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Kreise um Merz besorgt

Gerüchte um neuen Top-Posten: Was halten Sie von einem Merkel-Comeback?

2021 beendete Angela Merkel ihre politische Karriere. Jetzt wird um ein neues Top-Amt spekuliert. Was halten Sie von einem Comeback? Reden Sie mit!

Wird Ex-Kanzlerin Angela Merkel schon bald wieder in der Politik zu sehen sein? Die ehemalige Kanzlerin, die Deutschland 16 Jahre lang regierte, hatte ihrer politischen Laufbahn 2021 ein Ende gesetzt. Doch nun machen Spekulationen die Runde: Demnach könnte sie bald wieder politisch aktiv werden. Und zwar nicht mit irgendeinem Posten, sondern gleich mit dem höchsten Amt in Deutschland, dem Posten der Bundespräsidentin. Doch will sie das überhaupt? Die Altkanzlerin hat bereits auf die Gerüchte reagiert.

Zuletzt nahm Angela Merkel 2019 physisch an einem Parteitag teil.

Doch was denken Sie, liebe Leserinnen und Leser, davon? Würden Sie eine Rückkehr von Merkel auf die politische Bühne begrüßen? Stimmen Sie in unserer Umfrage ab und schreiben Sie uns ihre Meinung in den Kommentaren.

Merkel-Comeback als Bundestagspräsidentin? Bericht sorgt für brisante Spekulationen

Grundlage der Spekulationen ist dabei ein Bericht der Bild-Zeitung, die sich auf Gerüchte in CDU-Kreisen stützt. Diese brisanten Gerüchte besagen demnach, dass Ex-Kanzlerin Merkel mit einer Kandidatur als Bundestagspräsidentin ihr politisches Comeback machen könnte. An dem Szenario gemäß der Spekulationen spielen auch die Grünen eine entscheidende Rolle.

Kreise um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fürchten sich offenbar um folgende Entwicklung: Da Merkel bei Grünen-Wählern weiterhin hohe Beliebtheit genießt, könnte die Partei sie als Kandidatin vorschlagen. Wegweisend könnte hier wohl Baden-Württembergs Spitzenkandidat Cem Özdemir sein. Das würde Merz in eine schwierige Lage rücken. Einerseits könnte er nur schwer einer Kandidatin aus den eigenen Reihen widersprechen. Andererseits wäre dies aber gegen seinen Willen.

Denn immerhin verbindet die beiden Christdemokraten nicht gerade ein gutes Verhältnis: Die gemeinsame politische Karriere von Merkel und Merz war von Rivalität geprägt. Der entscheidende Höhepunkt kam im Jahr 2002 nach der knappen Bundestagswahl, bei der Edmund Stoiber (CSU) dem SPD-Kandidaten und damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder unterlag. Merkel entmachtete Merz, der seinen Fraktionsvorsitz räumen musste.

Gerüchte um Merkel-Comeback: Altkanzlerin dementiert Spekulationen

Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat indes die Spekulationen über eine Kandidatur mit einem blitzschnellen Dementi zurückgewiesen. „Das ist abwegig“, antwortete eine Sprecherin aus dem Büro der ehemaligen Bundeskanzlerin auf eine Anfrage des Tagesspiegel. Auch die Grünen äußerten sich inzwischen. „Da ist nichts dran“, sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann der Rheinischen Post. Weiter hieß es: „Zur Bundespräsidentenwahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden.“

Laut dem Bericht der Bild will der CDU-Kreis um Merz jedenfalls jetzt schon präventiv handeln, obwohl die Wahl erst für Februar 2027 angesetzt ist. Demnach wird überlegt, schon in den kommenden Wochen einen Kandidaten zu nominieren. Zwei Personen liegen dabei besonders im Fokus: Bildungsministerin Karin Prien und der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Bei der Letzteren ist das Problem jedoch ihre Nähe zu Merz. Klöckner würde daher wohl nur schwer die Unterstützung der SPD und Grünen bekommen.

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden.  © IMAGO/Uwe Koch
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke
Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz
Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt.  © AnikkaxBauer
Wolfram Weimer Minister für Kultur
Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage.  © IMAGO/Thomas Bartilla
Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO
Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste
Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett
Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat.  © IMAGO/Christian Spicker
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern.  © IMAGO/Heiko Becker
Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister
Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet.  © IMAGO/FRANK TURETZEK
Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil
Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags.  © IMAGO
Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett
Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich
Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil
Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.  © IMAGO
Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett
Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke

Die Altkanzlerin Merkel absolviert währenddessen tatsächlich viele öffentliche Termine. In der CDU-Führung und besonders bei Kanzler Merz dürfte das für Unruhe sorgen. Die jüngste brisante Nachricht: Merkel will am CDU-Bundesparteitag ab 20. Februar teilnehmen. Zuletzt war sie 2019 dabei gewesen. Dass sie nun nach mehreren Jahren erneut dort auftritt, ist auf jeden Fall ein kräftiges Zeichen.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt als Leserin und Leser gefragt: Lassen Sie unten in unserer Kommentarspalte gerne Ihre Meinung zu den Spekulationen und jüngsten Entwicklungen um Altkanzlerin Merkel da. Wird und sollte die Ex-Kanzlerin ihr politisches Comeback feiern? Oder weiterhin im politischen Ruhestand bleiben? (Quellen: Bild, dpa, Tagesspiegel, Rheinische Post) (bb)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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