der Genehmigungen ist komplex, denn die Infrastruktur eines Landes ist überall verteilt. So dauert es lang, bis Genehmigungen erteilt sind. Jedoch müssen wir uns fragen, wo unsere Prioritäten liegen.

So wäre es möglich, wichtige Genehmigungen zu beschleunigen, indem infrastrukturelle Interessen priorisiert werden. Aber der Freistaat kann auch für bessere Kommunikation sorgen. So könnte der Freistaat eine Initiative gründen, um es allen Beteiligten möglich zu machen, sich an einen „Tisch“ zu setzen und den Ausbau zu besprechen.

Lärmschutz für A94-Anwohner

Vor der letzten Bundestagswahl versprach Ministerpräsident Markus Söder, sich um das Problem der Lärmbelastung an der A94 zu kümmern. Bis heute ist nichts geschehen. Was wollen Sie tun, um den Anwohnern angemessenen Lärmschutz zu bieten?

Antwort: Die nachhaltigste Veränderung wäre die Mobilitätswende, denn wenn mehr Menschen statt ins Auto in die Bahn steigen, sofern diese eine sinnvolle Alternative ist, werden Straßen entlastet – und das führt auch zur Lärmreduzierung.

Aber auch könnte der Staat betroffene Strecken mit Lärmschutzwänden und/oder Flüsterasphalt ausstatten. Lärmschutzwände können dabei auch in biologischen Formen aufgestellt werden.

So könnte durch Aufforstung und Begrünung entsprechender Regionen Lärm gedämpft werden. Zum Lärmschutz gibt es einige Möglichkeiten, die regional gefunden und kommunal gestemmt werden müssen – natürlich mit Unterstützung des Freistaates.

Ihr Lieblingsthema

Ein Thema, das Sie für sehr wichtig halten, fehlt in der Liste? Etwa Wohnraum, Energiekosten, Bildung, Mittelstand oder Landwirtschaft? Dann nur zu! Nehmen Sie Stellung zu einem Thema Ihrer Wahl.

Antwort: Es fällt mir schwer, mich auf ein Thema zu reduzieren, da es viele Dinge gibt, die angepasst werden sollten. Ich möchte mich aber hier auf ein Thema fokussieren. Da wir in Bayern sind, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen.

Im Freistaat existiert das Polizeiaufgabengesetz, welches zur Terrorismusbekämpfung eingesetzt werden sollte, diese Aufgabe aber absolut verfehlt. So müssen wir uns als Zivilgesellschaft fragen, wie viel Macht wir diesem Arm des Gesetzes geben möchten. Ein Gesetz, das vor fünf Jahren verabschiedet wurde – trotz tausender Gegendemonstranten, obwohl es verfassungsrechtlich von vielen kritisch gesehen wird und obwohl es die Willkür des Staates verteidigt.

Ein Gesetz, dass die Observierung und sogar zwei Monate Präventivhaft bei jedem Bürger rechtfertigt und legitimiert, ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft und für unsere Demokratie.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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