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„Katastrophale“ Folgen für Amerika

Klimawandel 2026: Diese US-Städte stehen unter Wasser, wenn der Meeresspiegel steigt

Ein Anstieg des Meeresspiegels bedroht US-Küstenstädte: Besonders gefährdet sind einkommensschwache und marginalisierte Gruppen – die Folgen wären verheerend.

Washington, D.C. – Eine große Zahl von Küstenstädten in den USA würde überflutet, sollte der Meeresspiegel um drei Meter steigen, wie aus einer Karte der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hervorgeht. Ein Meeresspiegelanstieg um circa drei Meter wäre „katastrophal“ für Amerika, sagte Randall Parkinson, Küstengeologe und Professor an der Florida International University, gegenüber Newsweek.

Die Verwüstung durch Brände in Los Angeles. (Archivbild)

Steigende Meeresspiegel bergen mehrere Risiken: nicht nur die Überflutung von Küstenorten, sondern auch Schäden an Standorten, an denen bestimmte Gefahrenstoffe gelagert werden, sowie eine mögliche Verunreinigung von Trinkwasserquellen.

Klimawandel und Küsten: Diesen US-Bürgern drohen die verheerenden Folgen

Eine aktuelle Untersuchung ergab, dass es 5.500 Standorte gibt, an denen Abwasser, Müll, Öl, Gas und andere Gefahrenstoffe gelagert, ausgestoßen oder gehandhabt werden und die bis 2100 von Küstenüberschwemmungen bedroht sein könnten.

Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass bei mehr als der Hälfte dieser Standorte ein Überschwemmungsrisiko deutlich früher prognostiziert wird – bereits ab 2050 – und dass einkommensschwache Menschen, People of Color und andere marginalisierte Gruppen am stärksten gefährdet sind.

