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Überblick zur aktuellen Lage

Iran-Krieg: Trump berichtet von „sehr guten Treffen“ – Insider widersprechen

News zum Nahost-Konflikt im Ticker: Netanjahu will Zerstörung von Hisbollah-Tunneln. Drohungen wegen der Lage in der Straße von Hormus.

Update, 2. Juli, 5:43 Uhr: Die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Doha haben keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Wie Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, standen nicht etwa das Atomprogramm, sondern der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und Geldfragen im Mittelpunkt – obwohl diese Punkte längst hätten abgehakt sein sollen.

Während Trump in Washington betonte, es habe „sehr gute Treffen“ gegeben, zeichnen Insider ein deutlich nüchterneres Bild. Das Atomprogramm blieb demnach vollständig ausgeklammert; Vizepräsident JD Vance verwies dessen Erörterung auf einen späteren Zeitpunkt. Die Delegationen kommunizierten ausschließlich über katarische und pakistanische Vermittler – ein direktes Aufeinandertreffen gab es nicht.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Update, 22:39 Uhr: Nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer sucht die US-Marine nach einem vermissten Besatzungsmitglied. Am frühen Morgen (US-Ostküstenzeit) habe ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk dort eine Notlandung vorgenommen, Hinweise auf eine feindliche Handlung als Ursache gebe es nicht, teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (Centcom) auf der Plattform X mit. 

Nach einem der vier Besatzungsmitglieder des Hubschraubers werde noch gesucht, die anderen drei seien bereits gefunden worden, hieß es. Sie befinden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“. Diesen hatten die USA im Zuge des Iran-Kriegs in die Region verlegt. Die Ursache des Vorfalls wird nach Angaben des US-Militärs aktuell untersucht.

Update, 22:08 Uhr: Die USA und der Iran haben nach ihren jüngsten gegenseitigen Angriffen in Katar indirekte Gespräche geführt. Die Teilnehmer hätten sich darauf geeinigt, „bis morgen einen Kommunikationskanal einzurichten“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Mittwoch, als er den Abschluss der Gespräche bekanntgab. Beobachter kritisierten „fehlende Transparenz“ bei den Gesprächen.

Laut Gharibabadi endeten die Gespräche am Mittwochabend. Ihm zufolge sollen durch das Einrichten eines Kommunikationskanals Verstöße gegen das Rahmenabkommen gemeldet und dokumentiert werden. Die Beratungen mit den katarischen und pakistanischen Vermittlern in Doha fanden getrennt statt, wie ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie spielten sich demnach auf niedrigerer Ebene ab und konzentrierten sich auf die Details des Rahmenabkommens. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nahmen an den „technischen Gesprächen“ nicht teil.

Iran-Krieg: Israel will sich aus Libanon, Syrien und Gaza nicht zurückziehen

Update, 15:41 Uhr: Israelische Soldaten bleiben nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz „auf unbegrenzte Zeit“ im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen. Sie sollten in den dortigen „Sicherheitszonen“ verbleiben, „um unsere Einwohner und Gemeinden vor dschihadistischen Elementen zu schützen“, sagte Katz am Mittwoch. „Wir werden uns nicht aus den Sicherheitszonen zurückziehen.“

Katz bekräftigte zudem eine frühere Warnung an den Iran. Der Iran werde mit voller Kraft angegriffen, sollte er Israel wegen dessen Militäreinsatz im Libanon attackieren.

Update, 13:25 Uhr: Vertreter der USA und des Iran haben ihre Verhandlungen begonnen. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf diplomatische Kreise berichtete, kommunizieren beide Seiten dabei nicht direkt miteinander. Stattdessen übernehmen Vermittler aus Katar und Pakistan die Rolle der Gesprächsführer. Auch die arabischen Nachrichtensender Al Jazeera und Al Arabija meldeten den Beginn der Unterredungen.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, waren bereits am Dienstag in der katarischen Hauptstadt eingetroffen. Nach Angaben aus Doha trafen sie sich mit Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani. An den eigentlichen technischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran nehmen die beiden Trump-Vertrauten CNN zufolge jedoch nicht teil.

