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Neuer Einsatz mit Schüssen
Grenzschutz involviert: Verletzter bei Schusswaffenvorfall mit US-Beamten
Nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis kommt es im Süden des Landes erneut zu einem Schusswaffenvorfall. Ein Mensch ist laut Medien verletzt.
Bei einem Schusswaffenvorfall, bei dem auch der US-Grenzschutz involviert gewesen sein soll, ist ein Mensch im US-Bundesstaat Arizona Medienberichten zufolge verletzt worden. Er befand sich im kritischen Zustand, wie die US-Sender NBC News und Fox News unter Berufung auf zuständige Behörden vor Ort berichteten. Das zuständige Pima County Sheriff Department im Süden des Bundesstaates bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Border Patrol - also der Grenzschutz - bei dem Vorfall involviert gewesen sei. Diese Behörde äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
Nach ICE-Einsatz in Minneapolis: Neuer Schusswaffenvorfall in den USA - Person verletzt
NBC News berichtete unter Berufung auf die örtliche Feuerwehr, dass am Dienstagvormittag (Ortszeit) eine Person angeschossen worden sei. Wie genau es zu dem Schusswaffenvorfall gekommen war, war zunächst unklar. Der Mensch sei dann mit einem Hubschrauber in ein regionales Traumazentrum geflogen worden.
Das Büro des Sheriffs habe mitgeteilt, dass es mit der Bundespolizei FBI und der Grenzschutzbehörde zusammenarbeite, berichtete der Sender ABC News.
Tödlicher ICE-Einsatz in den USA: Kritik an Trump und Einsatzkräften wächst
Indes wächst in den USA die Kritik an Einsatzkräften wie eben die Einwanderungsbehörde ICE und die Grenzschutzbehörde. Sie seien unerfahren, schlecht ausgebildet und ignorierten die Standards der Polizei - nach den tödlichen Schüssen auf zwei Zivilisten in Minneapolis werden die Vorwürfe immer lauter. Vor allem ICE jagt im Auftrag Washingtons Migranten. Tatsächlich rekrutierte die Einwanderungsbehörde ICE in den vergangenen Monaten tausende neue Mitglieder und verkürzte die Ausbildung deutlich.
Der gewaltsame Tod der US-Bürger Renee Good und Alex Pretti auf offener Straße „sollte in der Regierung ernsthafte Fragen aufwerfen, ob die Ausbildung durch die Einwanderungsbehörde sowie die den Polizisten erteilten Anweisungen zur Erfüllung ihres Auftrags angemessen sind“, sagte Lisa Murkowski, eine Senatorin der Republikaner aus Alaska.
Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern
US-Präsident Donald Trump müsse „diese 3000 ungeschulten Agenten aus Minnesota abziehen, bevor sie einen weiteren Menschen töten“, forderte der demokratische Gouverneur von Minnesota, Tim Walz.
Trumps rigorose Abschiebepolitik gegen Migranten konzentriert sich derzeit auf Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Tausende maskierte Einsatzkräfte von ICE und der US-Grenzschutzeinheit CBP patrouillieren in den Straßen der Stadt und nehmen als illegal eingestufte Migranten fest - trotz heftigen Protestes der Einwohner und örtlicher Politiker. Ein Grenzschützer erschoss am Samstag am Rande einer Razzia den 37-jährigen Krankenpfleger Pretti, die gleichaltrige Good starb am 7. Januar durch die Schüsse eines ICE-Beamten. (Quellen: dpa, AFP) (bb)