Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Washington Post

Netanjahu erlaubt minimale Hilfe für Gaza – wohl, weil Trump Druck machte

Israels Premierminister Netanjahu ermöglicht minimale Hilfe für die Menschen im Gazastreifen. US-Präsident Trump hatte zuletzt Druck gemacht.

Tel Aviv – Israel plant, die Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen und gleichzeitig „minimale“ Hilfslieferungen in das Gebiet wieder aufzunehmen. Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Montag eine mögliche Massenhungersnot dort als „rote Linie“ bezeichnet, die Israel die Unterstützung der Vereinigten Staaten kosten könnte.

In einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video sagte Netanjahu, dass Israel zwar „massive Gewalt einsetzt, um die Kontrolle über den gesamten Gazastreifen zu übernehmen [...] wir aber aus praktischen und diplomatischen Gründen keine Hungersnot zulassen können“. Er erklärte, Israels „engste Freunde in der Welt“, darunter US-Politiker, hätten ihm gesagt, sie stünden unerschütterlich hinter Israel, könnten aber „Bilder von Massenhungersnot nicht ertragen“.

Frankreich, Kanada und Großbritannien verurteilen Israels Vorgehen in Gaza

Andere westliche Verbündete, darunter Großbritannien, Kanada und Frankreich, verurteilten Israels Entscheidung, die Militäroperationen in Gaza auszuweiten. Sie drohten mit „konkreten Maßnahmen“, falls das Land seine Offensive nicht einstelle und die Beschränkungen für Hilfslieferungen nicht aufhebe, die Israel am 2. März gestoppt hatte.

In einer gemeinsamen Erklärung am Montag sagten Vertreter der drei Länder, „das Ausmaß des menschlichen Leids in Gaza ist unerträglich“ und Israels Entscheidung, nur eine grundlegende Menge an Nahrungsmitteln zuzulassen, sei „völlig unzureichend.“

„Wir werden nicht tatenlos zusehen, während die Netanjahu-Regierung diese ungeheuerlichen Handlungen verfolgt“, hieß es in der Erklärung. „Wenn Israel die erneute Militäroffensive nicht einstellt und seine Beschränkungen für humanitäre Hilfe nicht aufhebt, werden wir weitere konkrete Maßnahmen ergreifen.“

Am Samstag steigen Rauch- und Staubwolken aus Gaza auf, die von einem Sonnenblumenfeld auf der israelischen Seite der Grenze zu sehen sind.

Nach Netanjahu-Entscheidung: Hamas begrüßt Hilfslieferungen für Gaza

Netanjahus Ansprache war das erste Mal, dass ein israelischer Offizieller öffentlich die Gefahr des Hungers in dem Gebiet einräumte. Rund um den Globus warnen Experten schon länger, dass die Bevölkerung im Gazastreifen von einer Hungersnot bedroht ist. Auch in diesem Monat gab es entsprechende Warnungen.

Israel blockierte die Einfuhr von Nahrungsmitteln, Treibstoff und Hilfsgütern nach Gaza, nachdem ein achtwöchiger Waffenstillstand mit der Hamas ausgelaufen war. Die Washington Post sprach mit zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, da sie nicht befugt waren, Informationen an Medien weiterzugeben.

Sie sagten, dass die USA in Gesprächen mit der Hamas garantiert hätten, dass Israel einige Hilfslieferungen nach Gaza zulassen würde. Und zwar dann, wenn die Hamas die amerikanisch-israelische Geisel Edan Alexander (21) freilässt.

Hamas-Vertreter Basem Naim teilte am Montag mit, die Miliz begrüße die Wiederaufnahme der Hilfen. Er sagte aber nicht, ob dies mit Alexanders Freilassung zusammenhängt. In einer Erklärung auf Facebook räumte er ein, dass die Menge der Hilfe „unzureichend [...] im Vergleich zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen“ sei. Aber, so sagte er, Israels Entscheidung, einige Lastwagen hineinzulassen, könne „nur als Bruch seines Willens gesehen werden.“

Hilfsorganisationen berichten von rund 100 Hilfstransportern pro Tag im Gazastreifen

Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten teilte ebenfalls am Montag mit, es sei von israelischen Behörden kontaktiert worden, um „begrenzte Hilfslieferungen wieder aufzunehmen“, und dass Gespräche über die Logistik aufgrund der sich schnell ändernden Situation vor Ort im Gange seien. Das betreffe auch Chan Junis, wo das israelische Militär die Bewohner zur Evakuierung vor einem „beispiellosen Angriff“ aufgefordert hat.

