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Lage im Überblick

Iran-Krieg aktuell: USA üben Vergeltung an Teheran – Trump droht mit Vernichtung der Mullahs

In der Nacht gab es Vergeltungsschläge der USA gegen den Iran. USA und dem Iran. Zuvor griff Teheran in der Straße von Hormus an. Alle News zum Iran-Krieg aktuell im Ticker.

Update, 6:35 Uhr: Donald Trump hat Teheran im Iran-Krieg mit der Vernichtung des Mullah-Regimes gedroht. Sollten die USA gezwungen sein, den Krieg wiederaufzunehmen, werde „die Islamische Republik Iran nicht länger existieren“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

Trump warf Teheran vor, gegen das Waffenruhe-Abkommen verstoßen zu haben, und bestätigte Vergeltungsangriffe. „US-Flugzeuge haben soeben iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Küstenradaranlagen angegriffen, weil sie wieder gegen das Waffenruhe-Abkommen verstoßen haben“, schrieb der US-Präsident. „Es könnte ein Zeitpunkt kommen, an dem wir nicht mehr in der Lage sind, vernünftig zu handeln, und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, mit militärischen Mitteln zu vollenden.“

Donald Trump hat dem Iran nach neuen Angriffen mit Vergeltung und Vernichtung gedroht.

Update, 28. Juni, 6:10 Uhr: Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu. Die USA haben in der Nacht erneut Vergeltungsangriffe gegen den Iran geflogen. Laut dem zuständigen Regionalkommando Centcom wurden Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur getroffen, als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf einen Frachter. Die gegenseitigen Vergeltungsschläge drohen, die Lage im Nahen Osten weiter zu eskalieren.

Update, 16:50 Uhr: Die Hisbollah hat erklärt, sich nicht an das Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel gebunden zu fühlen. Ein Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament sagte dem libanesischen pro-iranischen Nachrichtenportal Al Majadin, die Miliz werde sich jeglichen Regierungsmaßnahmen widersetzen, die sich aus dem Abkommen ergäben, an ihren Waffen festhalten und nicht zulassen, dass die Behörden dem libanesischen Volk ihren Willen aufzwingen.

Zahlreiche Anhänger der Miliz gingen am Freitagabend auf die Straße, um gegen das Abkommen zu protestieren. Hisbollah-Chef Naim Kassim bezeichnete es als „Erniedrigung“, „Schande“ und „Verzicht auf die Souveränität“. Er kritisierte insbesondere, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Der Chef der Hisbollah erklärte, die Miliz werde „den Widerstand im Feld fortsetzen“ und den bewaffneten Kampf „nicht aufgeben“. Er lehnte es ab, einen israelischen Rückzug aus dem Libanon an die Entwaffnung der Hisbollah zu knüpfen, und sagte, dies überschreite alle roten Linien.

Das zwischen Washington und Teheran erzielte Rahmenabkommen sieht ein Ende der Kämpfe auch im Libanon vor. Experten kritisieren, dass die US-Regierung dem Iran dabei ein Vetorecht über Entwicklungen im Libanon eingeräumt habe. Der Iran besteht auf dem Schutz der Hisbollah und macht den israelischen Rückzug aus dem Südlibanon zur Bedingung für ein dauerhaftes Kriegsende.

Erstmeldung: Kaum zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beilegung des Nahostkonflikts stehen die USA und der Iran erneut vor einer schweren Belastungsprobe. Das US-Militär führte in der Nacht zu Samstag Luftangriffe auf iranische Ziele durch. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom begründete die Angriffe mit einem iranischen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus am Donnerstag. Es handelt sich um die ersten US-Angriffe auf iranische Ziele seit Abschluss des Rahmenabkommens.

Die jüngste Eskalation im aktuellen Iran-Krieg führte auch zu einem iranischen Drohnenangriff auf Bahrain. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angegriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. Das katarische Außenministerium verurteilte die Angriffe und betonte die Notwendigkeit, die Region vor den Folgen dieser ungerechtfertigten Angriffe zu bewahren. Auch der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats (GCC), Jasem Mohamed Albudaiwi, verurteilte die „heimtückischen iranischen Angriffe“ aufs Schärfste.