Klimawandel verändert Bayern – Fotos zeigen „alarmierende“ Folgen

Der Klimawandel trifft die Seen Bayerns mit voller Wucht. Laut Bayerischem Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz (StMUV) ist deren Ökosystem „aus dem Gleichgewicht geraten“. Das Foto zeigt eine durch Trockenheit freigelegte Uferzone am Bodensee aus dem April 2025.
Der Klimawandel trifft die Seen Bayerns mit voller Wucht. Laut Bayerischem Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz (StMUV) ist deren Ökosystem „aus dem Gleichgewicht geraten“. Das Foto zeigt eine durch Trockenheit freigelegte Uferzone am Bodensee aus dem April 2025. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Wissenschaftler untersuchen die Folgen des Klimawandels auf Bayerns Gewässer seit Jahren. „Die bisherigen Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen weitreichende Folgen auf“, erklärt dazu das StMUV. „Die Wasserqualität der bayerischen Seen wird zunehmend beeinträchtigt, was sich in vielerlei Weise auf die dort lebenden Organismen auswirkt.“
Wissenschaftler untersuchen die Folgen des Klimawandels auf Bayerns Gewässer seit Jahren. „Die bisherigen Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen weitreichende Folgen auf“, erklärt dazu das StMUV. „Die Wasserqualität der bayerischen Seen wird zunehmend beeinträchtigt, was sich in vielerlei Weise auf die dort lebenden Organismen auswirkt.“ © IMAGO / Michael Kristen
Klimabedingt steigenden Luft- und Wassertemperaturen wirken sich besonders auf die Biodiversität in bayerischen Gewässern aus. „Zunehmend können Organismen aus wärmeren Regionen in die bayerischen Seen einwandern. Das können z.B. Wasserpflanzen sein, die heimische Arten verdrängen. Das verändert den Wasserpflanzenbestand eines Sees, der wiederum wesentlich für viele andere Organismen wie Fische, Amphibien und Reptilien ist, die durch diese Entwicklung ihre Lebensgrundlage verlieren“, erklärt Dr. Uta Raeder von der TU München auf der Website des StMUV.
Klimabedingt steigende Luft- und Wassertemperaturen wirken sich besonders auf die Biodiversität in bayerischen Gewässern aus. „Zunehmend können Organismen aus wärmeren Regionen in die bayerischen Seen einwandern. Das können z.B. Wasserpflanzen sein, die heimische Arten verdrängen. Das verändert den Wasserpflanzenbestand eines Sees, der wiederum wesentlich für viele andere Organismen wie Fische, Amphibien und Reptilien ist, die durch diese Entwicklung ihre Lebensgrundlage verlieren“, erklärt Dr. Uta Raeder von der TU München auf der Website des StMUV. © IMAGO / blickwinkel
Besonders betroffen vom Klimawandel sind die Bergseen in den Alpen. Schuld ist eine umfangreiche Kettenreaktion, wie das bayerische Umweltministerium schildert: „In den Bergen schmelzen Schnee und Gletscher, was wiederum zur Folge hat, dass sich die Baumgrenze nach oben verschiebt: auch in Hochlagen kann zunehmend Vegetation gedeihen. Wo früher Schnee lag, entsteht nun organischer Boden. Der dunkle Boden kann im Gegensatz zum weißen Schnee die Hitze der Sonne deutlich schlechter reflektieren – das verstärkt die Erwärmung in den Bergen. Durch Starkregen nehmen Erosionen zu, was dazu führt, dass Nährstoffe und Trübstoffe in die Bergseen geraten.“
Besonders betroffen vom Klimawandel sind die Bergseen in den Alpen. Schuld ist eine umfangreiche Kettenreaktion, wie das bayerische Umweltministerium schildert: „In den Bergen schmelzen Schnee und Gletscher, was wiederum zur Folge hat, dass sich die Baumgrenze nach oben verschiebt: auch in Hochlagen kann zunehmend Vegetation gedeihen. Wo früher Schnee lag, entsteht nun organischer Boden. Der dunkle Boden kann im Gegensatz zum weißen Schnee die Hitze der Sonne deutlich schlechter reflektieren – das verstärkt die Erwärmung in den Bergen. Durch Starkregen nehmen Erosionen zu, was dazu führt, dass Nährstoffe und Trübstoffe in die Bergseen geraten.“ © IMAGO / Dreamstime
Ein Bild, an das man sich wohl gewöhnen muss: Bayerns Skiregionen bekommen die Folgen des Klimawandels mitunter am stärksten zu spüren. Laut StMUV sind „die Ergebnisse der Klimasimulationen für die Alpen besonders alarmierend.“ Bayernweit wird hier bis zum Ende des Jahrhunderts der stärkste Temperaturanstieg erwartet.
Ein Bild, an das man sich wohl gewöhnen muss: Bayerns Skiregionen bekommen die Folgen des Klimawandels mitunter am stärksten zu spüren. Laut StMUV sind „die Ergebnisse der Klimasimulationen für die Alpen besonders alarmierend.“ Bayernweit wird hier bis zum Ende des Jahrhunderts der stärkste Temperaturanstieg erwartet. © IMAGO / MiS