Hilfsorganisationen sagten, sie seien über Nacht informiert worden, dass von Montag bis Freitag etwa 100 Hilfslastwagen pro Tag einreisen dürften. Am späten Montag sagte COGAT, die Einheit des israelischen Verteidigungsministeriums, die zivile Angelegenheiten in den palästinensischen Gebieten koordiniert, dass fünf Lastwagen mit Hilfsgütern, darunter „Babynahrung“, nach Gaza gefahren seien.

Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik

Donald Trump
Seit dem 20. Januar 2025 sitzt Donald Trump wieder im Weißen Haus. Es folgen Attacken auf Rechtsstaat, Gewaltenteilung und Menschenrechte. Wie aber kann man die Lage in den USA beschreiben? Der renommierte Faschismusforscher Jason Stanley bringt es Ende März in einem Interview mit „Zeit Online“ auf den Punkt. Auf die Frage, ob er von faschistischen Zuständen im Land sprechen würde, sagt er: „Ja, natürlich. Welche Begriffe sollen wir denn sonst verwenden?“ Faschismus sei nicht einfach nur ein Schimpfwort, sondern ein Konzept, das helfe, die Realität zu verstehen. „Und was wir jetzt sehen – das ist Faschismus.“  © Saul Loeb/AFP
Donald Trump
Gleich zum Amtsantritt demonstriert Trump Tatendrang. Schon am 20. Januar unterzeichnet er Dutzende Dekrete – mit einigen schafft er Fakten, mit anderen setzt er Zeichen. Aber vor allem demontiert er das Vermächtnis seines demokratischen Vorgängers Joe Biden.  © Jim Watson /AFP
Amtseinführung Trump
Eine seiner Anordnungen sorgt für Aufruhr: Trumps Versuch, das verfassungsmäßige Recht auf US-Staatsangehörigkeit durch Geburt zu beschränken, wird umgehend angefochten. Mehrere Gerichte blockieren Trumps Dekret. Im 14. Zusatzartikel zur Verfassung heißt es, dass Personen, die in den USA geboren werden, die Staatsbürgerschaft erhalten. Trump argumentiert, das gelte nicht, wenn die Mutter bei der Geburt widerrechtlich oder nur temporär in den USA gewesen sei. Die Frage der Rechtmäßigkeit wird wohl der Supreme Court klären müssen.  © Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa
Grenze zu Mexiko
Um die illegale Migration einzudämmen, verhängt Trump an seinem ersten Arbeitstag den nationalen Notstand an der Südgrenze zu Mexiko. Zugleich erteilt er dem Verteidigungsminister die Befugnis, das Militär zu entsenden, um diesem Notstand zu begegnen und das Heimatschutzministerium zu unterstützen. Niemand soll mehr über die Südgrenze in die USA gelangen, so das erklärte Ziel. Darüber hinaus ordnet Trump den Ausbau von Grenzbefestigungen zu Mexiko an. © Kyle Chan/AFP
Kapitol
Kurz nach Trumps Amtsantritt rückt auch der Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 wieder ins Rampenlicht. Trump begnadigt alle Personen, die deswegen verurteilt worden sind. Es handelt sich um etwa 1500 Menschen, darunter befinden sich auch Mitglieder der rechtsradikalen „Proud Boys“ und „Oath Keepers“. Trumps Erlass zeigt auch Wirkung in Deutschland. Wenn ein Präsident 1500 verurteilte Menschen aus politischen Gründen begnadige, „dann ist das das Ende des Rechtsstaats“, schreibt Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte auf der Plattform X. „Es bedeutet schlicht, dass die Anhänger des Präsidenten über dem Gesetz stehen.“ © Roberto Schmidt/AFP
Elon Musk
Elon Musk gilt seit Trumps Amtsübernahme als so eine Art Schattenpräsident. Bei einer Veranstaltung zur Amtseinführung macht der Tech-Milliardär eine Geste, die viele schockiert. Während seiner Rede hält er seine rechte Hand an sein Herz – und streckt sie dann in einer schnellen Bewegung nach oben raus. Danach wiederholt er die Geste noch einmal in eine andere Richtung. „Musk hat zwei Mal den Hitlergruß gezeigt“, hält USA-Expertin Annika Brockschmidt auf Bluesky nüchtern fest. © Angela Weiss/AFP
Potomac
Kurz nach Trumps Amtsübernahme häufen sich die Flugunfälle in den USA. Die Flugaufsichtsbehörde FAA steht nach dem Rücktritt ihres Chefs am 20. Januar ohne Leitung da. Wenige Tage später kollidiert ein Passagierflugzeug über dem Potomac River in der Hauptstadt mit einem Militärhubschrauber. Alle 67 Menschen an Bord beider Maschinen kommen ums Leben. Trump schockiert danach mit einem zynischen Kommentar. Auf die Frage, ob er die Absturzstelle besuchen werde, antwortet der Präsident: „Soll ich etwa schwimmen gehen?“ © Roberte Schmidt/AFP
USAID
Anfang Februar nehmen Trump und Musk beim Umbau des Staatsapparates die Behörde für internationale Entwicklung USAID ins Visier. Musk startet einen regelrechten Feldzug gegen die Behörde, die er als „Schlangennest von linksradikalen Marxisten, die Amerika hassen“ bezeichnet. Auch Trump wettert regelmäßig gegen die Ausgaben der USA für internationale humanitäre Hilfe. © Tom Williams/Imago
