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„Positive steuerliche Maßnahmen“

Merz und Klingbeil setzen auf E-Auto-Förderung für Besserverdienende

Die neue Bundesregierung unter Merz will E-Mobilität gezielt fördern – doch die Strategie bevorzugt ausgerechnet wohlhabende Zielgruppen.

Berlin – Die schwarz-rote Koalition setzt bei ihrer E-Auto-Förderstrategie weiterhin auf Anreize. Im Fokus stehen dabei Unternehmen und Besserverdienende. Und zwar nach dem Motto: „Wer hat, dem wird gegeben“, heißt es in Texten von Spiegel und Tagesschau über die Pläne der Regierung unter Kanzler Friedrich Merz.

Merz und Klingbeil setzen auf E-Auto-Förderung für Besserverdienende

Der Kauf von reinen Elektroautos soll für Unternehmen steuerlich attraktiver werden. Auch bei E-Autos als Dienstwagen will die Regierung ansetzen. Neuwagen mit einem Listenpreis von maximal 100.000 Euro sollen eine Sonderförderung erhalten. Damit wird die derzeitige Preisgrenze von 70.000 Euro angehoben.

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden.  © IMAGO/Uwe Koch
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke
Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz
Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt.  © AnikkaxBauer
Wolfram Weimer Minister für Kultur
Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage.  © IMAGO/Thomas Bartilla
Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO
Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste
Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett
Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat.  © IMAGO/Christian Spicker
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern.  © IMAGO/Heiko Becker
Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister
Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet.  © IMAGO/FRANK TURETZEK
Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil
Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags.  © IMAGO
Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett
Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich
Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil
Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.  © IMAGO
Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett
Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hat das Finanzministerium den Kurs der Regierung begründet. „Positive steuerliche Maßnahmen, wie die von der Bundesregierung bereits ergriffenen Regelungen, motivieren nachhaltig freiwilliges gewünschtes Verhalten, regen Investitionen und Innovationen an, stärken die Wettbewerbsfähigkeit und genießen eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz“, heißt es in der Antwort des Ministeriums von Anfang Juli.

E-Auto-Plan der Merz-Regierung: Klingbeil-Ministerium verteidigt Maßnahmen

Die Grünen wollten in ihrer Anfrage unter anderem wissen, welche Schlussfolgerungen die Bundesregierung „aus der wissenschaftlichen Einschätzung“ ziehe, „dass die steuerlichen Förderungen für Elektrofahrzeuge – insbesondere die Anhebung der Bruttolistenpreisgrenze auf 100 000 Euro und die arithmetisch-degressive Abschreibung – überwiegend einkommensstarke Haushalte und Unternehmen begünstigen“. Soziale Ungleichheit würde dadurch bestärkt, heißt es in dem Text.

Auf die Frage nach Zahlen zu begünstigten Einkommensgruppen, Haushaltskonstellationen, Unternehmensgrößen sowie Branchen, antwortete das Ministerium: „Der Bundesregierung liegen keine konkreten Zahlen vor.“

Merz und Klingbeil setzen auf E-Auto-Förderung für Besserverdienende. (Symbolbild)

Das Ministerium betont jedoch, dass die Maßnahmen „die Anschaffung oder Nutzung von Elektrofahrzeugen im betrieblichen Bereich – vor allem für kleine und mittlere Betriebe – attraktiver machen“ solle. Laut Antwort des Finanzministeriums geht die Regierung nicht davon aus, dass die Maßnahmen nur einkommensstarken Haushalten und Betrieben zugutekommen: Sie erwarte „Auswirkungen auf den sogenannten Zweitmarkt“.

E-Auto-Neuzulassungen erreichen Rekordhoch: 250.000 Fahrzeuge im ersten Halbjahr

Parallel zu den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zeigt sich bei Neuzulassungen von E-Autos im ersten Halbjahr ein positiver Trend: In Deutschland wurden so viele Elektroautos neu zugelassen wie noch nie. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden im ersten Halbjahr 2025 knapp 250.000 neue Elektro-Pkw zugelassen – ein Plus von rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil liegt demnach bis Juni bei 17,7 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Bayern führt mit 50.700 Neuzulassungen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 50.600 und Baden-Württemberg mit 38.700 E-Autos. Laut Bundesamt erreichten auch die Neuzulassungen aller Autos mit einem Elektroantrieb – Elektroautos, Plug-in-Hybride und Autos mit Brennstoffzellenantrieb – einen Höchstwert im ersten Halbjahr.

Im Elektro-Segment laufe es derzeit jedoch „nur auf den ersten Blick“ gut, hatte Constantin Gall von der Beratungsfirma EY in der vergangenen Woche erklärt. Deutschland sei „immer noch weit entfernt“ vom Elektroboom. Gall begründete seine Einschätzung laut AFP-Bericht unter anderem damit, dass E-Autos in erster Linie von Gewerbetreibenden gekauft würde. Privatleute bevorzugten nach wie vor „eindeutig“ Verbrenner. (pav mit AFP und dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / photothek, IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

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