Update, 11.39 Uhr: In der Straße von Hormus ist ein ausländisches Containerschiff auf Grund gelaufen. Wie Reuters unter Berufung auf iranische Staatsmedien berichtet, verließ das Schiff die vorgeschriebene Fahrroute. Es begab sich demnach in flache Gewässer.

Die Führung in Teheran bekräftigte zugleich ihre Warnung: Nur der Schiffskorridor südlich der Insel Larak sei als Ein- und Ausfahrt genehmigt. Der Vorfall schürt erneut Befürchtungen über eine mögliche Hormus-Blockade und die Sicherheit einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.

Update, 10:37 Uhr: Teheran setzt Washington mit Blick auf den Iran-Deal unter Druck – weitere Verhandlungen hängen von der Erfüllung bestehender Vereinbarungen ab. „Solange die Auflagen nicht erfüllt seien, werde es keine neuen Gespräche geben“, sagte Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf laut Reuters im Staatsfernsehen.

Ghalibaf betonte zudem, die Souveränität über die Straße von Hormus liege beim Iran und dem Oman – die freie Durchfahrt sei auf 60 Tage befristet. Er warnte die USA zudem davor, iranische Ölexporte zu unterbinden, da in einem solchen Fall niemand mehr vom Öl profitieren werde. Parallel dazu soll ein trilaterales Komitee aus Iran, USA und Libanon die Waffenruhe im Libanon überwachen.

Seit dem Ende der Seeblockade in Hormus belaufen sich die iranischen Ölexporte Ghalibaf zufolge auf mehr als ​40 Millionen Barrel. Dabei erziele ⁠das Land einen um 20 Prozent höheren Preis als zuvor, berichtet Reuters.

Der Streit zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus geht weiter. (Archivbild)

Update, 1. Juli, 5:21 Uhr: Netanjahu hat den Befehl zur vollständigen Vernichtung militärischer Hisbollah-Strukturen im Südlibanon erteilt. Wie das israelische Regierungspresseamt mitteilte, umfasst der Befehl von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ausdrücklich alle Tunnel und sonstigen unterirdischen Anlagen, die der Miliz als Angriffsbasis gegen Israel gedient hatten.

Solange die Hisbollah nicht entwaffnet sei, werde Israel seine Truppen nicht aus dem Grenzgebiet abziehen, machte Netanjahu deutlich. Beirut und die Hisbollah-Miliz werten die israelisch kontrollierte Pufferzone als illegale Besatzung und verstoßen damit gegen das Völkerrecht, berichtet unter anderem BR24.

Update, 12:52 Uhr: Katar hat mitgeteilt, dass sich US-Gesandte in Doha aufhalten, es aber keine direkten Treffen mit iranischen Vertretern geben werde. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sagte demnach, Jared Kushner und Steve Witkoff seien in der Hauptstadt, würden jedoch nicht unmittelbar mit iranischen Offiziellen zusammenkommen. Stattdessen wollten sich die beiden mit Vermittlern treffen und über den Stand der Verhandlungen beraten, so der Sprecher.

Zudem erklärte er, die eingefrorenen iranischen Vermögenswerte in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar seien bislang nicht nach Teheran überwiesen worden. Die Frage der blockierten Gelder stehe in direktem Zusammenhang mit dem Fortschritt der Gespräche zwischen Teheran und Washington. Zur Straße von Hormus sagte der Sprecher, eine spezielle Deeskalations-Hotline sei genutzt worden, um die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran in der vergangenen Woche einzudämmen. Katar koordiniere sich außerdem mit Oman, um eine sichere Passage von Schiffen durch die strategisch wichtige Meerenge zu gewährleisten; die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus habe für Katar höchste Priorität.

Iran-News aktuell: Reaktion der deutschen Politik

Update, 10:51 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio eine freie Schiffspassage durch die Straße von Hormus gefordert. „Jetzt kommt es darauf an, eine tragfähige Lösung zur sicheren, freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erreichen“, schrieb Wadephul am Dienstag auf X mit Blick auf die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Friedenslösung. Zugleich müsse auch das iranische Atomprogramm geregelt werden; davon dürfe „keine Gefahr mehr ausgehen“. Die laufenden Verhandlungen seien „ein wichtiger Schritt“ und eröffneten „eine Chance für Diplomatie in einer weiter fragilen Lage“.

