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Aktuelle News zur Lage

Ukraine-Krieg: Merz schlägt „assoziierte Mitgliedschaft“ der Ukraine in der EU vor

News zum Ukraine-Krieg: Über dem Schwarzen Meer drängt Russlands Armee britische Kampfjets ab. Merz fordert Teilmitgliedschaft der Ukraine in der EU.

Dieser Ukraine-Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem neuen News-Ticker.

Update, 6:05 Uhr: Friedrich Merz (CDU) hat eine „assoziierte Mitgliedschaft“ der Ukraine in der EU vorgeschlagen. In einem Brief an die EU-Spitzen plädiert der Bundeskanzler für eine engere Einbindung Kiews in europäische Institutionen – noch vor einem vollständigen Beitritt. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, Merz wolle damit eine „neue Dynamik“ in den Erweiterungsprozess bringen. „Ich schlage vor, die Idee einer ‚assoziierten Mitgliedschaft‘ für die Ukraine weiter zu erörtern“, schrieb Merz laut der Nachrichtenagentur AFP in dem Brief. Der Vorschlag sieht vor, dass Kiew an Treffen des EU-Rats teilnehmen kann – allerdings ohne Stimmrecht. Auch im Ukraine-Krieg würde die Initiative Wirkung entfalten: Eine vollständige Angleichung an die EU-Außen- und Sicherheitspolitik inklusive der Beistandsklausel nach Artikel 42.7 soll Kiew eine „Sicherheitsgarantie“ bieten.

Will der Ukraine eine Teilmitgliedschaft in der EU anbieten: Kanzler Friedrich Merz (CDU).

Update, 5:27 Uhr: Vor dem Hintergrund eines angespannten Verhältnisses zwischen den USA und den übrigen NATO‑Verbündeten treffen sich am heutigen Donnerstag die Außenminister der Allianz im schwedischen Helsingborg. Bei dem zweitägigen Treffen soll es eigentlich um die Vorbereitung des NATO-Gipfels in Ankara Anfang Juli gehen. Auf der Agenda stehen unter anderem die Unterstützung der Ukraine sowie der Ausbau der Rüstungskapazitäten. Doch parallel dürften der Iran-Krieg und der geplante US-Truppenabzug aus Europa die Gespräche am Rande des Treffens dominieren.

Update, 22:06 Uhr: Zwei russische Kampfjets haben britischen Angaben zufolge im vergangenen Monat über dem Schwarzen Meer ein britisches Aufklärungsflugzeug „mehrfach und gefährlich“ abgefangen. „Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das gefährliche und inakzeptable Verhalten russischer Piloten gegenüber einem unbewaffneten Flugzeug, das im internationalen Luftraum operiert“, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey laut einer Erklärung seines Ministeriums am Mittwoch.

„Dieser Vorfall stellt ein ernsthaftes Risiko für Unfälle und eine Eskalation dar“, fügte Healey hinzu. Die russischen Jets vom Typ Su-35 und Su-27 hatten den Angaben zufolge im vergangenen Monat ein Flugzeug vom Typ Rivet Joint der Royal Air Force abgefangen. Dabei sei eine Su-27 zeitweise bis auf sechs Meter an die Nase des britischen Flugzeugs herangekommen, erklärte das Verteidigungsministerium weiter. In dem britischen Flugzeug wurde dabei das Notfallsystem ausgelöst.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 13:52 Uhr: Im Mai 2026 hat die Ukraine ihre Angriffe tief im russischen Hinterland deutlich intensiviert. Im Fokus steht dabei die russische Ölindustrie, um die Treibstoffversorgung des russischen Militärs zu stören und die Einnahmen des Kremls zu schmälern. Jetzt gab es einen weiteren Angriff. Die Details in: Russlands Wirtschaft zunehmend unter Druck: Ukraine legt Moskauer Ölraffinerie lahm.