„Skifahren wird künftig nur noch in den höher gelegenen Regionen möglich sein, denn die Schneegrenze verschiebt sich weiter nach oben“, erklärt das Bayerische Umweltministerium (StMUV). Auch das sensible und spezialisierte Ökosystem hat mit den Folgen zu kämpfen. Es passte sich über Jahrhunderte hinweg an die Bedingungen vor Ort an, die extrem schnellen Veränderungen aktuell überfordern es.
„Skifahren wird künftig nur noch in den höher gelegenen Regionen möglich sein, denn die Schneegrenze verschiebt sich weiter nach oben“, erklärt das Bayerische Umweltministerium (StMUV). Auch das sensible und spezialisierte Ökosystem hat mit den Folgen zu kämpfen. Es passte sich über Jahrhunderte hinweg an die Bedingungen vor Ort an, die extrem schnellen Veränderungen aktuell überfordern es. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Die Geschwindigkeit des durch den Klimawandel bedingten Temperaturanstiegs ist eines seiner Hauptprobleme. „Tatsächlich hat das Klima schon immer geschwankt. Seit der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren ist die globale Temperatur um rund 5 °C gestiegen“, erklärt die Uni Hamburg. Aber: Allein in den letzten 150 Jahren (seit der Industrialisierung) hat sich die globale Temperatur um etwa ein Grad erwärmt. „So schnell können sich Tiere, Pflanzen und Gesellschaften nicht anpassen“, fasst die Uni Hamburg zusammen. Hätte der Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre über 10.000 Jahre angedauert, wäre sie um knapp 67 Grad gestiegen.
Die Geschwindigkeit des durch den Klimawandel bedingten Temperaturanstiegs ist eines seiner Hauptprobleme. „Tatsächlich hat das Klima schon immer geschwankt. Seit der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren ist die globale Temperatur um rund 5 °C gestiegen“, erklärt die Uni Hamburg. Aber: Allein in den letzten 150 Jahren (seit der Industrialisierung) hat sich die globale Temperatur um etwa ein Grad erwärmt. „So schnell können sich Tiere, Pflanzen und Gesellschaften nicht anpassen“, fasst die Uni Hamburg zusammen. Hätte der Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre über 10.000 Jahre angedauert, wäre sie um knapp 67 Grad gestiegen. © IMAGO / Bihlmayerfotografie
Durch die steigenden Temperaturen können sich bestimme Tierarten besser verbreiten – darunter der Borkenkäfer, ein Waldschädling. „Auf die Entwicklung der Borkenkäfer dagegen wirkt sich die warme Witterung sogar noch positiv aus. Je wärmer und trockener ein Sommer ist, desto massiver vermehrt sich dieser Waldschädling, befällt mehr Fichten und bringt sie zum Absterben“, erklären die Bayerischen Staatsforsten. Das Foto zeigt abgestorbene Fichten im Bayerischen Wald, die vom Borkenkäfer befallen sind.
Durch die steigenden Temperaturen können sich bestimme Tierarten besser verbreiten – darunter der Borkenkäfer, ein Waldschädling. „Auf die Entwicklung der Borkenkäfer dagegen wirkt sich die warme Witterung sogar noch positiv aus. Je wärmer und trockener ein Sommer ist, desto massiver vermehrt sich dieser Waldschädling, befällt mehr Fichten und bringt sie zum Absterben“, erklären die Bayerischen Staatsforsten. Das Foto zeigt abgestorbene Fichten im Bayerischen Wald, die vom Borkenkäfer befallen sind. © IMAGO / imagebroker
Beim Kampf gegen den Borkenkäfer geht es laut Bayerischen Staatsforsten vor allem um Geschwindigkeit. „Erfolgreich bekämpft werden kann der Borkenkäfer nur, wenn die befallenen Fichten rasch gefunden werden, und das Holz schnell aufgearbeitet, sowie zügig aus dem Wald transportiert wird.“ Nur wenige Tage dürfen zwischen Entdeckung und Abtransport liegen. Doch schon jetzt verändert der sich durch mithilfe des Klimawandels ausbreitende Borkenkäfer das Bild bayerischer Wälder.
Beim Kampf gegen den Borkenkäfer geht es laut Bayerischen Staatsforsten vor allem um Geschwindigkeit. „Erfolgreich bekämpft werden kann der Borkenkäfer nur, wenn die befallenen Fichten rasch gefunden werden, und das Holz schnell aufgearbeitet, sowie zügig aus dem Wald transportiert wird.“ Nur wenige Tage dürfen zwischen Entdeckung und Abtransport liegen. Doch schon jetzt verändert der sich mithilfe des Klimawandels ausbreitende Borkenkäfer das Bild bayerischer Wälder. © IMAGO / CHROMORANGE
Auch gibt es diverse Tierarten, die sich in Bayern unter anderem aufgrund der durch den Klimawandel steigenden Temperaturen zunehmend wohl fühlen. Zu ihnen zählt auch die asiatische Tigermücke, die tropische Viren wie zum Beispiel das Dengue-, Chikungunya-, Zika- und das West-Nil-Virus übertragen kann. Mehrfach wurde die Tigermücke bereits an verschiedenen Orten in Bayern gefunden.
