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Israel-Krieg

Israel beginnt nächste Phase im Krieg – Netanjahu verzögert Antwort auf Waffenruhe

Israel bereitet anscheinend eine neue Bodenoffensive vor, Netanjahu drückt aufs Tempo – doch ein Waffenruhe-Plan liegt bereits auf dem Tisch.

Tel Aviv/Gaza – Israel trifft derzeit „vorbereitende Maßnahmen“ zur Einnahme von Gaza Stadt, teilte Armeesprecher Effie Defrin mit. In Gaza-Stadt leben derzeit etwa eine Million Menschen. Die Bodenoffensive könnte im September beginnen, berichtet das Wall Street Journal am Mittwoch (20. August). Laut israelischen Medien will das israelische Sicherheitskabinett am Donnerstag zu Beratungen zusammentreten. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt darauf gedrängt, die größte Stadt im Gazastreifen schneller einzunehmen. Wörtlich hieß es, „dass die Zeitpläne – für die Eroberung der letzten Terroristenhochburgen und die Niederlage der Hamas – verkürzt werden“. 

Hilfsgüter werden mit Fallschirmen über der Stadt Nuseirat im zentralen Gazastreifen über zerbombten Häusern abgeworfen (Bild vom 20. August 2025).

Die islamistische Terrororganisation Hamas hatte eigenen Angaben zufolge am Montag eine „positive Antwort“ auf den vom US-Sondergesandten Steve Witkoff vorgelegten Waffenruhe-Vorschlag mit einer Feuerpause von 60 Tagen gegeben. Der Plan sieht auch vor, dass in dieser Zeit zehn israelische Geiseln lebend freikommen – im Austausch gegen palästinensische Gefangene. Wie die israelische Zeitung Haaretz analysierte, zögert Netanjahu eine Antwort noch hinaus. Eine Stellungnahme werde bis Ende der Woche erwartet. Die Hamas wirft Israel vor, mit dem geplanten Einmarsch in Gaza die laufenden Vermittlungsbemühungen für eine Waffenruhe zu torpedieren.

Kritik an Israels Plänen: Demonstranten fordern Ende des Krieges

Schon Anfang August hatte Israels Sicherheitskabinett Pläne bewilligt, Gaza-Stadt einzunehmen und die Bevölkerung von rund einer Million Menschen in den Süden zu evakuieren – trotz internationaler Kritik. Auch aus dem eigenen Land gibt es Widerstand: Umfragen zufolge wollen 80 Prozent der israelischen Bevölkerung, dass die Kämpfe enden und die Geiseln befreit werden. In über 200 Städten des Landes gab es Proteste. Noch immer sind 50 der am 7. Oktober 2023 verschleppten Geiseln in den Händen der Hamas, mindestens 20 der Entführten sollen noch am Leben sein.

Militärischer Druck rette Geiseln nicht, sondern töte sie, sagte der Vater eines Entführten bei einer Demonstration im Grenzgebiet zum Gazastreifen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Analysten vermuten, Israel könne mit dem verstärkten militärischen Druck versuchen, die Hamas wieder zu Verhandlungen zu bewegen. Angesichts der Risiken für Israels internationales Ansehen und den Rückhalt im eigenen Land wäre das allerdings ein hohes Risiko. Die ohnehin prekäre Lage im Gazastreifen könnte sich mit einer weiteren Bodenoffensive noch verschlimmern.

Zweistaatenlösung in Gefahr: UN fordert Stopp von Israels Siedlungsplänen im Westjordanland

Netanjahu ist noch in anderer Hinsicht unter Druck: Israels Finanzminister Bezalel Smotrich droht offenbar mit dem Rücktritt, falls Israel einem Waffenruhe-Abkommen mit der Hamas zustimmt. Das berichteten mehrere Medien, eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Smotrich gehört den Rechtsextremen im Kabinett an und verneint das Existenzrecht eines palästinensischen Staates. Netanjahu ist auf seine Unterstützung angewiesen, um die Regierungskoalition aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wird spekuliert, dass Oppositionspolitiker Benny Gantz in die Regierung zurückkehren könnte, um ein solches Abkommen zu ermöglichen.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Israel geriet zuletzt noch wegen eines anderen Vorhabens in die Kritik: UN-Generalsekretär António Guterres fordert Israel auf, die geplanten Siedlungen im Westjordanland zu stoppen. Hintergrund ist ein genehmigtes Bauprojekt mit rund 3.400 Wohneinheiten im sogenannten E1-Gebiet zwischen Ost-Jerusalem und Maale Adumim. Die Siedlungen würden das Westjordanland faktisch in zwei Teile zerschneiden – und damit die Bildung eines zusammenhängenden palästinensischen Staates massiv behindern. Laut Guterres widerspricht das Projekt internationalen Vereinbarungen und früheren UN-Resolutionen. Es gefährde zudem die Möglichkeit einer Zwei-Staaten-Lösung. (bme/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Moiz Salhi / APAimages

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