Update, 13:05 Uhr: In Litauen hat ein Drohnenalarm die Behörden zu verstärkten Sicherheitsvorkehrungen veranlasst. Die Behörden des EU- und NATO-Landes riefen die Menschen in mehreren Regionen dazu auf, Schutzräume aufzusuchen. Präsident Gitanas Nauseda und Regierungschefin Inga Ruginiene sowie Abgeordnete des Parlaments in Vilnius wurden in Sicherheit gebracht, wie ihre Büros der Nachrichtenagentur BNS mitteilten. Das öffentliche Leben stand kurzzeitig still. Die Baltenstaaten Litauen, Estland und Lettland gehören zu den vehementesten Unterstützern der Ukraine. Russland wirft den drei früheren Sowjetrepubliken immer wieder vor, dass sie der Ukraine als Basis für Angriffe auf russisches Territorium dienten. Die Länder weisen dies zurück.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew greift erneut Ölraffinerie in Russland an

Update, 11:55 Uhr: Ukrainische Drohnen haben erneut eine Ölraffinerie in Russland angegriffen – zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen. Bei dem Angriff auf die Lukoil-Anlage im russischen Kstowo im Gebiet Nischni Nowgorod brach ein Feuer aus, das nach Angaben der Behörden noch andauert. Der russische Telegram-Kanal ASTRA berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen und einem Brand in der Stadt. Die Raffinerie zählt zu den bedeutendsten Russlands und versorgt unter anderem die Region Moskau mit Treibstoff.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland kündigt Reaktion auf Drohnenflüge über Baltikum an

Update, 10:55 Uhr: Das russische Militär beobachtet ⁠die Drohnenflüge ‌im Luftraum der baltischen Staaten nach Angaben von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow genau. Es werde eine angemessene Reaktion ausgearbeitet, berichtete die staatliche ‌Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Peskow.

Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlich

Am 9. Mai feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland.
Am 9. Mai feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland. Eingeführt wurde der Feiertag bereits 1965. Bis heute wird er in Moskau mit einer Militärparade.  © afp
Russische Soldaten stehen in einer Formation vor der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Am 9. Mai stehen russische Soldaten in einer Formation vor der Militärparade in Moskau. © Pavel Bednyakov/dpa
Nordkoreanische Soldaten stehen in einer Formation vor der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Auch Soldaten aus Nordkorea sind bei der Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai in Moskau vor Ort. © Pavel Bednyakov/dpa
Nordkoreanische Soldaten warten auf den Beginn der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Hier warten die nordkoreanischen Soldaten auf den Beginn der Militärparade. © Pavel Bednyakov/dpa
Kremlchef Putin kann die Militärparade zum 9. Mai im Schutz einer Waffenruhe abnehmen.
Präsident Wladimir Putin sagte in seiner Rede, dass die russische Armee in der Ukraine gegen „aggressive“, von der Nato unterstützte Streitkräfte kämpfe. Die „große Leistung“ der Roten Armee im Kampf gegen Nazi-Deutschland inspiriere die heutigen Soldaten bei ihrem Einsatz in der Ukraine, fügte er hinzu. Moskaus Sache sei „gerecht“. © Imago
Der russische Präsident Wladimir Putin (M, hinten) nimmt an einer Zeremonie zur Niederlegung von Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer in Moskau teil.
Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt an einer Zeremonie zur Niederlegung von Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer in Moskau teil.  © Alexander Nemenow/AFP
Tag des Sieges in Russland
Hier ist Putin nur verdeckt zu sehen. © Alexander Nemenov/dpa
Russische Soldaten marschieren am 9. Mai während über den Roten Platz in Moskau.
Russische Soldaten marschieren am 9. Mai während der Militärparade über den Roten Platz in Moskau. © Igor Iwanko/AFP
Gäste nehmen an der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau teil.
Gäste nehmen an der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau teil. © Maxim Shipenkov/dpa
Russische Militärjets überfliegen die Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Russische Militärjets überfliegen die Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.  © Maxim Shipenkov/dpa
Russische Soldaten, die an der sogenannten „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine beteiligt sind, marschieren am 9. Mai 2026 während der Militärparade zum Tag des Sieges über den Roten Platz in Moskau.
Russische Soldaten, die an der sogenannten „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine beteiligt sind, marschieren am 9. Mai 2026 während der Militärparade zum Tag des Sieges über den Roten Platz in Moskau. © Igor Iwanko/AFP
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko (links) begleitet Putin bei der Militärparade.
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko (links) begleitet Putin bei der Militärparade. © Pavel Bednyakov/dpa
Moskau am Donnerstag, den 7. Mai 2026, zwei Tage vor der Parade zum Tag des Sieges. Unweit des Roten Platzes sammeln sich an diesem Tag bereits Rekruten der Russischen Armee für Proben.
Die Vorbereitungen für die Militärparde liefen auch im Jahr 2026 im Vorfeld bereits auf Hochtouren. Moskau am Donnerstag, den 7. Mai 2026, zwei Tage vor der Parade zum Tag des Sieges. Unweit des Roten Platzes sammeln sich an diesem Tag bereits Rekruten der Russischen Armee für Proben. © dpa
Unweit der Großen Steinernen Brücke stellen sich Marine-Kadetten auf, um einer nächtlichen Probe für die Siegesparade in Moskau zu Ehren des Tages des Sieges am 9. Mai teilzunehmen.
Unweit der Großen Steinernen Brücke stellen sich Marine-Kadetten auf, um an einer nächtlichen Probe für die Siegesparade in Moskau zu Ehren des Tages des Sieges am 9. Mai teilzunehmen. © afp
Rekruten der russischen Armee besprechen sich vor Beginn der Generalprobe zur Militärparade am Tag des Sieges in Moskau.
Rekruten der russischen Armee besprechen sich vor Beginn der Generalprobe zur Militärparade am Tag des Sieges in Moskau. © afp
In den vergangenen Jahren haben bei der Parade zum Tag des Sieges in Moskau zwischen 9.000 und 11.000 Soldaten teilgenommen. Darunter Einheiten der Marine, der Luftwaffe und der Infanterie.
In den vergangenen Jahren haben bei der Parade zum Tag des Sieges in Moskau zwischen 9000 und 11.000 Soldaten teilgenommen. Darunter Einheiten der Marine, der Luftwaffe und der Infanterie. © dpa
Eine Marschkolonne aus etwa 40 Soldaten probt die Militärparade in Moskau.
Eine Marschkolonne aus etwa 40 Soldaten probt die Militärparade in Moskau. Bewaffnet sind die Soldaten mit Kalaschnikow-Gewehren des Typs AK-12, das aktuelle Standard-Sturmgewehr der russischen Armee. Gekleidet ist der Trupp einheitlich in modernen Felduniformen mit schwarzen Beretten, was sie als Teil der Marine-Infanterie erkennbar macht. © dpa
Im Hintergrund der Soldaten ist ein Wohnhaus an der Kotelnitscheskaja-Uferstraße zu sehen.
Im Hintergrund der Soldaten ist ein Wohnhaus an der Kotelnitscheskaja-Uferstraße zu sehen. Es handelt sich dabei um einen der als „Sieben Schwestern“ bekannten Wolkenkratzer im stalinistischen Baustil, die sich in der russischen Hauptstadt finden. © dpa
Zwischen den Paradeproben gönnen sich die russischen Rekruten in Moskau eine Pause.
Zwischen den Paradeproben gönnen sich die russischen Rekruten in Moskau eine Pause. © afp
Daily life in Moscow
Die russische Hauptstadt ist Zentrum der Feierlichkeiten rund um den Tag des Sieges. Neben der traditionellen Militärparade sind zahlreiche weitere Veranstaltungen geplant. © IMAGO/Natalia Kolesnikova
Ganz Moskau ist vor den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges geschmückt. Auf der Moskwa-Brücke, östlich des Kreml gelegen, wehen bereits Tage vor der eigentlichen Siegesparade Fahnen mit der Aufschrift „Sieg“.
Ganz Moskau ist vor den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges geschmückt. Auf der Moskwa-Brücke, östlich des Kreml gelegen, wehen bereits Tage vor der eigentlichen Siegesparade Fahnen mit der Aufschrift „Sieg“. © afp
Vor dem am östlichen Ende des Kreml gelegenen Spasskaja-Turm („Erlöser-Turm“) werden bereits die Tribünen und sonstigen Anlagen für die Feierlichkeiten am Tag des Sieges errichtet.