US-Präsident Donald Trump zufolge sollen die Gespräche am Dienstag in Doha fortgesetzt werden. Teheran habe um das Treffen gebeten, schrieb Trump auf Truth Social. CNN berichtete, Trumps Sonderberater Steve Witkoff sei auf dem Weg nach Katar. Der Iran hatte zuvor bestritten, dass neue Gespräche geplant seien.

Wadephul betonte zudem die Bedeutung der Beziehungen zu Washington. „Die transatlantische Partnerschaft ist unverzichtbar“, schrieb er. Das bevorstehende US-Unabhängigkeitsjubiläum sei Anlass, „daran zu erinnern, was unsere Länder verbindet: Freiheit und Demokratie“. Zugleich warnte er vor „Multi-Krisen“ auf beiden Seiten des Atlantiks, die Sicherheit und Weltwirtschaft bedrohten. In unsicheren Zeiten seien starke Partnerschaften „besonders wichtig“, schrieb Wadephul und dankte Rubio für den „guten und konstruktiven Austausch“. Mit Blick auf den NATO-Gipfel in der Türkei erklärte er: „Gemeinsam werden wir auch weiterhin als Nato-Verbündete und darüber hinaus zusammenstehen.“

Nach dem Treffen sagte Wadephul zudem, die USA unterstützten Kiew im Ukraine-Krieg „nach wie vor“. Präsident Trump habe „viel versucht“, um Friedensgespräche anzustoßen; Russlands Präsident Wladimir Putin fehle jedoch weiterhin und solle sich „gut überlegen, was er als nächsten Schritt tut“.

Iran-News aktuell: Neue Gespräche zwischen USA und Teheran in Katar?

Erstmeldung: Die Straße von Hormus bleibt das Epizentrum eines fragilen Ringens zwischen Washington und Teheran um einen Frieden im Iran-Krieg. Knapp zwei Wochen nach dem Rahmenabkommen, auf das sich beide Seiten in der Schweiz geeinigt hatten, ist die Waffenruhe erneut unter Druck geraten. Zuletzt gab es immer wieder Angriffe beider Seiten, auch in anderen Ländern im Nahen Osten wurde Beschuss gemeldet. Die für diese Woche geplanten Gespräche in Katar stehen derweil auf wackeligem Fundament.

Bereits die Frage, ob überhaupt Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran stattfinden, ist zum Gegenstand diplomatischer Deutungskämpfe geworden. US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, Teheran habe um ein Treffen in Doha gebeten, das noch am Dienstag stattfinden solle. Das iranische Regime widersprach prompt: Verhandlungen über eine Waffenruhe im Iran-Krieg werden stattfinden, „sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde“, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut iranischer Nachrichtenagentur Isna. Technische Sitzungen der Arbeitsgruppen seien diese Woche nicht geplant. Dennoch kündigte das Weiße Haus an, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Sondergesandter Steve Witkoff würden nach Doha reisen.

Gespräche zwischen USA und Iran? Trump kündigt an – Teheran bremst

Im Mittelpunkt der möglichen Gespräche in Doha zwischen der Trump-Regierung und dem Iran dürfte dabei nicht wie ursprünglich erwartet das iranische Atomprogramm stehen, sondern der eskalierte Streit um die Straße von Hormus. Das Rahmenabkommen sieht vor, dass Teheran nach „besten Kräften Vorkehrungen treffen“ werde, um Handelsschiffen für 60 Tage gebührenfrei eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Doch genau diese Formulierungen erweisen sich als Sollbruchstelle. Die Begriffe „Vorkehrungen“ und „beste Kräfte“ blieben undefiniert, hält die Denkfabrik „The Soufan Center“ fest.

Das Abkommen mit der Trump-Regierung habe „bewusst auf flexible Formulierungen gesetzt, weil dies wahrscheinlich der einzige Weg war, sie zum Abschluss zu bringen“, sagte Nicole Grajewski von der Pariser Elitehochschule Sciences Po der New York Times. Beide Seiten versuchten nun, Fakten zu ihren Gunsten zu schaffen.