Auch gibt es diverse Tierarten, die sich in Bayern unter anderem aufgrund der durch den Klimawandel steigenden Temperaturen zunehmend wohl fühlen. Zu ihnen zählt auch die asiatische Tigermücke, die tropische Viren wie zum Beispiel das Dengue-, Chikungunya-, Zika- und das West-Nil-Virus übertragen kann. Mehrfach wurde die Tigermücke bereits an verschiedenen Orten in Bayern gefunden. © IMAGO / Zoonar
Auch die Asiatische Hornisse befindet sich in Bayern auf dem Vormarsch. Das meldete das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus erst Sommer 2025. „Die invasive Art bedroht Honigbienen, schwächt Bienenvölker und verursacht Schäden in Obst- und Weinkulturen“, heißt es da. Die Ausbreitung verlaufe alarmierend schnell. Allein 2025 verfünffachte sich Zahl der Nester.
Auch die Asiatische Hornisse befindet sich in Bayern auf dem Vormarsch. Das meldete das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus erst Sommer 2025. „Die invasive Art bedroht Honigbienen, schwächt Bienenvölker und verursacht Schäden in Obst- und Weinkulturen“, heißt es da. Die Ausbreitung verlaufe alarmierend schnell. Allein 2025 verfünffachte sich Zahl der Nester.  © IMAGO / NurPhoto / IMAGO / SOPA Images / Merkur-Collage
Eine indirekte Folge des Klimawandels, die vor allem Allergiker frustriert, sind die früheren und intensiveren Pollenflüge in Bayern. Dazu erklärt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: „Besonders Allergiker sind von vielen klimabedingten Umweltveränderungen direkt betroffen. Haben doch Änderungen in der Blühperiode oder die Menge von allergenen Pollen in der Luft direkte Auswirkung auf Dauer und Stärke der Beschwerden.“
Eine indirekte Folge des Klimawandels, die vor allem Allergiker frustriert, sind die früheren und intensiveren Pollenflüge in Bayern. Dazu erklärt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: „Besonders Allergiker sind von vielen klimabedingten Umweltveränderungen direkt betroffen. Haben doch Änderungen in der Blühperiode oder die Menge von allergenen Pollen in der Luft direkte Auswirkung auf Dauer und Stärke der Beschwerden.“ © IMAGO / Wolfilser
Die durch den Klimawandel indirekt bedingte höhere Pollenbelastung hat demnach auch eine neue allergische Sensibilisierungen zur Folge. „Bei fortschreitendem Klimawandel wird neben der Symptomatik auch die Anzahl an Pollenallergikern (derzeit etwa 15 % der bayrischen Bevölkerung) in Bayern zunehmen.“
Die durch den Klimawandel indirekt bedingte höhere Pollenbelastung hat demnach auch eine neue allergische Sensibilisierungen zur Folge. „Bei fortschreitendem Klimawandel wird neben der Symptomatik auch die Anzahl an Pollenallergikern (derzeit etwa 15 % der bayrischen Bevölkerung) in Bayern zunehmen.“  © IMAGO / Bihlmayerfotografie
Die Mainregion in Bayern ist sowieso schon die wärmste Region Bayerns. Zunehmend leidet sie inzwischen unter Trockenheit, die der Land- und Forstwirtschaft sowie dem Weinbau schadet. „Die traditionellen fränkischen Rebsorten vertragen das neue, sehr warme und regenarme Klima in diesem Teil Bayerns kaum mehr“, berichtet das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.
Die Mainregion in Bayern ist sowieso schon die wärmste Region Bayerns. Zunehmend leidet sie inzwischen unter Trockenheit, die der Land- und Forstwirtschaft sowie dem Weinbau schadet. „Die traditionellen fränkischen Rebsorten vertragen das neue, sehr warme und regenarme Klima in diesem Teil Bayerns kaum mehr“, berichtet das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. © IMAGO / Harry Koerber
Tatsächlich haben die höheren Temperaturen auch positive Folgen für den Weinbau: „Auf der anderen Seite profitieren die Weinbauern von den steigenden Wärmesummen“, erklärt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. „So nimmt die Anbaufläche mediterraner Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot stetig zu.“
Tatsächlich haben die höheren Temperaturen auch positive Folgen für den Weinbau: „Auf der anderen Seite profitieren die Weinbauern von den steigenden Wärmesummen“, erklärt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. „So nimmt die Anbaufläche mediterraner Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot stetig zu.“ © IMAGO / imagebroker
Die Region allgemein wird die Folgen des Klimawandels aber zunehmen stark zu spüren bekommen. Schon jetzt ist die Mainregion die Region mit den meisten Hitzetagen (über 30° C) innerhalb Bayerns. „Bis zum Ende des Jahrhunderts werden sie ohne ambitionierten Klimaschutz weiter zunehmen. Die Ausnahme wird zur Normalität werden“, warnt das Ministerium. Hitzesensible Menschen wie Senioren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sind dann akuten Gefahren ausgesetzt. „Nicht selten kommt es dann sogar zu Todesfällen aufgrund der Hitze.“