Panama-Proteste
Schon in seiner Antrittsrede macht Trump klar, dass die USA während seiner zweiten Amtszeit ihr Territorium zu erweitern gedenken. So verspricht er seinen Fans, den Panamakanal zurückzuholen. Während des Besuchs von Außenminister Marco Rubio am 2. Februar protestieren Dutzende Menschen auf den Straßen von Panama-Stadt gegen die Ansprüche der US-Regierung. Die für den internationalen Handel wichtige Wasserstraße verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den USA gebaut und wird seit 1999 ausschließlich von Panama verwaltet.  © Martin Bernetti/AFP
Pro-Kanada Demo in Ottawa
Zudem erklärt Trump ein ums andere Mal, den weltweit zweitgrößten Flächenstaat Kanada zum 51. Bundesstaat machen zu wollen. Die Menschen in Kanada reagieren entsetzt. Die Feindseligkeit gegenüber den USA wächst. Bei Sportwettkämpfen wird die US-Hymne ausgebuht, auf dem Parliament Hill in Ottawa kommt es zu Protesten. © Justin Tang/dpa
Trump Dekret
Am 5. Februar unterzeichnet Trump ein Dekret, die Transmenschen von der Teilnahme am Frauensport ausschließen soll, vor allem an öffentlichen Schulen und Hochschulen. Damit sei „der Krieg gegen den Frauensport beendet“, erklärt Trump im Weißen Haus und kritisiert wie bereits häufig zuvor die in seinen Augen „militante Transgender-Ideologie“ der „radikalen Linken“. © Andrew Harnik/AFP
Proteste USA
Doch es regt sich auch erster Protest in den USA. Anfang Februar gehen zahlreiche Menschen in den gesamten USA gegen Trump, Musk und das Kabinett auf die Straße. Die 50501-Bewegung – 50 Staaten, 50 Proteste, ein Tag – ruft zu Protesten vor den Kapitolen der einzelnen Bundesstaaten auf. © Fred Greaves/AFP
Golf von Mexiko
Am 11. Februar schließt das Weiße Haus einen Reporter von Associated Press von der Berichterstattung über eine Veranstaltung aus. Die Nachrichtenagentur wehrt sich mit einer Klage. Hintergrund des Konflikts ist die Weigerung der AP, in ihrer Berichterstattung Donald Trumps Neubezeichnung für den Golf von Mexiko zu verwenden. Die Umbenennung der Meeresbucht in „Golf von Amerika“ hat Trump per Exekutivorder verfügt. Der Name „Golf von Mexiko“ für das Randmeer des Atlantiks ist seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich. © Roberte Schmidt/AFP
Trump
Dann greift Trump nach der Kultur: Ihm unliebsame Shows mit Dragqueens soll es im Kennedy-Center nicht mehr geben. Deshalb macht er sich dort selbst zum Boss. In der Geschichte des 1971 eröffneten Zentrums ist das Eingreifen Trumps (hier in der Präsidentenloge zu sehen) ein noch nie dagewesener Vorgang. Im März werden US-Vize JD Vance und seine Ehefrau Usha beim Besuch eines Konzertes ausgebuht. © Jim Watson/AFP
Robert kennedy
Am 13. Februar bestätigt der Senat Robert F. Kennedy Jr. als 26. US-Gesundheitsminister. In den Jahren zuvor hat der Neffe des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy vielfach Zweifel an Impfungen gestreut, Verschwörungsmythen verbreitet und mit schrillen Wortmeldungen von sich reden gemacht. Im März steigt im Süden der USA die Zahl der Masernerkrankungen. Bis auf wenige Ausnahmen waren alle Erkrankten nicht geimpft. Kennedy verweist auf Vitamin A und Lebertran als Heilmittel.  © Win McNamee/dpa
Brown Hegseth
Trump macht auch vor dem Militär nicht halt. Ende Februar feuert er den Generalstabschef der US-Streitkräfte. Charles Q. Brown (links) war erst der zweite Afroamerikaner auf dem Spitzenposten. Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth (rechts) hatte schon kurz nach der eigenen Nominierung davon gesprochen, dass Brown aus seiner Sicht entlassen gehöre – wegen dessen Fokus auf Diversität, Gleichbehandlung und Inklusionsthemen im US-Militär. © Saul Loeb/AFP
Trump Selenskyj Vance
Am 28. Februar kommt es im Oval Office zum Eklat: Ein Gespräch zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, an dem auch JD Vance teilnimmt, läuft völlig aus dem Ruder. Nach einem beispiellosen Streit vor laufenden Kameras wird das Treffen vorzeitig abgebrochen. Eine gemeinsame Pressekonferenz fällt ins Wasser.  © Jim LoScalzo/Imago
US-Präsident Donald Trump (Mitte) gibt dem Leiter der Bundesgerichte und Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, John Roberts (rechts), die Hand.