Vor dem am östlichen Ende des Kreml gelegenen Spasskaja-Turm („Erlöser-Turm“) werden bereits die Tribünen und sonstigen Anlagen für die Feierlichkeiten am Tag des Sieges errichtet. Auf dem Roten Platz werden auch die Ehrengäste von Russlands Präsident Wladimir Putin ihren Platz einnehmen, um von dort die Siegesparade durch Moskau verfolgen zu können. © dpa
Die Sonne scheint und die Stimmung in Moskau scheint wenige Tage vor dem 9. Mai 2026 gut.
Die Sonne scheint und die Stimmung in Moskau wirkt wenige Tage vor dem 9. Mai 2026 gut. Das zumindest gilt für diese beiden jungen Menschen, die wenige Tage vor der großen Militärparade an einer Reihe von Fahnen vorbeilaufen, die zu Ehren des Tags des Sieges in Moskau aufgehängt wurden. © afp
Auf diesem Foto aus Moskau ist ein goldener Stern zu sehen, unter dem in kyrillischer Schrift geschrieben steht: „Heldenstadt Moskau“.
Auf diesem Foto aus Moskau ist ein goldener Stern zu sehen, unter dem in kyrillischer Schrift geschrieben steht: „Heldenstadt Moskau“. Der Schriftzug findet sich auf zahlreichen Plakaten und Fahnen. Den Titel erhielt die russische Hauptstadt bereits in der Sowjet-Zeit. Er soll den Heldenmut der Stadtbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs, in Russland als „Großer Vaterländischer Krieg“ bezeichnet, ehren. © afp
Bei der Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai in Moskau finden sich auch jedes Jahr folkloristische Darbietungen, die an die Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnern sollen.
Bei der Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai in Moskau finden sich auch jedes Jahr folkloristische Darbietungen, die an die Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnern sollen. Junge Rekruten schlüpfen in historische Uniformen und tanzen mit Frauen, die traditionelle Kleidung aus der Zeit der 1940er tragen. © dpa
Vor dem monumentalen Eingangstor der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft üben hunderte Tänzerinnen und Tänzer den „Siegeswalzer“ ein.
Vor dem monumentalen Eingangstor der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft üben hunderte Tänzerinnen und Tänzer den „Siegeswalzer“ ein. Im Hintergrund ist ein Modell des sowjetischen Siegesordens, des „Pobeda“, zu sehen – geschmückt mit dem Staatswappen der UdSSR und umrahmt mit roten Fahnen, auf denen das Wort „Sieg“ prangt. © dpa
Sogar Kavallerie-Einheiten nehmen an der Militärparade durch Moskau am Tag des Sieges teil.
Sogar Kavallerie-Einheiten nehmen an der Militärparade durch Moskau am Tag des Sieges teil. Hier zu sehen sind drei Soldaten, die im Stil der russischen Kosaken mit traditionellen Uniformen an den Proben für die Parade teilnehmen. Sie tragen den langen dunklen Mantel der Kosaken, Tscherkesska genannt, dazu die traditionelle Pelzmütze (Papakha) und den typischen kosakischen Säbel (Schaschka) sowie den Dolch (Kindschal). © dpa
Diese Offiziere tragen bereits zu den Proben der Militärparade in Moskau, zwei Tage vor dem eigentlichen Tag des Sieges, bereits ihre Paradeuniformen.
Diese Offiziere tragen bereits zu den Proben der Militärparade in Moskau, zwei Tage vor dem eigentlichen Tag des Sieges, ihre Paradeuniformen. Die blaugrünen Jacken mit Stehkragen und roten Paspeln sind typisch für das russische Heer. © imago
Auch Veteranen und aktive Soldaten nehmen an den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Moskau teil.
Auch Veteranen und aktive Soldaten nehmen an den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Moskau teil. Diese Soldaten, teils hochdekoriert, entspannen sich einige Tage vor der Militärparade in der russischen Hauptstadt. Der Mann in der Mitte trägt dabei unter der klassischen Tarn-Uniform der russischen Armee ein blau-weißes Hemd, das sogenannte Telnyashka. Es wird traditionell von russischen Luftlandetruppen oder Marine-Infanteristen verwendet. © afp
Unter den aktiven Soldaten, die vor dem Tag des Sieges in Moskau eintreffen, sind auch verletzte Veteranen.
Unter den aktiven Soldaten, die vor dem Tag des Sieges in Moskau eintreffen, sind auch verletzte Veteranen. Ob sie sich die Verletzungen auf dem Schlachtfeld im Ukraine-Krieg zugezogen haben, ist nicht bekannt. © afp
eimlicher Hauptdarsteller bei der Militärparade in Moskau am Tag des Sieges ist Russlands Machthaber Wladimir Putin
Heimlicher Hauptdarsteller bei der Militärparade in Moskau am Tag des Sieges ist Russlands Machthaber Wladimir Putin, hier zu sehen auf dem Roten Platz vor Beginn der Feierlichkeiten. Geschmückt ist Putin mit dem Georgsband am Revers, in Russland ein Symbol für militärische Tapferkeit und den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. © afp
Im vergangenen Jahr rollte noch eine gigantische Militärparade durch Moskau.
Im vergangenen Jahr rollte noch eine gigantische Militärparade durch Moskau. Dieses Jahr finden die Feierlichkeiten am Tag des Sieges aber in abgespeckter Version statt. © dpa
Der Ukraine-Krieg zwingt Russland offenbar dazu, selbst im tausende Kilometer entfernten Moskau Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Der Ukraine-Krieg zwingt Russland offenbar dazu, selbst im hunderte Kilometer entfernten Moskau Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Dazu gehören Flugabwehrgeschosse, die sich auf zahlreichen offiziellen Einrichtungen in der Hauptstadt befinden. © afp
Kurz vor dem Tag des Sieges wurde ein Wohnhochhaus in der Mosfilmowskaja-Straße getroffen.
Sie sollen Drohnenangriffe während der Militärparade verhindern. Moskau ist im Verlauf des Ukraine-Kriegs immer wieder zum Ziel ukrainischer Drohnen geworden. Kurz vor dem Tag des Sieges wurde ein Wohnhochhaus in der Mosfilmowskaja-Straße getroffen. © dpa
Tausende Soldaten und Polizeikräfte sollen am Tag des Sieges einen reibungslose Militärparade gewährleisten.
Auch das Sicherheitspersonal in der Hauptstadt selbst wurde massiv erhöht. Tausende Soldaten und Polizeikräfte sollen am Tag des Sieges eine reibungslose Militärparade gewährleisten. © imago
Zu den Sicherheitskräften gehören auch Nationalgardisten, die in russischen Militärfahrzeuge des Typs Tigr in der Haupstadt unterwegs sind.
Zu den Sicherheitskräften gehören auch Nationalgardisten, die in russischen Militärfahrzeugen des Typs Tigr in der Haupstadt unterwegs sind. © afp
Eine strategische russische Atomrakete vom Typ Topol-M (Nato-Code: SS-27 Sickle B) fährt bei der Militärparade zum Tag des Sieges über den Roten Platz.
Aus Angst vor ukrainischen Angriffen müssen die Bewohnerinnen und Bewohner Moskaus bei der diesjährigen Militärparade offenbar auf schweres Militärgerät verzichten. Waren im Vorjahr noch strategische Atomraketen des Typs Topol-M Teil der Parade, sind dieses Jahr wohl weder Panzer noch Raketen zu sehen. © dpa

