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Lage im Nahen Osten
Gaza-Krieg und Doha-Angriff: Rubio zu Gesprächen in Israel eingetroffen
US-Außenminister Marco Rubio ist in Jerusalem zu Gesprächen eingetroffen. Zu besprechen gibt es einiges: Der Gaza-Krieg sowie der Angriff auf die Hamas in Doha.
Jerusalem/Gaza – US-Außenminister Marco Rubio wird bei seinem Besuch in Israel am Sonntag viel zu besprechen haben. Zuletzt hatte Israel einen Luftschlag in der katarischen Hauptstadt Doha ausgeführt. Offiziell galt die Militäraktion der Führungsriege der Hamas, die in einem Gebäude der Hauptstadt des Golfstaates zusammenkam. Rubio sagte vor seinem Abflug, US-Präsident Trump sei nicht glücklich über die jüngsten Entwicklungen. Allerdings brauche Israel nicht zu befürchten, dass die Beziehungen deswegen beeinträchtigt würden. Rubio wolle allerdings darüber sprechen, wie sich der Angriff auf die Bemühungen um ein Ende des Gaza-Krieges auswirken werde.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
„Er will, dass der Krieg endet, er will, dass alle 48 Geiseln nach Hause kommen, einschließlich derjenigen, die verstorben sind, und er will das alles auf einmal“, sagte Rubio. Was geschehen sei, sei geschehen, kommentierte der Top-Diplomat die israelischen Angriffe auf die katarische Hauptstadt. „Hamas kann nicht weiterbestehen, wenn Frieden in der Region das Ziel ist“, teilte Rubio auf X mit. Laut dem US-Außenministerium will Rubio trotzt des Angriffs auf Doha die anhaltende Unterstützung der Vereinigten Staaten zusichern. Mehrere Länder haben angekündigt, in gut einer Woche vor der UN in New York einen Palästinenserstaat anerkennen.
Angriff auf Hamas in Katar scheitert
Der Angriff auf die Hamas-Führung in Doha hatte nicht nur den US-Verbündeten Katar verärgert, sondern auch andere Verbündete Washingtons in der Region. Nach Angaben der Hamas sei kein Mitglied der Führungsriege getötet worden. Die sechs Menschen, die bei dem Angriff getötet wurden: ein Mitarbeiter und ein Sohn des Leiters ihres Verhandlungsteams in Doha, Chalil al-Hajja, sowie drei seiner Leibwächter und ein katarischer Polizist.
Parallel zum Besuch von Rubio wird es bei einem von Katar geplanten Sondergipfel mit fast 60 arabischen und islamischen Staaten dürfte es am Sonntag und Montag um die Suche nach einer gemeinsamen Haltung gegenüber Israel gehen. Vor dem Treffen der Monarchen, Staats- und Regierungschefs soll es zunächst in Doha jedoch ein vorbereitendes Gipfeltreffen auf der Ebene der Außenminister geben.
Ex-Generalstabschef geht von 200.000 Opfern im Gazastreifen aus
Der Unmut über den seit fast zwei Jahren andauernden Gaza-Krieg wächst immer weiter. Die humanitäre Lage im Gazastreifen gleicht einer Katastrophe und mehrere Organisationen, darunter auch die NATO, bestätigen eine Hungerkatastrophe. Zuletzt hatte der Guardian unter Berufung auf den ehemaligen israelischen Generalstabschef Herzi Halevi geschrieben, dass mehr als 10 Prozent der 2,2 Millionen Einwohner Gazas getötet oder verletzt worden seien – „mehr als 200.000 Menschen“, schreibt das Blatt. Die offizielle Bilanz liegt bei rund 65.000 getöteten Palästinensern und etwa 164.000 Verletzten.
Doch nicht nur die Lage im Gazastreifen dürfte ein Thema bei den Gesprächen zwischen Rubio und der israelischen Regierung dürfte ein Thema sein. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Ausbau der Siedlungen im Westjordanlang und in Ost-Jerusalem immer weiter voran. Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich stellte zuletzt seine Pläne zum Westjordanland vor. Demnach sollen 82 Prozent des Westjordanlandes annektiert werden. Rund drei Millionen Palästinenser würden dann nur sechs voneinander isolierte Gebiete bekommen. Damit wäre eine Zweistaatenlösung komplett unmöglich.
UN fordern Ende des Gaza-Krieges
Das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen schlägt derweil Alarm und fordert ein Ende des Gaza-Krieges, gerade im Hinblick auf die anstehende Eroberung von Gaza und Flucht hunderttausender Menschen ins Ungewisse. „Die israelische Bombardierung im Norden von Gaza ist anhaltend. Tausende wurden zur Flucht gezwungen. Für viele ist das Gehen der einzige Weg. Es mangelt an Unterkünften und Zelten. Es gibt keinen sicheren Ort. Beenden Sie den Krieg jetzt und lassen Sie UNRWA unsere lebenswichtigen Vorräte hereinbringen“, schreibt die UNRWA auf X. (Quellen: dpa, AFP, Haaretz, X) (erpe)