Vor allem die Justiz stellt sich den Plänen der US-Regierung entgegen. Deshalb fordert Trump immer wieder, missliebige Richter und Richterinnen einfach abzusetzen. Daraufhin schaltet sich auch der Oberste US-Richter ein. „Seit mehr als zwei Jahrhunderten steht fest, dass ein Amtsenthebungsverfahren keine angemessene Reaktion auf eine Meinungsverschiedenheit über eine gerichtliche Entscheidung ist“, erklärt John Roberts (rechts).  © Win McNamee/imago/Archivbild
US-Heimatschutzministerin Noem besucht Gefängnis in El Salvador
Hintergrund ist ein Streit zwischen den Gerichten und Trump über die Abschiebung mehrerer Hundert mutmaßlicher Mitglieder eines venezolanischen Verbrecherkartells nach El Salvador unter Berufung auf ein Gesetz von 1798. Der Konflikt über die Abschiebungen könnte sich zu einer Verfassungskrise entwickeln. Bei einem Besuch vor Ort droht die Heimatschutzministerin Kristi Noem später allen, die illegal in die USA einreisen und Straftaten begehen, mit einer Unterbringung im Hochsicherheitsgefängnis Cecot.  © Alex Brandon/dpa
Trump vor US-Kongress
Und was machen eigentlich die oppositionellen Demokraten? Sie geben weitgehend ein trauriges Bild ab. Parteistratege James Carville plädiert in der NY Times sogar dafür, sich erst einmal tot zu stellen. Die meisten tun das auch. Al Green sieht das anders. Der 77-Jährige unterbricht Trump bei dessen Rede vor dem Kongress am 4. März mit lauten Zwischenrufen. Deswegen wird der Abgeordnete aus Texas aus dem Saal geführt. Hinterher rügt das Repräsentantenhaus Green wegen seines Protests – auch zehn Parteikollegen stimmen dafür. © Win McNamee/dpa
Schumer
Wenige Tage später kommt es bei der Abstimmung über den Haushalt zum offenen Bruch. Im Raum steht die Frage, ob die Demokraten das Finanzierungsgesetz der Republikaner mittragen oder aus Protest einen Shutdown in Kauf nehmen. Während die Demokraten im Repräsentantenhaus fast geschlossen gegen den Haushalt stimmen, legt Chuck Schumer, der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, eine Kehrtwende hin und sorgt dafür, dass der Haushalt mit den Stimmen seiner Partei die Parlamentskammer passierte. Noch Ende Januar hatte Schumer eine drastische Ausgabensperre als „verfassungswidrig“ sowie „gefährlich, zerstörerisch, grausam“ bezeichnet. Jetzt sagt er, kämpfen lohne sich hier nicht, der Preis dafür sei zu hoch.  © Annabelle Gordon/Imago
Alexandria Ocasio-Cortez ''AOC'' und Bernie Sanders
Doch es geht auch anders. Das beweist mal wieder der unabhängige Senator Bernie Sanders, der mit seiner „Kampf gegen die Oligarchie-Tour“ Tausende Linke im Land bei seinen Auftritten um sich schart. Man müsse blind sein, um nicht zu sehen, dass es heute in den USA eine Regierung der Milliardäre, gesteuert von Milliardären und gemacht für Milliardäre gebe, sagt er dem Sender NPR. Der 83-Jährige ist nicht allein: Mehrfach zeigt sich die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez an seiner Seite. Die 35-Jährige ist die prominenteste Vertreterin des linken Flügels der Demokraten. © Gage Skidmore/Imago
Einwanderungsbeamte verhaften palästinensischen Aktivisten
Die Columbia-Universität ist das Epizentrum der propalästinensischen Gaza-Proteste in den USA. Für großes Aufsehen sorgt seit dem 8. März der Fall des palästinensischen Studenten Machmud Chalil. Die US-Regierung wirft dem an jenem Tag verhafteten Absolventen der New Yorker Universität unter anderem vor, auf dem Campus Flugblätter mit Hamas-Logo verteilt zu haben, und will ihn abschieben. Dabei besitzt der mit einer Amerikanerin verheiratete Student seiner Anwältin zufolge eine Greencard und damit eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung in den USA. © Yuki Iwamura/dpa
Migration in den USA - Studentin inhaftiert
Ebenfalls im März erschüttern die verstörenden Bilder einer Überwachungskamera die USA. An der Tufts Universität bei Boston wird eine türkische Doktorandin auf dem Weg zum Fastenbrechen auf offener Straße in der Nähe ihres Apartments von zivil gekleideten Beamten des Heimatschutzministeriums gestoppt und festgenommen. Die Behörden werfen ihr Unterstützung der Hamas vor. Ihr droht die Abschiebung. © dpa
US-Vizepräsident Vance besucht Grönland
Die Expansionspolitik Trumps betrifft auch Grönland. Schon Anfang Janaur schließt er wirtschaftlichen Zwang und militärische Gewalt nicht aus, um sich die größte Insel der Erde einzuverleiben. Ende März erhöht Vize Vance noch einmal den Druck. Bei einem Besuch mit seiner Ehefrau Usha macht er Dänemark schwere Vorwürfe. „Wenn der Präsident sagt, dass wir Grönland haben müssen, dann sagt er damit, dass diese Insel nicht sicher ist“, erklärt Vance. © Jim Watson/dpa