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Alarm – Flughafen in Litauen setzt Flüge aus

Update, 10:05 Uhr: Der Flughafen ⁠der ‌litauischen Hauptstadt Vilnius setzt nach Angaben des nationalen Krisenzentrums wegen eines Drohnen-Alarms den Flugbetrieb aus. Auslöser ist eine Drohne im benachbarten ‌Belarus, die in Richtung Litauen fliegt. Die Herkunft des Fluggeräts ist der Behörde zufolge noch unklar. Erst am Vortag ⁠hat ein NATO-Kampfjet nach estnischen Angaben eine mutmaßliche ukrainische Drohne über Estland abgeschossen. In der Region kommt es vor dem Hintergrund ukrainischer Angriffe auf Russland immer wieder zu Verletzungen des Luftraums.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew meldet neue Zahlen zu Russlands Verlusten

Update, 9.30 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 920 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,35 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem will die Ukraine unter anderem 60 Artilleriesysteme zerstört haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

  • Soldaten: 1.352.070 (+920 zum Vortag)
  • Panzer: 11.943 (+3)
  • Artilleriesysteme: 41.400 (+60)
  • Mehrfach-Raketenwerfer: 1795 (+3)
  • Luftabwehrsysteme: 1388 (+2)

Update, 8:10 Uhr: Die ukrainische Armee hat in der Nacht eine Chemiefabrik in der russischen Region Stawropol angegriffen. Das melden russische Telegram-Kanäle. Die Anlage gehört zu den wichtigsten russischen Lieferanten von Mineraldünger und Chemikalien, die auch für Sprengstoff und Artilleriegranaten verwendet werden. Der Bürgermeister von Newinnomyssk meldete aktive Luftabwehr über der Stadt. Menschen vor Ort berichteten von Explosionen und einem Brand.

