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Ermittlungen laufen seit 2022

Sprengung von Nord-Stream-Pipelines: Mutmaßlicher Angreifer bestreitet Vorwürfe – Neue Details enthüllt

Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto zeigt das Nord-Stream-2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft
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Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto zeigt das Nord-Stream-2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft. (Archivbild)

In Italien ist ein Mann festgenommen worden, der an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines beteiligt gewesen sein soll. Nun gibt es neue Details.

Update vom 23. August, 14.16 Uhr: Der mutmaßliche Drahtzieher hinter der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines hat die Anschuldigungen laut Bild zurückgewiesen. „Mein Mandant weist alle Anschuldigungen zurück. Er lehnt eine Auslieferung nach Deutschland ab“, wird der Anwalt des Ukrainers zitiert. Derweil sind weitere Details zu dem Fall aufgedeckt worden. Ein Rechercheteam von Süddeutscher Zeitung, ARD und Die Zeit konnte nun der Haftbefehl gegen den Mann einsehen. Es wird vermutet, dass der Verdächtige nicht nur Teil der Sabotagegruppe war, sondern als „Koordinator“ die gesamte Operation geleitet haben könnte. Das geht aus Erkenntnissen der Generalbundesanwaltschaft, des ermittelnden Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei hervor.

Sprengung von Nord-Stream-Pipelines: Verdächtiger in Italien Haftrichter vorgeführt

Update vom 22. August, 14.44 Uhr: Nach seiner Festnahme in Italien ist einer der mutmaßlichen Drahtzieher bei der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee der Haftrichterin vorgeführt worden. Die Richterin in der norditalienischen Stadt Bologna muss entscheiden, ob der europäische Haftbefehl gegen den 49 Jahre alten Serhij K. Bestand hat. Der Termin verzögerte sich, weil der Ukrainer behauptete, nicht ausreichend Englisch zu sprechen und auf einem weiteren Übersetzer bestand. Die Entscheidung gilt jedoch als Formsache.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Verdächtigen gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor. Nach Erkenntnissen der deutschen Ermittlungsbehörden gehörte er zu einer Gruppe, die im September 2022 nahe der Ostseeinsel Bornholm Sprengsätze an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 platzierte. Nach seiner Festnahme in der Nähe des Badeorts Rimini an der italienischen Adria-Küste wurde er ins Gefängnis gebracht.

Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines: Verdächtiger im Urlaub festgenommen

Update, 13.48 Uhr: Der in Zusammenhang mit der Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines festgenommene Ukrainer wurde nach einem italienischen Medienbericht im Urlaub von der Polizei gestellt. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge hielt sich der 49 Jahre alte Mann seit einigen Tagen mit seiner Familie an der Adria-Küste auf. Nach der Festnahme sei er ins Gefängnis gebracht worden. Die Entscheidung über die Vollstreckung des vorliegenden europäischen Haftbefehls liege nun beim Berufungsgericht der norditalienischen Stadt Bologna.

Dem Bericht zufolge wurde der Ukrainer in der Nacht zum Donnerstag in der Gemeinde San Clemente im Hinterland des auch von Deutschen viel besuchten Badeorts Rimini festgenommen. Offensichtlich sei bei einer Kontrolle festgestellt worden, dass es sich um den europaweit gesuchten Mann handele, hieß es.

Erstmeldung: Berlin – Offenbar ist es Ermittlern in Italien gelungen, einen Mann festzunehmen, der an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines beteiligt gewesen sein soll. Das berichtet der Spiegel zuerst. Demnach wurde am Mittwochabend ein ukrainischer Staatsangehöriger auf Basis eines europäischen Haftbefehls in der Gegend von Rimini festgesetzt.

Sprengung von Nord-Stream-Pipelines: Tatverdächtiger in Italien festgenommen

In einer Pressemitteilung gab der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) weitere Einzelheiten zu der Festnahme bekannt. Demnach erfolgte die Festnahme im Zusammenhang mit dem Europäischen Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 18. August 2025. Beschuldigter ist der Ukrainer Serhii K. Wie es weiter heißt, werde der Beschuldigte „dringend verdächtigt“, gemeinschaftlich die Explosion an den Nord-Stream-Pipelines verursacht zu haben.

Konkret heißt es dazu: „Serhii K. gehörte zu einer Gruppe von Personen, die im September 2022 nahe der Insel Bornholm Sprengsätze an den Gaspipelines ‚Nord Stream 1‘ und ‚Nord Stream 2‘ platzierte. Bei dem Beschuldigten handelte es sich mutmaßlich um einen der Koordinatoren der Operation.“ Für den Transport der Sprengkörper habe er gemeinsam mit seinen Mittätern eine Segeljacht genutzt, die aus Rostock gestartet war.

Ermittlungen wegen Nord-Stream-Explosion: Spur führt in die Ukraine

„Die Jacht war zuvor mithilfe gefälschter Ausweispapiere über Mittelsmänner bei einem deutschen Unternehmen angemietet worden. Die Sprengsätze detonierten am 26. September 2022. Durch die Explosionen wurden beide Pipelines schwer beschädigt“, heißt es in der Erklärung des Generalbundesanwalts weiter. Bereits kurz nach dem Vorfall an den Pipelines wird durch die Generalbundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Sabotage und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

Zunächst wurden nach Informationen des Spiegels russische Drahtzieher vermutet. Schlussendlich konnte dann allerdings eine Verbindung in die Ukraine aufgedeckt werden. (fbu)

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