Teheran beharrt derweil auf der alleinigen Kontrolle über die Meerenge. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi betonte, der Iran sei laut dem Rahmenabkommen allein verantwortlich für die Verwaltung der Straße von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden nutzten die Meerenge „als Instrument zur Ausübung von Druck und zur Stärkung ihrer Verhandlungsposition“, sagte eine Sicherheitsexpertin in Teheran, die anonym bleiben möchte.

Ringen um Straße von Hormus: Iran spricht mit Oman – Macron-Mission sorgt für Wirbel

Wie Al Jazeera berichtet, hat sich der Iran vor möglichen Verhandlungen mit den USA mit anderen Nationen in der Region über die künftige Verwaltung der Straße von Hormus ausgetauscht. Laut der Nachrichtenagentur AFP erklärte Gharibabadi später gegenüber iranischen Staatsmedien, dass Teheran und der Oman eine „gemeinsame Übereinkunft“ über die Verwaltung der Wasserstraße erzielt hätten. Er sagte, Maskat unterstütze ebenfalls die Beteiligung an diesen Vereinbarungen und sei der Ansicht, dass für die erbrachten Dienstleistungen Gebühren erhoben werden sollten. Der omanische Außenminister erklärte, man „unterstütze nicht die Erhebung von Transitgebühren“ für Schiffe, die die Straße von Hormuz durchfahren, zeige sich aber gleichzeitig offen für Gebühren für „maritime, umweltbezogene und navigatorische Dienstleistungen“.

Zu diesen iranischen Bemühungen kommt: Teherans jüngste Angriffe auf US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait könnten laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) auch darauf abzielen, die Golfstaaten zur Akzeptanz der iranischen Kontrolle über die Meerenge zu zwingen. „Der Iran hat wenig Interesse daran, zuzusehen, wie sein politischer Hebel mit jedem Schiff, das in omanische Gewässer umgeleitet wird, schwindet“, sagte Ali Vaez von der Denkfabrik International Crisis Group dem Wall Street Journal.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschärfte die Lage zusätzlich. Nach einem Treffen mit dem Sultan von Oman kündigte er an, gemeinsam mit Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, „um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten“. Teheran wies das entschieden zurück. Gharibabadi erklärte, eine gemeinsame Operation werde Teheran „niemals zulassen“ – solche Initiativen seien „Provokationen“, die die ohnehin angespannte Lage weiter belasteten.

Iran-News aktuell: Experte hält Einigungen für „unrealistisch“

Der israelische Iran-Experte Beni Sabti vom Institute for National Security Studies (INSS) hält die möglichen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran grundsätzlich für zum Scheitern verurteilt. „Solange Amerika das mitmacht, werden sie immer dreister“, sagte er mit Blick auf die Führung in Teheran gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. In Teheran hätten „die Radikalen und Ultraradikalen das Sagen“. Eine wirkliche Friedensvereinbarung hält Sabti derzeit für „unrealistisch“. Das iranische Regime habe durch das Rahmenabkommen nun „das Gefühl, gewonnen zu haben“ – und damit seine „Angst vor einem Regimewechsel von innen oder außen überwunden“.

Mehrere Medien hatten derweil in der Nacht zum Dienstag berichtet, dass eine iranische Delegation nach Katar gereist war. Esmaeil Baghaei, der auch Sprecher des iranischen Außenministeriums ist, sagte, Teherans „aktuelle Priorität sei die Sicherstellung der Umsetzung“ der mit Washington geschlossenen Absichtserklärung, und dass „wir unsere Forderungen ernsthaft verfolgen“. Und weiter: „Wir werden in den kommenden Tagen auf keiner Ebene Verhandlungen mit der amerikanischen Seite führen. Und die Tatsache, dass amerikanische Vertreter nach Katar reisen, hat nichts mit der Reise der iranischen Delegation zu tun.“ (Quellen: dpa, AFP, Guardian, Al Jazeera) (fbu)

Rubriklistenbild: © Uncredited/AP/dpa

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