Die Region allgemein wird die Folgen des Klimawandels aber zunehmend stark zu spüren bekommen. Schon jetzt ist die Mainregion die Region mit den meisten Hitzetagen (über 30° C) innerhalb Bayerns. „Bis zum Ende des Jahrhunderts werden sie ohne ambitionierten Klimaschutz weiter zunehmen. Die Ausnahme wird zur Normalität werden“, warnt das Ministerium. Hitzesensible Menschen wie Senioren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sind dann akuten Gefahren ausgesetzt. „Nicht selten kommt es dann sogar zu Todesfällen aufgrund der Hitze.“ © IMAGO / imagebroker
Extremwetter hat es schon immer gegeben. Der Klimawandel sorgt jedoch dafür, dass Extremwetterereignisse sehr viel häufiger auftreten als früher, auch in Deutschland. „Vier- bis fünfmal so häufig wie noch in den 70er Jahren treten Extremwetterereignisse laut der Weltwetterorganisation WMO auf“, erklärt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).
Extremwetter hat es schon immer gegeben. Der Klimawandel sorgt jedoch dafür, dass Extremwetterereignisse sehr viel häufiger auftreten als früher, auch in Deutschland. „Vier- bis fünfmal so häufig wie noch in den 70er Jahren treten Extremwetterereignisse laut der Weltwetterorganisation WMO auf“, erklärt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).  © IMAGO / Bihlmayerfotografie
Beim Zusammenhang zwischen Klimawandel und Extremwetterereignissen geht es also nicht darum, dass sie auftreten, sondern wie häufig sie auftreten. „In den letzten Jahren sind in Bayern extreme Naturereignisse aufgetreten, die zu großen, teilweise verheerenden Schäden geführt haben“, berichtet das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU). „Durch den Klimawandel müssen wir in der Zukunft mit einer Zunahme extremer Unwetter und Naturkatastrophen rechnen.“ Zusammen mit weiteren Faktoren wie der zunehmenden Versiegelung der Böden treten Hochwasser auf wie jenes 2024. Das Foto zeigt das überschwemmte Fischach (nahe Augsburg) aus jenem Jahr.
Beim Zusammenhang zwischen Klimawandel und Extremwetterereignissen geht es also nicht darum, dass sie auftreten, sondern wie häufig sie auftreten. „In den letzten Jahren sind in Bayern extreme Naturereignisse aufgetreten, die zu großen, teilweise verheerenden Schäden geführt haben“, berichtet das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU). „Durch den Klimawandel müssen wir in der Zukunft mit einer Zunahme extremer Unwetter und Naturkatastrophen rechnen.“ Zusammen mit weiteren Faktoren wie der zunehmenden Versiegelung der Böden treten Hochwasser auf wie jenes 2024. Das Foto zeigt das überschwemmte Fischach (nahe Augsburg) aus jenem Jahr. © IMAGO / Bihlmayerfotografie
Doch nicht nur Hochwasser zählt zu den Naturkatastrophen, deren Gefahr durch die Folgen des Klimawandels steigt. In den Alpen sorgen steigende Temperaturen für ein Auftauen des Permafrostes – was wiederum das Gestein destabilisiert. Im Sommer sind zum Beispiel rund 4000 Kubikmeter Fels und Geröll im Nationalpark Berchtesgaden runtergebrochen. „Ein Auftauen von Permafrost infolge der Klimaänderung ist mittel- bis langfristig zu erwarten. Folgen sind im Fels die verstärkte Auslösung von Steinschlag und Felssturz, aber auch Setzungen an Gebäuden“, erklärt das LfU.
Doch nicht nur Hochwasser zählt zu den Naturkatastrophen, deren Gefahr durch die Folgen des Klimawandels steigt. In den Alpen sorgen steigende Temperaturen für ein Auftauen des Permafrostes – was wiederum das Gestein destabilisiert. Im Sommer sind zum Beispiel rund 4000 Kubikmeter Fels und Geröll im Nationalpark Berchtesgaden runtergebrochen. „Ein Auftauen von Permafrost infolge der Klimaänderung ist mittel- bis langfristig zu erwarten. Folgen sind im Fels die verstärkte Auslösung von Steinschlag und Felssturz, aber auch Setzungen an Gebäuden“, erklärt das LfU.  © IMAGO / imagebroker
Auch die Waldbrandgefahr in Bayern steigt durch die Folgen des Klimawandels. „Im Vergleich zu einigen anderen Bundesländern sind Waldbrände in Bayern selten. Mit dem Klimawandel werden aber die Trockenperioden im Frühjahr und Sommer zunehmen“, erklärt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. „Die Gefahr von Waldbränden wird steigen und sollte nicht unterschätzt werden.“