Polarlichter in Alaska
Trump hat auch Alaska im Blick – nicht aber wegen der Polarlichter. Vielmehr will er dafür sorgen, dass die USA noch mehr Öl und Gas fördern. Schon im Wahlkampf hatte er das Motto „Drill, baby, drill“ ausgegeben. Zudem will er die USA wieder aus dem Pariser Klimaschutzabkommen führen. © Hasan Akbas/dpa
Smithsonian
Trump will auch die Geschichte der USA per Dekret umdeuten lassen. Ende März beauftragt er JD Vance deshalb damit, vor allem in Museen auf Darstellungen im Sinne der neuen Regierung hinzuarbeiten. Als Beispiel nennt Trump die berühmte Smithsonian Institution, die vor allem in der Hauptstadt etliche Museen betreibt. Das Smithsonian sei unter den Einfluss einer spalterischen, auf ethnische Zugehörigkeit ausgerichteten Ideologie geraten, kritisiert Trump.  © Kevin Dietsch/AFP
US-Präsident Trump
US-Präsidenten dürfen laut Verfassung maximal zwei Amtsperioden regieren. Trump sinniert inzwischen öffentlich darüber nach, wie die Regel zu umgehen sei. Auch die oppositionellen Demokraten fürchten, der Republikaner könne versuchen, die Verfassung anders auszulegen, um länger an der Macht zu bleiben. Die juristische Fachwelt hat ebenfalls schon Theorien durchgespielt, wie Trump das versuchen könnte. © dpa
Tesla "Cybertruck"
Unterdessen gehen in den USA immer wieder Tesla-Autos in Flammen auf – aus Protest gegen Firmenchef und Trump-Intimus Elon Musk, der ohne jegliches politisches Mandat einen Kahlschlag im US-amerikanischen Staatsapparat durchsetzt. Bei einem Auftritt im Weißen Haus beklagt sich Trump über „brennende Verkaufsräume“ und Tesla-Autos, „die überall brennen, explodieren“.  © Lindsey Wasson/dpa
Musk Wisconsin
Grund für die Aufregung ist der enorme Einfluss von Elon Musk. Ein Beispiel: Vor der Justizwahl im US-Bundesstaat Wisconsin überreicht der Tech-Milliardär zwei Millionenschecks an Personen, die seinen Angaben zufolge eine Petition gegen „aktivistische Richter“ unterzeichnet haben. Die Demokraten prangern Musks Geldgeschenke als illegalen Stimmenkauf an. Am Ende muss Musk das Geld abschreiben: Der konservative Kandidat Brad Schimel verliert gegen die linksliberale Richterin Susan Crawford. © Robin Legrand/AFP
US-Präsident Trump
Den 2. April erklärt Trump zum „Tag der Befreiung“: Im berühmten Rosengarten des Weißen Hauses kündigt er neue US-Zölle für Handelspartner aus aller Welt an. Die härtesten Strafzölle treffen ein französisches Überseegebiet – die Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon – und den afrikanischen Kleinstaat Lesotho, über den Trump kurz vorher noch gescherzt hatte, niemand habe von dem je gehört. Das Zollpaket ist der bisher aggressivste Baustein seiner rabiaten Handelspolitik. Trump sieht bereits ein „goldenes Zeitalter“ der USA aufziehen – aber sein folgenreicher Schritt dürfte auch US-Verbraucher hart treffen. © Mark Schiefelbein/dpa
US-Präsident Trump
Fünf Millionen Dollar für ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht in den USA – diese Pläne einer „Gold Card“ stellt Trump bereits im Februar vor. Anfang April präsentiert er dann seine erste goldene Karte, die er auch als „Trump Card“ bezeichnet. In den USA ist es bereits möglich, im Gegenzug für Investitionen im Land eine sogenannte Green Card zu erhalten – also eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis. Die neue Karte zielt auf wohlhabende Menschen ab. Als mögliche Nutznießer des Programms sieht Trump auch russische Oligarchen.  © dpa
US-Präsident Trump
In den USA fungiert der Präsident als Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Doch Trump zeigt in der Regel nur wenig Interesse an seinen Soldaten. So lässt er sich am 4. April bei einer Militärzeremonie in Delaware von seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth vertreten. Anstatt der Rückführung der sterblichen Überreste von vier US-Soldaten beizuwohnen, die im März bei einer Übung in Litauen ihr Leben verloren haben, verbringt Trump seine Zeit lieber in Florida. © Alex Brandon/dpa
Anti-Trump-Proteste
Zehn Wochen nach Trumps Amtsantritt kommt es in zahlreichen Städten in den USA zu lautstarken Protesten. Auf Plakaten fordern sie unter anderem, die Verfassung zu verteidigen, Trump des Amtes zu entheben und das Sozialsystem nicht anzutasten. Auf anderen Schildern steht: „Nicht mein Präsident!“, „Schande über Trump“ und „Der Faschismus ist da“.  © Jim Ruymen/Imago
