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Queerfeindlichkeit

Weltweiter Terror gegen LGBTQI+-Gemeinschaft: USA mahnen zur Vorsicht

Die US-Regierung warnt vor Terror gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft. Weltweit werden queere Menschen angefeindet und bedroht.

Washington – Die US-Regierung ruft wegen möglicher Terroranschläge gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft weltweit zu Wachsamkeit auf. „Aufgrund der Möglichkeit von Terroranschlägen, Demonstrationen oder gewalttätigen Aktionen gegen US-Bürger oder deren Interessen rät das Außenministerium US-Bürgern in Übersee zu erhöhter Vorsicht“, schrieb das US-Außenministerium laut dpa in einem weltweiten Sicherheitshinweis. 

Man sei sich des erhöhten Potenzials für von ausländischen Terrororganisationen inspirierte Gewalt gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft bewusst. US-Bürgerinnen und -Bürger sollten etwa bei Pride-Veranstaltungen wachsam sein. Die englische Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans, queere sowie intergeschlechtliche Menschen. Das Pluszeichen sowie das Sternchen sind Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

Weltweite Gewalt gegen LGBTQI+-Gemeinschaft: Vier tote Frauen in Buenos Aires

Auch in Deutschland wird die LGBTQI+-Gemeinschaft immer wieder angegriffen.

Weltweit kommt es auch abseits von terroristischen Angriffen auf Demonstrationen immer wieder zu Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer Sexualität oder ihres Geschlechts. Vergangene Woche wurde etwa in Argentinien die Wohnung von vier lesbischen Frauen angezündet. Sie lebten im Stadtteil Barracas von Buenos Aires und wurden laut Berichten der Tageszeitung Clarín schon öfter von ihrem Nachbarn bedroht. Die Polizei nahm die Morddrohungen nicht ernst, jetzt sind drei der vier Frauen tot.

Der Hass gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft wird durch politische Spaltung und gesellschaftlichen Hass befeuert. Etwa in Argentinien hetzt der anarchokapitalistische Präsident Javier Milei seit seinem Amtsantritt im vergangenen Dezember etwa immer wieder gegen queere Menschen und Feminismus.

Queerfeindlichkeit auch in Deutschland im Aufmarsch

Auch in Deutschland ist zu beobachten. In vielen Bundesländern werden trans- und homophobe Gewalttaten nicht gesondert erfasst. Eine genaue Analyse ist deshalb schwer. Ein Blick nach Berlin zeigt jedoch eine besorgniserregende Entwicklung. Der Monitoringbericht zu trans- und homophober Gewalt in der Hauptstadt zeigt seit 2014 einen kontinuierlichen Anstieg polizeilich registrierter Straftaten gegen Lesben, Schwule, bisexuelle sowie trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen (LGBTQI+).

Aufgeheizte Debatte, etwa um das Genderverbot in einzelnen Bundesländern, erwecken den Anschein, als wäre der Kampf um Selbstbestimmung eine rein theoretische Identitätsfrage. Das Ergebnis sind immer wieder reale Gewalttaten.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/IMAGO

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