Update, 7:05 Uhr: Laut einem Bericht der Financial Times laufen in der EU auf Regierungsebene Gespräche darüber, wer die Staatengemeinschaft in möglichen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertreten könnte. Als Kandidaten werden die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi genannt. Die EU-Außenminister wollen das Thema kommende Woche bei einem Treffen auf Zypern besprechen.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf Region Stawropol in Südrussland

Update, 5:50 Uhr: Der Gouverneur der südrussischen ‌Region Stawropol hat auf Telegram einen ukrainischen Drohnenangriff gemeldet. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. In dem Gebiet um die Stadt Newinnomyssk befindet sich eine große Chemiefabrik, die bereits zuvor Ziel von Drohnenangriffen aus der Ukraine war. Örtliche ukrainische Behörden berichten, bei russischen Angriffen auf die Stadt Dnipro und die Region Sumy ​seien elf Menschen verletzt worden.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf russisches Industriegebiet in Region Stawropol

Update, 20. Mai, 5:00 Uhr: Industriegebiete rund um die Stadt Newinnomyssk in der südrussischen ​Region Stawropol ⁠werden nach Angaben des dortigen Gouverneurs von Drohnen angegriffen. Weitere ⁠Details nannte Wladimir Wladimirow auf ​Telegram zunächst ‌nicht. In der Gegend befindet sich ein großes Chemiewerk, ​das bereits in ​der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war.

Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Oberbefehlshaber spricht über US-Truppenabzug aus Europa

Update, 22:57 Uhr: Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat sich wenig besorgt über den angekündigten US-Truppenabzug aus Europa geäußert. „Ich möchte betonen, dass diese Entscheidung keinen Einfluss auf die Umsetzbarkeit unserer regionalen Pläne hat“, sagte Grynkewich am Dienstag in Brüssel. „Ich bin sehr zufrieden damit, wo wir stehen“, fügte er hinzu. Die USA hatten Anfang Mai angekündigt, binnen eines Jahres 5000 Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland abzuziehen. US-Präsident Donald Trump erklärte später, Washington werde die Zahl „noch deutlich stärker reduzieren“.

Grynkewich stellte jetzt klar, dass „die Gesamtzahl 5000“ betrage. Eine Großzahl dieser Soldaten gehöre zu der Brigade, die nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 nach Deutschland verlegt worden war, und nun in die USA zurückkehrt. Washington habe zudem bereits angekündigt, dass der ursprünglich geplante Einsatz eines Fernfeuerbataillons in Deutschland „nicht stattfinden wird“, sagte der Nato-Oberbefehlshaber. Die Planung für die Verlegung „weiterer mehrerer hundert Soldaten“ sei noch im Gange.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj genehmigt Pläne für neue Angriffe

Update, 20:12 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion genehmigt. Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow hatten ihm demnach Bericht erstattet.

Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagte Selenskyj. Als besonders bedeutend beschrieb er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden, sagte Selenskyj.

Update, 19:08 Uhr: Weitere Informationen zum Drohnenabschuss über Estland: Nach Angaben des estnischen Verteidigungsministers Hanno Pevkur wurde die Drohne von einem russischen Störsystem vom Kurs abgebracht und zunächst von Lettland entdeckt, bevor sie von einem in Litauen stationierten rumänischen F-16-Kampfjet abgeschossen wurde. Nahe der ländlichen Gemeinde in Poltsamaa im Zentrum Estlands gingen einem Medienbericht zufolge Trümmerteile nieder.

Ukraine-Krieg: Russland reagiert auf schwere Angriffe mit umfangreicher Atomwaffenübung

Update, 18:18 Uhr: Russlands Armee hat am Dienstag eine dreitägige Atomwaffenübung mit zehntausenden Soldaten begonnen. Die bis Donnerstag laufende Übung führten die Streitkräfte „zur Vorbereitung und zum Einsatz ihrer Atomwaffen für den Fall einer drohenden Aggression“ aus, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An der Übung nehmen den Angaben zufolge mehr als 65.000 Soldaten teil. Laut Ministerium sollen ballistische Raketen und Marschflugkörper abgeschossen werden. Mehr als 200 Raketenwerfer sowie Flugzeuge, Schiffe, U-Boote und Atom-U-Boote sollen demnach zum Einsatz kommen.