Pete Hegseth besucht Pearl Harbor
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (hier mit Admiral Sam Paparo) ist alles, was mit Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) zu tun hat, ein Dorn im Auge. Um den DEI-Richtlinien der Trump-Regierung zu entsprechen, hat die U.S. Naval Academy 381 Bücher aus ihrer Bibliothek entfernt. Darunter ist auch Maya Angelous berühmte Autobiografie „I Know Why the Caged Bird Sings” („Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“). Zudem wurden viele Bücher zu Themen wie Feminismus, Rassismus oder dem Holocaust verbannt. Ein anderes Buch steht dagegen noch immer in den Regalen: „Mein Kampf“. © Imago
trump und Rubio
Am 11. April sorgt wieder das von Marco Rubio (links) geleitete US-Außenministerium für Aufregung – diesmal aber im Inland. Die Angestellten werden angewiesen, über Kolleginnen und Kollegen zu berichten, die sich „anti-christlich“ benehmen und „Voreingenommenheit“ gegenüber der Religion zeigen. „Politico“ zitiert einen Beamten, der sich an den dystopischen Roman „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood über totalitäre Gesellschaften erinnert fühlt.  © Brendan Smialowski/AFP
2025 Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien
Auf seinem selbsterklärten Kampfzug gegen die „Oligarchie“ in den USA begeistert Bernie Sanders auch am 12. April mit einem Überraschungsauftritt beim Coachella-Musikfestival in der kalifornischen Wüste das überwiegend junge Publikum. Kurz nach dem letzten Song der britischen Sängerin Charli XCX bringt er mit seiner Botschaft gegen Politikverdrossenheit die Leute zum Jubeln. „Dieses Land steht vor großen Herausforderungen und von eurer Generation hängt ab, was mit Amerika passiert“, sagt Sanders. © Amy Harris/dpa
Kilmar Ábrego García Proteste
Unter Trump schieben die USA immer wieder mutmaßliche Bandenmitglieder nach El Salvador ab. Einige der Männer haben nach Angaben ihrer Anwälte aber nie ein Verbrechen begangen. Für Aufsehen sorgt besonders die irrtümliche Abschiebung des salvadorianischen Einwanderers Kilmar Ábrego García, der mit einer US-Bürgerin verheiratet ist. Der Oberste Gerichtshof der USA weist die Trump-Regierung im April offiziell an, sich für seine Freilassung aus dem Gefängnis in El Salvador und für seine Rückkehr in die USA einzusetzen. Trump interessiert das nicht. Konkrete Maßnahmen zur Rückholung bleiben aus. © Alex Wong/AFP
Trump Bukele
Später zelebrieren Trump und El Salvadors Staatschef Nayib Bukele im Weißen Haus sogar ihre enge Zusammenarbeit bei der Abschiebepolitik. Bukele stellt nüchtern fest, dass er Ábrego García nicht zurück in die USA schicken werde. Und Trump? Der liebäugelt erneut mit der Idee, auch US-Straftäter in El Salvador einsperren zu lassen. US-Historiker Timothy Snyder nennt es hinterher beim Namen: In einem Substack-Beitrag spricht er von „beginnendem Staatsterror“.  © Brendan Smialowski/AFP
Universität Harvard
Auch die Eliteuniversität Harvard gerät in Trumps Visier. Seine Regierung legt Milliardenzuschüsse auf Eis. Trump begründet sein Vorgehen mit einer verfehlten „Ideologie“ der Uni und angeblichem Antisemitismus. Der frühere US-Präsident Barack Obama, der selbst an der Uni studiert hat, hält dagegen: „Harvard hat ein Beispiel für andere Hochschulen gesetzt, indem es einen ungesetzlichen und unbeholfenen Versuch zurückgewiesen hat, die akademische Freiheit zu unterdrücken“, schreibt Obama auf der Plattform X. Er hoffe, dass andere Institutionen folgten. © Charles Krupa/dpa
Als Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren im Vatikan starb, war die Trauer groß. US-Präsident Donald Trump nahm an der Beisetzung des Heiligen Vaters teil: er in blau – ohne rote Krawatte. Melania ganz in Schwarz. Vor dessen Tod befand sich Trump im offenen Widerspruch mit dem Papst: Franziskus hatte Trumps Migrationspolitik offen kritisiert. Seine Massenabschiebung „würde viele Männer und Frauen und ganze Familien“ verletzen.
Als Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren im Vatikan starb, war die Trauer groß. US-Präsident Donald Trump nahm an der Beisetzung des Heiligen Vaters teil: er in blau – ohne rote Krawatte. Melania ganz in Schwarz. Vor dessen Tod befand sich Trump im offenen Widerspruch mit dem Papst: Franziskus hatte Trumps Migrationspolitik offen kritisiert. Seine Massenabschiebung „würde viele Männer und Frauen und ganze Familien“ verletzen.  © IMAGO / NurPhoto