Auch die Waldbrandgefahr in Bayern steigt durch die Folgen des Klimawandels. „Im Vergleich zu einigen anderen Bundesländern sind Waldbrände in Bayern selten. Mit dem Klimawandel werden aber die Trockenperioden im Frühjahr und Sommer zunehmen“, erklärt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. „Die Gefahr von Waldbränden wird steigen und sollte nicht unterschätzt werden.“ © IMAGO / Rüdiger Wölk
DDas Umweltbundesamt fasst zusammen: „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit – ein globales Problem mit Auswirkungen auch auf Bayern.“ Betroffen sind nahezu alle Bereiche: die Landwirtschaft, die Wälder, Seen und Flüsse, der Naturschutz, die Wirtschaft, der Städtebau, die Alpen, die Gesundheit der Menschen in Bayern und viele mehr.
DDas Umweltbundesamt fasst zusammen: „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit – ein globales Problem mit Auswirkungen auch auf Bayern.“ Betroffen sind nahezu alle Bereiche: die Landwirtschaft, die Wälder, Seen und Flüsse, der Naturschutz, die Wirtschaft, der Städtebau, die Alpen, die Gesundheit der Menschen in Bayern und viele mehr.  © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Die Gefahren durch den Klimawandel zwingen auch die bayerische Politik zum Handeln. Bis 2040 will der Freistaat klimaneutral sein – fünf Jahre früher als der Bund. So schreibt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: „Der Klimawandel ist längst Realität. Jetzt gilt es zu verhindern, dass das Klima endgültig kippt. Unser Ziel: Klimaneutralität durch Netto-Null-Emissionen bis 2040.“
Die Gefahren durch den Klimawandel zwingen auch die bayerische Politik zum Handeln. Bis 2040 will der Freistaat klimaneutral sein – fünf Jahre früher als der Bund. So schreibt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: „Der Klimawandel ist längst Realität. Jetzt gilt es zu verhindern, dass das Klima endgültig kippt. Unser Ziel: Klimaneutralität durch Netto-Null-Emissionen bis 2040.“ © IMAGO / Bihlmayerfotografie
Derzeit wird aber recht offen darüber gesprochen, das ausgemachte Ziel um fünf Jahre nach hinten zu verschieben. Söder muss sich dafür – und häufig auch für seine Klimapolitik im Allgemeinen – scharfe Kritik anhören. Der Ministerpräsident wird allerdings nicht müde, zu betonen, dass er den Klimaschutz ernst nimmt.
Derzeit wird aber recht offen darüber gesprochen, das ausgemachte Ziel um fünf Jahre nach hinten zu verschieben. Söder muss sich dafür – und häufig auch für seine Klimapolitik im Allgemeinen – scharfe Kritik anhören. Der Ministerpräsident wird allerdings nicht müde, zu betonen, dass er den Klimaschutz ernst nimmt.  © IMAGO / aal.photo
Im November 2025 kritisierte der bekannte Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch die bayerische Klimapolitik scharf. Er wirft der Staatsregierung vor, viel zu wenig für die Erreichung der landeseigenen Klimaziele zu unternehmen. Stattdessen verliere sich Bayern in unrealistischen Zukunftsprojekten. Besonders die Wasserstoff-Pläne von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht der 65-Jährige kritisch. „Grüner Wasserstoff ist ein kostbarer und teurer Rohstoff, den wir für Industrieprozesse brauchen, statt ihn im Auto zu verbrennen, wie es Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger propagiert“, so Lesch.
Im November 2025 kritisierte der bekannte Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch die bayerische Klimapolitik scharf. Er wirft der Staatsregierung vor, viel zu wenig für die Erreichung der landeseigenen Klimaziele zu unternehmen. Stattdessen verliere sich Bayern in unrealistischen Zukunftsprojekten. Besonders die Wasserstoff-Pläne von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht der 65-Jährige kritisch. „Grüner Wasserstoff ist ein kostbarer und teurer Rohstoff, den wir für Industrieprozesse brauchen, statt ihn im Auto zu verbrennen, wie es Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger propagiert“, so Lesch. © IMAGO / HMB-Media
Fakt ist: Die Folgen des Klimawandels machen sich in Bayern längst bemerkbar. Sei es in der Natur, in der Wirtschaft oder bei den Menschen und ihrer Gesundheit. Das Ziel der Politik ist es daher nicht nur, den eigenen Klimaschutz voranzutreiben, sondern auch ganz akut, die Folgen des Klimawandels einzudämmen und präventive Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Fakt ist: Die Folgen des Klimawandels machen sich in Bayern längst bemerkbar. Sei es in der Natur, in der Wirtschaft oder bei den Menschen und ihrer Gesundheit. Das Ziel der Politik ist es daher nicht nur, den eigenen Klimaschutz voranzutreiben, sondern auch ganz akut, die Folgen des Klimawandels einzudämmen und präventive Schutzmaßnahmen zu ergreifen.  © IMAGO / CHROMORANGE

