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Humanitäre Blockade in Gaza

Hungerkatastrophe in Gaza kostet immer mehr Kinder ihr Leben

Im Gazastreifen sterben über 100 Menschen an Hunger. Besonders betroffen sind Kinder. Hilfsorganisationen schlagen Alarm und fordern ein Ende von Israels Blockade.

Berlin – Die Hungerkatastrophe im Gazastreifen fordert immer mehr Todesopfer. Laut dem Gesundheitsministerium sind über 113 Menschen an Unterernährung gestorben. Davon waren demnach mit 81 die überwältigende Mehrheit Kinder.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Die Regierung von Benjamin Netanjahu blockiert weiter den Zugang von Lebensmitteln in den palästinensischen Küstenstreifen. Stattdessen fordert die von Israel und den USA unterstützte „Gaza Humanitarian Foundation“ die Menschen auf, zu einzelnen Verteilerstationen zu kommen. Dort haben Sicherheitskräfte laut UN seit Ende Mai über 1000 hungernde Menschen getötet. Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen bezeichneten die Ausgabestellen als „Todesfallen“.

Preise für Lebensmittel in Gaza sind teilweise über 3000 Prozent gestiegen

„Scharfschütz:innen eröffnen wahllos das Feuer auf Menschenmengen, als hätten sie eine Lizenz zum Töten“, teilte der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks, Philippe Lazzarini, mit. „Eine massive Menschenjagd, völlig straffrei. Das kann nicht unsere neue Normalität sein, humanitäre Hilfe ist nicht die Aufgabe von Söldner:innen.“

Ein Viertel der Menschen im Gazastreifen lebt UN-Angaben zufolge unter „hungersnotähnlichen Bedingungen“. (Archivbild)

Auf dem freien Markt sind Lebensmittel in Gaza kaum zu bekommen. Laut UN kosteten 25 Kilo Mehl bereits Ende Mai 420 Dollar, ein Preisanstieg um über 3000 Prozent seit Oktober 2023. Laut BBC verkaufen Menschen ihre persönlichen Besitztümer, um Grundnahrungsmittel zu bekommen.

Menschenrechtsorganisationen: Israel setzt Hunger als Kriegswaffe gegen Menschen in Palästina ein

Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung von Israel schon seit Monaten einen Völkermord an Palästinenser:innen vor. Schon 2024 begründeten sie diesen unter anderem mit dem Einsatz von Hunger als Kriegswaffe.

Auch Journalist:innen und ihre Angehörige sind direkt von der humanitären Blockade durch die israelische Regierung betroffen. Mitarbeitende der französischen Nachrichtenagentur AFP haben am Montag einen Hilferuf veröffentlicht. „Seit der Gründung der AFP im August 1944 haben wir Journalisten in Konflikten verloren, wir hatten Verletzte und Gefangene in unseren Reihen, aber keiner von uns kann sich daran erinnern, jemals einen Mitarbeiter verhungern gesehen zu haben. Wir weigern uns, sie sterben zu sehen.“

Der Aufruf von rund 30 Staaten, den Krieg im Gazastreifen zu beenden, hat bei der Regierung von Benjamin Netanjahu bisher wenig bewirkt. Inzwischen haben über 1000 Organisationen eine Petition unterzeichnet, dass Diplomat:innen persönlich einen Konvoi an Lebensmittellieferungen nach Gaza begleiten sollen, um den Zugang zu sichern.

Rubriklistenbild: © Rizek Abdeljawad/XinHua/dpa

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