Die Übung erfolgt vor dem Hintergrund massiv verstärkter ukrainischer Drohnenangriffe. Russland wurde am Samstag Ziel eines der heftigsten ukrainischen Drohnenangriffe seit Beginn der russischen Offensive vor über vier Jahren. Die Ukraine reagierte damit auf tödliche russische Angriffe auf die Hauptstadt Kiew.

Update, 16:24 Uhr: Die Führung in Peking hat ukrainischen Angaben widersprochen, wonach eine russische Drohne ein chinesisches Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen haben soll. Das in den Vorfall verwickelte Schiff fahre „unter der Flagge der Marshall-Inseln“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Dienstag. Allerdings seien chinesische Besatzungsmitglieder an Bord gewesen. Die chinesische Botschaft in der Ukraine sei mit ihnen in Kontakt und habe bestätigt, dass es keine Verletzten gegeben habe, sagte der Sprecher weiter.

Ukraine-Krieg: NATO-Kampfjets schießen Drohne über Estland ab 

Update, 14:24 Uhr: NATO-Kampfjets haben über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur handelt es sich um den ersten Abschuss dieser Art. Rumänische F-16-Jets hätten die Drohne über dem Võrtsjärv-See im Süden des Landes vom Himmel geholt. Sie stürzte demnach in einem sumpfigen Gebiet ab, die Suche dauere noch an. Die estnische Sicherheitspolizei leite die Ermittlungen.

Laut Pevkur soll es sich vermutlich um ein ukrainisches Flugobjekt handeln, das mutmaßlich auf russische Ziele gerichtet war. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.

Ukraine-Krieg: Kiew fliegt neue Drohnenangriffe auf Russland

Update, 13:14 Uhr: Die ukrainische Armee hat bei einer neuen Angriffswelle die russische Energieinfrastruktur tief im Landesinneren ins Visier genommen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurde eine Raffinerie des Ölkonzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod attackiert, berichtet Reuters.

Zudem habe es einen Angriff auf eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gegeben, teilte das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Das genaue Ausmaß der Schäden und mögliche Opfer werden demnach derzeit noch ermittelt. Beide Regionen liegen mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Ukraine-Krieg: Moskau warnt vor Krieg mit NATO

Update, 12:26 Uhr: Russland hat erneut vor einem direkten militärischen Konflikt mit der NATO gewarnt. Die Folgen eines solchen Zusammenstoßes seien katastrophal, erklärte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow gegenüber der Nachrichtenagentur Tass. Unterdessen debattieren auch europäische Hauptstädte zunehmend über das Risiko eines intensiven Krieges. Angesichts der Spannungen und Provokationen im Atombereich würden die strategischen Risiken immer weiter zunehmen.

Russlands Wirtschaft versinkt im Dauerbeschuss: Drohnen enthüllen wunden Punkt des Kremls

Update, 11:33 Uhr: Aktuell verändert sich die Dynamik im Ukraine-Krieg augenscheinlich. Kiews Drohnen treffen Russland tief im Inland. Die Angriffe zeigen einen strategischen Aufschwung der Ukraine. Die Hintergründe in: Russlands Wirtschaft versinkt im Dauerbeschuss: Drohnen enthüllen wunden Punkt des Kremls.

Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee trifft eine der größten Öl-Raffinerien Russlands

Update, 10:34 Uhr: Ein Ziel der jüngsten ukrainischen Angriffe auf Russland schien die Raffinerie von Jaroslawl zu sein. Sie liegt an der Wolga nordöstlich von Moskau. Der regionale Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, dass Drohnentrümmer einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst hätten. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Ausfallstraße nach Moskau sei gesperrt worden. Genau dort liegt die Raffinerie, die zu den größten in Russland zählt.

Ukraine-Krieg: Russland meldet Abschuss von 315 ukrainischen Drohnen in einer Nacht

Erstmeldung: Das russische Militär hat erneut über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber – anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Alexander Strela

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