UN kritisieren Israels Gaza-Entscheidung – Druck von US-Präsident Trump

Bei einem Briefing früher am Tag sagte der Beamte des israelischen Außenministeriums, Edan Bar Tal, dass am Montag nur Babynahrung eingeführt würde. Außerdem sagten Hilfsbeamte, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, die Lastwagen seien in den Grenzübergang Kerem Shalom eingefahren, hätten aber die andere Seite noch nicht erreicht.

„Ein Tropfen auf den heißen Stein“, schrieb dazu Tom Fletcher, der UN-Nothilfekoordinator, in einer Erklärung auf X. „Sie muss die Zivilisten erreichen, die sie so dringend benötigen, und wir müssen in der Lage sein, sie auszuweiten.“

„Trumps Leute lassen Israel wissen: ‚Wir werden euch im Stich lassen‘“

In Israel folgte Netanjahus scharfer Kurswechsel auf neuen öffentlichen und Hinterzimmer-Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Während einer Reise durch die Golfstaaten letzte Woche sagte Trump, dass „viele Menschen in Gaza hungern“. Israel war von der Reise ausgeschlossen, bei der Trump Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate besuchte.

„Trumps Leute lassen Israel wissen: ‚Wir werden euch im Stich lassen, wenn ihr diesen Krieg nicht beendet‘“, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person, die unter der Bedingung der Anonymität sprach, da sie nicht befugt war, mit Medien zu sprechen.

Netanjahu sagte, dass der Schritt Israel Einfluss gegenüber der Hamas verschaffe und gleichzeitig den Boden für eine umfangreichere Militärkampagne bereite, falls die Waffenstillstandsgespräche in Katar in eine Sackgasse geraten sollten.

Der Premierminister sagte am Montag, Israel werde in den kommenden Tagen einen alternativen, von den USA unterstützten humanitären Hilfsmechanismus einführen. Bei diesem werde das israelische Militär Verteilungszentren sichern, die von privaten amerikanischen Auftragnehmern betrieben werden und die UN-Organisationen umgehen würden, die bisher den Großteil der Hilfe abgewickelt haben.

Die Zentren, so sagte er, seien für Zivilisten gedacht, nicht für die Hamas, der Israel wiederholt vorgeworfen hat, humanitäre Hilfe zu plündern und davon zu profitieren. Die israelische Regierung behauptete zudem, das Risiko einer Hungersnot sei „von der Hamas inszeniert“. (Hilfsorganisationen und einige US-Beamte bestreiten diese Behauptung, und Israel hat keine Beweise für einen solch großangelegten Diebstahl vorgelegt.)

The Washington Post vier Wochen gratis lesen

Ihr Qualitäts-Ticket der washingtonpost.com: Holen Sie sich exklusive Recherchen und 200+ Geschichten vier Wochen gratis.

Deutschland und andere Verbündete sehen Hilfsmechanismus für Gaza kritisch

In einer weiteren gemeinsamen Erklärung sagten Vertreter von mehr als zwei Dutzend Geberländern - darunter Australien, Deutschland, die Niederlande und Spanien -, dass ihre humanitären Partner nicht an dem neuen Hilfsmechanismus teilnehmen würden.