US-Küsten unter Wasser: Neue Karte zeigt Flut-Szenario für New York, Boston und Seattle

An der Westküste zeigt die NOAA-Karte, dass Washington betroffen wäre: Städte wie Seattle, Aberdeen und Port Townsend würden teilweise überflutet, ebenso würden Teile der Küste Oregons stark unter Wasser gesetzt. Auch viele Küstenstädte in Kalifornien würden unter Wasser stehen, etwa Crescent City und die Randgebiete von Städten wie San Francisco, Oakland, Long Beach und San Diego.

An der Ostküste würden große Teile der Küstenlinie von Maine überflutet, und auch Städte in Massachusetts wie Boston, Gloucester, Salem und Quincy wären betroffen. Große Teile von Rhode Island wären betroffen, da der Anstieg des Meeresspiegels Städte wie Warwick und Newport überfluten würde. Auch New York City würde teilweise überschwemmt, wobei Manhattan, Brooklyn, Queens und Staten Island in einigen Gebieten unter Wasser stünden. Atlantic City in New Jersey stünde unter Wasser, ebenso Ocean City und eine Reihe weiterer Orte.

Von Miami bis Texas: Das Flut-Szenario bedroht die gesamte US-Südküste

Die auf der Karte dargestellte Projektion des Überflutungsrisikos zieht sich zudem durch den gesamten Bundesstaat Maryland und reicht bis nach Baltimore, während sie auch in Virginia vordringt und Städte wie Newport News und Virginia Beach teilweise überflutet. Ein erheblicher Teil von North Carolina würde ebenfalls überflutet werden, was Städte wie New Bern, Greenville und Jacksonville betreffen würde, während in South Carolina Städte wie Charleston unter Meerwasser stehen würden.

Auch Georgia wäre betroffen, mit überfluteten Städten wie Georgetown, Darien, Brunswick und vielen weiteren, und die berühmte Küstenlinie Floridas würde sich dramatisch verändern. Städte in diesem Bundesstaat wie Jacksonville, Melbourne, Port St. Lucie, Fort Lauderdale, Hollywood, Naples, Venice, Sarasota, Tampa und St. Petersburg sowie viele seiner Strände, darunter Miami Beach, Barefoot Beach und Fort Myers Beach, wären alle von Überflutungen bedroht.

Weiter südlich entlang der amerikanischen Küste wäre zwar New Orleans in Louisiana sicher, doch ein Großteil der umliegenden Region wäre vollständig überflutet. In Texas würden Texas City, Port Lavaca, Rockport, Corpus Christi und Portland alle von Meerwasser überschwemmt.