Iran-Krieg aktuell: Neue Angriffe von USA und Teheran

US-Präsident Donald Trump hatte Teheran bereits Stunden vor den Militärangriffen vorgeworfen, gegen die Waffenruhe im aktuellen Iran-Krieg verstoßen zu haben. Seinen Angaben zufolge setzte der Iran mindestens vier Drohnen gegen Schiffe in der Straße von Hormus ein. Eine davon traf ein unter singapurischer Flagge fahrendes Frachtschiff, das seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen konnte. Die übrigen drei Drohnen seien vom US-Militär abgeschossen worden. „Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) bestätigte, ein „unbekanntes Projektil“ habe die Brücke des Schiffes beschädigt.

Aus der iranischen Stadt Sirik in der Provinz Hormusgan, nahe der Straße von Hormus gelegen, wurden in der Nacht Explosionsgeräusche gemeldet. Ein lokaler Behördenvertreter erklärte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Mehr, es seien keine Schäden entstanden, die Lage sei normal. Der Iran reagierte seinerseits mit eigenen Angriffen: Die Revolutionsgarde ließ über die staatliche Nachrichtenagentur Irna verlauten, mehrere Standorte der „US-Terrorarmee in der Region“ seien ins Visier genommen worden. Welche Standorte betroffen waren und ob Schäden entstanden, blieb zunächst unklar.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Mohsen Rezaei, der Berater des iranischen Obersten Führers Mojtaba Khamenei, hat indes der Trump-Regierung vorgeworfen, gegen Artikel 5 der Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs verstoßen zu haben. „Die Reaktion auf einen Verstoß gegen einen beliebigen Artikel der Vereinbarung wird schnell und entschieden erfolgen“, schrieb er auf X. Laut der britischen Schifffahrtsbehörde (UKMTO) kam es derweil auch in der Straße von Hormus zu einem Zwischenfall. Demnach wurde ein Tanker von einem „unbekannten Projektil“ getroffen. Weiter hieß es, dass das Schiff Schäden an der Brücke erlitten habe.

Das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran war am 17. Juni von US-Präsident Trump im Schloss von Versailles unterzeichnet worden, kurz darauf folgte die Unterschrift des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Es sieht 60-tägige Verhandlungen, ein sofortiges Ende der Kämpfe „an allen Fronten“ und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.

Iran-Krieg aktuell: Neue Angriffe seien keine Rückkehr zu größeren Kampfoperationen

Vor dem aktuellen Iran-Krieg wurde durch die Meerenge etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft. Die USA hatten in dieser Woche bereits vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl ausgesetzt. Centcom betonte, US-Streitkräfte würden weiter eine sichere Durchfahrt für Handelsschiffe in der Straße von Hormus unterstützen. Nach Angaben von CNN bedeuteten die jüngsten Angriffe zumindest vorerst keine Rückkehr zu größeren Kampfoperationen.

Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichtete unter anderem das Staatsfernsehen Irib. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen. Auch von der Insel Gheschm wurden demnach Einschläge von Projektilen gemeldet. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf einen US-Beamten, dass sechs Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe vier iranische Stellungen entlang der Straße von Hormus und auf der Insel Gheschm angegriffen hätten. Die Angriffe dauerten demnach etwa 90 Minuten. 

Israel und Libanon verständigen sich auf Abkommen: Brüchige Waffenruhe wegen Hisbollah

Eng mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran verknüpft ist die Lage im Libanon. Israel und die libanesische Regierung einigten sich jüngst auf ein Rahmenabkommen: Israel soll sich schrittweise aus zwei Zonen im Südlibanon zurückziehen, die reguläre libanesische Armee soll dort die Kontrolle übernehmen. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Vereinbarung als „ersten Schritt“ in Richtung eines dauerhaften Friedens. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte das Abkommen und bezeichnete es als schwere Niederlage für den Iran. Einen konkreten Zeitrahmen oder klare Bedingungen für den israelischen Rückzug legt die Vereinbarung jedoch nicht fest. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Sepahnews/ZUMA Press Wire/Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa (Montage)

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