„Er gefährdet Begünstigte und Helfer, untergräbt die Rolle und Unabhängigkeit der UN und unserer vertrauenswürdigen Partner und verknüpft humanitäre Hilfe mit politischen und militärischen Zielen“, hieß es in der Erklärung. „Humanitäre Hilfe sollte niemals politisiert werden, und palästinensisches Gebiet darf weder verkleinert noch einem demografischen Wandel unterworfen werden.“

Netanjahus Entscheidung zog auch wütende Vorwürfe der Kapitulation gegenüber der Hamas nach sich, während der Kabinettssitzung am Sonntagabend, die zu diesem Thema einberufen wurde. So sagte etwa der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, Netanjahu begehe „einen schweren Fehler.“

Aber die anderen Koalitionspartner des Premierministers unterstützten den Schritt öffentlich. Zudem wiederholten sie die Behauptungen des israelischen Regierungschefs in der Videobotschaft, dass es Israels „miteinander verbundene“ Kriegsziele, die Hamas zu zerstören und die 58 noch in Gaza festgehaltenen Geiseln zurückzubringen, von denen 23 nach israelischen Angaben am Leben sind, nicht beeinträchtigen würde.

Die nach Gaza eingeführten Hilfslieferungen „wird die Hamas nicht erreichen“, sagte der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich am Montag. „Sie wird es Zivilisten ermöglichen zu essen, unseren Freunden in der ganzen Welt, uns weiterhin internationalen Schutz im UN-Sicherheitsrat und in Den Haag zu gewähren, und uns, mit Gottes Hilfe, bis zum Sieg weiterzukämpfen.“

Er „verkaufte die Idee der Wiederaufnahme der Hilfe in der Kabinettssitzung am Sonntagabend, indem er sagte, es sei nur eine Formalität“, sagte die mit den Gesprächen vertraute Person.

Israels Vorgehen fordert hohe Opferzahlen in Gaza

Mehr als 53.300 Menschen in Gaza wurden in 19 Monaten Krieg getötet, so das Gesundheitsministerium in Gaza, das nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheidet. Die meisten Toten seien Frauen und Kinder. In den letzten Tagen hat Israel die Luftangriffe verstärkt und dabei Hunderte weitere Menschen getötet.

Am Montag sagte das israelische Militär, die Bewohner von Chan Junis, Gazas zweitgrößter Stadt, sollten in das Küstengebiet von Mawasi fliehen, ein weitläufiges Zeltlager, in dem viele der Vertriebenen des Gebiets untergebracht sind.

Israelische Streitkräfte hatten über Nacht einen Angriff auf die Stadt durchgeführt, der Kampfjets, Hubschrauber und Dutzende von Luftangriffen umfasste, sagten Bewohner. Israel äußerte sich nicht speziell zu den Angriffen, aber die Volksfront für den Widerstand, eine mit der Hamas verbündete militante Gruppe, sagte, einer ihrer Kommandeure sei bei einem Morgenangriff in Chan Junis getötet worden.

„Die Szene ist erschreckend, wie die Schrecken des Jüngsten Gerichts“, so Malik Shibari, ein Architekt, der nach eigenen Angaben mit seinen Kindern aus der Stadt nach Mawasi geflohen war. „Alle Menschen evakuieren jetzt in unsere Richtung, aber es gibt keine freien Plätze“, sagte er und fügte hinzu, dass Bewohner zu Fuß ankämen, nur grundlegende Habseligkeiten bei sich trügen und keine Zelte zum Schlafen hätten.

Zu den Autoren

Abbie Cheeseman berichtet für die Washington Post aus Beirut über den Nahen Osten. Bevor sie zur Post kam, war sie fünf Jahre lang als freie Korrespondentin im Nahen Osten tätig. Davor arbeitete sie als investigative Reporterin in London, wo sie sich auf die Luftkriege der USA im Nahen Osten und in Afghanistan konzentrierte.

Lior Soroka ist ein in Tel Aviv ansässiger freiberuflicher Reporter, der über den Krieg zwischen Israel und Gaza und den größeren Konflikt im Nahen Osten berichtet. Soroka arbeitete von 2013 bis 2022 für Haaretz mit Schwerpunkt auf Kunst und von 2018 bis 2021 in der Podcast-Abteilung von Kan News. Er ist Absolvent des International Journalists‘ Programmes.

Shira Rubin ist Reporterin für die Washington Post in Tel Aviv. Sie berichtet über Nachrichten aus Israel, den palästinensischen Gebieten und der Region, wobei ihr Schwerpunkt auf Politik, Kultur, Wissenschaft und Frauengesundheit liegt.

Claire Parker ist Kairo-Korrespondentin der Washington Post und berichtet aus dem Nahen Osten.

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 20. Mai 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Heidi Levine/The Washington Post

Kommentare