Randall Parkinson: „Katastrophale“ Folgen für Amerika

Ein Meeresspiegelanstieg um drei Meter hätte daher dramatische Auswirkungen auf die Küstenlinie des Landes, und viele der Küstenstädte Amerikas würden vollständig zerstört. „Nicht nur alles oberirdisch Befindliche würde überflutet, sondern auch alles unter der Erde – und zwar früher –, darunter Regenwasser- und Abwasserleitungen, die möglicherweise auf ein Gefälle angewiesen sind, um ihr Ziel, etwa eine Kläranlage, zu erreichen“, sagte Parkinson gegenüber Newsweek.

Er fügte hinzu, dass der Anstieg des Meeresspiegels auch das Grundwasser beeinflusse – eine der wichtigsten Trinkwasserquellen des Landes –, denn mit dem Meeresspiegel steige „auch der Grundwasserspiegel“. Das bedeute, dass Gebiete, die „weiter von der Küste entfernt liegen, bereits lange vor den direkten Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs von lästigen oder dauerhaften Süßwasserüberschwemmungen betroffen sein können“, sagte er.

Es könne auch zu Salzwasserintrusion kommen, sagte Parkinson – ein „Prozess, der Grundwasser weit landeinwärts der vorrückenden Küstenlinie versalzt“. „Dies kann flache Trinkwasser- oder Bewässerungsbrunnen beeinträchtigen und die Korrosion von baulichen Elementen von Gebäuden, Straßen oder Durchlässen beschleunigen“, sagte er.

Wie wahrscheinlich ist ein Meeresspiegelanstieg um rund drei Meter?

Parkinson sagte gegenüber Newsweek, er halte einen Meeresspiegelanstieg von etwa zwei Meter bis 2100 für „sehr wahrscheinlich“ und dass ein Anstieg um rund drei Meter über das heutige Niveau „mit Sicherheit folgen wird, aber etwa 20 Jahre später“.

Eine Reihe von Faktoren trägt zum steigenden Meeresspiegel bei. Einer davon sei die thermische Ausdehnung des Meerwassers, sagte Parkinson – eine Folge der globalen Erwärmung. Ein weiterer Faktor sei, dass schmelzende Landgletscher neues Wasser in die Ozeane eintragen und so deren Volumen vergrößern. „Gegen Ende dieses Jahrhunderts wird der Zufluss von Gletscherschmelzwasser voraussichtlich zunehmen“, sagte er.

Steigende atmosphärische Temperaturen, verursacht durch zunehmende Kohlendioxidkonzentrationen, spielen eine wichtige Rolle beim Anstieg des Meeresspiegels, und daher sei „das Wichtigste, was getan werden kann, die Reduktion der Kohlendioxidemissionen“, sagte Parkinson.

Klimawandel und Küsten: Strategien für die Zukunft

Allerdings fügte er hinzu, dass „die Verweildauer dieses Gases in der Atmosphäre in Jahrhunderten gemessen wird, sodass wir nicht zu den früheren Verhältnissen zurückkehren werden, selbst wenn die Emissionen heute beendet würden“. Eine Reduzierung der Emissionen zielt daher darauf ab, die „schädlichen Auswirkungen eines sich erwärmenden Klimas auf künftige Generationen zu begrenzen“, sagte er – dazu gehört der Meeresspiegelanstieg, aber auch alle anderen klimabedingten Folgen.

Parkinson sagte, Küstenplaner müssten nun „von den derzeit eingesetzten Strategien des Schutzes und der Verteidigung zur ‚Bekämpfung‘ des Meeresspiegelanstiegs und ereignisbedingter Küstenüberschwemmungen abrücken“.

Stattdessen müssten sie sich auf eine „Strategie des gesteuerten Rückzugs konzentrieren, die die Aufgabe von Hochrisiko- oder häufig überfluteten Gebieten umfasst, die durch natürliche Flächen ersetzt werden könnten, die die weiter landeinwärts gelegene, bebaute Umgebung vor den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs und von Sturmfluten puffern oder schützen“, sagte er. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © Jae C. Hong/AP/dpa

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